Sucht=Sucht ?

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Beitrag von gluecksbaerchi-ab 30.08.07 - 13:46 Uhr

Hallo zusammen,

gestern hatte ich ne diskussion und zwar ging es darum:

Derjenige hat behauptet, das eine Alkohol/Tablettensucht etwas völlig anderes ist als die Sucht danach sich selbst zu verletzen/erbrechen/essen.....

irgendwie sehe ich das aber ganz anders. Ich meine dazu, das was man macht, ist vielleicht unterschiedlich, alkohol trinken, drogen nehmen etc... das es einem gut geht, aber viele, sehr viele erbrechen sich, essen alles mögliche in sich rein, verletzen sich selbst und fühlen sich dann auch gut!

Meiner meinung nach ist das genauso ernst zu nehmen wie eine Alkoholsucht. Es kann genauso krank machen, tödlich sein, und die abhängigkeit, der zwang danach genau "das" zu wollen ist nicht anders wie bei ner flasche bier.

Was denkt denn ihr? Ein heikles Thema denke ich, aber würde mich mal interessieren ob ich die einzige bin die das so sieht/denkt....


Gruß, Nicole

Beitrag von keinwegzurueck 30.08.07 - 13:55 Uhr

das eine ist eine Sucht (Alk, Rauchen) und das andere sind Krankheiten. Etwas völlig anderes und in meinen Augen nicht miteinander zu vegleichen!

Ich glaube kaum, dass die Menschen die unter diesen , von dir aufgezählten Krankheiten leiden, sich gut fühlen!

vg

J.

Beitrag von gluecksbaerchi-ab 30.08.07 - 13:58 Uhr

kennst Du menschen wo diese von Dir genannten Krankheiten haben?

Also bist Du der Meinung alkohol und Rauchen ist ne sucht und wenn man keinen alkohol mag und statt dessen sich den finger in den hals steckt oder sich selbst verletzt, ist es dann gleich ne krankheit?

Ok, kann ja jeder anders sehen... aber das alkoholsucht KEINE krankheit ist..............

Beitrag von keinwegzurueck 30.08.07 - 14:28 Uhr

ja, natürlich ist Alkoholsucht eine Krankheit, das war etwas unglücklich von mir.

Mir ging es lediglich darum das man diese Krankheiten nicht miteinander vergleichen kann. Sich selbst zu verletzten entsteht durch einen Zwang, zu trinken durch eine Sucht.

Der Alkoholkranke trinkt um sich gut zu fühlen, der sich verletztende tut das meist nach einem Trauma!

Aber natürlich ist alles schlimm für die betroffenen, gar keine Frage!

Beitrag von devadder 30.08.07 - 14:04 Uhr

HI!!

Jede Sucht IST, ja IST eine Krankheit!!!!!!!!
Alkoholismus, um bei diesem Beispiel zu bleiben, ist eine anerkannte SuchtKRANKHEIT. Man spricht von Suchtkrankheit.

Gruß

Beitrag von gluecksbaerchi-ab 30.08.07 - 14:09 Uhr

aha und weil andere nicht "anerkannt" und abgestempelt sind als SuchtKRANKHEIT sind sie es also nicht?

aber es ist ja ok, ist Deine Meinung und ich habe meine.

Gruß, Nicole

Beitrag von devadder 30.08.07 - 14:13 Uhr

Was soll das jetzt.

Ich sage nur, daß jede Sucht eine Krankheit ist. Also auch die von Dir genannten.
Verstehe Deine Aufregung nicht.
Einen Unterschied zu machen zwischen Sucht und Krankheit ist nicht richtig, da jede Such genauso eine Krankheit ist wie die von euch erwähnten Krankheiten. Das wollte ich damit nur zum Ausdruck bringen.

Gruß

Beitrag von gluecksbaerchi-ab 30.08.07 - 17:15 Uhr

hab ich vielleicht falsch verstanden, sorry wollte Dich damit net angreifen oder so :-)

Beitrag von devadder 31.08.07 - 10:10 Uhr

Hi!

Schon ok. Wir sind ja hier um uns auszutauschen. Da bei einem geschriebenen die Betinung fehlt, kann es schon mal zu Mistverständnissen :-p kommen.

#liebdrueck

Beitrag von keinwegzurueck 30.08.07 - 14:32 Uhr

was gehst du denn ab wie das HB Männchen? Es war doch nur ein Beispiel von devadder?

