nur noch 1 jahr Erziehungsgeld und dann...

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von medeja 31.08.07 - 13:50 Uhr

Hallo!

Wir bekommen auf 2 Jahre die 300 Euro Erziehungsgeld. jetzt mache ich mir aber schon darüber Gedanken wie es danach weiter gehen soll. Mein Mann geht morgens um 7 uhr aus dem Haus und kommt meist abends erst so gegen 20 Uhr wieder, da er weiter weg arbeitet...
Aus diesem Grund habe ich schon mal den ganzen tag kein Auto, hinzu kommt das wir Ländlich wohnen und die Bussverbindungen lassen zu wünschen übrig!
Ich weiß noch gar nicht was ich machen soll wenn das Erziehungsgeld wegfällt... wir haben noch keinen Kitaplatz für unseren kleinen und ich würde wenn der kleine in der Kita ist ja auch gerne wieder arbeiten gehen! nur weiß ich nicht wie ich das alles anstellen soll, da wir hier so blöde wohnen und kein geld für ein 2. Auto da ist...!
Der kleine müssteirgendwie in die Kita kommen und ich müsste danach zur Arbeit fahren...
Wie wäre das den dann mit dem Arbeitsamt, wenn ich Arbeitslos würde, weil mein kleiner nicht betreut werden kann, wegen mangel an Kitaplätzen#schock
Wo würde ich noch geld her bekommen? Ich meine es würden uns 300 Euro fehlen! und das ist ja schon ne Menge!#gruebel

Hoffe ihr habt mich verstanden, ist ein bisschen schwer zu erklären#hicks

Ich habe halt angst das danach nichts mehr läuft und wir nicht mehr um die Runden kommen#schmoll

Vielen lieben dank für eure antworten

Beitrag von sissy1981 31.08.07 - 14:13 Uhr

Hat dein Mann die Wochenenden frei? Dann geh doch da arbeiten?

ALG1 stünde dir zu wenn du dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehst, dazu müsste aber natürlich eine Betreuung her. Wende dich hierfür ans Jugendamt, die können dir einen Hortplatz/Tagesmutter etc. vermitteln.

Wenn ihr unter dem Existenzminimum lebt, dann könntet ihr noch ALG2 bekommen - allerdings würde euch das dan auch jetzt schon zustehen - da Erziehungsgeld nicht angerechnet wird.

Wenn du nur 2 Jahre Elternzeit genommen hast - und nun Angst hast, dass das nicht reicht kannst du aber das 3. Jahr noch dranhängen - so bleibt dir deine Stelle sicher und in 12 Monaten findet sich bestimmt was.

Beitrag von medeja 31.08.07 - 14:19 Uhr

Hallo!

Ich habe ja nur die 2 jahre Elternzeit, da ich vorher meine Ausbildung beendet hatte... und da übernehmen sie dich ja nicht...
Nein Alg 2 hatten wir damal schon nicht bekommen, dass Problem bei uns ist mein mann verdient zwar 1100 Euro netto aber davon gehen schon im Monat 250 Euro nur an Sprittkosten ab...und das ist ne menge!!:-( Er findet leider nichts anderes und muss die fahrt in kauf nehmen.
und er muss auch immer am samstag arbeiten. Er bekommt dafür immer einen anderen tag in der Woche frei... Sonntags muss er auch manchmal arbeiten, wenn saison ist und der laden auf hat...

Beitrag von sissy1981 31.08.07 - 15:15 Uhr

Du hast - selbst als Arbeitslose, das Recht die ersten 3 Jahre des Kindes Elternzeit zu nehmen - nur natürlich ohne Bezhalung - und wenn du eh nicht übernommen worden bist - hast du zumindest keinen Job zu verlieren - so hatte ich es anfangs verstanden.

DIe Arbeitszeiten sind natürlich doof - kenne ich aber, bei meinem Mann bedeuten freie Tage auch nicht, dass diese deshalb aufs WE fallen :-(


Aber wie gesagt wende dich ans Jugendamt, die können dir mit der Betreuungfrage helfen.

Beitrag von kathrincat 31.08.07 - 15:17 Uhr

du kannst die 300 euro auf 2 jahre verteilen also 150 im mon., aber wenn du nur 300 bekommst warst du ja auch vor der geburt nicht arbeiten. dein mann kann ja vielleicht mit einen arbeitskol. fahren. kinder geld bekommt ihr ja auch weiter. du kannst ja vielleicht auch tagesmutter machen?

