Erfahrungsberichte Hirnblutung und Züste im Hinterkopf

Archiv des urbia-Forums Frühchen.

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Forum: Frühchen

Obwohl die Überlebenschancen für früh geborene Kinder immer besser werden, müssen vor allem Eltern von extrem Frühgeborenen oft für die gesunde Entwicklung ihres Kindes kämpfen. Der Frühchenmediziner Dr. Matthias Jahn beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von efemert 29.08.07 - 21:02 Uhr

Hallo,

mein Sohn kam in der 33. Woche per Notkaiserschnitt auf die Welt. Nach 2 Tagen wurde festgestellt, dass er eine kleine Hirnblutung hatte. Und nach 10 Tagen wurde eine Zyste im Hirn festgestellt. Mache mir sehr viel Sorgen, ob er irgendwelche Schäden mit seiner Entwicklung haben wird??

Hat jemand Erfahrung mit Hirnblutung? Oder hat das auch jemand durch erlebt, wo zum Schluss alles gut Verlaufen ist??

Bis jetzt verläuft alles super, müssen jeden Monat zum EEG und Sonographie Untersuchung, wo uns jedesmal gesagt wird, dass alles gleichbleibend ist und sich nichts verschlechtert hat ( Zyste Vergrössert oder so).

Viele Grüße
Eda

Beitrag von julianstantchen 29.08.07 - 21:48 Uhr

Hallo Eda!

Wirklich helfen werde ich dir nicht können, bin bis jetzt auch eher Theoretikerin bzw. meine Jungs noch sehr klein.

Tobias hat am 3. Lebenstag eine Parenchymblutung erlitten. Größe war 1,6 x 2 cm.

2x wurde ein MRT gemacht mit gleichbleibender Diagnose.
Er bekommt seit Jänner 2007 Physiotherapie bzw. bis jetzt Gott sei Dank nur Begleitung, da er sich vollkommen normal entwickelt (bis jetzt). Ich bete jeden Tag, dass es so bleibt.

Ihr müsst jeden Monat zum EEG und Sono? Warum denn das?
Wenn die Blutung mal zum stillstand gekommen ist und das Blut geronnen, sollte sich da ohnehin nichts mehr tun. Es kann nur eine neue Blutung entstehen, wie bei jedem anderen Kind auch.

Tja und dann die Theorie: Das Hirn von so kleinen Menschen ist noch so unentwickelt, dass alles drin ist. Es kann je nach Blutung Einschränkungen in Motorik z. B. geben, muss es aber nicht.
Man weiß es eben nicht, man muss wirklich die Zeit abwarten.

Was meinen denn eure Ärzte? Wie groß ist die Blutung und wo fand sie statt?

Wir hoffen einfach das beste.

LG alex

Beitrag von zwillinge2005 29.08.07 - 21:57 Uhr

Hallo Eda,

Hirnblutungen bei Frühchen sind leider sehr häufig - bleiben aber häufig ohne weitere Konsequenzen. Da das Gehirn eh noch nicht voll entwickelt ist können die gestörten Breiche noch durch andere Teile des Gehirns übernommen werden.

Wie groß war die Blutung? Blutungen I. Grades sind meist harmlos.

LG, Andrea

Beitrag von minkabilly 30.08.07 - 08:00 Uhr

Hi!
Mein Sohn (wird am Montag 3 Jahre; damals 30.SSW) hatte eine Hirnblutung -nur 1.Grades-, aber trotzdem ist er in der Entwicklung sehr langsam (Sprachverzögerung ca. 1 Jahr und Motorik ca. 1/2 Jahr). Inwieweit die damalige Hirnblutung eine Rolle spielt kann mir niemand sagen. Die Entwicklungsverzögerung kann mit der Hirnblutung in Zusammenhang stehen...........muß aber nicht. Das werd ich wohl nie erfahren.
LG

Beitrag von nisiho 30.08.07 - 12:53 Uhr

Hallo!

Bei uns ist es ähnlich, die Hirnblutung hat eigentlich niemanden interessiert. Erst die Neurologin meinte, daß die Entwicklungsverzögerung mit der Hirnblutung im Zusammenhang stehen würde.

