wegen meinem sohn (Lag gestern im koma)

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muss jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von buchholzer 30.08.07 - 10:04 Uhr

er ist ja gott sei dank wieder wach ,die ärzte haben festgestellt das er diabetis hat ,hat er vorher noch nie gehabt.
der blutzucker war zu hoch und deshalb ist er ins koma gefallen.
ich werd mit der schule reden müssen.manuel hat gesagt das ihm in der pause schon schlecht war und er wansinig durst hat. aber die lehrerin meinte nur er solle nicht so rumtollen ,ist das wetter.#schock:-[. das gibts doch nicht. . jatz muss ich erst mal damit klar kommen das er insulin nehmen muss.
und die ernährung mustellen soll, kennt sich da jemand mit aus.
gruss andrea

Beitrag von murmel2006 30.08.07 - 10:27 Uhr

Mein Gott, laß dich mal virtuell drücken! #liebdrueck

Tut mir sehr leid, die kommende Zeit wird sicher für euch alle schwierig, aber vielleicht findest du Hilfe bei www.diabetes-forum.com

Liebe Grüße murmel2006

Beitrag von geelinde 30.08.07 - 10:30 Uhr

Hallo Andrea,

leider kann ich Dir nicht wirklich weiterhelfen, aber ich freue mich, dass es Deinem Sohn wieder besser geht. Sicher ist es eine überraschende und schlimme Diagnose, aber andererseits ist es auch nichts Schlimmeres.
Kinder lernen unglaublich schnell mit sowas umzugehen. Er wird jetzt bestimmt im Krankenhaus erstmal gepäppelt und gut eingestellt. Und auch Ihr als Eltern werdet mitbetreut. Ihr werdet bestimmt alle zusammen von Diabetologen und Ökotrophologen (Ernährungsberater) geschult und informiert. Lass alles mal in Ruhe auf Euch zukommen, vielleicht gibt es ja auch bei Euch in der Nähe eine Selbsthilfegruppe oder eine ähnliche Gruppierung, bei der Ihr Euch Informationen und Unterstützung holen könnt. Fragt doch auch mal beim Kinderarzt nach.

Der Lehrerin kannst Du keinen Vorwurf machen, sie hat sicher genauso wenig mit einem Diabetes gerechnet wie Du. Wenn meine Tochter mir sagt, dass ihr übel ist und sie Durst hat, sage ich auch oft, dann mach mal ein bisschen Pause und trink was. Man reagiert ja nicht gleich so, dass man ein Kind mit Übelkeit zum Arzt bringt, oder?

Ich wünsch Euch ganz viel Zuversicht, lasst Euch nicht unterkriegen! Deinem Sohn natürlich weiter gute Besserung!

Ganz liebe Grüße,
Gerlinde

Beitrag von buchholzer 30.08.07 - 10:55 Uhr

ja da hast du schon recht,bin halt noch etwas erschrocken .aber wir werden es schon schaffen.
danke trodzdem . haben ja heute mittag geschpräch mit dem arzt .wegen der diabetis und so .
gruss andrea. bin erst mal froh das es nix schlimmes war.

Beitrag von geelinde 30.08.07 - 11:03 Uhr

Dass Du erschrocken bist, ist doch klar, ist schließlich keine Erkältung, die Dein Sohn in drei Wochen vergessen hat. Die Art und Weise, wie der Diabetes entdeckt wurde ist schon heftig und es ist ja auch eine Sache, die er lebenslang mit sich rumträgt. Aber ich bin sicher, dass er das super meistern wird, Kinder sind da viel lockerer, die leben einfach damit. Und das ist doch gut so.

Ich kenne einige Leute mit Diabetes und denen merkt man das eigentlich nicht an, auch das Spritzen läuft da ganz selbstverständlich nebenbei. Frag doch mal in Gesundheit & Medizin nach, vielleicht ist da jemand, der auch D.-Kinder hat oder selbst schon lange damit lebt.

Außerdem würde ich Dir empfehlen, alle möglichen Fragen, die Dir jetzt durch den Kopf gehen, aufzuschreiben. Heute mittag beim Arzt geht so was so schnell durch, weil bestimmt viele Infos kommen und dann gehst Du später da raus mit schwirrendem Kopf und hast trotzdem noch Fragen, weil es einfach durchgegangen ist.

