Arbeitsvertrag. Chef weiß von SS nichts

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Beitrag von s-u-s-a-n-n-e 31.08.07 - 15:09 Uhr

Hallo Ihr lieben,
folgendes Problem.

Ich habe derzeit ein Beschäftigungsverhältnis von 20 Std./Wo. und bin noch Studentin.

Habe das Angebot ab Oktober für 40 Std./Wo. zu arbeiten. Ich möchte auch weil ich das Geld ja brauch.

Problem: Wir hatten gerade 3 Schwangere und mit zweien hatten sie ziemlichen Stress.
Mein Chef fragte dann bei der Gehaltsverhandlung ob ich vorhätte ein Kind zu bekommen in nächster Zeit.
Denn sowas könnten sie nicht wirklich gebrauchen.

Was soll ich tun. Auf das Arbeitsklima pfeifen und die Stelle nehmen und erst dann sagen, dass ich Schwanger bin? Und nach dem Erziehungsurlaub keine Arbeit haben. Oder.
Es vorher sagen und eventuell die Stelle nicht bekommen?

Bin im Oktober ja dann auch schon im 3. Monat

Beitrag von judith81 31.08.07 - 15:13 Uhr

Hi,
ehrlich ich weiß nicht was ich dir da raten soll, weil ab der 10. SSW hatte ich mega mit Übelkeit/Erbrechen zu tun. So, dass ich jetzt seit der 13. SSW krankgeschrieben bin ......also wenn ich nach mir jetzt geh, sag ich - lieber gleich sagen. Aber jedem gehts ja da anders!
Lg
Judith
morgen Halbzeit *Freu*

Beitrag von eva-marie 31.08.07 - 15:14 Uhr

Das ist ja schwierig zu beantworten.

Würdest du denn die 20 Std. auf jeden Fall behalten, wenn du nach der Elternzeit wieder anfängst?

Und ist dein Vertrag befristet?

Wenn du die 40 Std. annimmst ( und diese nicht befristet sind) und nach der ETZ wieder kommen möchtest, hast du ja sogar Anspruch auf die 40 Std. nach der ETZ.

Ich würde danach entscheiden, ob du nach der Elternzeit wieder kommen möchtest.

Wenn dir danach 20 Std. reichen würde ich bei deinem Chef mit offenen Karten spielen. Vielleicht lässt er sich ja trotzdem erstmal auf die 40 STD ein, weil du ehrlich warst.

Beitrag von s-u-s-a-n-n-e 31.08.07 - 15:23 Uhr

Ich habe einen unbefristeten Vertrag. Und gehe somit auch ein unbefristeten Vertrag mit 40 Std. ein.

Ich bin momentan in der 6. Woche und habe erst am Montag einen Termin beim FA. Es ist noch nichts offiziell. Ich wollte es erst sagen wenn es amtlich ist.

Jetzt hab ich das Angebot mit den 40 Std.
Wenn ich nichts sage habe ich zumindest meinen finanziellen Hintergrund abgeklärt. Und sie werden mich nach dem Elternurlaub kündigen. Ich hab ja immerhin kein Anspruch auf ewige Weiterbeschäftigung.

Wenn ich es jetzt sage, geh ich das Risiko ein die Stelle nicht zu bekommen und auf 20Std. sitzen zu bleiben. Dann muss ich mir einen zweitjob suchen. Weil das Geld nicht reicht.

Kann aber auch sein, dass sie mir die Stelle trotzdem geben. Kann ich mir aber momentan nicht vorstellen bei dem Theater was sie mit der anderen veranstaltet haben. Sie haben sie sogar gedrängt selbst zu kündigen etc.

