Mal was anderes zum Thema Alter bzgl "Muss man immer 30 sein?"

Archiv des urbia-Forums Kinderwunsch.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kinderwunsch

Du möchtest schwanger werden? Hier kannst du Kontakte knüpfen und mit anderen über den Zeitpunkt deines Eisprungs diskutieren. Auch nützlich: Lexikon der Abkürzungen und Expertenantworten. Neu: unser Kinderwunsch-Newsletter!

Beitrag von xjuliax 29.08.07 - 20:07 Uhr

Hallöchen,

ich habe vorhin gespannt die Diskussion zum Thema "Muss man immer 30 sein um ein Kind zu bekommen" mitverfolgt.
Ich finde es erstmal schön, dass so ziemlich alle der Meinung sind, dass das Alter keine Rolle spielt, solang sich beide sicher sind.
Dennoch wurde meistens gesagt "Hauptsache man hat eine Ausbildung und nen Beruf". Ich hab meinen Sohn mit 17 bekommen, mit 19 eine Ausbildung angefangen und diese dann im Februar abgebrochen weil meine FG mich zu sehr blastet hat. Ich hab eine Therapie machen müssen und habe nun endlich wieder zu meiner Ursprungskraft gefunden. Mir ist klar, dass mir die Familienplanung wichtiger ist, als die Karriere und somit steht es für mich auch ohne abgeschlossene Ausbildung an erster Stelle JETZT ein Kind zu bekommen.
Mein Freund fängt seine Ausbildung nach der Schule an und ich werde das auch tun wenn das 2.Kind da ist, was, wie ich mittlerweile auch in Erfahrung gebracht habe, nicht zu spät ist.
Wieso ist denn eigentlich jeder der Meinung, das man eine Ausbildung oder einen Beruf brauch?
Wegen dem Geld kann ich mir nicht vorstellen, weil wir davon genug zur Verfügung haben um uns nicht nur die notwendigen Dinge leisten zu können, sondern auch mal einen Urlaub.
Bin gespannt auf eure Antworten.

LG Julia :-)


Beitrag von essi79 29.08.07 - 20:13 Uhr

Hallo,

manchmal möchte man im Leben erst etwas erreichen und für sich tun. Ich habe Krankenschwester gelernt und mein Wunsch war immer mal darüber hinaus zu kommen. Es kann ich Schulungen geben und bin Wundexpertin. Das ist für mich spannend und ich freue mich nach der Schwangerschaft, hierher zurück zu kehren.
Die Balance ist für mich wichtig Kind und Karriere!

Lieben Gruß Sandra

Beitrag von chez11 29.08.07 - 20:14 Uhr

huhu

endlich sagt das auch mal einer, denn das hab ich schon bei so vielen disskussionen verfolgt das immer gesagt wird hauptsache beruf ausbildung ect...., ja heist das denn jetzt arbeitslose dürfen keine Kinder mehr bekommen#kratz warum wird solchen leuten das nicht auch gegönnt sofern es im Rahmen bleibt:-p
Ich selbst habe keine abgeschlossene Berufsausbildung war aber noch nier arbeitslos und habe bisher immer eine Arbeit gehabt, und da frag ich mich schon manchmal warum einen dann gesagt wird, ne ohne ausbildung keine Kinder;-), andere haben ne ausbildung und später keinen Job und ich hab derzeit 2 Jobs, ich kellner abends in ner Gaststätte und gehe tagsüber noch 2 stunden sauber machen, darf ich jetzt keine Kinder haben weil ich keine ausbildung habe#kratz

du hast völlig recht, jedem sollte sowas selbst überlassen werden was er für richtig hält#pro

LG;-)

Beitrag von xjuliax 29.08.07 - 20:24 Uhr

Vielen Dank Chez,

ich denke die meisten Menschen die hören "Keine Ausbildung und Kind" denken gleich an schwere Sozialfälle mit 5 Kindern und, entschuldige den Ausdruck, Assi-Eltern in einer vergammelten Bruchbude. Das ist natürlich ein Alptraum. Ich kümmer mich in meinem Leben immer um Routine, dh frühes Aufstehen, sorge immer dafür das ich was zu tun habe, eine Beschäftigung, egal ob ich dafür Geld bekomme, oder ich mich ehrenamtlich betätige.