Kopf hoch, wird schon werden!

LG, Gerlinde

Beitrag von s_a_m 30.08.07 - 11:05 Uhr

Schau mal hier. Ist vielleicht auch eine Möglichkeit, in Kontakt zu kommen:
http://www.diabetes-kids.de/kommunikation.html

Vielleicht ist auch eines dieser Bücher interessant für deinen Sohn und kann ihm helfen, die Diagnose zu verstehen:

Hallermann/Ellwanger / Hrsg. Spatz Selbsthilfe für Kinder mit chronischer Stoffwechsel-, Hormon- und Zuckererkrankung e.V., Mathildenstr. 1, 79106 Freiburg:
Die Erlebnisse des Teddybären Wuschel - Eine Diabetes-Einführung für Kinder

Richter, Birgit:
Ein Schlüssel für Tim - Mama, was ist zuckerkrank?
Ein Bilderbuch für Kinder von ca. 4 bis 8 Jahren über Diabetes Typ I

Rauschenbach, Erich:
Zucker ist nicht immer süß...


Schoenle, Denise / Schoenle, Eugen J.:
Nina und Florian haben Diabetes

Gröger, Ursula
Titel: Bastian und das bunte Haus

http://www.diabetes-kids.de/buchtips/index.php



Dass du aufgeregt und wütend bist, ist völlig klar. Aber geh dennoch mit der Schule nicht ganz so hart ins Gericht. Ich begleite einen Spielplatztreff und da kommt es nicht selten vor, dass sich die Kids wirklich erst überanstrengen durch Herumtoben usw. und manch einem wird dabei schlecht und Bewegung macht durstig. Und je nach Wetter hat das natürlich auch einen Einfluss darauf.

Ohne Zweifel wäre es in Manuels Fall richtig gewesen, anders zu handeln und sofort einen Arzt zu rufen. Wer sich mit Diabetes auskennt, hätte die Zeichen sicher sofort richtig eingeordnet und entsprechende Maßnahmen ergriffen. Aber es kann von einer LehrerInnen nicht pauschal erwartet werden, sich mit allen möglichen Stoffwechselerkrankungen auszukennen und bei jedem Kind, was über Übelkeit und Durst klagt, an ein drohendes diabetisches Koma zu denken.

Jetzt wird Manuels Lehrerin dieser Fehler sicher nicht nochmal passieren zumal das Kollegium sich nach diesem Vorfall bestimmt schnellstens um Informationen bemühen wird. Meine Mutter ist Grundschullehrerin und hat die folgende Broschüre mit Interesse gelesen. Schaden kann es ja nicht. Aber so "ins Blaue hinein informiert" bleibt ohne eine konkrete Notwendigkeit nicht viel hängen. An Manuels Schule ist die Notwendigkeit nun da:

Diese Broschüre könnte den LeherInnen eine erste Informationshilfe sein. Man kann sie kostenlos und in unbegrenzter Anzahl bei der BzgA (http://www.bzga.de/?uid=fe238ac50bf42917a88a6ffc8a87744b&id=medien&sid=73&idx=1274) bestellen. Ist vielleicht auch interessant für dich:

Titel: Chronische Erkrankungen im Kindesalter
Ein gemeinsames Thema von Elternhaus, Kindertagesstätte und Schule

Inhalt:
Die Broschüre richtet sich an Eltern von Kindergarten- und Schulkindern (3-14 Jahre). Sie informiert über die häufigsten chronischen Erkrankungen im Kindesalter und die damit zusammenhängenden gemeinsamen Probleme für Elternhaus, Kindertagesstätte und Schule bei:

Allergien
Erkrankungen der Atemwege
Erkrankungen der Haut
Neurofibromatose Typ 1
Chronische Darmentzündungen
Diabetes mellitus Typ-1 und Typ-2
Angeborene Herzfehler
Epilepsien
Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS)

Zunächst werden in der Broschüre die einzelnen Krankheitsbilder erläutert, die Krankheiten im Alltag von Kindertagesstätte und Schule dargestellt und vermittelt, was das Kind in Kindertagesstätte und Schule braucht. Eltern chronisch kranker Kinder werden angeregt, sich in die Situation von Erzieherinnen und Lehrkräften zu versetzen, um herauszufinden wie sie partnerschaftlich an der Integration ihrer Kinder in die Spielgruppe bzw. Klasse mitwirken können. Ergänzend sind Informationsquellen und Adressen aufgeführt.

