HELP !! Eingewöhnung bei Tagesmutter

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von spacedrome 30.08.07 - 11:01 Uhr

Hallo an Alle,

brauche dringend Rat, Tipps und Trost (heul!!)
Ich werde ab Montag wieder arbeiten gehen - erst mal im September an zwei Tagen für 5 Stunden (zumindest ist es so geplant), ab Oktober dann an drei Tagen 5 Stunden. Lio (10 Monate) ist in der Zeit bei einer Tagesmutter. Lio kennt die Tagesmutter schon einige Zeit und wir haben uns mehrmals nachmittags zusammen mit den großen Brüdern bei ihr getroffen - sozusagen auch schon zur Eingewöhnung für Lio. Die Tagesmutter hat eine 6 Wochen ältere Tochter und noch ein weiteres Tageskind. Lio ist immer super gerne dort hin und auch ohne Problem bei ihr auf den Arm etc. Er war vor ca. 4 Wochen schon mal für 2 Stunden bei ihr, als ich einen Arzt Termin hatte - das war überhaupt kein Problem. Jetzt sind leider drei weitere Eingewöhnungstermine ausgefallen weil zuerst Lio und dann die Kleine von der TAgesmutter Drei-Tages-Fieber hatten. Diese Woche Montag musste ich für 3 Stunden zur Übergabe ins Büro - Lio hat fast die ganze Zeit geweint!! Damit hatte ich gar nicht gerrechnet- er war auch guter Dinge als ich gegangen bin! Ich habe ihn heute nochmal hingebracht und er hat sofort angefangen zu brüllen und sich an mich zu klammern. Ich bin dann trotzdem gegangen, aber ich könnte heulen! Ich bin total fertig. Er ist sonst super unkompliziert und ich dachte mir das gibt keine Probleme weil er die Tagesmutter ja gut kennt. Ich habe jetzt total Angst davor wenn ich nächste Woche zu arbeiten anfange. Ich kann da ja auch nicht immer früher weg. Wir konnten es jetzt zumindest für Montag so einrichten, dass mein Freund ihn schon um 12 Uhr abholt - er also nur 3 Stunden (statt 5.5) dort ist. Was soll ich denn nur machen? Hat jemand einen Tipp??? Bin für jeden Rat super dankbar!! Wie habt ihr das gemeistert - wie sind Eure Erfahrungen? Wie schnell legt sich der "Protest" bei den Kleinen?

LG Daniela

Beitrag von charly2611 30.08.07 - 11:07 Uhr

Hallo Daniela,

tja, wirklich Tipps kann ich Dir nicht geben. Wir haben fas gleiche Problem. Letztes Jahr bei der Tagesmutter und jetzt acuh im KiGa. Solange ich noch da bin ist alles in Ordnung. Wenn ich mich dann aber verabschiede, dann geht das Klammern los und er fängt an zu weinen.
Erklär halt immer wieder, dass Du ihn später wieder abholst. Das es dort viel schöner ist und er mit den anderen Kindern spielen kann. Mit der Zeit wird er es auch verstehen.

Im KiGa mache ich es momentan so, dass ich morgens noch eine Weile bleibe, bis er richtig spielt, und dann klappt es meistens. Leider auch nciht immer und mir fällt es dann auch sehr schwer zu gehen. Ich weiß aber, adss er sich schnell wieder beruhigt und dann ganz normal spielt. Würde schauen, ob das bei Deinem auch klappt. Wenn er natürlich sich gar nicht beruhigt, dann müßt ihr schauen, wie ihr die Eingewöhnung noch verlängert. Vielleicht doch auch noch ein paar Nachmittag mti Mama zusammen.

Viel Erfolg
Steffi

Beitrag von spacedrome 31.08.07 - 08:29 Uhr

Hallo Steffi,

vielen DAnk für Deine Nachricht. Oje, das hört sich ja an, als könnte es eventuell auch länger dauern, mit dem Protest. Als ich den Kleinen gestern nach 2 Stunden wieder abgeholt habe, hat er ganz zufrieden mit der Tochter der TagMu gespielt. War ich froh! Ich habe schon von Weitem die Ohren gespritzt, weil ich befürchtet hatte, dass er noch schreit. Er hat sich offenbar aber nach einiger Zeit beruhigen und auch ablenken lassen. Die TagesMu ist zum Glück auch super geduldig, lieb und auch erfahren. Sie hat selbst 4 Kinder und hatte auch schon einige Tageskinder. Ich bin mir sehr sicher dass er dort in guten Händen ist und hoffe dass dich der Protest bald legt.

Also vielen lieben Dank für Deine Worte
Daniela

Beitrag von sandra1610 30.08.07 - 13:42 Uhr

Hallo Daniela!