Beitrag von stiena 31.08.07 - 15:15 Uhr

Ganz erhlich du musst es Ihm so oder so sagen das du schwanger bist und das hättest du ihm schon sagen sollen#augen vorallem wenn du dann schon im 3 monat bist wenn du anfängst

Beitrag von s-u-s-a-n-n-e 31.08.07 - 15:25 Uhr

Ich habs ja nochnichtmal gesehen. Erst wenn ich den Mutterpass habe ist für mich der Zeitpunkt da an dem ich auf Arbeit bescheid geben würde. Bin grad mal in der 6. Wo. (Was ja schon der 2. Monat ist)
Man muss es auch nicht sagen. Im Gesetz steht "sollte"

Beitrag von manavgat 02.09.07 - 12:14 Uhr

Gesetz ist: zu Beginn des Mutterschutzes musst Du es mitteilen. Vorher nicht. Lass Dir nichts einreden!

Gruß

Manavgat

Beitrag von mienele 31.08.07 - 15:16 Uhr

Hmmm schwierig!

Du kannst auf dein Gewissen hören und es gleich sagen.

Du kannst sagen das du nicht Schwanger bist...aber Kinder willst.

Du kannst die Unwissende spielen und so tun als wüstest du noch nix von deiner Schwangerschaft und sagt auch das du das eigentlich nicht planst Schwanger zu werden.

Die möglichkeiten hast du.

Hmm!
Es ist echt schwierig und die entscheidung musst du treffen!
Wenn du nur auf dich hörst und das Geld wirklich sehr benötigst....und das mit deinem Gewissen ausmachen kannst ...dann nehm die dritte Möglichkeit.
Mach das ...was dir richtig scheind. Hör auf dein Gefühl.

Liebe Grüße Jasmin

Beitrag von dienase23 31.08.07 - 15:22 Uhr

hi also erkundige dich erstmal mit dem gesetzt wie das ist also wann du es dem chef sagen müsstest, weil du es ja selber schon weiß und ja sicherlich auch schon ein mutterpass besitzt...
wenn das keine rolle spielt, wann du es deiner firma sagen muß, dann würde ich eiskalt zuerst mein vetrag unterschreiben und dann paar wochen später es den mitteilen...
bei mir war das so das ich eine kündigung bekommen habe 1 tag nach dem ich meinen mutterpass bekommen hab also es offiziel wurde, natürlich war dann die kündigung unwirksam,weil ich ja schwanger war und es den gesagt habe...und jetzt eiskalt lasse ich mich die ganze zeit krank schreiben...die haben ja auch nicht an meine zukunft gedacht als sie mich kündigen wollten obwohl ich vorher viel für die firma geopfert habe und jetzt ist mir die firma sowas von schei....egal..ich bin dauer krank#freu
;-)denk immer zuerst an dich mein rat...

LG dienase 17+5

Beitrag von carabinchen82 31.08.07 - 15:29 Uhr

SIe hat ihren Mutterpass noch nicht, da sie erst in der 6. WOche ist.

Beitrag von blondesgift81 31.08.07 - 16:04 Uhr

Darf man denn noch keinen Mutterpass in der 6SSW haben?
Denn ich habe meinen bei 5+4 bekommen....Hmmm
Lieben Gruß
Mary

Beitrag von s-u-s-a-n-n-e 31.08.07 - 15:29 Uhr

Ja, hab ich auch anfangs gedacht.
Aber...
wenn ich es irgendwie auf kooperativem Weg lösen kann habe ich evtl. nach meinem Erziehungsurlaub auch noch einen Arbeitsplatz. Ist ja auch was wichtiges. Irgendwo muss ja nachher auch das Geld her kommen.

Im Normalfall würde ich es sagen und dann Verhandeln.

In diesem Fall sind meine Chefs so negativ vorbelastet, dass die bei dem Wort Schwanger schon gleich rot sehen.

Beitrag von dienase23 31.08.07 - 15:35 Uhr

also deine schwangerschaft ist ja noch nicht offiziel also muß du es den auch noch nicht sagen..
1.wenn du es nicht sagst hast doppelt soviel geld im erziehungsurlab weil du ja vollzeit arbeitest dann bis zu deiner entbindung das macht fast 70% des geldes aus....

