Immer das gleiche-Frauenkampf

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Forum: Allgemeines

Aktuelles und Zeitloses rund um das (Familien-) Leben im Allgemeinen. Auch gesellschaftliche Themen sind in dieser Rubrik willkommen. Alles rund um den Internet-Handel, Versand etc. gehört in das Forum "Internet & Einkaufen".

Beitrag von kleinerobbe03 29.08.07 - 20:31 Uhr

Hallo ihr lieben

Auf die Gefahr hin, dass einige von Euch das Thema schon durch haben(macht es dann einfach wieder zu): für mich ist es mal wieder aktuell:

Heute geriet ich (NUR Hausfrau) in eine "Lästerrunde " über Hausfrauen.
2 Vollzeit arbeitende Mütter : "die...ist schon mit 2 Tagen die Woche überfordert, lachhaft"
"wenn man schon faul mit dem Hintern zu Hause hockt kann man wenigstens...."
"stell dir vor, beim Arzt kamen lauter Hausfrauen vor mir dran, dabei haben die doch nix anderes zu tun "

Was ist das für eine Campagne ? Vor 30 Jahren bekamen es die berufstätigen Mütter ab, heute ist es umgekehrt ??
Und auch Teilzeit ist da nicht "gut genug" ?
Wie weit ist es mit der Leistungsgesellschaft gekommen ?
Werden wir etwa am Ende des Lebens nach unserem Arbeitspensum in gut und schlecht eingeteilt ?

Wann akzeptieren wir Frauen endlich andersartige Lebenspläne ?

kleinerobbe

die natürlich den ganzen tag nur faul auf dem sofa hockt und immer zusieht, beim Arzt als erste ran zu kommen - und dabei glücklich ist

Beitrag von kja1985 29.08.07 - 20:34 Uhr

"Wann akzeptieren wir Frauen endlich andersartige Lebenspläne ?"

Hat doch nicht unbedingt was mit Frauen zu tun. Fast jeder Mensch hält seinen Weg für den einzig richtigen und jeder von uns tut sich schwer damit, den ein oder anderen Lebensplan zu akzeptieren.

Beitrag von agostea 29.08.07 - 20:43 Uhr

Ach, ist doch Wurscht. Da prallen zwei Welten aufeinander. Machste nix dran.

Die eine Seite versteht nicht, das man sich den beruflichen Stress zusätzlich ans Bein bindet und Kinder fremdbetreuen lässt und die andere Seite versteht nicht, warum man freiwillig das Risiko eingeht, übers kochen, putzen, tralala zu verblöden. So what. ;-)

Grus
agostea

Beitrag von gh1954 29.08.07 - 22:11 Uhr

>>>und die andere Seite versteht nicht, warum man freiwillig das Risiko eingeht, übers kochen, putzen, tralala zu verblöden. So what. <<<

Wobei ich mal glaube, dass viele Jobs, in denen Frauen arbeiten, nicht unbedingt horizonterweiternd sind, z.B. Regale einräumen...etc.

Jeder soll sich sein Leben so einrichten, wie er möchte, oder kann... allerdings das Gelästere wird eh nie aufhören...

" Lehrer haben einen schönen Lenz"
"Alle Beamte sind faul"
"Hausfrauen verblöden"
"Berufstätige sind Rabenmütter".... :-):-):-)

Beitrag von agostea 29.08.07 - 22:32 Uhr

>> Wobei ich mal glaube, dass viele Jobs, in denen Frauen arbeiten, nicht unbedingt horizonterweiternd sind, z.B. Regale einräumen...etc. <<

Die Tätigkeit an sich vielleicht nicht. Aber vielleicht das Umfeld, andere Gespräche mit Kollegen etc. Denk schon, das es horizonterweiternder ist, als ausschliessliche Kinderbetreuung.

Aber im Grunde ists mir echt egal. Soll jeder so machen, wie er will.
Oder kann. Klar.

Ich finde das Thema auch langsam ausgelutscht bis zum Stiel.