Meine Kleine (12 Monate) ist heute zum ersten Mal von 8 bis ca 14 Uhr (je nachdem wie lange sie dort mittags schläft) bei der Tagesmutter. Ich arbeite ab September 2 Tage die Woche und heute haben wir einen "Generalprobe-Tag" bei der Tagesmutter. Vorher war ich öfters mit Hannah zum Spielen dort (die Tagesmutter hat auch eine kleine Tochter, 3 Wochen jünger als meine) und ein paar Mal war Hannah für 2 Stunden alleine dort. War nie ein Problem, zum Glück. Auch heute hab ich noch keine negativen Anrufe von der Tagesmutter erhalten, sie schläft jetzt dort und wenn sie wach wird, hole ich sie ab.

Weil ich Erzieherin bin, kenne ich das Problem des Trennungsschmerzes auch gut von meiner Arbeit. Viele Kinder klammern sich brüllend an ihre Mütter, wenn sie gehen. Aber ich kann dir sagen: ALLE Kinder gewöhnen sich irgendwann daran, ohne Mama zu sein. Manche haben überhaupt keine Probleme, andere brauchen ein paar Tage, wieder andere brauchen sogar ein Monat. Das ist ganz unterschiedlich und hängt vom Wesen des Kindes und dem Verhalten der Mütter ab.

Wichtig ist, dass du bei der Trennung von deinem Sohn selbstsicher auftrittst, denn wenn du verunsichert bist, merkt er das sofort! Verabschiede dich kurz von ihm, erklär ihm, dass du ihn bald wieder abholen wirst (auch wenn er es noch nicht versteht). Nie einfach davonschleichen! Das ist ein ganz schlimmer Vertrauensbruch für dein Kind!

Bei uns im Kindergarten hilft es manchen Kindern, wenn sie etwas Vertrautes von zu Hause mitbringen dürfen (zum Beispiel ein Kuscheltier oder eine Schmusedecke). Vielleicht hat dein Sohn ja ein Lieblingsspielzeug, das ihm ein bißchen Sicherheit geben kann?

Wie schnell die Phase des Trennungsschmerzes dauern wird, kann dir niemand vorraus sagen. Aber es wird definitiv irgendwann vorbei sein! Und zwar dann, wenn dein Sohn verstanden hat, dass du jeden Tag wieder kommst und ihn wieder abholst. Und wenn der die Tagesmutter als neue Bezugsperson akzeptiert hat. Das dauert eben seine Zeit. Hab Geduld!

Und nochwas: Für die Mütter ist so eine Trennung immer schlimmer als für die Kinder. Das Herz blutet, wenn man sein Kind so weinen sieht. Aber meistens ist das Weinen sehr schnell wieder vorbei, wenn die Mütter außer Sichtweite sind!

Ich wünsch euch noch viel Glück, dass der Schmerz bei euch nur von kurzer Dauer ist! Bleib konsequent, sonst lernt er, dass er durch sein Weinen alles erreichen kann und er dich umstimmen kann.

Alles Liebe,

Sandra
(die alleine zu Hause hockt und dauernd an ihre Maus denken muß)

Beitrag von spacedrome 31.08.07 - 08:25 Uhr

Hallo Sandra,

vielen lieben Dank für Deine Nachricht. Das hat mir richtig gut getan das zu lesen. Zum einen, weil Du in der gleichen Situation bist wie ich und zum anderen weil Du mir wirklich gute Tipps als Erfahrung als Erzieherin gegeben hast. Ich war mir zum Beispiel auch echt unsicher, ob ich mich verabschieden sollte oder einfach gehen. Ich dachte mir vielleicht ist es einfacher wenn ich einfach gehe. Zum Glück habe ich das bisher nicht so gemacht.
Als ich gestern Lio abgeholt habe, hat er mit der Kleinen der TagMu gespielt und sah ganz zufrieden aus. Mir ist vielleicht ein Stein vom Herzen gefallen! Was wirklich ganz offensichtlich ist, ist dass Lio die Tagesmutter wirklich gerne mag. Ist auch wirklich eine ganz Liebe. Ich denke sie wird es schon hinbekommen. Bin zumindest jetzt schon etwas zuversichtlicher gestimmt. Es ist halt einfach so, dass es mir das Herz zerreißt wenn der Kleine so weint. Ich hatte gestern, als ich hier zu Hause saß und ja nicht wusste wie es dort bei der TagMu weitergeht, richtig Gewissensbisse ob es richtig ist wieder Arbeiten zu gehen etc. Aber eigentlich haben wir da nicht wirklich die Wahl. Wir brauchen auch einfach das Geld!
Ich bin Dir auf jeden Fall sehr, sehr dankbar für Deine lieben Worte!! Wie ist es denn bei Euch gestern gelaufen?

Ganz liebe Grüße
DAniela