Beitrag von sissy1981 31.08.07 - 15:33 Uhr

Sie schreibt Erziehungsgeld - da waren die Vorraussetzungen/Bezugsdauer etc. noch ganz anders als heute beim Elterngeld

Beitrag von doppelherz 31.08.07 - 17:02 Uhr

Hallo,

ich habe genau die selbe Situation - sehe das Ganze aber nicht so dramatisch.

Auch wir wohnen ländlich, wir haben kein 2. Auto und werden uns auch keins anschaffen und auch ich muss nach der Elternzeit wieder arbeiten. Alles ist aber von langer Hand geplant und ich kann dir nur raten, dich schleunigst an eben diese Planung zu machen.

Bei mir sieht das so aus: Ich arbeite bereits seit zwei Jahren (bin bereits seit 2 Jahren in Elternzeit mit meiner Tochter, jetzt in neuer Elternzeit mit unserem 5-Monate alten Sohn) für meinen Arbeitgeber von daheim aus auf 400-EUR-Basis (mache Verkauf via Telefon). Ab nächste Woche arbeite ich zwei Wochen in Vollzeit vor Ort als Krankheitsvertretung, nehme den Kleinen mit (weil er noch vollgestillt wird) und meine Tochter wird eine Woche vom Vater (hat praktischerweise gerade Urlaub) und die andere Woche von den Omas betreut (die im übrigen auch locker 2 Std. entfernt von uns wohnen, was natürlich auch wieder ein organisatorischer Aufwand ist). Wenn das gut läuft, werde ich auch häufiger als Vertretung (z.B. in Urlaubszeiten) zur Verfügung stehen.

Zur Firma hin komme ich auch nur mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und die sind auch bei uns verdammt blöd. Ich muss ab Montag jeden Morgen um 05:15 Uhr aufstehen, um rechtzeitig bei der Arbeit zu sein und werde nicht vor 19:30 Uhr daheim sein! Klingt hart und wird es vermutlich auch sein, aber das ist es mir wert. Zum einen von der klingenden Münze her und zum anderen, weil mein Chef sieht, dass ich Einsatz zeige und mir sicher künftig die Arme auf halten wird ;-).

Was ich dir mit all dem sagen will: Zuckerschlecken darf man nicht erwarten! Auch und gerade als Mutter nicht. Wir haben es schon schwer genug, überhaupt was auf dem Arbeitsmarkt zu finden. Von daher kann ich dir nur dazu raten, von langer Hand deine Berufstätigkeit nach der Elternzeit zu planen, auch ohne Auto mobil zu bleiben (sprich: wenn die Öffis so blöd sind wie bei uns, die Situation eben hinnehmen und längere Fahrtzeiten einplanen) und möglichst jetzt schon irgendwas kleines nebenbei zu machen, um drin zu bleiben - dann fällt es auch sehr viel leichter, richtig einzusteigen.

Alles Gute für dich von
Simone #blume

Beitrag von mausdd 31.08.07 - 21:29 Uhr

Die Arbeitszeiten würden mich nicht stören - WENN - ich alleine wäre; es ist zwar nur als Vertretung, und somit begrenzt, aber was würdest du machen wenn du jeden Tag diese Arbeitszeiten hast? Was hast du noch von deinen Kindern? Oder was haben deine Kinder noch von dir?
Wenn ich mir überlege, ich würde bei der Arbeitszeit meine Kinder gar nicht sehen, denn die stehen früh erst 7:00 Uhr auf und gehen 19:00 ins Bett.
Nein, das wäre es mir nicht wert.

Beitrag von blondie77 01.09.07 - 15:55 Uhr

Hallo, habt ihr mal über einen Umzug nachgedacht?
Wäre es nicht möglich in den Ort zu ziehen wo dein Mann arbeitet?
So könntet Ihr die Benzinkosten vielleicht schon wieder einsparen.

Gruß Blondie

Beitrag von hoeppy 04.09.07 - 21:15 Uhr

Hallo,
Deine Frage ist zwar schon ne Zeit her, doch ich muss Dir nun doch mal antworten.

Du schreibst, dass Dein Mann 1100 Euro netto hat und ihr seit drei Personen, wenn ich es richtig verstanden habe. Wir sind mittlerweile zu viert, aber ich weiss folgendes noch aus der Zeit, als wir zu dritt waren:

Mein Mann hat 1100 euro über eine Zeitarbeitsfirma netto verdient und wir haben trotzdem von der ARGE noch ergänzendes ALGII bekommen. Das waren etwa 350 Euro im Monat von der ARGE. Dazu habe ich dann noch Kindergeld und Erziehungsgeld gehabt.

Und mein Mann hatte einen Arbeitsweg von 10-15km einfach.

Warum bekommt ihr dann kein Ergänzendes ALGII???

Ich würde mich da mal schlau machen.


LG Mona