Was hat er bloß?

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von zanahoria 31.08.07 - 19:53 Uhr

Hallo liebe Muttis,
ich habe ein kleines Problem mit meinem kleinen Sohn (5 1/2 Monate).
Wenn ich ihm sein Fläschchen geben will, dann fängt er sehr oft wie verrückt an zu zappeln und zu schreien, so dass man ihm nicht die Flasche geben kann. Ich muss ihn dann erstmal eine ganze Zeit mit dem Schnuller und "Heititei" beruhigen, bevor er dann endlich trinkt. Am Anfang war das nur sehr oft abends so. Da habe ich angenommen, dass er einfach übermüdet ist. Ich beruhige ihn dann mit seinem Schnuller und wenn er dann richtig entspannt mit geschlossenen Augen in meinem Arm liegt, ziehe ich schnell den Schnuller aus und gebe ihm die Flasche. Teilweise trinkt er sie dann leer, manchmal auch nur einen Teil. Jetzt macht er das aber auch schon vormittags und nachmittags. Ich weiß gar nicht, was er hat. Daran, dass er keinen Hunger hat, kann es nicht liegen, ich weiß ja, wann er Hunger hat.
Heute Vormittag z. B. hat er angefangen seine Flasche zu trinken und sich dann leider ein bisschen verschluckt. Danach schrie er und war kaum zu beruhigen. Irgendwann schlief er dann einfach ein. Am Nachmittag das gleiche Spiel - da schrie er fast eine Stunde und war so gut wie gar nicht zu beruhigen. Das arme Kind war völlig verzweifelt. Ich bin mir sicher, dass er noch Hunger hatte. Ich habe manchmal den Eindruck, dass das Fläschchen vor lauter Schreien gar nicht registriert oder so.
Ansonsten ist er eigentlich gut drauf. Man kann mit ihm spielen er lacht und schläft nachts auch ganz gut.
Wenn er das immer und bei absolut jedem Fläschchen machen würde, könnte ich ja sagen, dass er vielleicht eine Schluckstörung hat oder so. Aber z. B. morgens das erste Fläschchen trinkt er problemlos. Da trinkt er allerdings meistens nur ein kleines.

Achso, wir haben vor gut einer Woche mit Beikost angefangen. Das klappt auch ganz gut. Daran kann es aber nicht liegen, diese Eskapaden hat der Kleine auch schon vor der Beikosteinführung gemacht.

Ich bin schon völlig verzweifelt.

Kennt das jemand? Kann mir jemand helfen?

LG
Nicole u. #baby Manuel *14.03.07 (Bild in VK)

Beitrag von darkblue6 31.08.07 - 20:21 Uhr

Hallo!

Wir hatten gottseidank keine solchen Probleme, aber ich habe schon öfter gehört dass sich manche Babys beim Füttern sehr leicht ablenken lassen - dadurch verschlucken sie sich dann, werden unruhig und zappelig usw.

Manchmal hilft es dann, wenn man sich zum Füttern in einen ruhigen abgedunkelten Raum setzt, so dass es eben nicht so viel Ablenkung gibt. Ist ja keine große Sache, versuchen kann man es ja mal;-)

Ansonsten würde ich mir evtl. mal einen Besuch beim Osteopathen überlegen...vielleicht hat er ja doch irgendwelche Schmerzen oder Verspannungen, so dass das Trinken für ihn unangenehm ist#kratz Da denk ich mir auch: es schadet sicher nichts, mal hinzugehen; im schlimmsten Fall bringt es halt nix.

LG,
darkblue + sarah (*7.10.06)

Beitrag von zanahoria 31.08.07 - 20:27 Uhr

Hallo,
erstmal #danke für deine Antwort. Das mit dem abgedunkelten Zimmer machen wir schon. Er lässt sich tatsächlich sehr leicht ablenken.
Dass ihm eventuell der Rücken oder so wehtut, habe ich auch schon gedacht. Ich werde mal nächste Woche den Kinderarzt interviewen und mir eventuell eine Überweisung für einen Osteopathen geben lassen.
Aber jetzt hast du mir tatsächlich Angst gemacht... Ab und zu (weil es ihm auch so gut gefällt), lassen wir ihn mit gut festhalten auf unserem Schoß quasi sitzen. Das machen wir schon seit ein paar Wochen. Meinst du, er hat davon etwas mit dem Rücken bekommen? Obwohl - diese Phasen beim Trinken hat er wirklich schon länger. Manchmal denke ich, er ist einfach ein kleines Nervenbündel...

LG
Nicole

Beitrag von preiselbaerin 31.08.07 - 20:49 Uhr

Huhu Nicole,
wie ist denn die Körperhaltung bei den Flaschen? Liegt er immer auf Deinem Arm oder auch mal im Autositz oder auf einem Kissen? Ich dachte gerade an die HÜfte, vielleicht hat es damit zu tun? Unser Kinderarzt hat mit knapp 7 Monaten nochmal einen Ultraschall gemacht und erst danach durften wir die Kleine überhaupt hinsetzen (sie hatte allerdings auch vorher Probleme damit), da sie sich sonst wohl leicht ausrenken konnte. Ich möchte Dich damit nicht erschrecken, aber vielleicht fällt Dir auf, ob der Unterschied vielleicht immer mit der gleichen Körperstellung einhergeht (morgens z.B. Flasche noch im Bett liegend ohne schreien, später auf dem Arm mit?)? Ansonsten vielleicht die Milchtemperatur überprüfen? Wenn Du es zwar vielleicht angenehm findest trotzdem mal etwas kühler probieren? Unser Tochter hat immer den Brei angeschrien,wenn die Zähne sie wieder gequält haben, sie hat dann nur kalt gegessen, sogar lauwarm brachte sie auf die Palme.
Oder mag er die Milch vielleicht einfach nicht? Hast Du schonmal eine andere Sorte gehabt?
Mehr Ideen habe ich leider auch nicht,
LG Silke

