Frage zum Reflux (Niere) und Kita!

Archiv des urbia-Forums Leben mit Handicaps.

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von diebiene 30.08.07 - 12:15 Uhr

Hallo!
Mein kleiner hat einen VUR bds. Er kommt ab Oktober in die Krippe und ich habe einfach Angst das er nicht genug trinkt. Ich achte da sehr drauf weil ich Angst habe das er einen Harnwegsinfekt bekommt wenn er wenig trinkt. Wie sind eure Erfahrungen mit der Kita. Und ist die Gefahr so groß wenn sie wenig trinken einen Harnwegsinfekt zu bekommen?
Ich danke euch für noch so kleine Tips und Hinweise. Mir grault schon richtig davor.
Liebe Grüße
diebiene

Beitrag von verena_13 30.08.07 - 21:41 Uhr

Hallo!

Unser Kleiner hatte auch einen Reflux, der vor sechs Wochen unterpritzt wurde. Ob von dem Reflux noch etwas übrig geblieben ist, weiß ich nicht, die Ärzte haben uns angeraten nun das Antibiotikum abzusetzen und abzuwarten.
Der Kleine ist seit April 3 Jahre alt und kommt jetzt in den Kindergarten. Wir haben uns entschlossen, ihn in den Waldkindergarten zu geben, weil sie da praktisch immer draußen sind und er so ein Naturbursche ist. Meine Sorge ist daher weniger ob er genug trinkt, als ob er auch warm genug angezogen ist und sich nicht auf den kalten Boden setzt... ich muss da auf jeden Fall mit den Erzieherinnen reden.
Wie lange ist deiner in der Krippe? Unserer ist Vormittags bis ein Uhr dort, von dem her mach ich mir da wegen Trinken keine großen Gedanken, da er vorher und nachher genug Gelegenheit dazu hat. Wenn er den ganzen Tag dort wäre, würde ich schon mit den Erzieherinnen sprechen, ob sie da besonders drauf schauen könnten. Wieviel trinkt deiner denn? Unseren habe ich nach der unterspritzung dazu gebracht einen halben Liter am Tag zu trinken, was für ihn schon viel ist, weil er von sich aus überhaupt keinen Durst hat. Vielleicht schaffen wir auch noch ein bischen mehr. Er hatte bisher seinen einen Infekt im Jahr und ansonsten die ganze Zeit mit Antibiotika keinen, egal wieviel er getrunken hat.
Nimmt dein sohn antibiotika als prophylaxe?

Alles Gute
Verena

Beitrag von diebiene 02.09.07 - 21:50 Uhr

Hallo Verena!
Danke für deine Antwort.
Die Antwort die ich unter fibi7 geschrieben habe ist auch für dich bestimmt.

liebe Grüße diebiene

Beitrag von fibi7 30.08.07 - 22:03 Uhr

Hm, ist eben die Frage ob ihr eine Antibiotikaprophylaxe habt oder nicht....
Viel Trinken fördert eben den Umsatz in den Nieren und steigert somit die Urinproduktion, es wird mehr "ausgeschwemmt", folglich halt auch mehr Bakterien die zu Entzündungen führen können.
Welchen Grad hat der Reflux deines Sohnes? Wie alt ist er denn?
Ich würde eben auch drauf schauen, dass er die restliche Zeit zu Hause genug trinkt. Gib ihm einen Trinkbecher mit, den er kennt und mag, vielleicht auch das, was er gerne trinkt und rede eben mit den Erzieherinnen übder das, was dir Sorgen bereitet. Wichtig ist eben auch eine gründliche "intumhygiene", also falls dein Zwerg noch Windeln hat, dass sie sie oft genug wechseln. Und falls er keine mehr hat, dasssie drauf schauen, dass er sich auf dem Klo sauber abputzt :).
Wichtig ist auch, dass er untenrum warm genug angezogen ist, Dass halt das Unterhemd gescheit in der Hose steckt und nicht die Nierengegend frei liegt. Falls er nass ist, also sich entweer nass gepinkelt hat oder draußen was passiert ist, sollen sie ihn gleich umziehen. Vielleicht immer Ersatzwäsche mitgeben....
Und wen du arge Bedenken hast, sprich mit dem Kia, Kinderurolgen über deine Sorgen, die sagen dir bestimmt, was du in seinem speziellen Fall beachten solltest.
Wenn du noch Fragen hast, stell sie ruhig....
Liebe Grüße
Alex

