Warum können manche Kinder schlafen und andere nicht?

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Forum: Schlafen

Bitte, Baby, schlaf jetzt ein: Manches Neugeborene macht die Nacht gern zum Tag. Hier könnt ihr Trost nach schlimmen Nächten finden und euch gegenseitig Tipps geben, wie ihr Baby zu einem guten Schläfer wird.

Beitrag von zea 30.08.07 - 07:40 Uhr

Hallo zusammen,

diese Frage stelle ich mir immer wieder. Bei unserem Sohn (fast 2) war dies nie ein größeres Problem, bei unserer Tochter (4 Monate) dafür umso mehr...

Es geht sowohl ums Einschlafen, als auch um in der Nacht wach werden. Zum Einschlafen muss ich sie einschläfern auf dem Ball, dann mich mit ihr hinlegen und warten, bis sie eingeschlafen ist. Das kann manchmal ganz schön dauern. Nachts ist sie unheimlich unruhig bei uns im Bett, aber alleine schlafen im eigenen Bett klappt auch nicht. Stillen nachts (zweidreimal) ist ja normal in diesem Alter, aber ständiger unruhiger, kein tiefer Schlaf?? Den braucht sie doch!

Wir haben feste Rituale im Abendablauf, ein Schlaflied, es ist dunkel, sie ist müde... wieso klappt es also nicht?

Klar kann sie sich noch nicht so gut regulieren in dem Alter, allerdings frage ich mich, wie ich ihr das beibringen kann??

Bin wirklich froh um Tipps, wie ich sie an ein gutes Einschlafen und tiefes Schlafen gewöhnen kann.

Vielen Dank!
Zea

Beitrag von anne_loewe 30.08.07 - 10:18 Uhr

Liebe zea,

eigentlich beantwortest Du Deine Frage ja schon selbst: Deine Kleine brauch ein aufwendiges Programm um einzuschlafen. Wenn sie dann nachts in leichteren Schlaf kommt merkt sie, dass alles so garnicht richtig ist und findet alleine nicht in den Schlaf zurück. Versuche das Programm zu minimieren und zu erreichen, dass sie möglichst wenig Stimulation von aussen fürs einschlafen benötigt. dann wird auch der Nachtschlaf besser.

LG Anne

Beitrag von sina236 30.08.07 - 10:25 Uhr

das stimmt nur bedingt und mag bei einigen kindern klappen. es gibt aber auch kinder, wie meines zb, das in dem alter mit wenig animationsprogramm (tragen, schaukeln etc) nicht einschlafen konnte. auch nach stunden nicht. das resultat davon ist nämlich, dass das kind immer müder wird und immer mehr schreit. also ist man auf seine tricks angewiesen. schlafern zu lernen ist ein prozess und keine erziehungsmaßnahme, meiner meinung nach. es gibt sie, diese unruhigen geister, die nie zur ruhe kommen und es ist sehr schwer damit umzugehen, da einem immer suggeriert wird, dass man etwas falsch gemacht hat. dem ist aber nicht so, sagt auch die heilpraktikerin, bei der wir seit kurzem in behandlung sind. die frage warum einige kinder schlafen können und andere nicht stellt sich ebenso antwortlos, wie die frage, warum einige menschen dick und andere dünn sind beim gleichen nahrungsverzehr. das wichtigste ist einfach es zu akzeptieren, ein schwieriges schlafkind zu haben. und du hast ja nun mal schon beide fälle erlebt, den schläfer und den nichtschläfer. es ist eine typfrage. und man kann es einfach wenig beeinflussen. geduld, geduld, viel zuwendung, alle liebe. mehr kannst du nicht tun. irgendwann wird es besser (mein wort in gottes gehörgang). wir haben schon alles probiert und quälen uns seit 20 monaten damit. ich denke, ich spreche da aus erfahrung. bei dem einen gehts eben schneller, beim anderen dauerts. hoffe, bei euch gehts schneller. nur mut.

Beitrag von zea 30.08.07 - 10:47 Uhr

He Sina,

danke für dein ausführliches Posting *nichtalleinebin* :-)

Ich hoffe, dass ihr und auch wir einen Weg finden, der den kleinen Würmern zu besserem Schlaf verhilft. Laut meinem Emmi PicklerKurs ist es leichter, je früher die Kinder alleine einschlafen lernen - aber nicht als Machtkampf, sondern mit Liebe, Authentizität und Geduld. Naja, hört sich immer einfach an. Und in der Umsetzung? Nimmst du dein Kind dann eben doch hoch und hilfst ihm beim Schlafen, wenn es schreit.

Schwierig, schwierig.