Gruss
agostea

Beitrag von animagus69 30.08.07 - 14:30 Uhr

und die andere Seite versteht nicht, warum man freiwillig das Risiko eingeht, übers kochen, putzen, tralala zu verblöden.****



#kratz#kratz#kratzkomisch, bin zwar schon länger Hausfrau(eher unfreiwillig), aber verblödet bin ich in keinster Weise.Komischerweise habe ich den ganzen Tag zu tun.
Nie würde mir einfallen, über berufstätige Frauen oder Hausfrauen zu lästern.Ganz einfach, es ist mir egal.

Beitrag von teufelchenxxs 29.08.07 - 20:58 Uhr

Grins.
Sieh es doch mal so: Wenn die sich sooo aufregen über "Nur-Hausfrauen" dann könnte doch auch Neid dahinter stecken.

Da "darfst" dich nur um deine Familie und den Haushalt kümmern. Alles zu deinem Zeitplan.

Die "Vollzeit-Berufstätigen" wollen sich vielleicht nur rechtfertigen wenn etwas (was auch immer) schief läuft?

Mach dir keinen Kopf. Ich habe alles durch. Vollzeit, Teilzeit, Hausfrau. Ich habe für mich entschieden, mit Teilzeit habe ich mehr vom Leben. Aber es hat jeder (Mann/Frau) doch bitte schön das Recht, für sich selbst zu entscheiden, wenn es möglich ist, zu Hause zu bleiben!

Kopf hoch und: Es lebe die Familie!!!

Lg
Tina

Beitrag von rudi333 29.08.07 - 21:48 Uhr

Kann es sein, dass Du nur das hören wolltest?

Beitrag von kleinerobbe03 29.08.07 - 21:55 Uhr

Hallo
ich versteh nicht, was du meinst.
Hören / lesen wollte ich gar nichts spezielles. Ich wollte etwas schreiben, und das habe ich getan.

Beitrag von animagus69 30.08.07 - 14:34 Uhr

#augen#augen#augen, na wieder mal ein intelligenter Beitrag?Und unten trittst Du richtig schön ins Fettnäpfchen, herrlich.Aber runtermachen kannst Du ja schon immer gut.

Beitrag von krokolady 29.08.07 - 23:02 Uhr

ich bin auch so eine die sich den Hintern platt sitzt....*lach*

Bin seit einigen Jahren "nur" noch Hausfrau und Mutter......hab vorher immer stundenweise gearbeitet, wie ich es halt hinbekam....Ex-Mann arbeitete auf Schicht.....Babysittter gabs keinen....

Mit meinem jetzigen Mann haben wir es Finaziell zum Glück nicht nötig das ich arbeiten gehe....obwohl ich schon gern nen paar Stunden rauskommen würde.
Aber ich hab ja noch meine 2jährige Tochter die ich nicht einfach so in ne normale Krippe geben kann, da sie nen Intregrationskind wäre......sie kann auch nicht in einen normalen KiGa später.

Und ne Tagesmutter die geschult ist mit allem Pi-Pa-Po?
Sry,....dann brauch ich ned arbeiten gehen......denn bezahlt werden müsste die ja auch.

Aber ich bin auch so eine die oft vorgenommen wird beim Arzt *g*
Ich find gut, hehe........nur logisch das es manchmal ziemlich blöd aussieht.


Aber nen ganzen Tag arbeiten gehen und mein Kind höchstens 2 Stunden am Tag sehen?
Nein danke, das würd ich nichtmal für 5000 Netto tun!
Ich bin die Mutter, und will auch mein Kind selbst erziehen

Beitrag von rudi333 29.08.07 - 23:37 Uhr

Dann viel Spass dabei - Schlimm wird es nur, wenn Dein Kind doch mal Kontakt zu anderen haben muss (spät. in der Schule), oder lässt Du Dir dann nen Privatlehrer kommen?

