Unterhaltsfrage....

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von purzel21 01.09.08 - 13:49 Uhr

Hallo!

Ich hoffe, ich bin mit meiner Frage hier richtig bzw. es kann sie mir hier jemand beantworten.

Also ich bin nun #schwanger von meinem Partner, wir wohnen zusammen und gehen auch beide arbeiten.

Er hat aber auch noch 1 Kind aus vorangegangender Beziehung und 1 Kind aus einem ONS (ja, es ist blöd...aber es ist nunmal passiert...) Für beide Kinder bezahlt er ordentlich jeden Monat Unterhalt.

Wie ist das nun, wenn unser Krümel da ist...er muss ja dann auch für mich aufkommen in der ersten Zeit, weil ich ja nicht arbeiten gehen kann. Wird dann den anderen beiden KM's der Unterhalt gekürzt? Bekomme ich dann überhaupt Unterhalt von ihm, weil wir ja zusammen leben???

Danke schonmal für eure Antworten!

Beitrag von lissy1988 01.09.08 - 14:02 Uhr

Also soweit ich weiß bekommst du keinen Unterhalt von ihm wenn du mit ihm zusammenwohnst. Du bekommst ja elterngeld. Wie das mit dem Unterhalt für die anderen Kinder ist kann ich dir nicht sagen. Mach doch einfach nen Termin beim Jugendamt aus die können dir alle Infos geben.

Liebe Grüße Lissy

Beitrag von katta0606 01.09.08 - 14:05 Uhr

Hallo,
ja klar kriegen die anderen Beiden den Unterhalt gekürzt. Wendet euch an einen Anwalt, reicht ihm die Gehaltsunterlagen Deines Freundes rein, schreibt genau auf, welche abzugsfähigen Auslagen er hat, dann errechnet der Anwalt den neuen Unterhalt.
Du und das Kind haben Anspruch auf Unterhalt. Ich glaube sogar, Du stehst mit den Kinder sogar auf einer Stufe, das weiß ich aber nicht genau, ob Du gleich- oder nachrangig bist. Das kann euch aber der Anwalt sagen.

LG

Beitrag von phoe-nix 01.09.08 - 14:31 Uhr

Warum "na klar"?
Der Unterhalt wird nur gekürzt, wenn ein Mangelfall eintritt aber wir gehen doch nicht davon aus, dass er mehr Kinder plant, als er finanzieren kann, oder?

Gruß,

Phoe-nix

Beitrag von katta0606 01.09.08 - 14:35 Uhr

Stimmt, hast Recht.
Den Fall, den ich im Hinterkopf habe, war ein sog Mangelfall.
Und das Elterngeld hatte ich auch vergessen.... Damals gab es das noch nicht.

Und by the way: Du glaubst gar nicht, wie viele Männer mehr Kinder "planen", ohne sie dann hinterher finazieren zu könne bzw. wie die Anwälte es so rechnen, dass sie sie eigentlich nicht finazieren können... you know, what I mean ;-)

Beitrag von phoe-nix 01.09.08 - 15:31 Uhr

Sorry, ich hätte beim letzten Satz die Ironie kennzeichnen sollen....ich wundere mich so oft, wie man zu Lasten der bereits vorhandenen Kinder mit der nächsten Partnerin "Neue" planen kann.

LG

Beitrag von katta0606 02.09.08 - 07:17 Uhr

Naja, das finde ich durchaus natürlich, mit dem geliebten Partner ein gemeinsames Kind haben zu wollen.
Und so lange Unterhalt gezahlt wird, ist es okay - die "alten Kinder" werden ja nicht hängen gelassen.

Beitrag von phoe-nix 02.09.08 - 07:31 Uhr

Klar ist der Wunsch nachvollziehbar und natürlich.
Ihn aber ohne Rücksicht auf die Bedürfnisse der vorhandenen Kinder zu realisieren, ist moralisch sehr zweifelhaft.