Frage mich wirklich was daran so verwerflich sein soll. Lieber so, als stundenlang schufften und dann keine Zeit für das Kind zu haben oder nach Hause zu kommen und total genervt sein. So waren nämlich meine Erfahrungen als Kind. Da hat es mir auch nicht geholfen das meine Eltern sturdierte Menschen waren, verdammt viel Geld verdienten und mir alles kaufen konnten. Ein paar Stunden mit ihnen wären vielleicht wichtiger gewesen als teure Klamotten :-(

Beitrag von trienche 29.08.07 - 20:18 Uhr

Hallo Julia,

habe mich eben erst eingeklinkt und kann zu dem Tread nichts sagen, habe jedoch eine andere Frage an Dich!

Ich habe am Montag eine Therapie begonnen wegen meiner FG.
Wie lange hat sie bei Dir gedauert?
Ist meine erste Therapie und und Du bist die Erste die ich hier treffe die auch eine gemacht hat! Kannst Du mir etwas darüber erzählen?


LG Vanessa#blume

Beitrag von sprudel100 29.08.07 - 20:23 Uhr

Hallo,

ich bin so eine, die das als wichtig empfindet - auch nenne ich das verantwortungsbeswusstsein.

Ich habe die notwendigen Dinge in meinem Leben abgeschlossen, für mich und wahrscheinlich auch als gutges Vorbild für mein Kind.
Was sagst du deinem Kind, wenn es sagt ich mach keine Ausbildung? Applaudierst du dann und sagst: richtig so, wozu auch! Brauch man alles nciht im leben.

Ich möchte meinem Kind dann sagen können, das ist der erste Schritt in Deine Zukunft, verbaust du ihn dir, kannst du putzen oder kellnern gehen und jammerst dann dein ganzes leben rum. Ich denke nicht das mein Kind sich das wünscht und ich wünsche mir für mein Kind ein besseres leben.

Auch habe ich bessere Cancen auf dem Arbeitsmarkt als jemand der nicht ausgebildet ist, klar Toiletten putzen kann (vielleicht jeder), aber ich gebe ehrlich zu, dazu bin ich mir zu fein und würde es nicht machen.

Als wir noch in einer Mietwohnung lebten, wohnten unter uns ein Päarchen mit einem Kind, die Mutter war Hartz Empfängerin und der vater Maler, der dann doch noch 7oo euro nach hause brachte - ich muss sagen, sie hatten nciht viel und machten nicht viel und siehe da sie wren dann wieder schwanger.... sie konnten kaum ein Kind durchbringen, warum bekommen sie noch ein zweites? Wie gesagt, ich finde es verantwortungslos und sie haben aus meiner Sicht keinerlei Vorbildfunktion.

was ist wenn ein kind Klassenfahrt hat und die eltern immerzu sagen, das kann ich mir nicht leisten? Ich finde es traurig.

Pati

Beitrag von haile 29.08.07 - 20:29 Uhr

Zum Teil hast du Recht, zum Teil sehr oberflächlich geschrieben....
wobei ich aber auch ein Lob aussprechen muss, denn vernünftiger hast natürlich DU mit Ausbildung gelebt und gehandelt, aber dennoch kann man dieses Thema nicht mit solcher einer Schärfe belehnen, denn da gibt es so vile Ecken und Kanten... aber im Großen und Ganzen ist eine Ausbildung von Vorteil und sollte auch nicht von vornherein abgelehnt werden...dazwischen kommen kannimmer was...aber ich denke mal, das anstreben ist auf jeden Fall sehr wichtig...