Beitrag von diebiene 02.09.07 - 21:48 Uhr

hallo!
Danke für die Antwort. Also unser Sohn ist fast 11 Monate, er geht ab Oktober in die Krippe kurz vor seinem 1. Geburtstag. Er bekommt auch eine Antibiotikaprophylaxe, 20mg Nitrofurantoin (1 Tablette am Abend). Trinken tut er zu Zeit so ca. 300ml Wasser + etwas Möhrensaft und und ca. 350ml Milch, also ungefär 550-700ml am Tag. Ich denke immmer das ist zu wenig. Es gibt auch Tage da mag er nicht so trinken und ich renne dann immer mit der Flasch hinter Ihm her. Weist du wieviel<die kleinen so trinken müssen? Und ab wann wird denn ein Harnwegsinfekt begünstigt? Windeln, kälte darauf achten wir schon. Ich möchte einfach nicht das er wider ins Krankenhaus muss. Er hatte einen Infekt als er 3 Wochen alt war (davor MCU) ich denke das kam von der Untersuchung, seid dem ging alles ganz gut. Er hat einen Reflux Grad 3 und 4. Wenn er jetzt weniger trinkt bekommt unser Sohn dann auch gleich einen Infekt oder wie schnell geht das? Ich weiß das hört sich Vieleicht etwas verwirrend an aber ich mache mir shon gedanken das die dort nicht so darauf achten, weil er eben auch manchmal überhaubt nicht so tzrinken mag und ich ihm dann ständig was anbiete das er überhaubt was trinkt .

Liebe Grüße Dana

Beitrag von fibi7 02.09.07 - 22:44 Uhr

Liebe Dana!

Also, ich kenne keine wissenschaftliche Untersuchung, die einen Zusammenhang zwischen derTrinkmenge und der Häufigkeit von HWI´s belegt. Heißt natürlich nicht, dass es sie nicht gibt, klar. Eskommt so etwa drauf an wie schwer dein Kleiner ist. Man rechnet so bis zum zweiten lebensjahr mit 100 ml pro Kilogramm Körpergewicht an Gesamtflüssigkeitsbedarf. Also, wenn dein Sohn etwa 7 Kilo wiegt benötigt er etwa 700 ml Flüssigkeit. Flüssigkeit bekommt er aber nicht nur durchs Trinken, auch in Obst, Brei, Gemüse, in fast allen Lebensmitteln ist Flüssigkeit drin. Also ich schätze mal gut ein Drittel unseres Flüssigkeitsbedarf decken wir durch die Nahrung an sich. Wenn er also noch einen halben Liter zusätzlich trinkt ist das in Odnung. Nils trinkt oft auch kaum, wir hatten schon Tage, da waren es insgesamt knapp 300 ml, Essen verweigert er oft völlig. Und es ging auch, zumindest eine Weile. Also mach dir da bitte nicht allzu große Sorgen. So wie du es schilderst schein mir der Infekt auch von der MCU, bzw dem Blasenkatheter her zu kommen. Selbst wenn er einen Infekt bekommen sollte muss e nicht sofort ins KH, du würdest es an Fiber und allgemeinen Unwohlsein schnell merken, dann wird "einfach" das AB höher dosiert und in zwei bis drei Tagen ist es wieder gut. Versuche das Ganze mal positiv zu sehen. Meist essen die kinder in Gesellschaft anderer besser als zu Hause und selbst wenn er in der Krippe nur wenig zu sich nehmen sollte, vielleicht holt er es dann umso besser zu Hause auf? Er scheint ja ansonsten organisch gesund zu sein, und eingesundes Kind holt sich schon das, was es braucht, wirklich. Ich habe auch sehr lange gebraucht, das zu realisieren. Nicht, dass du denkst, ich weiß nicht von was ich rede, im Gegenteil. Nils ist eben auch nierenkrank, hat nur noch eine Niere, Zysten in der Harnblase und der verbliebenen Niere, Fructoseunverträglichkeit und diverse Nahrungsmittelallergien. Er ist sehr dünn (knapp 10 kg bei 87 cm Körpergröße), neigt zu häufigen Infekten und es ist auch bei uns sicherlich nicht immer leicht.
Sehe die Kita als Chance, sprich mit den Erzieherinnen über seine gesundheitlichen Probleme und rede ggf nochmal mit seinen Kiä darüber. Wenn du noch Fragen hast oder dich weiter austauschen willst kannst du mir gerne schreiben...
Liebe Grüße
Alex