Beitrag von katta0606 02.09.08 - 07:48 Uhr

Jein... ich denke, sowas kann man absolut nicht verallgemeinern.
Den Fall, den ich im Hinterkopf hatte, mit dem Mangelfall, war so, dass die Kinder aus erster Ehe bereits 16 und 18 waren, die Frau es nicht für nötig befunden hat, eine Vollzeitstelle zu übernehmen -sie wollte sich ihr neues Autochen, 1x im Jahr in Urlaub und den immer vollen Kühlschrank gerne immer noch von ihrem Ex-Mann finanziert sehen.
Da hat der Anwalt so mit spitzer Feder gerechnet, dass der Mangelfall eingetreten ist und die neue Frau Unterhalt zugesprochen wurde. Damals gab es auch noch kein Elterngeld, war, glaube ich 2004...
Und der Mangelfall hieß immer noch über 300,- Euro pro Kind.
Ich finde schlimm, wenn ein Mann sich nach der Scheidung arbeitslos meldet, fleißig schwarz schafft und Ex-Frau und Kind(er) im Regen stehen lässt. Dann lacht er sich ne Neue an, die lässt er schaffen gehen, er nimmt Elternzeit und die "alte Familie" kann gucken,wo sie bleibt - so geschehen bei meiner Tante.

Beitrag von phoe-nix 02.09.08 - 12:33 Uhr

In erster Linie spreche ich grundsätzlich vom Kindesunterhalt...wobei mir nicht klar ist, wie bei 300 Euro pro Kind ein Mangelfall vorliegen kann.
Dazu stecke ich aber zu wenig in der Materie.

Wie gesagt - mir gehts um den Unterhalt für die Kinder!

LG

Beitrag von purzel21 02.09.08 - 10:23 Uhr

Danke, dass wenigstens du das im Verhältnis siehst...ich glaube du bist hier die Einzige, die verstanden hat worum es geht....

Danke nochmal!

Beitrag von purzel21 01.09.08 - 14:05 Uhr

Ja, aber er muss doch trotzdem auch für seine Familie aufkommen. Das heißt, sein Kind und seine Lebensgefährtin..wäre ja sonst sehr unfair, wenn die anderen das Geld bekommen von ihm und ich bzw. wir als Familie gehen leer aus und müssen sehen wie wir klarkommen...

Ja, da werden wir wohl mal aufs Jugendamt gehen müssen...mh...

Danke für deine Antwort!

LG

Beitrag von phoe-nix 01.09.08 - 14:32 Uhr

Du bekommst doch Elterngeld und Kindergeld.
Damit werdet Ihr doch das Jahr überbrücken können, oder nicht?

Gruß,

phoe-nix

Beitrag von nine26 02.09.08 - 12:37 Uhr

Darum gehts doch nicht.
Wenn ihr und den Kindern Unterhalt zu steht,
dann muss eine Neuberechnung statt finden.
Egal ob nun schon Kinder vorher da waren,
das kann doch wohl nicht zu Lasten der anderen Kinder gehen.

"Du bekommst doch Elterngeld und Kindergeld.
Damit werdet Ihr doch das Jahr überbrücken können, oder nicht?"

Das bekommt die die erste Ex-Frau oder Freundin mit Kindern auch und soll deshalb finanziell höher gestellt bleiben !?
Wo bleibt denn da bitte die Gerechtigkeit !?
Was kann ein Kind aus der nächsten Beziehung dafür !?

Beitrag von phoe-nix 02.09.08 - 14:12 Uhr

Es ist ja ein geringer Unterschied, ob man allein mit Kind lebt oder als Paar.....

Außerdem geht es mit grundsätzlcih ganz einfach darum, dass kein verantwortungsvoller Vater weitere Kinder in die Welt setzt, wenn die vorhandenen drunter leiden sollen.

Die Mütter der vorhandenen Kinder müssen ihr Leben selbst und allein finanzieren im Gegensatz zur aktuellen Partnerin.

Die Kinder können alle nichts dafür, was die Eltern in ihrem Egoismus verzapfen.

Beitrag von purzel21 02.09.08 - 14:16 Uhr

Das bedeutet also, das der KV, weil er schon 2 Kinder hat aus vielleicht erster Ehe, kein Recht hat, sich eine neue Familie aufzubauen.

Die beiden Kinder könnten ja zu kurz kommen...das soll man Gerechtigkeit nennen...

Und was ist denn mit den Frauen, die neue Kinder mit neuen Partnern in die Welt setzen? Das ist ok oder wie?

Beitrag von phoe-nix 02.09.08 - 14:20 Uhr

Es ist einfach eine selbstverständliche Frage der Verantwortung, nicht mehr Kinder in die Welt zu setzen als man angemessen und gerecht unterhalten kann.

Sofern die Vorhandenen unter dem Neuen leiden müssen bzw. finanziell zurückstecken, sollte man genau so verzichten wie in einer bestehenden Beziehung mit bereits vorhandenen Kindern, ganz einfach.