Beitrag von krokolady 30.08.07 - 07:04 Uhr

Na Du urteilst ja vorschnell.......wenn man nicht weiss um was es geht vielleicht einfach mal den Mund halten.

Meine Tochter leidet am Dravet-Syndrom.......was das ist darfste selber nachlesen.

Vielleicht kapierste dann warum meine Tochter in keinen normalen KiGa kann, sondern nur in eine Intregration wie bei der Lebenshilfe.

Und wenn sie jemals ne Schule besuchen kann bin ich froh.......da bei ihrer Form der Krankheit 16 von 100 Kindern sterben!

Nicht alle Kinder sind nunmal gesund.......

Beitrag von rudi333 30.08.07 - 09:21 Uhr

Dann vergiss bitte, was ich oben drüber geschrieben hab.

Mein Kommentar gilt für alle Gesunden Kinder.

Beitrag von kleinerobbe03 30.08.07 - 20:39 Uhr

Mal davon abgesehen, dass du vorschnell gemeckert hast : Homescooling liegt ja wohl absolut im Trend - wer es sich leisten kann...

Beitrag von cinderella2008 30.08.07 - 07:44 Uhr

<Ich bin die Mutter, und will auch mein Kind selbst erziehen >

Schön und gut. Aber was sagt der Vater dazu? Wie viele Stunden am Tag sieht er sein Kind. Er ist der Vater, will er sein Kind nicht selbst erziehen?

Beitrag von cinderella2008 30.08.07 - 07:53 Uhr

P.S. Habe grade gelesen, dass Dein Kind krank ist. Da sehe ich die Sache anders. Du hast eine besondere Belastung und Verantwortung, die eine Mutter mit gesunden Kindern nicht hat.

Meine Frage lasse ich aber trotzdem für die Mütter mit gesunden Kindern stehen, die diese Einstellung haben.

Beitrag von kleinerobbe03 30.08.07 - 20:36 Uhr

Hallo

ja, der papa von meinem Sohn sieht ihn Abends nur eine Stunde und eben am Wochenende. Ich finde das auch sehr wenig, aber meinem mann reicht das... *schulterzuck*
Am intensivsten genießen die beiden ihre zeit natürlich, wenn ich wegen Elternbeirat, Nachbarschaftshilfe oder Seminaren unterwegs bin...

Beitrag von krokolady 30.08.07 - 08:04 Uhr

Der Papa ist leider nur am WE daheim, wegen seiner Arbeit.

Zudem hab ich ja auch noch andere Kinder im Alter von 8 bis 18

Beitrag von robingoodfellow 30.08.07 - 08:01 Uhr

Ach lass sie doch reden, jedes Lager versucht sich zu rechtfertigen und das andere Lager niederzuömmeln damit sie sich selber besser fühlen. Traurig eigentlich. Warum halten die Mamas nicht zusammen? Stutenbissigkeit oder Frust?

Da war in einem SZ-Magazin ein sehr schöner Artikel über die

Kinder-Kriegerinnen

und in vielen Fällen ist es wirklich so, jede hält ihren Weg für den besten und alle anderen sind Sch...... (leicht überzogen)

Ich bin auch grad Fulltime-Mom, aber ich möchte auf jeden Fall wieder arbeiten gehen.

Ich halte mich aber an Till Schweigers Bewegter-Mann-Auspruch "Jeder soll auf seine Weise glücklich werden".