Beitrag von diebiene 03.09.07 - 13:23 Uhr

Hallo Alex!
Danke für deine Antwort, hat mir echt Mut gemacht. Vieleicht mache ich mich auch zu sehr fertig. Ich denke die 10 Tage KH haben mich echt zu sehr geprägt. Ständig eine neue flexüle legen und dann das weinen von unsrem Spatz, ich möchte Ihm das eben ersparen. Ansonsten macht er es uns nicht schwer er ist super lieb. Ich würde gerne mit dir in Konakt bleiben.Du hast kennst KH Aufenthalte sicher auch zu genüge. Ich wünsche Dir und Deinem Sohn Nils alles Gute und das er gesund bleibt.

Alles Liebe Dana+Eric

Beitrag von fibi7 03.09.07 - 19:42 Uhr

Liebe Dana!
Du kannst mir gerne auch an meine private email schreiben, wenn du willst. Kh prägt immer, ich finde es jedesmal wieder schrecklich hin zu gehen, Nils hat einstweilen richtig Panik. Um so älter er wird , desto schlimmer wird es.... Wir waren bereits sieben Mal stationär im KH, klar es geht noch schlimmer, zwei Mal davon ITS... Der nächste Aufenthalt ist Mitte Oktober. Übrigens, mehr als einmal im Jahr wird auch keine MCU gemacht, selbst bei Reflux 3-4 nicht. Sind eigentlich die Nieren in Ordnung? Wurde schon mal szintigraphiert?
Liebe Grüße und bis bald
Deine Alex

Beitrag von diebiene 03.09.07 - 20:40 Uhr

Hallo Alex!
dein Nils muss ja ordentlich was aushalten. Wie alt ist er denn?
Warum müsst Ihr denn so oft ins KH? Vor der MCU habe ich echt Horror 1. Wie verkraftet er das (bei der ersten war er ja noch sehr klein) und 2. vor einem Infekt. Aber 1x pro Jahr wird eine MCU gemacht oder sind die Abstände größer? Dann wäre er ja bald wieder drann. Eric´s Nieren sind in Ordnung sie arbeiten beide und wachsen auch, ich möchte das das auch so bleibt und dafür tun wir wirklich alles. Im abstand von 3 Monaten gehen wir immer zur Nierensprechstunde dort wird dann ein Sono gemacht. Der nächste Termin ist Ende September davor habe ich immer Angst weil dort dann immer entschieden wird was gemacht wird. Die letzten beiden male war ganz gut der Arzt sagte die Nierenbeckenspreitztung ist Rückläufig. Mal sehen wie der nächste Termin wird ich hoffe gut. Ich wünsche euch beiden jedenfalls viel Glück für euren nächsten KH Aufenthalt und das er schnell vorbei geht.