Nen Unterschied zwischen Mann und Frau mach ich da nicht und sehe ich auch nicht....allerdings könnte ich meine Kinder auch allein finanzieren.

Beitrag von petunia72 02.09.08 - 14:25 Uhr

Hallo,

keiner hat gesagt, dass Ihr kein Kind bekommen dürft.

Du aber hast Dich erkundigt, ob Dein Partner nun den Kindsmüttern weniger Unterhalt zahlen kann.

Leider hast Du nicht erklärt, ob es sich dabei um den Kindsunterhalt oder den Betreuungsunterhalt handelt.

Auf der einen Seite wirfst Du den Müttern vor, dass sie nicht arbeiten gehen wollen. Auf der anderen Seite nimmst Du aber für dich das gleiche in Anspruch und siehst nun, dass Dein Partner wegen der Unterhaltsforderungen nicht in der Lage sein wird, das zu finanzieren.

Da kommt schon die Frage auf, warum ihr da nicht vorher drüber nachgedacht habt.
Aber eigentlich hast Du ja Glück. Mit dem Elterngeld hast Du doch die Möglichkeit zuhause zu bleiben.

Ich kann Dir nur den Rat geben, in Eurer Situation nicht auf das Versorgermodell zu vertrauen. Bei zwei anderen Kindern, für die Dein Partner gerade eben den Unterhalt aufbringen kann, wäre das fatal.

Ich persönlich würde meine Selbständigkeit nur bei einem exorbitant gut verdienenden EHEMANN aufgeben.

Tina

Beitrag von purzel21 02.09.08 - 14:53 Uhr

Nur zur Info für euch:

Ich werde höchstens ein Jahr Zuhause bleiben, also Elternzeit machen...danach gehe ich wieder normal arbeiten wie ich es vorher auch getan habe.

Darin unterscheide ich mich von den anderen beiden KM. Sie gehen nicht arbeiten und können ihre Kinder nicht allein unterhalten...im Gegenteil...und das finde ich zum K....ist nunmal meine Meinung...

In meiner Frage handelte es sich eigentlich um den Kindesunterhalt. Allerdings habe ich auch schon gelesen, dass der Partner für die Partnerin aufkommen muss, weil sie ja nicht arbeiten gehen kann in der ersten Zeit. Ob das nun so ist, weiß ich ja leider nicht, aber ich werde es schon irgendwie herausbekommen...

So und soviel ich bisher erfahren habe ist es so, dass den andern KM der Unterhalt gekürzt werden kann, wenn der Vater nicht genug Geld verdient um allen Kindern einen angemessenen Unterhalt zu zahlen. Darüber muss ich mich nun auch nochmal erkundigen, weil ich eben wissen will wie sich das verhält. Ist das nun sooo schlimm?

Denn ich weiß definitiv, dass ich auch Unterhalt bekomme, da wir nicht verheiratet sind und wenn mein Partner nunmal nicht soviel verdient, dann wird der Unterhalt neu berechnet und gerecht auf alle Kinder verteilt. Und darum kann es nunmal sein, dass die anderen weniger Geld bekommen...je nachdem...Verstanden?

So, noch was was ihr vielleicht wissen wollt?

Beitrag von nightingale1969 02.09.08 - 14:59 Uhr

" Sie gehen nicht arbeiten und können ihre Kinder nicht allein unterhalten"

Maus, selbst WENN sie arbeiten würden und es könnten, so müsste dein Herzallerliebster Kindesunterhalt zahlen.

Sorry, aber sehr bewandert in diesen Dingen bist Du wirklich nicht. Aber Hauptsache große Klappe, was?

Beitrag von purzel21 02.09.08 - 15:07 Uhr

Das ist mir schon klar, dass er trotzdem Unterhalt bezahlen müsste. Ich glaube eher ihr seid bissl am anderen Ufer unterwegs...ich habe nie gesagt, dass die Kinder keinen Unterhalt bekommen sollen..mann, mann...aber die Frauen denken, wenn sie nicht arbeiten gehen, dann steht ihnen mehr zu, was doch aber gar nicht so ist...jetzt verstanden?

Beitrag von petunia72 02.09.08 - 15:16 Uhr

Hallo,

eigentlich dachte ich, dass ich (und auch andere) Dir das meiste bereits erklärt hätten. Warum liest Du das denn nicht?