Liebe Grüße und alles Gute für euch und natürlich besonders für Manuel!!
Sabine

Beitrag von lillymarleen201 30.08.07 - 14:20 Uhr

Gott sei dank ist es "nur" das.
Hätte auch was schlimmeres sein können.

Gegen Zucker kann man was tun und das er jeden Tag gespritzt werden muß is auch nicht so schlimm.
Man gewöhnt sich an alles ;-)

Beitrag von stern76 30.08.07 - 15:15 Uhr

Hallo,

das ist schön zu hören, das es deinem Sohn wieder besser geht.

Mit Diabetes kann mann leben. Die Schule muß informiert werden und ein Leherer oder die Leherer sollten von dir unterrichten werden. Wie er messen und spritzen soll. Und es sollte immer eine Notfallspritze in der Schule sein.

Meine Nichte bekam mit 5 Jahren Diabetes und ich weiß, was es für Anstrengungen es war. Das der Schule zu berichten. Vielleicht ist ja auch ein Lehrer darunter, der sich auskennt.

Wichtig ist, das dein Junge jetzt richtig eingestellt wird.

Alles Gute für euch. Es wird eine Umstellung sein, aber es klappt.

LG Anne

Beitrag von bobb 30.08.07 - 17:29 Uhr

sucht euch in der nähe einen guten diabetologen,der immer für euch offene ohren habt und der euren sohn gut einstellt.
schön,daß es nur "das" ist.immer dran denken,es gibt schlimmeres#liebdrueck.mit diabetis kann man mittlerweile gut leben,auch kinder.

Beitrag von use69 30.08.07 - 17:36 Uhr

Hallo Andrea,
laß Dich mal drücken.#liebdrueck
Mein Sohn ist mit 6 Jahren an Diabetis erkrankt und spritzt jetzt seit drei Jahren Insulin.
Die eigentliche Angst, die ich am Anfang hatte, war daß er jetzt immer außen vor stehen muß und nicht überall mitmachen kann.
Dem ist Gott sei Dank nicht so!!
Ja, am Anfang ist es hart.
Er wird in den ersten Wochen eine strikte Ernährungsumstellung einhalten müssen.
Mein Sohn ißt mittlerweile wieder alles mit. Er spritzt soviel wie er eben Hunger hat und auch Süßigkeiten werden miteingerechnet. Das geht schon.
Er ist auch mit auf Klassenfahrt gefahren, was ich mir am Anfang nicht vorstellen konnte.
Alles in Allem können wir mittlerweile ganz gut damit leben, wenn Du Fragen hast, dann schreib ruhig noch mal.
Gruß Ursula

Beitrag von sabi1983 20.02.08 - 15:20 Uhr

Hallo Andrea,
bei unserem Sohn (2 1/4) ist vor 1 1/2 Wochen festgestellt worden das er Diabetis mellitus Typ 1 hat.Er hat immer nur getrunken und fast nichts mehr gegessen.Sind dann am 10 Februar Nachts ins KH da er ganz dünn wurde und keine Kraft mehr hatte.Die Ärzte sagten zu uns das war höchste Zeit.Einen Tag vorher waren wir noch beim KiArzt der meinte es wäre NUR ein Infekt und schickte uns wieder nach Hause.So und dann waren wir im KH.Erst zwei Tage Intensiv und jetzt noch bis mitte nächster Woche Kinderstation.Wir müßen jetzt noch ein paar Tage eine Schulung machen die insgesamt 2 Wochen geht um die ganze neue Situation kennen lernen.Damit wir in jeder Situation wissen was zu tun ist.Wir müßen unsere Ernährung nicht umstellen,er kann alles essen,nur müßen wir z.B. Kartoffeln oder Nudeln abwiegen da diese Sachen Kohlenhydrate enthalten.Das wird auch eine ganz dolle Umstellung sein.Müßen Blutzucker messen und auch Insulin spritzen wo er aber im Moment noch eingestellt wird.Ich wünsche Euch alles,alles Gute für die Zukunft.
Sabrina