Beitrag von zanahoria 31.08.07 - 20:57 Uhr

Hallo Silke,
ich habe schon alles mögliche probiert. Habe ja auch gedacht, es könnte an der Körperhaltung liegen. Daran liegt es aber nicht.
Ich habe es schon in der Babyschale versucht - beim ersten Mal hat er darin super sein Fläschchen getrunken - da dachte ich schon - Toll, die Lösung ist gefunden!!! Aber beim nächsten Mal wieder Geschrei. Manchmal sitzt er beim Trinken mit dem Rücken zu mir auf meinem Schoß und lehnt sich dann so an meine Schulter an, anders ist er nicht zum Trinken zu bewegen. Das klappt aber auch nicht immer. Ich bin mit meinem Latein wirklich am Ende.
Die Milchtemperatur ist es auch nicht. Da passe ich schon sehr gut auf. Manchmal denke ich, mein Kind ist total aufgedreht und kann oder will deshalb nicht richtig trinken.
Ich denke, er trinkt morgens im Bett so gut, weil er da noch richtig ruhig und entspannt ist...

Das mit der Beikost klappt z. B. wunderbar. Ich hoffe, das bleibt auch so.

LG
Nicole

Beitrag von preiselbaerin 31.08.07 - 21:19 Uhr

Hast Du schonmal versucht ihn für die anderen Flaschenmahlzeiten auch wieder ins Bett zu legen?
Oder versuche es doch mal damit ihm die Milch vorsichtig mit einem Teelöffel zu geben, das haben wir im SOmmer an heißen Tagen mit Wasser gemacht, weil unsere Kleine sonst nichts trinken wollte (hätte sie auch gar nicht gebraucht, aber das wußte ich da noch nicht).

Beitrag von wuermchen07 31.08.07 - 20:57 Uhr

Hallo Nicole.

Unsere Kleine (gerade 6 Monate geworden) hat das auch schon öfter gehabt. Es war jetzt am Wochenende schon so schlimm das sie 2 mal die Flasche komplett verweigert hat! Nun trinkt sie aber wieder, schafft aber immer noch nicht ihre normale Menge! Ich habe da ein Buch, vielleicht kennst du es (Oje, ich wachse). Laut diesem Buch gibt es in den ersten 14 Monate 8 große Entwicklungssprünge in denen die Kleinen schwierig sein können. Der eine mehr der andere weniger! Maresa eher mehr! :-( Da steht unter anderem das sie schlechter essen! Sie interessieren sich einfach nicht so sehr fürs Essen oder wollen sogar manchmal garnichts! Es gibt wieder so viele neue Sache die Sie entdecken und ausprobieren. Hast schon mal drauf geachtet ob er etwas neues kann oder übt! Also mir hat dieses Buch echt geholfen. Maresa hat bis jetzt jeden Sprung mitgenommen und es hat sich auch wieder gegeben! Warum sie allerdings manchmal solch ein Theater machen kann ich mir auch nicht erklären! Aber wie gesagt Maresa hat das auch gehabt! Erst bei einer Flasche, dann bei allen! Aber ich hab den "Kampf" mit ihr aufgegeben! Sie nimmt so viel sie will und wenn sie Theater macht höre ich auf und gebe ihr dann noch etwas Obstbrei! Meine KiÄ hat gesagt wenn sie nicht mehr will soll ich sie mit der Flasche in Ruhe lassen und ihr Brei geben wenn sie ihn mag!

Hoffe konnte Dir ein wenig helfen!

LG Melanie+ #baby Maresa *27.02.07

Beitrag von zanahoria 31.08.07 - 21:08 Uhr

Hallo Melanie,
Oh, eine Leidensgenossin. Dann weißt du ja ganz gut, wovon ich rede. Meiner hat nämlich auch mal den einen oder anderen Tag, wo er ganz gut trinkt. Er scheint aber in den letzten Wochen ständig Schübe (oder einen großen Schub). Wenn ich ihm dann einfach nichts gebe, dann meckert er über Stunden rum, weil er ja schließlich irgendwie schon Hunger hat...
Wir sind leider erst bei einer Beikostmahlzeit (Mittagsbrei). Das schmeckt ihm und er macht ganz gut mit. Aber die Fläschchen waren heute eine einzige Katastrophe. Auch ansonsten hat der Kleine fast nur geweint außer bei seinem Mittagsschläfchen und als ich beim Wickeln mit ihm gespielt habe. Da hat er geqietscht vor Vergnügen. Als ich ihm dann sein Gute-Nacht-Fläschchen geben wollte, kippte augenblicklich die Stimmung :-(
Ich habe ihn dann etwas beruhigt und dann hat er noch 110 ml getrunken. Danach ging es ins Bett. Er hat dann noch eine ganze Weile im Bettchen rumgemeckert und ist dann gegen 20:00 Uhr eingeschlafen. #schwitz

Schönen Abend noch und danke für deine Antwort. Jetzt bin ich etwas beruhigt und weiß, dass mein Kleiner doch nicht krank ist.

LG
Nicole

Beitrag von wuermchen07 31.08.07 - 21:16 Uhr

.....

wünsch Ich Dir auch! Dein Text könnte fast von mir sein! Hört sich an als redest du von meiner Maus! :-)
Vielleicht besorgst du dir das Buch mal!
Hat mich echt beruhigt!

Schönes Wochenende!

LG Melanie