Beitrag von popcorn 30.08.07 - 14:05 Uhr

in dem sinne ist es schon eine sucht..

die sucht sich zu verletzen
die sucht alkohol zu trinken
die sucht zu erbrechen
die sucht drogen zu nehmen


ist alles das gleiche, nur geschiehr aus unetrlichen gründen.. körperliche sucht, psychische sucht


eine magersucht kann genauso tödlich sein, wie alkoholsucht


und für mich ist nicht nur bulemie eine krankheit, sondern genauso ist ein alkoholiker "krank"


süchte passieren, weil man sie selbst zulässt

andersrum:

warum wird es also als eine krankheit bezeichnet

Beitrag von gluecksbaerchi-ab 30.08.07 - 14:14 Uhr

ich denke wenn man etwas ausschlaggebendes erlebt sucht man sich einfach etwas was einem am einfachsten ist, für manche ist es der alkohol, was für mich nie was wäre....

es sind wie ich schon sagte, meiner meinung nach alles krankheiten, weil jede sucht/krankheit aus ner traumatischen erfahrung her rührt (oftmals) und es dann auch keinen unterschied mehr macht, was man tut um seine psyche zu beruhigen.....

Beitrag von popcorn 30.08.07 - 20:03 Uhr

nicht jeder cdrogenabhängige oder alkoholiger ist durch eine traumatische erfahrung dazu gekommen


freier wille

Beitrag von gluecksbaerchi-ab 31.08.07 - 11:26 Uhr

ja, deswegen schrieb ich ja auch das es "oftmals" so ist, nicht immer ;-)

Beitrag von glu 30.08.07 - 14:29 Uhr

sucht ist sucht und immer eine krankheit so haben mediziner es festgelegt und sich sicherlich auch was dabei gedacht.

lg glu

Beitrag von yasmina77 30.08.07 - 17:26 Uhr

Ich als Betroffende von Essstörungen hasse es, wenn gesagt wird, dass ja Alkohol- und Drogensucht etwas völlig anderes wie Essstörungen sind. Also im Grunde Essstörungen keine Sucht sind... #augen#augen#augen

Es sind ALLES Süchte und Süchte sind KRANKHEITEN, egal um welche Sucht es sich handelt!

Drogen oder Alkohol machen vielleicht eher physisch abhängig und SVV und Esstörungen psychisch, aber auch das kann man nicht verallgemeinern! Denn beides vermischt sich, auch hier ist es egal um welche Sucht es sich handelt...
Der eine Alkoholiker ist vielelicht eher körperlich abhängig, der andere eher psychisch...
Ausschlaggebend ist doch die URSACHE woraus die Sucht entsteht! WARUM man süchtig nach etwas ist...
Jede Magersüchtige wird bestätigen, dass Hungern zu einer Sucht wird! Anorexia nervosa (Magersucht), Bulimia nervosa ((Fr)ess-Brech-Sucht), Binge eating ((Fr)ess-Sucht) = man beachte mal die deutschen Bezeichnungen der Essstörungsarten ;-)

Sicherlich ein Thema, worüber man stundenlang diskutieren kann und eh nicht auf den gleichen Nenner kommt ;-) Jeder hat ne andere Sichtweise ;-)

Beitrag von betty_boop 30.08.07 - 17:41 Uhr

Definition Sucht

Zusammenfassend kann Sucht – ob mit oder ohne Drogen – definiert werden als unabweisbares Verlangen nach einem bestimmten Gefühls- Erlebnis- oder Bewusstseinszustand. Das Ziel von süchtigem Verhalten ist entweder, Lustgefühle herbeizuführen und/oder Unlustgefühle (Unruhe, Trauer, Wut etc.) zu vermeiden. Suchtursachen sind im Zusammenwirken der Faktoren Mensch, Gesellschaft und Suchtmittel zu beschreiben. Individueller Hintergrund ist eine Autonomiestörung, die als Selbstwertschwäche deutlich wird. Um von Suchtverhalten zu sprechen müssen die vier Merkmale Wiederholungszwang, Dosissteigerung, physische oder psychische Abhängigkeit und Entzugserscheinungen klar ausgeprägt sein.
© 2007 Landesstelle Berlin für Suchtfragen e.V



...bei Menschen die sich bspw. selbst verletzen, handelt es sich in der Regel um ein Symptom einer psychischen Störung ( ich schneide mich, um mich überhaupt spüren zu können).
Auch muss man sehr genau zwischen Sucht und Zwangserkrankung unterscheiden.
Ein wirklich komplexes Thema, das aber wissenschaftlich gut untersucht ist und somit nicht viel Raum für eigene Interpretationen lässt.


Grüsse Betty

Beitrag von gluecksbaerchi-ab 31.08.07 - 11:24 Uhr

aber auch beim svv gibt es unterschiede, wie Du sagst, manche tuen es um sich selbst wahr zu nehmen, andre um ihre wut auszulassen an sich selbst, oder sich selbst zu bestrafen..... aber so ist es denke ich, bei allen Süchten/Kranheiten. Jeder aus nem anderen Grund was aber alles auf eins hinaus läuft....