Lg Zea

Beitrag von zea 30.08.07 - 10:43 Uhr

Hallo Anne,
danke für deine Antwort. Programm minimieren - das klingt gut! Allerdings frage ich mich, was zu tun ist, wenn Baby schreit? Hochnehmen, beruhigen, rumtragen ist dann ja doch wieder Programm und Stimulation - aber schreien lassen geht ja auch nicht. Also was tun??

Danke Zea

Beitrag von knuddelbea 30.08.07 - 20:45 Uhr

Hey!
Versuch doch dich einfach ruhig mit deinem Kind hinzusetzen und es etwas zu kuscheln. Nur ganz leise reden. Sonst nix. Dann fühlt es sich nicht alleine und für dich ist es auch angenehmer, weil du nicht rumlaufen musst. Dauert vielleicht etwas, bis es akzeptiert hat, dass nicht mehr rumgerannt wird.
LG
Carmen

Beitrag von carmen7119 30.08.07 - 10:25 Uhr

mit der gefahr im nacken das man mich aml wieder steinigt,antworte ich trotzdem ganz mutig;-)

also in meinen augen liegt es daran das der kleine spatz nicht allein einschlafen kann#schmoll
ist doch irgendwie logisch...
ich schlafe kuschelig mit mama ein,wo und wie auch immer und werde nachts im dunkeln wach und nix ist mehr so wie es ja grad noch war,bevor mama mich heimlich zum schlafen gelegt hat#schockwas ist also das end vom lied???????in der regel weinen die kleinen mäuse weil alles sich plötzlich anders anfühlt#heul
ich mein wenn man mich heimlich an einen anderen ort legen würde und ich wach werden würde,wäre ich wohl auch geschockt/erstaunt#schock

ich unterschreibe nach wie vor die theorie das ein Baby allein einschlafen lernen muss...erst dann ist es in der lage nachts auch wieder allein einzuschlafen!
es hat nichts mit weinen lassen oder ähnlichem zu tun!

bei uns klappt es prima#danke#danke#danke#danke#danke
was ja nicht bei jedem so sein muss!

heute nacht war lasse zb 1 1/2std wach in seinem bett im eigenen zimmer und hat geschichten erzählt#kratzich war natürlich wach und habe überlegt was ich tun soll#kratzich hab gewartet bis er geknatscht hat,hab ihm dann was zu essen gegeben und lasse hat brav wieder geschlafen#freu
kein plan was die nummer heute nacht sollte#kratz#freuer konnte es mir auch nicht erklären;-)

ok,helfen konnte ich dir jetzt nicht wirklich,aber ich wollte es einfach nochmal loswerden...

"HALTET EURE KINDER NICHT VOM SCHLAFEN AB!"
IN DEN MEISTEN FÄLLEN SIND ES NICHT DIE KINDER SCHULD,SONDER DIE ELTERN!

ich könnt wie immer noch sgtunden zu dem thema schreiben,aber das nötigste sei gesagt!

gruß
carmen+lasse bo#baby(15w+2t)




Beitrag von sina236 30.08.07 - 10:31 Uhr

ich steinige dich nicht. aber ich frage mal, was willst du denn tun, wenn du zb ein baby hast, dass, wenn es wach ins bett gelegt wird, stundenlang brüllt? sich einschreit? es gibt diese kinder nun mal. auch wenn mütter, die andere kinder haben, das nicht verstehen können. das beste beispiel für mich war hier mal ein posting von einer völlig verzweifelten mutter, die das 2. kind als absoluten schlafterroristen bekam und vorher immer meinte, die mütter seien selber schuld. das 1.kind war unproblematisch. tja. es ist niemandes schuld, wenn kinder schlecht schlafen.

Beitrag von carmen7119 30.08.07 - 10:38 Uhr

ich glaube(die betonung liegt auf glaube)das die ersten fehler bereits in den ersten tagen gemacht werden!
da mein kind die ersten 10tage in der kinderklinik lag,konnte ich die fehler nicht machen..und glaube(auch hier liegt die betonung auf glaube)das lasse so das allein schlafen bereits in den ersten tagen seines lebens gelernt hat#kratz

ich weiß es aber nicht!!!!!!!!
es ist lediglich eine vermutung,ok.

und wenn man mal die mamis fragt,deren kinder so kleine nachtmonster sind(liebevoll gemeint)...die meisten bestätigen es ja selbt(bewusst oder unbewusst)
kleines beispiel:
"stillen ist ja soooooooo praktisch...ich nehme mein kind mit in mein bett lege es neben mich,es trinkt und schäft direkt wieder an der brust ein und ich kann so in ruhe und schnell wieder einschlafen!"
das ist nur ein kleines beispiel...