Beitrag von sprudel100 29.08.07 - 20:45 Uhr

ich finde das nicht oberflächlich, ich finde es sehr wichtig einem Kind vermitteln zu können, was man im leben braucht und was nicht.
Was meinst du wie es laufen wird, wenn dein Kind später ohne Ausbildunge dasteht?
Nicht rosig oder reicht es dir, wenn dein Kind etwas putzen geht?

Ich wünsche das meinem Kind nicht und das hat nichts mit oberflächlich zu tun, das ist die realität, das heisst Zukunft usw.

Klar gibt es Ekcen und Kanten, aber die sind da um überwunden zu werden - ich habe schon viel in meinem Leben um etwas gekämpft und es auch alles geschafft. Ich hab eine super Familie und einen guten Job - ich möchte meinem Kind etwas bieten können.

Ich möchte meinem Kind (hoffentlich bald zwei) gern mehr bieten, als nen Hartzschein!

Beitrag von haile 29.08.07 - 21:10 Uhr

Du sprichst gleich von Hartz Empfängern.. nicht ein jeder ungelernte ist Hartz Empfänger sondern arbeitet, als Angestellter in irgendeinem Betrieb wo ev. keine Vorkenntnisse bzw. keine Ausbildung erforderlich sind. Kenne genug solcher Stellen, lese ich ständig in der Zeitung.

Dass das nicht das ideale Leitbild ist, ist unumstritten....

Ausserdem hast du offensichtlich nicht meinen Text aumerksam durchgelesen, denn ich bin sehr wohl eine Aubildungsbefürworterin, maße mir aber nicht an, zu sagen, Kinder zu bekommen wäre erst relevant für Menschen, wenn sie eine Ausbildung inder Tasche haben...da wären wir ein sehr Kinder armes Land!

Beitrag von sprudel100 29.08.07 - 21:29 Uhr

allerdings wären wir dann auch ein Land das nciht so schlecht in der Pisa Studie abschliessen würden. denn leider ist es ja ne kettenreaktion: leute ohne Ausbildung bekommen Kinder und (leider) werden die meisten dieser Kinder, wieder so, weil sie nichts besseres vorgelebt bekommen haben.

Ich finde es gut, das du Ausbildungsbefürworterin bist :-)

Beitrag von haile 29.08.07 - 21:40 Uhr

Das trifft zu bei sagen wir "asozialen" Eltern die keine Ausbildung haben....

Aber nicht bei allen... meine Schwester hat zB die Krankenpflegeschule wirklich ganz knapp vor den Prüfungen durch Schwangerschaft und bevorstehende Geburt abgebrochen... ihr Mann (mein Schwager) ist Softwareentwickler und verdient sehr sehr gut.... sie geht bis jetzt nicht arbeiten und hat viele Kinder und alle sind Vorzugsschüler...wirklich alle.... und meine älteste Nichte wird fünfzehn und wird mit großer Sicherheit studieren... alle Kinder lernen jeweils ein Insturment und das nicht so lala sondern ordentlich, alle gehen einem Sport nach...also nicht jeder wirkt als schlechte Vorbildfunktion der nicht arbeiten geht..meine Schwester legt viel Wert auf Werte, Schule und dass die Kinder ein Pflichbewusstsein entwickeln... sie ist mit Leib und Seele Mutter und wird Hausfrau bleiben, weil sie und ihr Mann es sich leisten können und sie weiterhin für die Kinder zu Hause da ist, den Haushalt schupft und die vielen Kinder (insg. 6) von A nach B führt...

Und ihre Kinder sind so, wie ich mir nur wünschen kann das mein Kind/meine Kinder auch so werden und ich so viel Konsequenz aufbringen werde wie sie!

ICh kann natürlich nicht so viele Kinder bekommen, da ich nicht so einen gut verdienenden Mann habe wie meine Schwester... aber zwei drei, vier möchte ich haben...und dann muss ich arbeiten...oder währenddessen? Bin Tagesmutter.... also auch keine Akademikerin ;-)

Beitrag von salome25 29.08.07 - 20:31 Uhr

Ich denke, als eltern erfüllt man seine vorbildfunktion dann, wenn man zeigt, dass man was für sein geld tun muss, egal ob du putzen gehst oder in einer bank arbeitest. einige denken halt man kann schön zu hause sitzen und die beine hochhalten auf kosten derer die am tag 14 std. arbeiten, das wäre keine vorbildfunktion und verantwortungslos...