liebe Grüße Dana

Beitrag von fibi7 03.09.07 - 21:23 Uhr

Hallo Dana!
bevor ichs vergesse meine email ist krausalex@web.de....
Nils ist jetzt eineinhalb Jahre alt. Er ist sehr infektanfällig, war eben deshalb schon oft im KH, zum einen wegen Lungenentzündung und einer ganz heftigen Magen-Darm-Sache, virusbedingt. Das nächste was wir angehen müssen ist eine angeborene Fehlbildung seiner rechten Hand. Er kann seinen Daumen nicht strecken, kaum bewegen, das muss operativ korrigiert werden. Und eben wegen der Niere.
Vor der MCU musst du keine Angst haben geht ja schnell. Dasblödeste ist der Blasenkatheter, alles andere ist gleich passiert. Ich glaub, wenn nur eine MCU gemacht wid muss nicht mal ein Zugang gelegt werden. Im Grunde genommen wird eine Leeraufnahme gemacht, dann wird das Kontrastmittel via Katheter eingefüllt und wieder geröngt und schließlich noch eine Aufnahme nach vollständiger bzw. bei der Blasenentleerung.
Du kannst gerne alles fragen und ich würde mich auch übe einen Austausch freuen....
Liebe Grüße
Alex

Beitrag von diebiene 05.09.07 - 13:24 Uhr

Hallo Alex!
Da hast du ja mit deinem kleinen Mann auch so einiges hinter dir. Ich finde KH echt schlimm, Mann kann nicht so recht was für die kleinen tun und muss in den meisten Fällen auf die Ärzte vertrauen. Was ich auch echt schlimm finde mann wird nicht so recht aufgeklärt alles muss mann denen aus der Nase ziehen. Tut das katheter legen den kleinen sehr weh? Ich habe auch mal was vom sedieren gelesen (vor der MCU) was hälst du davon? Musstet ihr zu der MCU im KH aufgenommen werden? Ich weiss bei seiner 1 MCU Untersuchung war das so.
Wir bleiben dann im Kontakt. Ich melde mich nach der nächsten Untersuchung am 26.09.07.
Viele liebe Grüße, auch an Nils
Dana +Eric

Beitrag von fibi7 05.09.07 - 19:12 Uhr

Naja, unsere Kinderklinik hier ist ganz gut, uns kennen alle hier, ist ja quasi unser zweites Zuhause. Also finde ich es weniger schlimm, zumindest das KH an und für sich. Außerdem ist unser Kia der Chefarzt dort, also auch lauter bekannte Gesichter. klar, Informationen besorgt man sich am besten selbst, deshlab lese ich viel Fachöliteratur und diskutiere dann mit den Ärzten. Zur Frage der Sedierung kann ich dir speziell für eine MCU nichts sagen. Bei uns findet die MCU immer im Rahmen einer komplexen Nierenuntersuchung statt. Meist ist am gleichen Tag davor eine MAGIII-Szinitigraphie, für die muss Nils eine gute 3/4 Stunde ruhig liegen und das geht bei einem kleinen Kherprobten Kind nur mit Narkose/ Sedierung. Deshklab bekommt er zuvor meist eine Diuazepam-Rektole, die macht schon etwas schlapp und dann Dormicum. Auf den Katheterschlauch wird aber meist ein betäubendes Gel aufgebracht, ich selbst hatte schon einmal einen Blasenkatheter liegen und es war zwar unangenehm tat aber nicht weh. Ja, folglich waren wir zur MCU im KH, eben weil Nils mehrere Untersuchungen an drei aufeinanderfolgenden Tagen hatte bzw immer hat.
Liebe Grüße
Alex

Beitrag von verena_13 02.09.07 - 22:46 Uhr

Hallo Dana!
Folgenden Text habe ich in einem anderen Forum gefunden, als Antwort auf die Frage, wieviel kleine Kinder trinken sollen. Von mir nochmal die Anmerkung, dass es bei unserem Sohn egal war, wieviel er trinkt, das hatte nie Auswirkungen auf einen Infekt, weil er ja sowieso, so wie Deiner auch Antibiotika genommen hat und damit kein Infekt auftreten soll! Er hat von selber fast nie Durst. Er hatte auch mal kalte Füße oder hat bei uns im kalten Bach gebadet. Er hatte auch einen Reflux 3-4, hat aber weder von Kälte, noch von wenig trinken einen Infekt bekommen! Ein Infekt kommt, wenn sich Bakterienherde bilden, die resistent sind gegen das Antibiotika. Das ist halt blöd.
So, hier aber jetzt der Text zum Trinken:


Trinkmengen im Kleinkindesalter
Im ersten halben Jahr benötigen Stillbabys oder Flaschenkinder zusätzliche Flüssigkeit nur bei starker Hitze, Fieber und Durchfall. Bekommt Ihr Kind Beikost, sollte es ca. 400 ml zusätzlich zu seiner Milchmenge trinken. Die Trinkmenge steigert sich ab einem Jahr, wenn das Kind am Familientisch feste Kost mitisst auf 600 ml, bei Zwei- bis Dreijährigen sind es 700 ml Flüssigkeit. Bis zum siebten Lebensjahr steigt die Trinkmenge auf circa 1,5 Liter an. Und auch hier erhöht sich die Trinkmenge bei körperlicher Aktivität, Krankheit und bei großer Hitze entsprechend.

Ideale Durstlöscher für Kinder
Der ideale Durstlöscher ist Wasser oder ungesüßter Früchtetee. Milch ist dagegen ein Nahrungsmittel und kein Durstlöscher. Im Krabbelalter sollten Sie das Leitungswasser noch abkochen, spezielles Babywasser oder für Babys geeignetes natriumarmes Mineralwasser verwenden. Wenn es sein soll, können Sie Ihrem Kind auch mit Wasser verdünnte Obstsäfte anbieten - im Verhältnis ein Teil Saft zu zwei Teilen Wasser. Allerdings führen sie damit versteckte Kalorien zu und müssen wegen des Fruchtzuckeranteils auch für eine effiziente Zahnpflege sorgen.

Flüssigkeit in der Beikost
Beikostgläschen enthalten üblicherweise 60 - 70% Flüssigkeit. Und auch im Speiseplan des Familientisches bekommen die Kinder zusätzliche Flüssigkeit, wenn Sie hierbei regelmäßig an Suppen und Kompotts sowie frisches Obst und Gemüse denken. Denn Frisches vom Bauern, wie Gurken und Tomaten, sehr reife Birnen und Wassermelonen enthalten ebenfalls einen hohen Flüssigkeitsanteil.

Die Gesamtflüssigkeitsmenge im Kindesalter
Der tägliche Flüssigkeitsbedarf (inkl. Wasseranteil in der Beikost) beträgt im Kindesalter:

* 1. Lebensjahr: 140 ml pro kg Körpergewicht
* 2. Lebensjahr: 120 ml pro kg Körpergewicht
* Kleinkind: 100 ml pro kg Körpergewicht
* Schulkind: 90 ml pro kg Körpergewicht
* Jugendlicher: 50 ml pro kg Körpergewicht

Alles Gute! Ihr Dr. Martin Lang, Kinderarzt & Jugendarzt, Augsburg

Beitrag von diebiene 03.09.07 - 13:31 Uhr

Hallo Verena!
Danke für deine nette Antwort, find ich echt super, jetzt hat man auch mal einen Anhaltspunkt. Weist du eigentlich wie oft diese MCU Untersuchung gemacht wird (also in welchen Zeitabständen). Du hats geschrieben das dein Sohn eine Unterspritzung hatte wann wird es getestet ob sie erfolgreich war? Zu mir haben die Ärzte gesagt das eine Unterspritzung nur bei Reflux bis 3 Grad angewannt wird. Wie alt ist dein Sohn denn beim Eingriff gewesen und hat er Ihn gut verkraftet? Sind schon viele Fragen aber es tut mal gut sich mit einer anderen Mutti auszutauschen die weis wovon mann spricht.

Viele liebe Grüße Dana+Eric

Beitrag von verena_13 05.09.07 - 21:15 Uhr

Hallo Dana!

