Sollen wir sie (wieder) bei uns schlafen lassen?

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Forum: Schlafen

Bitte, Baby, schlaf jetzt ein: Manches Neugeborene macht die Nacht gern zum Tag. Hier könnt ihr Trost nach schlimmen Nächten finden und euch gegenseitig Tipps geben, wie ihr Baby zu einem guten Schläfer wird.

Beitrag von flatzke 30.08.07 - 22:15 Uhr

Hallo!

Mein Bauch-Gefühl hat mich verlassen #schmoll und deswegen leihe ich mir hiermit mal Eures ... ;-)

Also, Luana ist 17 Monate alt und war bisher eine ganz unkomplizierte Schläferin #freu. Seit sie 10 Monate ist, schläft sie durch und ich konnte sie bis vor Kurzem wach ins Bett legen und innerhalb von Sekunden wa sie eingeschlafen. #freu

Dann hat sie von heute auf morgen angefangen wie am Spiess zu brüllen #schrei, wenn ich sie ins Bet legen wollte. Es klang so, als würde sie um ihr Leben brüllen #schock. Sie stand da in ihrem Bett, streckte die Arme hoch und brüllte in einer Tonlage die ich bisher noch nie bei ihr gehört habe.
Ich habe sie dann ins Ehebett geholt, weil diese Schreierei für mich echt nach Ängsten klang. Vor der Dunkelheit, vor dem Alleinsein - ich weiss es nicht. #kratz

Naja, aus einer Nacht im Ehebett wurden Zwei, aus Zwei wurden Drei und ZACK hatte sie sich dran gewöhnt. Wir haben sie dann auf die sanfte Tour versucht zurück an ihr Bett zu gewöhnen, was gar nicht klappte. Sie fing wieder an "um ihr Leben" zu brüllen.

Dann stand unser Urlaub und wir haben sie die letzten Tage zu Hause wieder bei uns schlafen lassen. Im Urlaub hat sie auch bei uns geschlafen.
Nach dem Urlaub sollte sie dann wieder in ihrem Bett schlafen - wie als wäre es nie anders gewesen ... ;-)

Hat natürlich nicht geklappt. Wir haben sie mehrere Tage in ihrem Bett gelassen mit dem Ergebnis, dass es immer schlimmer wurde #augen. Sie war nie alleine, ich war immer bei ihr, aber sie hat sogar in meiner Gegenwart gebrüllt als wolle man sie abschlachten.
Ist sie dann nach Stunden doch eingeschlafen, ist sie beim kleinsten Floh-Husten aufgewacht und die Brülerei ging von vorne los. #gaehn
Sie ist zwar eingeschlafen wenn ich an ihrem bett sass, aber hat max. 30 Minuten geschlafen. Rausschleichen ging fast gar nicht, sie ist sofort aufgewacht und hat geguckt ob Mama noch da ist.

Und jetzt? Ich bin eigentlich ein Gegner von Kind-im-Ehebett, denn da mach ICH die halbe Nacht kein Auge zu. Hab ständig ein Fuss im Gesicht oer in meinem eigenen Bett kein Platz.

Aber sollten wir sie doch wieder zu uns holen? Oder mag sie vielleicht nur das Gitterbett nicht mehr? #kratz

Ich weiss echt grad nicht weiter. Letzte Nacht hab ich 4,5 Stunden geschlafen und die restliche Zeit versucht Luana in IHREM Bett zum schlafen zu bewegen.

Mein Bauchgefühl hat mich echt verlassen ..... #schmoll

Schonmal #danke ud viele Grüsse,
Dorthe + Luana (17 Monate)

Beitrag von tekelek 31.08.07 - 06:50 Uhr

Hallo Dorthe !
Uns ging es ähnlich als Emilia ca. 1 Jahr alt war. Ich wollte sie nicht in unserem Bett haben, genau aus denselben Gründen wie Du, also haben wir ihr einfach ein normales, großes Bett gekauft, in dem sie seitdem schläft (mittlerweile im Stockbett in der oberen Etage, unten schläft bereits seit 2 Monaten ihr kleiner Bruder !).
So konnte ich mich bequem zu ihr legen und mußte mich nicht ins Gitterbett runterbücken (außerdem war ich zu dem Zeitpunkt schon wieder schwanger), sie schlief wesentlich besser und wacht seitdem nur noch sehr, sehr selten in der Nacht auf - meist wenn sie tagsüber zu wenig getrunken hat und einen Schluck Wasser braucht.
Sie hatte auch nie wieder das Bedürfnis, zu uns ins Bett zu kommen, da wir immer zu ihr kommen und dort genauso viel Platz zum Kuscheln ist.
Probiert es doch mal aus. Wir bestellen uns demnächst das "Billi-Bolli"-Bett für unsere Kinder - vielleicht wäre das auch was für Euch ? Ist ein sehr stabiles Holzbett, das man als Einzelbett, Hochbett, Etagenbett u.s.w. ... aufbauen kann, außerdem gibt es massenhaft hübsches Zubehör, vom Steuerrad oder dem Schaukelteller, bis hin zum Kaufladen.
Vielleicht wird dann ihr eigenes Bett wieder interessanter, vor allem wenn Ihr dann öfter zu Besuch kommt und mit ihr kuschelt #liebdrueck
Liebe Grüße,

Katrin mit Emilia-Sofie (fast 32 Monate) und Nevio (am Montag 1 Jahr)

P.s.: Die Betten kannst Du Dir unter www.billi-bolli.de anschauen ! Wachsen mit vom Babyalter bis ins Jugendalter, wir fanden das sehr praktisch ...