hoffe du verstehst mich nun...

carmen

Beitrag von sina236 30.08.07 - 15:25 Uhr

vielleicht hast du recht mit den ersten tagen. meine tochter war aber die ersten 5 nächte im kinderzimmer, weil es mir nach dem notks nicht so gut ging, als dass ichsie hätte versorgen können (tags über durfte ich sie aber haben, gewickelt haben die schwestern). zum stillenbin ich immer dann ins kinderzimmer zu hause und hab sie danach immer wieder in ihr bett gelegt. es hat super geklappt, auch die stillabstände waren absolut akzeptabel. es fing bei uns erst nach dem 4 monat an. warum weiss kein mensch. seit dem haben wir vieles probiert, es wieder anders hinzukriegen, aber es hat nichts geholfen.

Beitrag von zea 30.08.07 - 10:41 Uhr

Hallo Carmen,

danke für deine Antwort. Ich verstehe dein Posting voll und bin auch der Meinung, dass - wenn Kinder beim Aufwachen nicht diesselbe Situation finden wie beim Einschlafen auf Mamas Arm - sie schreien und verwirrt sind. Ich finde auch, Kinder sollten alleine einschlafen lernen - aber wie? Vielleicht kannst du ja Tipps geben? Was soll man tun, wenn das Kind in der Wiege schreit? Wie habt ihr das gemacht?

Lg Zea

Beitrag von carmen7119 30.08.07 - 10:51 Uhr

ich musste es wohl nicht wirklich mit erleben,da mein baby ja in der klinik war!
wenn ich ihn hingelegt habe und dann wieder gefahren bin,weiß ich ja nicht was genau 30min später passiert ist#kratzobwohl ich der meinung bin das dort kein baby schreien musste!!!!!habs ja oft selbst mitbekommen.

ich habe gewissen dinge einfach ganz bewusst gemacht:
1.ich habe lasse nur tagsüber auf meine brust einschlafen lassen(tipp kam aus der klinik)
2.füttern und nicht sofort ins bett...lasse bleibt bewusst mindestens 30min noch bei uns.
3.hinlegen,mit ihm sprechen,etwas vorsingen,wenn er weint wir getröstet...wenns zuviel wird nehme ich ihn nochmal hoch,verlasse aber das zimmer nicht...meist klappt es dann beim 2.versuch.
3.lasse wird nicht nur von mir,sondern auch von meinem mann ins bett gebracht...wir beide machen es auf völlig unterschiedliche art;-)
4.wir haben lasse nie zum schlafen mit in unser bett genommen,auch wenns noch so praktisch gewesen wäre.

sicherlich gibt es noch den ein oder anderen punkt,aber ich weiß wie gesagt nicht ob es wirklich daran gelegen hat,oder ob unser spatzl es einfach so so gut hinbekommt?!

jeder muss für sich einen geeigneten weg finden...

"meiner muss nicht deiner sein!"

ps:ich habe lasse zb NIE schreien lassen udn glaube auhc das er deshalb ein entspanntes und zufriedenes baby ist!

aber nix genaues weiß man;-)

carmen

Beitrag von siebzehn 30.08.07 - 10:55 Uhr

Ich kann Carmens Erfahrung bestätigen - unser kleiner Zwerg (jetzt vier Monate alt) musste die ersten Tage leider auch in der Kinderklinik verbringen. Und er schläft von Anfang an ganz prima alleine ein! Keine Ahnung, ob er einfach so veranlagt ist oder ob es am Klinikaufenthalt liegt. Wir haben ihn aber auch immer schon wach ins Bett gelegt - egal ob abends oder tagsüber.

Wenn es doch mal vorkommt, dass er Probleme hat und schreit, wenn er ins Bett gelegt wurde (z.B. jetzt als wir aus dem Urlaub zurück kamen), versuchen wir auch, die Reize zu minimieren. Also die Spieluhr wird nicht noch einmal aufgezogen, er wird nicht wieder aus dem Bett rausgeholt. Wir legen uns neben ihn (sein Bettchen steht direkt an unserem), halten ihn ein bisschen fest (z.B. die Hand oder legen die Hand auf seinen Brustkorb), summen vielleicht ein kleines Lied. Keine 15 Minuten und er schläft.

Vielleicht dauert's ein paar Tage, aber ich könnte mir vorstellen, dass es langfristig klappt.