Beitrag von sprudel100 29.08.07 - 20:47 Uhr

wenn deine Vorbildfunktion keinen Schulabschluss hat oder keine Ausbildung - was ist das für eine Vorbildfunktion für dein weiteres Leben, was kann eine solche Mutter ihrem Kind bieten, wie kann es ihm in der 10. Klasse bei den Aufgaben helfen, wie kann eine solche Mutter sagen - beweg dich in die schule und mach was für dein Leben..,,.,

Wie soll man das alles sagen können, wenn man es selbst nicht mal geschafft hat?

Beitrag von haile 29.08.07 - 21:14 Uhr

Der Leitfaden ist schon richtig, aber die Progression ist die falsche...

Beitrag von sprudel100 29.08.07 - 21:27 Uhr

das denke ich nicht

Beitrag von haile 29.08.07 - 21:31 Uhr

doch doch...;-)

Beitrag von essi79 29.08.07 - 20:44 Uhr

Hallo Pati,

ich stimme Dir zum größten Teil zu....als Eltern sollte man Vorbild sein und dazu gehört auch einem geregelten Arbeitsleben nach kommen. In wie weit sich da jeder rein kniet, bleibt ihm selbst überlassen. Für mich wäre Raumpflegerin auch nichts........
aber mehr kann ich ohne Ausbildung bei der heutigen Arbeitsmarktlage leider dann auch nicht erwarten.

Bei uns wohnen gegenüber im Mehrfamilienhaus 4 Familien, alle Hartz4 und insesamt mit 9 Kindern. Leider sieht man dieses den Kindern auch an.
Ich möchte meinem Kind später etwas bieten können, wir wollen jetzt ein Haus bauen, Urlaub sollte auch nochmal drin sein und einen gewissen Standard brauchen Kinds in der Schule schon.
Das Leben in Deutschland ist nun mal teuer.

Lieben Gruß Sandra

Beitrag von sprudel100 29.08.07 - 21:11 Uhr

Hallo,

genua wie du möchte ich ein super Vorbild für mein Kind sein und weiterhin einen gewissen Standard haben. Wir haben uns ein haus geleistet und fahren auch noch weiterhin in den Urlaub und wünschen uns noch ein Kind - was ich nciht bekommen würde - hätte ich kein Job usw....

LG
pati

Beitrag von chez11 29.08.07 - 20:51 Uhr

hallo

ich finde es sehr abwertend von dir, job ist job, wir haben ein haus unser kind wächst in einer super umgebung auf, mietwohnung sowas kenne wir nicht, wir haben einen garten mit sandkasten und viel platz zum austoben.
wir zahlen nix mehr da unser haus abbezahlt ist, ich habe also kosten von 150 euro im monat und mein Menne auch, wieso soll ich den ganzen Tag knuffen´gehen wenn ich zeit mit meinem Kind verbringen möchte.
Mein mann macht 24 stunden dienste und verdient sehr gut und ist der meinung ein paar stunden meinerseits reichen da es ihm wichtiger ist das seine kids gut versorgt sind;-)

lg;-)

Beitrag von sprudel100 29.08.07 - 21:09 Uhr

was ist abwertend?

das ich mir zu fein bin zum putzen gehen? Das ist meine Einstellung, wenn ich was nciht will, mache ich es nicht. ich hab nichts abwertendes über eine Putzfrau geschrieben - nur das ich mir für mein kind mehr wünsche.

Was ist also dein Problem???
Du fühlst dich angesprochen - so wohl kannst du dich also nicht bei deiner Arbeit fühlen.