Wart Ihr schon mal bei einem Kinderneurologen?

Liebe Grüße

Nicole

Beitrag von minkabilly 30.08.07 - 14:25 Uhr

Hallo Nicole!

Nein, wir waren bisher noch nicht beim Kinderneurologen.

Die Ärzte gehen davon aus, daß die Entwicklungsverzögerung durch den "Schock" (nennt sich "peripataler Schock"), verursacht wurde.
Mein Sohn wäre damals fast gestorben, da sich die Plazenta vorzeitig gelöst hatte. Damals sagte der Arzt zu mir :"Wären sie nur 5 Minuten später hier gewesen..................."

Naja, es ist ja gut ausgegangen und mein Sohn ist da. Und das andere alles bekommen wir auch noch hin. Er besucht jetzt seit kurzem den heilpädagogischen Kindergarten.

Wie ist das bei euch mit der Entwicklungsverzögerung heute?

Würde mich über einen Erfahrungsaustausch sehr freuen.

Liebe Grüße, Minkabilly!

Beitrag von nisiho 30.08.07 - 14:33 Uhr

Hallo!

Oje, da hattet Ihr ja einen turbulenten Start. Die gleiche Geschichte habe ich letztens von einer Kindergartenmutter gehört.

Jonas ist jetzt 5,5 Jahre alt, geht seit zwei Jahren in den Regelkindergarten (er hat allerdings einen integrativen Platz). Er bekommt Frühförderung und Logopädie. Außerdem geht er zum psychomotorischen Turnen. Nächstes Jahr wird in eine Regelgrundschule eingeschult, zumindestens sieht es bis jetzt so aus. Die aktuelle Diagnostik liegt mir noch nicht vor, müßte aber in den nächsten Tagen kommen, dann kann ich Dir schreiben, wie weit er lt. Test noch "zurück" ist.

Ach ja, wir sind von uns aus zur Neurologin gegangen und das war auch genau richtig.

Ist die Entwicklungsverzögerung so schlimm, daß er in einen heilpädagogischen Kindergarten muß? Bei uns hat der Kinderarzt das auch damals vorgeschlagen, aber die Frühförderin hat uns davon abgeraten und nachdem ich mir den Kindergarten angesehen hatte, wußte ich auch, daß Jonas dort nicht richtig ist. Er hat sich auch ohne Probleme in den Regelkindergarten integriert.

Das Problem ist halt, daß die meisten Kinder aus den heilpädagoischen Kindergärten anschließend auf Sonderschulen gehen. Wie ist das denn bei Euch?

Liebe Grüße

Nicole

Beitrag von minkabilly 31.08.07 - 15:47 Uhr

Hi Nicole!

Ich hatte auch Bedenken in Bezug auf den heilpädagogischen Kindergarten, aber selbst die Frühförerung und auch der KIA und der Pädaudiologe sagen, daß dies "erstmal" die richtige Wahl für meinen Sohn ist. Später kann er vielleicht in eine Integrationsgruppe wechseln (ist dort auch im heilp. Kiga).
Momentan braucht er aber eine "kleine" Gruppe.
Er bekam mit 9 Monaten bis zum Kindergartenbeginn Frühförderung und Krankengymnastik seit er 3 Monate alt war.
Mit 18 Monaten fing er an zu laufen, dann setzten wir die Krankengymnastik für ca. 1 Jahr aus, im März 2007 fingen wir wieder an, da es wieder Probleme gab. Diesmal im Bereich "eigene Körperwahrnehmung". Er spürt Schmerzen nicht so wie wir, hatte eine Zeit lang immer mit dem Kopf auf die Fliesen geschlagen,u.s.w.
Naja, .............das kann ich alles nicht kurz erzählen.
Im Augenblick ist er im heilp. Kiga gut aufgehoben und hat sich super eingelebt (jede "neue" Situation ist für ihn erstmal mit Angst verbunden).

Was wird denn genau beim Neurologen gemacht???

Liebe Grüße, Minkabilly!