LG
siebzehn

Beitrag von carmen7119 30.08.07 - 10:58 Uhr

#danke
endlich mal jemand der mich verstanden hat!

die meisten gehen einfach davon aus das mein baby schreien muss!:-[

Beitrag von siebzehn 30.08.07 - 11:25 Uhr

Na so ein Quatsch - nur weil man sein Kind nicht jeden Abend eine Stunde lang auf dem Arm umherträgt, heißt es doch nicht, dass es schreien muss.

Bei uns ist es übrigens auch so, dass sowohl mein Mann als auch ich den Kurzen ins Bett bringen. Wir haben zwar ähnliche Abläufe, aber die "Ausführung" ist dann doch ein bisschen anders. Ich habe auch nie in den Schlaf gestillt (nur beim nächtlichen Stillen schläft er hin und wieder an der Brust ein).

LG siebzehn

Beitrag von marion2 30.08.07 - 11:51 Uhr

Hallo,

lass sie auf keinen Fall länger bei euch schlafen. Ihr macht euch gegenseitig wach.

Bei meinen Babys - es wurde einfach zu eng - haben wir den Sprung ins Kinderbett leichter geschafft, sie durften zuerst zusammen in einem Bett schlafen. Schwer wurde es erst, als wir sie trennen mussten. Auch Zwillinge liegen nachts quer #augen

Ich bin im Zimmer geblieben, hab ihnen leise gut zugeredet, sie aber nicht aus dem Bett genommen. Nach ein paar Tagen bin ich nicht mehr im Zimmer geblieben sondern auf "Zuruf" zurück gekommen. Sie haben das schneller gelernt als ich ihnen zugetraut hätte ;-) Rausnehmen ist nicht, ich bin an manchen Abenden allein zu Haus, das fiel von vornherein aus :-p

LG Marion

Beitrag von kja1985 30.08.07 - 12:55 Uhr

Ich denke nicht, dass man ihr das angwöhnen kann. Ich war als Baby genauso. Ich habe nachts nicht geschlafen, dafür lag ich dann bis mittags im Bett, ich hab immer ewig gebraucht zum Einschlafen und wachte nachts oft auf.

Das ist heute, nach 22 Jahren noch genauso. Ich schlafe nie mehr als sechs Stunden pro Nacht, weil ich sonst in der darauffolgenden mindestens zwei Stunden zum Einschlafen brauch. Ich steh in diesen sechs Stunden mindestens zweimal auf, durch meine Tochter im Moment noch öfter und vor allem kann ich nicht vor Mitternacht einschlafen *schulternzuck*.

Ich denke nicht, dass man einem Menschen angwöhnen kann ein anderes Schlafverhalten zu entwickeln.

Beitrag von rain72 30.08.07 - 14:01 Uhr

Hallo Zea,
ich weiß auch nicht, warum #kratz, aber es ist wohl einfach so, wie du in deiner Überschrift schon angedeutet hast: Manche Kinder können's - und manche eben nicht. Ich bin nicht sicher, ob man da viel beibringen kann... Bei uns ist es nämlich netterweise umgekehrt: die "große" (2 1/4) braucht bis heute ewig zum Einschlafen, ein langes Ritual, schreckt dauernd nachts hoch usw... Junior (5 Monate) konnte es von Anfang an: Man legt ihn hin, er strahlt einen an #freu (!!!) und schläft dann einfach ein (und durch!!). Ohne #schrei, ohne jeglichen Mucks#huepf Ich konnte es anfangs selbst kaum glauben, aber so ist es eben, ohne dass wir irgendwas anders gemacht hätten, als bei seiner Schwester... Was lernen wir daraus: Kinder sind halt unterschiedlich!!
LG
rain72

Beitrag von pauli72 30.08.07 - 22:22 Uhr

Hallo,

einen guten Tipp habe ich auch nicht.
Bei meiner Tochter ist es auch eher so, dass sie schlafen nicht mag und das Gefühl der Müdigkeit sie eher wütend macht.
Also schreit sie auch ziemlich, wenn sie müde wird und entspannt sich gar nicht.
Das ist natürlich ein Kreislauf und es ist manchmal schwierig, daraus zu entkommen, vor allen Dingen am Tag.

Der Sohn meiner Freundin ist heute im Kinderwagen einfach so eingeschlafen, mit dem Kopf auf die vordere Verstrebung im Kinderwagen gekippt und hat trotzdem weitergeschlafen - und wir waren auf dem Markt, es war also laut. Danach hat sie ihn ins Auto umgebettet und danach zuhause ins Bett gelegt. Er ist nicht einmal wach geworden dabei.
Für uns UNDENKBAR!

Das hilft wirklich nur Geduld, bei uns ist schon sehr viel besser geworden.

LG
Pauli