Elterngeldspezies: Teilzeit nicht möglich, ALG wie berechnet?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von liese1301 30.08.07 - 21:28 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

nach dem Elterngeldgesetz steht es mir ja zu, in meiner Elternzeit auf Teilzeitbasis bei meinem Arbeitgeber arbeiten zu gehen...

Angenommen ich nehme jetzt 1,5 Jahre Elternzeit und möchte nun aber nach einem Jahr für 1/2 Jahr auf Teilzeitbasis wiederkommen.
Dies kann mir der Arbeitgeber aber aus wirtschaftlichen Gründen nicht bieten.

Dann kann ich ja mit dem Schreibem zum Arbeitsamt gehen und habe Anspruch auf ALG, richtig?
Frage: Nach welchem Gehalt berechnet sich das ALG? Nach dem Elterngeld oder nach dem letzten "richtigen" Gehalt? Schließlich zählt das Elterngeld ja nicht als Gehalt, oder?

Wäre Euch sehr dankbar über Antwort.

Liebe Grüße
Louise + #baby 30+4

Beitrag von sohnemann_max 30.08.07 - 21:46 Uhr

Hi,

normalerweise nach dem letzten richtigen Nettoeinkommen. Das sind dann - glaube ich - ca. 67 % davon.

Aber ich weiß nicht, ob Du tatsächlich Arbeitslosengeld bekommst - Du bist ja eigentlich nicht arbeitslos sondern nur im Erziehungsurlaub?!?!?!?

Ich kann da nur über mich erzählen und das ist wieder ne andere Konstellation:

Meine Elternzeit läuft nun ab. Ich muss ab September wieder ran. Meine alte Firma hat mir zwar einen Teilzeitjob geboten, jedoch habe ich mich anderweitig beworben und nun meinen Traumjob gefunden und gestern in meiner alten Firma gekündigt #augen.

Allerdings ist das nun ein 400 Euro Job. Da ich noch nie arbeitslos oder sowas war, dachte ich mir, naja gehste mal aufs Amt - irgendwie kriegt ja jeder was. Ich natürlich nicht wirklich #schock.

Ich kann mich zwar als arbeitslos melden, aber gleichzeitig bin ich dort dann als arbeitssuchend gespeichert. Bin und will ich ja aber nicht wirklich, will ja den Job machen und mir langen die 400 Euro nebenbei. Also krieg ich vom Amt Stellen angeboten wo ich mich auch bewerben muss! Verweigere ich dreimal, wird mir das Geld sofort gestrichen.

Fazit für mich: Da beisst sich die Maus in den Schwanz. Ich würde zwar für 12 Monate nach einer Sperrzeit von 3 Monaten (weil selbst gekündigt) Geld bekommen, muss mich aber anderweitig bewerben, obwohl ich nicht vorhab diese Stelle wieder an den Nagel zu hängen.

Einen 400 Eurojob darfste generell ausführen, jedoch muss dieser unter max. 15 Stunden sein.

Weiß ja nicht, ob Dir mein wirres Gerede was gebracht hat, aber ich habs trotzdem versucht.

Liebe Grüße
Caro mit Max 3 Jahre

Beitrag von liese1301 30.08.07 - 21:50 Uhr

Hallo Caro,

danke für Deine Antwort...

Man gilt dann schon als arbeitslos, weil man ja arbeiten wollte, aber der AG nicht in der Lage ist, einem die Stelle anzubieten.

Schließlich besteht ja der gesetzliche Anspruch auf Teilzeitarbeit in der Elternzeit...

Du würdest also auch sagen, daß man weiterhin diese 67% bekommt, denn Elterngeld ist sind ja auch 67%.

Liebe Grüße
Louise

Beitrag von hermiene 30.08.07 - 22:08 Uhr

Bist Du Dir sicher?? Dann könnte das ja jeder machen bei dem der Arbeitgeber nicht mit macht.....

Soviel ich weiß hast Du keinen Anspruch auf die Teilzeitarbeit sondern nur auf die Stelle die Du vorher hattest. Dieser Teilzeitanspruch betrifft den Fall, dass Du nach 3 Jahren wieder Anspruch auf Deine Vollzeitstelle hast obwohl Du Teilzeit gearbeitet hast bzw kannst Du nach einigen Monaten wieder in Elternzeit gehen.

Aber frag doch einfach mal das Arbeitsamt - dafür sind die ja zuständig ;-)

LG,
Hermiene

Beitrag von sil_fide 30.08.07 - 22:49 Uhr

So nun frage ich mich wieso du überhaupt zu ARGE gehst. Es gibt doch noch andere Möglichkeiten. Wohngeld zum Beispiel.

Wäre ne Anfang...

Beitrag von dianamadlen 31.08.07 - 09:19 Uhr

hallo erstmal,

also, alg steht dir nach der geburt nicht zu, da du ja in elternzeit bist, bist du nicht vermittelbar.
also spielt dein gehalt auch keine rolle.
was du aber machen kannst, ist, alg2 zu beantragen, es wird dir wahrscheinlich auch nichts anderes übrig bleiben.
dann sieht das so aus:

bist du alleinerziehend, dann erhälst du 345€ regelsatz,
wenn nicht dann wird das einkommen deines partners mit angerechnet, dann sieht´s meistens auch schlecht aus.

hier mal eine kleine rechnung für alleinstehende:

regelsatz 345€
mehrbedarf für alleinerziehung pro kind 12% des regelsatzes
+ miete
+regelsatz für kind 207€
-----------------------------------------
gesamtbedarf

davon werden aber abgezogen:
unterhalt
kindergeld
erziehungsgeld (alles über 300€)
ich hoffe ich konnte dir helfen