Beitrag von freyjasmami 30.08.07 - 08:12 Uhr

Dir ist hoffentlich klar, das Du hier von zwei offiziellen Ausbildungsberufen sprichst?

Kannst Du Dir vorstellen, wie Deine Aussagen für diejenigen rüber kommen, die eine solche Ausbildung absolviert haben und gern in ihrem Beruf arbeiten?

Hast Du Dir auch überlegt, das nicht jeder die Vorraussetzungen für eine hochtrabende Karriere mitbringt?
Mein Cousin hat ADS und ist nicht gerade der Beste in der Schule gewesen.
Ist sitzen geblieben und ist in der 8. Klasse aus der Schule raus.
Er hat ein berufsvorbereitendes Jahr gemacht, anschließend 3 Jahre Beikoch gelernt (übrigens als bester Azubi in seinem Beruf in Brandenburg abgeschlossen!) und noch ein Jahr dran gehangen und ist jetzt "richtiger" Koch.
War nicht mal 4 Wochen arbeitslos und geht jetzt brav und fleißig arbeiten.

Kein hochtrabender Beruf, kein optimaler Weg.
ABER er tut etwas, im Gegensatz zu vielen anderen die einfach nur zu faul oder sich zu fein für solche Arbeiten sind!
Warum sollte man als Tippse auch solch niedere Arbeiten machen, wenn man arbeitslos wird?
Das hat man (Frau) ja nicht nötig...

Nur weil man aus irgendwelchen Gründen seine Ausbildung vllt. nicht abschließen konnte, soll man kein Vorbild sein?
Unverhofft kommt oft...mal drüber nachdenken!

Es läuft nun mal nicht bei jedem schnurgerade nach Schema F.

Meine Mutter hat 3 (!) Berufe erlernt, arbeiten tut sie in keinem der drei...

Mein Mann ist Maurer, arbeitet jeden Tag schwer (körperlich anstrengend), meine Mutter arbeitet im Einzelhandel (wie gesagt, sie hat keine Ausbildung im kaufm. Bereich!) und verdient mehr als mein Mann!

Wobei sie übrigens mehr verdient, als ich im Sekretariat der Unternehmensleitung einer der größten deutschen Krankenkassen verdient hätte (da hätte ich mit 35 Std./W. soviel verdient, wie sie mit 18Std./W.!)

Wenn in Deutschland die Löhne gerechter verteilt wären, würden auch so manche alt aussehen...

Eigentlich wollte ich nur eines sagen:

Man sollte hier nicht die Klappe soweit aufreißen, wenn man vom realen Leben offenbar keine Ahnung hat.(und ich rede jetzt nicht nur von diesem einen Beitrag, du hast ja hier mächtig verteilt!)

Und wenn Du meinst, das Du ein Vorbild bist, wenn Du Deinen Kindern solche eine intolerante und arrogante Einstellung vorlebst - bitteschön.

Was ist, wenn Dein Kind später mal einen niederen und/oder schlecht bezahlten Beruf ausüben möchte, weil er ihm Spaß macht?
Verbietest Du das, weil es nicht in Dein Schema passt?

Nimm mal deine Scheuklappen ab und sieh dich mal in der Welt um...Du wirst überrascht sein!

Vllt. solltest Du Deine Einstellung mal etwas überdenken.
Es ist ein besseres Vorbild, wenn man lieber ungelernt, als gar nicht arbeiten geht!