Beitrag von stephanie.harkort 31.08.07 - 09:33 Uhr

Hallo

Unsere Kleine ist 18 Monate alt UND irgendwie kenne ich Eure Geschichte ;-)

Wobei WIR alle im Familienbett schlafen und es für uns o.k. ist.

TROTZDEM ist zur Zeit eine (wieder) schwierige Zeit "ausgebrochen".

Lernt Eure Tochter vielleicht auch gerade sprechen (bzw. bezeichntet immer mehr Dinge/Gegenstände)?

Daran könnte es nämlich liegen.....wurde mir so gesagt und bei ihr würde es gut passen.

Tipp (vielleicht hilfreich):
Wir haben ihr Gitterbett bei uns am Bett stehen (eine Seite abgeschraubt). Klappt prima (WENN sie dann mal eingeschlafen ist) UND wir haben Platz ;-)

Liebe Grüße
Stephi

Beitrag von b.a. 31.08.07 - 09:46 Uhr

Huhu, willkommen im Club. Wir haben 2 Kinder und die bei der ersten war das schon nicht so doll mit in eigenem Bett pennen. Aber wir haben es irgendwie geschafft. Na ja, aber bei Anna unserer zweiten, sie ist inzwischen fast 1 Jahr , ist es wie bei Euch. Abgesehen davon, daß sie bisher nicht durchgeschlafen hat. Also hier meine Erfahrung. Wenn es für Euch okay ist, baut noch ein Bett an Eures dran (wir haben inzwischen 4 Matratzen auf Lattenrost auf dem Boden). Dieser Vorschlag wurde ja hier auch schon mehrmals gemacht und auch ich schließe mich dem an. Vielleicht braucht Eure Maus Euch jetzt einfach wieder mehr und warum schlägst Dir nur um das Kind in seinem Bett schlafen zu lassen die Nächte um die Ohren. Dann lieber mit Kind im Schlafzimmer und eine ruhige Nacht, ganz ehrlich. Denn nur so bist auch ausgeschlafen und fit für den Tag mit Kind. Sonst bist doch auch gereizt von der Müdigkeit. Irgendwann wird sie schon noch im eigenen Bett schlafen. Und vor allem, wenn sie mal älter ist, kann man es dem Kind auch viel besser erklären, wenn es alleine schlafen soll. Das nichts passiert, ihr ja da seid und und und. Wobei, Ihr schlaft ja auch nicht alleine ... :-)

Beitrag von barbarella1971 31.08.07 - 21:40 Uhr

Hallo Dorthe,
wir haben den Kampf um den eigenen Schlafplatz nach 3 Jahren aufgegeben. Die ersten 2,5 Jahre wars ein ständiges Ausprobieren und Tricksen und Methoden ausprobieren. Seit unsere Tochter sich verständlich machen kann und uns klar sagt, dass sie alleine Angst hat und auch über ihre Fantasien reden kann, haben wir aufgehört, sie zum allein schlafen zu zwingen. Sie hat schlichtweg ANGST. Ich hab mich auch beraten lassen (in der Schweiz gibt es Mütterberatungszentren). Dort hat man mir gesagt. dass gerade zwischen 2 und 4 Jahren wesentlich mehr Kinder im Elternbett schlafen als im Babyalter. Sie hat mir empfohlen, meiner Tochter nachzugeben, falls es für uns nicht wirklich schlimm ist. Mittlerweile haben wir uns beide sehr gut daran gewöhnt, mit Kind zu schlafen. Auch unsere Tochter ist mittlerweile so ruhig geworden, dass sie nicht mehr stört. Wir haben noch ein Ausweichfuton im Arbeitszimmer liegen, voll eingebettet, dass auch mal einer allein pennen kann (auch für andere Bedürfnisse eignet sich dieses Ausweichquartier bestens, sobald das Kind mal eingeschlafen ist...)
Mit dem zweiten Krümel werden wir uns von Anfang an keinen Durchschlaf- und Kinderbettchenstress machen. Seit unsere Tochter mit uns schläft, können endlich alle durchschlafen.
Probiers hat mal aus, und versuche es nicht als Versagen zu sehen, sondern als mögliche Variante, die auf der halben Welt praktiziert wird...

LG, Barbara

Beitrag von flatzke 31.08.07 - 22:40 Uhr

Danke! Deine Zeilen und vor Allem der letzte Satz lesen sich sehr schön. #liebdrueck
VERSAGEN - ja genau die Angst hab ich. Die andere halbe Welt, deren Kinder alleine schläft, kann nämlich ziemlich böse und verletzend sein. #schmoll

DANKE! #herzlich

Beitrag von barbarella1971 03.09.07 - 00:26 Uhr

Wie würde meine kleine Tochter dazu sagen: "teik it iisy!"
Übrigens, ich erzähle einfach keinem, wie und wo unsere Tochter schläft. Eigentlich nur die Grosseltern, bei denen sie öfters übernachtet, wissen es. Meine Mutter schläft dann jeweils im Gästezimmer neben dem Juniorbett, das für die Enkel dort steht.
Solange wir uns zum Einschlafen nicht neben sie legen müssen, können wir alle ihr Nicht-allein-schlafen mittlerweile gut akzeptieren. Manchmal will sie das zwar gerne, aber wir sagen dann einfach, was wir noch machen müssen/wollen, ehe wir auch schlafen kommen. Das akzeptiert sie gut.

Liebe Grüsse, Barbara