Bei der MCU und allem weiteren Vorgehen liegen unserer Erfahrung nach die Meinungen der Ärzte bzw. Krankenhäuser seehr weit auseinander. Wir waren zuerst in Göttingen, wo ein Jahr nach der ersten MCU eine zweite gemacht wird und je nach Verbesserung oder nicht entschieden wird ob man noch weiter abwartet oder in irgendeiner Form eingreifen muss. Bei uns wollten sie dann operieren, da noch keine Verbesserung zu sehen war und unser Kleiner einen Infekt im Jahr hatte. Wir wollten das aber nicht. Laut Statistik allerdings ist die Chance, dass sich ein 3-4-gradiger Reflux, der sich nicht verbessert hat, noch auswächst sehr gering.
Wir haben uns trotzdem in Hannover in der Uniklinik noch eine weitere Meinung eingeholt. Die meinten wir sollten noch 2-3 Jahre abwarten und dann erst wieder eine MCU machen lassen. Ein Harnwegsinfekt im Jahr wäre tolerierbar. Allerdings wollten sie dass wir die Nierenfunktion überprüfen lassen und schauen, ob da alles in Ordnung ist. Da war alles o.k.
So haben wir dann mit 3 Jahren die 3. MCU machen lassen. Da keinerlei Verbesserung zu sehen war, rieten sie uns zu einer Unterspritzung. Das war vor 6 Wochen. Wir waren 3 Tage im Krankenhaus, am 2. wurde die Unterspritzung gemacht, nach 1 1/2 Stunden war er wieder aus dem OP draußen, erstmal von der Narkose noch sehr durcheinander, aber sonst war alles o.k. Von dem Eingriff selber hat man nichts gesehen und der Bursche hatte auch keine Schmerzen beim pinkeln, ganz komisch war das. Als ob gar nichts gewesen wäre. Am 3. Tag durften wir wieder nach Hause.
Der Arzt der uns berät riet uns, erstmal keine MCU machen zu lassen, sondern abzuwarten, ob wir ohne Infekte bleiben und wenn ja, ist es gut so. Er meinte es wäre nicht gut das Kind so oft mit den Röntgenstrahlen zu belasten. Wir hatten dann noch eine Szintigraphie um die Nierenfunktion und den Urinabfluß zu testen und da schien es so, als wäre der Abfluß besser, was schon ein Hinweis darauf ist, dass der Reflux wenigstens weniger geworden ist.
Was ich bisher gehört habe, wird aber schon meist geschaut, ob der Reflux noch da ist. Es gibt auch eine Sonographie mit Kontrastmittel, machen sie aber anscheinend nicht überall, in Hannover wenigstens nicht.

Ich kenne eine Frau deren Sohn einen 5.-gradigen Reflux hatte, der sich wieder verwachsen hatte. Nach einem Jahr hatte man da auch schon eine Verbesserung gesehen.

Bei Euch wird es sich ja dann auch zeigen, wenn ihr die MCU gemacht habt. Ist schon immer scheußlich wenn man vor so einer blöden Untersuchung steht mit den kleinen Zwergen. Für mich war das schon ein Schock zu sehen dass da was nicht in Ordnung ist. Trotzdem war ich immer froh, wenns vorbei war und wir wieder nach Hause fahren konnten. Sind wir auch immer gleich am selben Tag.
Die Ärzte im Krankenhaus haben uns auch nicht unbedingt beruhigt. Als dann unser Kinderarzt gesagt hat, dass er schon ca. 12 Kinder in seiner Zeit in der Praxis hatte, die einen Reflux hatten, und bei allen ist es so oder so wieder weggegangen, da war ich schon etwas weniger schockiert. Als mir dann ein anderer Kinderarzt erklärt hat, ein Reflux sei zwar etwas lästiges, aber etwas womit man heute leben kann, war ich richtig erleichtert.
In Hannover bei den Ärzten wurde das auch nicht so dramatisiert, deswegen haben wir uns dort gleich sehr wohl gefühlt.
Naja, jetzt schauen wir mal.

Alles Gute für Eure Untersuchung, ich wünsche Euch, dass sich etwas verbessert hat. Wenn nicht ist es auch nicht so schlimm. Ihr schafft das schon!
Verena