Beitrag von salome25 29.08.07 - 20:24 Uhr

Da hast du ja eine branntheiße Frage in den Raum geworfen:-D

Also, meiner Meinung nach braucht man das nicht unbedingt. es kommt auf den beruf an.
Ich z.B habe friseurin gelernt, das ist nun 5 Jahre her. um in diesem beruf fuss fassen zu können, musst du direkt nach der ausbildung eine vollzeitstelle finden. das war bei mir nicht der fall. ich habe 8 Monate als geringverdiener beim Friseur gearbeitet, konnte mir kaum erfahrungen aneignen. dann verlor ich den job, weil im salon nichts los war. dann habe ich bestimmt an die 20-30 bewerbungen geschrieben und habe dann übergangsweise einen andern job angenommen, bei dem ist es bis heute geblieben. Wo ich nun bin, in Elternzeit, arbeite ich seit 3,5 jahren und kann nach der elternzeit dort nicht mehr arbeiten, da die firma den wohnsitz gewechselt hat, ich könnte nach der Elternzeit nur noch teilzeit arbeiten und darum lohnt es sich nicht, sich entweder ein zweites auto anzuschaffen, oder eine bahnkarte für über 100 euro zu kaufen. der neue wohnsitz liegt fast 40 km von zu hause entfernt. was ich mit all dem sagen will ist, dass mir meine Ausbildung nun auch nicht weiterhilft. ich hätte was anderes lernen müssen. ich habe mich in vielen salons umgehört, schon vor der SS und alle meinten, dass ich zunächst einmal 2 jahre lang einen wiedereinsteigerkurs machen müsse, der nicht bezahlt wird, da mein mann arbeitet. so, aber wenn das erziehungsgeld wegfällt anfang nächsten jahres bleibt mir keine andere wahl als irgendeine andere teilzeitstelle anzunehmen. mein mann verdient nämlich auch sehr wenig. wir brauchen das geld eben.
Grundsätzlich aber finde ich ein gewisses fundament für die gründung einer familie sehr wichtig. Was hat das kind von dir, wenn du dann eine ausbildung machst, die dich voll in anspruch nimmt? Und woher kommt das viele geld, was ihr zu verfügung habt? Mein mann arbeitet vollzeit und ich auf 400€ basis, und wir müssen jeden pfennig 10 mal umdrehen.
und was machst du wenn du mal auf dich alleine gestellt bist und arbeiten MUSST? was willst du dann machen? schau an, ich mit ausbildung muss mir die gleiche frage stellen. ich kann nicht einfach so ne zweite ausbildung machen, obwohl ich es gerne möchte. aber wer zahlt die tagesmutter, den kindergarten???? wenn man verheiratet ist, muss der mann für viele dinge aufkommen, aber wenn der wenig hat, kannst du es vergessen.
Und dann ist die frage, wie du eine Ausbildung machen willst mit zwei kindern??? das ist fast unmöglich, ich habe mich da auch mal nach erkundigt und es ist verdammt schwer schon alleine mit einem kind. du wirst dann aber richtig in die mangel genommen, wenn du vorstellungsgespräche hast, wenn du denn eingeladen wirst. meist wirst du eh schon vorher aussortiert, wenn sie lesen, dass du zwei kinder hast. ist doch klar, dass erst diejenigen eine chance bekommen die genügend flexibel und ungebunden sind. ich denke, du stellst dir das alles etwas zu einfach vor.

lg
salome

Beitrag von xjuliax 29.08.07 - 20:33 Uhr

@ Vanessa: ich schreibe dir über deine Visitenkarte.

Und alle anderen bzw Anmerkungen: ich habe nicht gesagt, dass eine Ausbildung nicht wichtig für das Leben wäre, nein. Meine Frage war: warum VOR dem Kind? Das kann man doch auch danach machen. Wo ein Wille ist, gell? ;-) Meine erste Ausbildung war auch Vollzeit von 8-15. Da blieben mit dann aber trotzdem noch 5 Stunden um mich komplett um mein Kind zu kümmern.
Und wegen dem Geld was wir zur Verfügung haben: ich organisiere nebenher Konzerte, von zu Hause aus was im Monat nochmal zusätzlich an die 400€ bringt, könnte auch mehr sein wenn ich mehr veranstalte.

Beitrag von salome25 29.08.07 - 20:38 Uhr

Oh 8-15 Uhr, das ist nicht schlecht. ich musste teilweise bis abends um 19 Uhr arbeiten, von morgens 8 uhr. das wäre nicht machbar mit kind. ich denke jeder kann nur von sich ausgehen.