LG

Puck

Beitrag von baumrock 30.08.07 - 16:37 Uhr

Hallo,

Tja, wir Frauen! #augen
Immer in Konkurenz zueinander. Und das ist ja DAS begehrteste Thema ueberhaupt weil man ja das Wohl der Kinder als Vorwand nehmen kann um sich mal wieder so richtig zu profilieren.
Ich weis nicht wie oft schon versucht wurde mich zu noetigen zu dem Thema Partei zu ergeifen. Die beste Verteidigung ist wohl einfach drueber zu stehen. Soll ja jeder so machen wie er will (oder oft muss).
Zu mir persoenlich:
Ich habe als mein Sohn 5 Monate alt war, freiwillig und ohne Honorar als Spendensammlerin/Projektleiterin gearbeitet und innerhalb 8 Monate 500.000 Euro gesammelt.
Nach einem Jahr bin ich wieder arbeiten gegangen, offiziell Teilzeit. Durch Vortragsvorbereitungen und extra Aufgaben war es aber schon fast Vollzeit.
Und nun? Bin ich seit 5 Monaten Vollzeit-Mutter (Umzugsbedingt) und wieder schwanger (also quassi nicht vermittelbar).
Ich kenne und schaetze beide Seiten und solche Diskussion wo sich andere zu profilieren versuchen (egal welche Seite) und sich als "Bessere" zu behaupten gehen mir echt am Popo vorbei.
Gruss
Baumrock

Beitrag von krokolady 30.08.07 - 17:33 Uhr

500 000 Euro gesammelt?

Boh, kann man dich buchen?? *lach*

Mir tät schon ne Spendenaktion reichen über 4000 Euro damit meine Tochter endlich ihren Epilepsie-Vorwarnhund bekommt.

Aber wie schafft man es soooo viel zu sammeln???

Beitrag von baumrock 31.08.07 - 10:23 Uhr

Hallo,

Das ist richtig und kein Tippfehler.
Buchen kann man mich nicht (grins), obwohl es durchaus Leute gibt die damit Ihr Geld verdienen.

Ich habe das Geld fuer das oertliche Gemeindehaus gesammelt. Es musste dringend renoviert und erweitert werden, da es unter Denkmalschutz steht wurde es auch gleich richtig teuer.

Wie man das macht? Zu aller erst: Ich war nicht alleine! Wir waren ein Team mit wechselnden Mitgliedern (je nach Projektphase und Zeit der einzelnen Leute) und ich war die Leiterin.
Es half ungemein das es in einer "reichen" Gegend war und das man in England wohl generel Spendenfreundlicher ist.

So Aktionen wie Flohmarkt etc. haben wir z.B. nicht gemacht. Der Aufwand steht in keinem Verhaeltnis zum Geldeingang. Es gab aehnliche Dinge wie Weinprobeabend, Auktion von Sachspenden etc., aber das diente auch mehr der Publicity als der wirklichen Geldeinnahme.
Zum Einsammeln zaehlt auch Geld ausgeben. Wir haben eine Internetpraesenz aufgebaut, professionelles Infomaterial designen lassen und mit hochwertigen Papier gearbeitet.
kommunikation war ungemein wichtig!
Es gibt (zumindest in England) Dachorganisationen die kleinere Organisation oder Stiftungen helfen Spenden richtig auszugeben. Man kann also in Datenbanken nachlesen welche Kriterien fuer Spenden erfuellt werden muessen. Dann tritt man mit der Organisation in Kontakt und fragt was gemacht werden muss.

Wir haben viele Leute angeschrieben, eine Moeglichkeit geschaffen Dauerauftraege einfach einzurichten und viel Zeit verbracht Leute von dem Projekt zu ueberzeugen.
Zuhoeren ist auch ganz wichtig. Wir haben versucht herauszufinden welche Kirchen vielleicht vorher schon mal was aenhliches gemacht haben und haben nach deren Erfahrungen gefragt.
Wir haben Leute auch selbststaendig Geld sammeln lassen (z.B. durch selbst gebastelte Karten, gesponserte Aktivitaeten) und haben mit Rat und Tat (sowie zur moralischen Unterstuetzung!) zur Seite gestanden.

Ich koennte ewig weiter schreiben, aber so grob ist es das.
Ich weis das es, zumindest im Englischen, Buecher zu dem Thema gibt. Such doch mal bei Amazon.

Hoffe ich konnte einige Anregungen geben

Gruss
Baumrock

PS: Ach ja, perfekt lief auch nicht immer alles. Aber aus Fehlern lernt man ja bekanntlich!