2. wenn du einen unbefristeten vetrag hast können die dich nicht kündigen auch nicht nach deinem erziehungsurlaub
also hast du dein arbeitsplatz sicher...es wäre echt jatzt.."blöd" von dir wenn du es sagen würdest und den vetrag nicht gleich unterschreibst...

grußdienase23

Beitrag von klau_die 01.09.07 - 08:20 Uhr

"wenn du einen unbefristeten vetrag hast können die dich nicht kündigen auch nicht nach deinem erziehungsurlaub "

Natürlich können "die" das - unbefristet heißt ja nicht unkündbar. Es gibt ne Schonfrist von 3 (oder 4?) Monaten nach Erziehungsurlaub und dann kann gekündigt werden, ob man nun ein Kind hat oder nicht.

Gruß,

Andrea

Beitrag von goforgold 31.08.07 - 20:28 Uhr

Du bist garantiert die Erste die 3 Monate nach Ablauf des Elterngeldes die Kündigung bekommt. Toller Erfolg!


Hornberger Schiessen nennt man so ein Verhalten!

Beitrag von kathrincat 31.08.07 - 15:31 Uhr

ehrlich er kann dich nach dem erziehungurlaub auch raus schmeissen, ist den meisten meiner freundinnen so gegangen, ein grund findet sich schon.
pfeif darauf und nimm den job an so hast du wennigsten schon gearbeitet vor dem kind und vielleicht findest du dadurch ja hinterher besser einen neuen job als wenn du gleich von studium zu haus warst.
und mal so gesehen, er hätte dich nicht fragen dürfen ob du kinder willst. und die ersten 12wochen sagt man ja nix auf arbeit, weil es die krit. fasse ist.

Beitrag von blondesgift81 31.08.07 - 16:07 Uhr

Wieso sagt man in den ersten 12 Wochen nix??? Wer hat dir denn sowas erzählt. Ich habe es bei 4+6 auf der Arbeit erzählt.
Wenn du ne FG hast, dann erfährt ja eh jeder davon. Und es kann auch in der 39SSW noch was passieren, also von daher völliger Schwachsinn vor der 12.SSW nix zu sagen, denn "ehrlich währt am längsten"!!!
Lieben Gruß
Mary

Beitrag von ladyalia77 31.08.07 - 16:30 Uhr

Man sagt es nicht,weil dich keiner zwingen kann es zu sagen. Nur wenn du den vollen Schutz als Schwangere haben möchtest mußt du es sagen. Im Gesetz steht man "sollte" es aber man "muß" nicht! Man darf sogar lügen bei Vorstellungsgesprächen, wenn gefragt wird, ob man schwanger ist, denn das und auch die Frage zu stellen "wollen sie Kinder" ist verboten!

Also ich würde unterschreiben, sofort, und dann bis zum Mutterschutz arbeiten, sind doch noch einige Monate. Und sie hat die SS ja noch nicht mal richtig bestätigt bekommen! Es ist eine Privatsache und geht keinen was an, schon gar nicht den Chef. Erst wenn sie Mutterschutz/Kündigungsschutz braucht muß sie es wirklich sagen, damit sie und das Kind geschützt sind.

lg
Janine 13+3

Beitrag von blondesgift81 31.08.07 - 17:07 Uhr

Sagen muss sie es nicht, wenn sie damit leben kann. Ich könnte das ehrlich gesagt nicht...
Klar hat sie nen Vorteil dadurch, aber wenn man selbst AG wäre, dann würde man die Sache anders sehen.
Sie muss es letzendlich selbst entscheiden.
Lieben Gruß und schönen Tag noch.
Mary

Beitrag von kathrincat 31.08.07 - 17:07 Uhr

von einer fg würden die nix erfahren, wenn du es nicht erzähltst und es geht die auch nix an!

