U8 - oh gott, sie ist auf dem linken Ohr fast taub...

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von schwarzbaer 30.08.07 - 11:30 Uhr

Hallo, meine Große wird im November 4 und hatte gestern die U8. Beim Hörtest stellte sich heraus, das sie zwar auf dem rechten Ohr hört wie ein Luchs, auf dem linken Ohr ist sie aber fast taub.

Die Kinderärztin hat mir versucht zu erklären, daß wir das gar nicht merken konnten, weil das eine sehr gut hörende Ohr das andere kompensiert, aber ich mache mir solche Vorwürfe - das hätte ich doch mitkriegen müssen! Auch die Kita, die Großeltern, keiner hat das gemerkt!

Tja, die "einfachen" Lösungen wie Propf im Gehörgang, lädiertes Trommelfell oder Wasseransammlung hinter dem Trommelfell konnten in der Untersuchung gestern schon ausgeschlossen werden. In 2 Wochen haben wir einen Termin beim Ohrenarzt, hoffentlich bin ich bis dahin vor lauter Panik nicht aus den Latschen gekippt.

Habt Ihr sowas schon mal gehört? Ich meine, daß ein Kind auf einem Ohr fast taub ist und keiner merkt's?

Gruß,
eine immer noch fassungslose schwarzbaerin

Beitrag von muschel2002 30.08.07 - 11:55 Uhr

Hallo bei meiner Tochter wurde das auch zur U8 festgestellt und wir wurden zum Ohrenarzt überwießen und der hat dann gesagt das das schon mal vorkommen kann wenn die Kinder sehr oft Mittelohrentzündungen hatten. Wir wurden dann zu einen Spezialisten überwießen und der hat uns zu einer Ambulanten OP geraten wo ein schnitt ins Trommelfell gemacht wird.Und seit demm hört meine Tochter auf beiden Ohren wider wie ein Luchs also mach dich erstmal nicht verrückt.


LG Nicole mit Michelle

Beitrag von schwarzbaer 30.08.07 - 12:07 Uhr

aber meine hatte in ihrem Leben noch keine Mittelohrentzündung. Das Trommelfell ist laut Aussage der Kinderärztin "glatt und weich wie ein kinderpopo", also keinerlei Vernarbungen o.ä.
Deshalb bin ich ja so in Panik...

Beitrag von muschel2002 30.08.07 - 12:12 Uhr

ich würde mich trotzdem erstmal nicht verrückt machen und erstmal warten was der Ohrenazt sagt.

Beitrag von amorvincitomnia 30.08.07 - 12:16 Uhr

Vier Jahre ist das Durchschnittsalter, in dem Schwerhörigkeit festgestellt wird. Ihr liegt also "gut" in der Zeit! Kein Grund, sich Vorwürfe zu machen. Die Kinderärztin kann von außen nur wenig sehen, zumal das nicht ihr Spezialgebiet ist. Auf ihre Aussagen würde ich deshalb relativ wenig geben. Wie hat sie denn festgestellt, dass das Ohr sh ist? Sollte sie Recht haben, ist mit etwas Glück nur das Mittelohr betroffen, es wird kurz operativ verbessert, und das Thema hat sich erledigt. Was mir nicht einleuchten will, ist, dass eine "Taubheit", also eine hochgradige Schwerhörigkeit, keine Folgen haben soll für das Kind. Das gibt es eigentlich nicht, was dafür spricht, dass es ein relativ neues Problem ist, das sich beheben lässt. Mal keine Panik, die KiÄ haben keine Instrumente, mit denen ein Hörschaden festgestellt werden kann. Wenn es denn eins ist. Nun wartet mal die Ergebnisse beim HNO ab, vielleicht ist es nur falscher Alarm.

Viele Grüße,

Barbara

Beitrag von schwarzbaer 30.08.07 - 13:11 Uhr

Klar, mehr als abwarten können wir nicht. Festgestellt wurde das Ganze mit solchen komischen Kopfhörern, die einzeln angesteuert werden. Kind Kopfhörer auf, Stimme sagt im rechten Ohr "zeig mir mal ..." und Kind zeigt auf die entsprechenden Objekte, die auf einer Tafel vor ihr liegen.

Rechtes Ohr: alles tutti. Linkes Ohr: nach etwa 30 sekunden die Frage meiner Tochter "wann fängt der Mann denn endlich an zu reden? der sagt ja gar nichts". Gegencheck ob das Gerät funktioniert - Gerät funktioniert. Tja...

Dann noch Tests mit den Kopfhörern und irgendwelchen Pfeif- und Pieptönen und sie musste jeweils auf das Ohr zeigen, wo es gepiept hat - sie hat nicht einmal auf das linke Ohr gezeigt :-(

Dann Untersuchung des Trommelfells auf Paukenerguß - negativ. Tja, und wie Du schon richtig sagst, jetzt können wir nur noch abwarten :-(

Aber trotzdem danke, vielleicht wird es ja wirklich nicht so schlimm wie ich es mir in meinen schlimmsten Phantasien ausmale.

Beitrag von amorvincitomnia 30.08.07 - 15:28 Uhr

Ohhhhh! Das ändert natürlich die Sache, normale Kinderärzte haben gar keine echten Hörtests zu bieten! Trotzdem kann es etwas Harmloses sein. Einen hochgradigen Paukenerguss (Glue Ear) kann man beispielsweise nicht von außen sehen... Unser Sohn (5) ist derzeit im Internat in Schleswig in der Frühförderung für Hörbehinderte. Was genau stellst Du Dir schlimm vor? Schulprobleme? Hörgerät? I-Platz? Ich weiß, da drehen sich einem erst ein Mal die Gedanken. Da sie ein gutes Ohr hat, wird es selbst im Worst Case für sie kein Problem sein. Falls Du irgendwelche konkreten Fragen hast, kannst Du mich gern anschreiben. Viele Grüße, Barbara

Beitrag von julu1982 30.08.07 - 13:17 Uhr

Hi

bei meinem Mann hat bis zur 2. Klasse keiner gemerkt das er stark kurzsichtig ist.

Mein Mann hat die Stärke -6,0/-6,5 mit ner dicken Hornhautverkrümmung.
Er ist also wirklich blind wie ein Maulwurf.


#liebdrueck Drück dir die Daumen das du nicht aus den Latschen kippst.

Bei meiner kleinsten Tochter wurde im KKH am 1. Lebenstag schon ein Hörtest gemacht. Durch ein Gerät wird ein Ton ins Ohr gejagt und wenn der Ton wieder zurückkommt ist alles io zumindest mit dem Trommelfell!

LG Julia mit Lena und Lilian

Beitrag von mr02551 30.08.07 - 14:49 Uhr

Meine Maus hatte bei der U7a nur 20% Hörfähigkeit auf einem Ohr und wir sind dann 4 Wochen später noch mal zum Hörtest und da hatte sie dann plötzlich 90% Hörfähigkeit. Der Ohrenarzt meinte, vielleicht hatte sie einfach einen Infekt, den keiner gemerkt hat und deswegen auf einem Ohr schlechter gehört.

Also wie Du siehst, es kann auch ganz harmlos sein.