OP - Ja oder nein ?

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von kasa81 30.08.07 - 14:46 Uhr

Hallo ihr Lieben,

ich hätte gerne mal eure Meinungen zu folgender Sache :
Meine Tochter Lena (3einhalb) hat schon als Baby immer mehrere Mittelohrentzündungen im Jahr gehabt. Das ist bis heute so geblieben. Jetzt ist es so dass sie dadurch Flüssigkeit hinter dem Trommelfell hat die nicht mehr von alleine abfließen kann. Daher hört sie schlecht und sie spricht nicht so gut wie andere Kinder in ihrem Alter. Sie spricht halt undeutlich.
Unser HNO-Arzt hat uns nun empfohlen die Polypen entfernen zu lassen, Schnitte ins Trommelfell machen zu lassen und gleichzeitig Paukenröhrchen einsetzen zu lassen.
Er hat uns an die HNO-Klinik überwiesen und die haben auch empfohlen das machen zu lassen. Das Problem dabei ist dass meine Tochter eine angeborene Blutgerinnungsstörung hat. Das macht die OP natürlich sehr gefährlich. Sie müsste eine Woche im Krankenhaus bleiben(normalerweise wird das ambulant gemacht) und Lena würde einen Tag vor der OP und während der OP Blutplasma-Spenden bekommen. Die OP ist lebensbedrohlich falls Lena viel blutet. Aber wenn die OP nicht gemacht wird dann wird sie weiterhin schlecht hören und nicht richtig sprechen lernen. Die Ärzte sagen sie würde dadurch in der Schule zurückbleiben.
Mein Mann meint wir sollen die OP auf jeden Fall machen lassen. Aber ich bin mir so unsicher. Ich hab solche Angst...
Was würdet ihr tun ?

Vielen Dank für eure Meinungen.
Sandra

Beitrag von amorvincitomnia 30.08.07 - 15:38 Uhr

Die PR-OP besteht aus einem winzigen Schnitt, kaum größer als ein Stecknadelkopf, das Einsetzen der Röhrchen dauert nur wenige Minuten. Das Schlimmste an der OP sind die Eltern, sagen die HNOs. Und das stimmt auch (wir haben das mehrmals durch). Dafür kann sie wieder am normalen Leben teilnehmen. Die Polypen sollten auch mit raus, da besteht auch bei gesunden Kindern die Gefahr der Nachblutung. Deshalb wird das nur dann ambulant gemacht, wenn die Kinder in Wohnortnähe von einem Arzt versorgt werden können. So dramatisch, wie Du es darstellst, ist es nun auch wieder nicht. Wir haben jedes Mal hinterher im Ronald-McDonald-Haus übernachtet, falls wir eine Notversorgung brauchen. Ich kenne inzwischen durch unsere OPs mehrere Bluter verschiedenster Abstufungen, die ebenfalls diese OPs hinter sich gebracht haben. Ohne Probleme. Dein Mann hat eindeutig Recht!

Beitrag von danni64 30.08.07 - 19:55 Uhr

Hallo Sandra,

ich kann deine Bedenken verstehen und würde es erst einmal nicht machen lassen.

Wenn ich du wäre,würde ich mir einen Kia suchen,der auch Hömoöpathie macht,denn ich bin der Meinung,da muss nicht immer eine Op ran. Polypen würde ich auf keinen Fall rausnehmen lassen,denn fast alle Kinder bis zum 6.Lebensjahr haben Polypen. Zudem wachsen sie meistens sowieso wieder nach und das Nachbluten ist eine grosse Gefahr.

Ich weiss auch,dass die Blutplasma-Spende immer ein Risiko dar stellt,unser Vierjähriger hat als Baby auch eine bekommen. Wir mussten unterschreiben,damit die Klinik abgesichert war. Bei uns ist es Gott sei Dank gut gegangen und er hat das Plasma gut vertragen.

Ich kann deine Bedenken nachvollziehen und wäre auch in einer Zwickmühle,wenn ich an deiner Stelle wäre.

Bei uns in Dortmund gibt es einen HNO der mit Naturheilkunde arbeitet,vielleicht gibt es bei euch auch sowas. Die können manchmal eine Menge bewirken ohne Op. Google doch mal,vielleicht findest du ja einen in eurer Nähe.

Eine Op wäre für mich der letzte Schritt,wenn ich du wäre.

Das ist meine Meinung.

LG Danni !!!

Beitrag von janamausi 30.08.07 - 20:09 Uhr

Hallo!

Ich würde auf alle Fälle noch eine zweite Meinung von einem anderen HNO-Arzt einholen. Gibt es denn keine Möglichkeit, die Flüssigkeit hinterm Ohr anders wegzubekommen?

Ich kenne viele Kleinkinder, die schon Paukenröhrchen bekommen haben, aber die Polypen wurden dabei nicht entfernt. Auch kenne ich ein Kind, dass nachdem die Paukenröhrchen wieder rausgefallen waren, an einem Ohr die gleichen Probleme wie zuvor hatte.

Wenn deine Tochter immer noch ständig Mittelohrentzündungen hat und Antibiotika kriegt, kann ich dir eine Bakterienkur (Symbio Flor 1) empfehlen (Antibiotika schwächt die Darmflora und eine gesunde Darmflora ist wichtig für ein gutes Immunsystem und die Bakterienkur regeneriert die Darmflora). Bei uns hat diese Bakterienkur super geholfen und seitdem ist meine Tochter kaum mehr krank.

Wenn dich so eine Bakterienkur interessiert, sprech mal deinen Kinderarzt darauf an.

LG janamausi

Beitrag von rottweiler82 30.08.07 - 21:03 Uhr

hallo,


wir haben sie auch schon 2x mal durch und alles war halb so schlimm. da sschlimmste ist die Nakose beim Aufwachen. der rest alles super!


LG Nadine