Beitrag von summer3103 31.08.07 - 17:22 Uhr

Haeh? #kratz

Das ist ja irgendwie unlogisch: Wenn sie jetzt in der 6. SSW von ihrer SS erzaehlt und dann bis zur 12. SSW (Gott verhuete!) doch eine FG/ MA hat, wuerde es jeder erfahren... Wenn sie dagegen bis zum 3. Monat schweigt, koennte es ja wohl niemand erfahren, wie und woher auch...? #kratz

Ich persoenlich, wuerde meine Entscheidung einzig und alleine daran festmachen, ob ich diesen Job gerne und in einem guten Arbeitsklima, sowohl vor dem MuSchu, als auch nach der EZ ausfuehren moechte.

Wenn sie es zur Vertragsunterzeichnung verschweigt, werden sich ihre Chef's sicherlich hintergangen fuehlen und das Arbeitsklima und Vertrauen ist dahin...
Natuerlich kann sie ihren Chefs beweisen, dass eine SS einer sorgfaeltigen und pflichtbewussten Arbeitsweise nicht im Wege steht - aber so etwas weiss man ja im voraus nicht...

LG,

Summer.

Beitrag von klau_die 01.09.07 - 08:23 Uhr

"und mal so gesehen, er hätte dich nicht fragen dürfen ob du kinder willst. und die ersten 12wochen sagt man ja nix auf arbeit, weil es die krit. fasse ist. "

Ja sicher darf er das fragen. Okay, man muß nicht arbeiten, aber verpfllichtet sich auch mit Unterschreiben des Vertrages, im Sinne des Unternehmens zu handeln. Ich hätte da moralisch ganz gewaltige Probleme und kann verstehen, warum AG ungern Frauen im kritischen Alter einstellen.

Es gibt keine Regelung, 12 Wochen die Schwangerschaft zu verschweigen, ob es nun ne kritische Phase ist oder nicht. Es ist nur fair, so früh wie möglich Bescheid zu sagen, damit der Arbeitgeber sich drauf einstellen kann.

Beitrag von klau_die 01.09.07 - 08:24 Uhr

sorry, man muß "nicht antworten", nicht, "nicht arbeiten"

Beitrag von kathrincat 01.09.07 - 10:32 Uhr

er darf es nicht fragen, genau so wennig wie die fam. planung ausschaut. und man darf lü. bei der frage, da sie nicht rechtens ist! und arbeiten muss man schon, höchstens man wird krankgeschrieben. man muss den ag auch nicht sagen das man schwanger ist, wenn man es nicht sagt hat man nur nicht den schutz einer schwangeren.

Beitrag von anjulia 31.08.07 - 15:48 Uhr

es klingt zwar irgendwie skrupellos aber wenn dir der job sehr wichtig ist (nach dem studium ist es schon plausibel), dann tu so, als ob nix wäre.
fragen nach einer ss sind sowieso nicht zulässig, im zweifelsfall ist es der firma ja auch völlig egal wie es dir geht (stichwort überstunden), und in den ersten 12 wochen haben es schon viele nicht gemerkt oder geglaubt. es kann dir hinterher keiner nachweisen, dass du es schon wusstest. den mutterpass darfst du halt nicht mitnehmen auf die arbeit, damit ihn keiner sieht.

wenn du vom gewissen her arge probleme damit hättest, ist es halt blöd. dazu kommt noch, dass es bei z.b. so war, dass es mir in den ersten 12 wochen ziemlich scheiße ging (auch schmierblutung --> bettruhe 2 wochen) und ich teilweise nicht arbeiten konnte. das wirft natürlich fragen auf ... wenn es um einen eher stressigen job geht, würde ich es mir ehrlich gesagt nicht unbedingt zumuten, denn dann darfst du dir eh keine schwächen erlauben.

eine freundin von mir hat nach 1 jahr arbeitssuche den job angenommen, auch wo sie schon wusste, dass sie schwanger ist. sie hat es für ihr selbstbewusstsein wirklich gebraucht ... die firma konnte dann ja auch nicht mehr wirklich was sagen.

kurz und gut - die frage ist, womit DU am besten leben kannst. nur das ist wichtig!
lg
anjulia
14. ssw

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