In erster Linie zählt der Unterhalt an die Kinder. Er bezahlt ja bereits an zwei Kinder Unterhalt.
Bezahlt er nach Düsseldorfer Tabelle und welche Stufe?
Liegt bei ihm ein Mangelfall vor?
Wenn nicht, kann er einem dritten Kind noch Unterhalt zahlen?
Oder liegt er dann unter dem Selbstbehalt (von etwa 1000 Euro bei einem arbeitendem Vater)?
Warum zahlt er Unterhalt für ein Kind, das die meiste Zeit bei Euch ist?

Wenn er nicht allen Kindern den Unterhalt nach Düsseldorfer Tabelle zahlen kann, dann wird allen KINDERN (nicht den KM) der Unterhalt entsprechend gekürzt. (Warum schreibst Du immer, dass die KM weniger bekommen? Das macht das ganze so verwirrend).
Was mit Dir ist, ist dabei völlig unerheblich.
Dies ist der Punkt über den sich einige aufregen. Warum man ein drittes Kind zahlt, wenn man dann nicht mehr genug Unterhalt an die bisherigen Kinder zahlen kann.

Nun zum Betreuungsunterhalt:
Zahlt er den überhaupt?
Sprich zahlt er den Müttern über den KU hinaus etwas?

Dies muss er in der Regel nur bis zum 3. Geburtstag des Kindes. Sind beide Kinder jünger als 3?

Nur dann spielt es eine Rolle, ob Du jetzt Unterhaltsberechtigt bist. Das wird bei der Berechnung des Betreuungsunterhaltes berücksichtigt.
Aber Du bekommst ja Elterngeld und hast selber angedeutet, dass Du ganz gut verdient hast. Daher ist Deine Bedürftigkeit ja nicht so groß. Inwieweit das beim Unterhaltsanspruch berücksichtigt wird, muss man klären.

Darf ich Dich mal fragen, warum Du hier meinst so viel Ahnung zu haben, wenn Du diese Basics nicht weisst und man Dir diese auch noch dreimal erklären musst?
Ich meine, Du suchst hier Hilfe und bist einfach nur unverschämt!

Ich hoffe trotzdem geholfen zu haben.

Tina

Beitrag von phoe-nix 02.09.08 - 15:39 Uhr

"...werden kann, wenn der Vater nicht genug Geld verdient um allen Kindern einen angemessenen Unterhalt zu zahlen. Darüber muss ich mich nun auch nochmal erkundigen, weil ich eben wissen will wie sich das verhält. Ist das nun sooo schlimm? ..."

Du findest weiterhin nichts Verwerfliches daran, mehr Kinder in die Welt zu setzen, als man "angemessen unterhalten kann"???
Kann ich nciht nachvollziehen, sorry.
Und das eine Jahr wirst Du wohl mit dem Elterngeld, Kindergeld und Deinem Ersparten überbrücken können, ohne den anderen Kindern "in die Tasche greifen" zu müssen, oder?

Beitrag von phoe-nix 02.09.08 - 15:40 Uhr

"Denn ich weiß definitiv, dass ich auch Unterhalt bekomme, da wir nicht verheiratet sind und wenn mein Partner nunmal nicht soviel verdient, dann wird der Unterhalt neu berechnet und gerecht auf alle Kinder verteilt."

Wie kommste darauf, dass das damit zusammen hängt, dass Ihr nicht verheiratet seid?
Und Unterhalt bekommst Du eh nicht, wenn Ihr zusammen lebt, da dann davon ausgegangen wird, dass Ihr eh gemeinsam wirtschaftet.

Beitrag von nine26 02.09.08 - 16:33 Uhr

Nee,das stimmt schon das die Kinder nichts dafür können,aber warum sollten denn die Erst-Frauen (sorry,ist einfach nur beknackt,der Ausdruck),
nicht auch zu sehen dass sie vorsorgen !?
(Ich war auch so doof und habe nicht vorgesorgt). :-(
Ich kann mich doch nicht nur auf den Unterhalt des Ex und dem Kindergeld stützen.
Es gibt einige die das lieber tun,als selbst zu arbeiten.

Und wer sagt denn dass die Mütter allein bleiben
oder es sein müssen !?
Es gibt genügend Frauen die bereits einen neuen Partner haben,der sie mit unterstützt.
Die werden nur meistens hier nicht erwähnt.

War oder ist in meinem Fall auch so.
Mein Mann hat meine Kinder,die ich mit in die Beziehung gebracht habe auch mit unterstützt,weil ich für die Kinder "nur" Unterhaltsvorschuss bekam,die KV nicht zahlngsfähig waren.
Als wir geheiratet haben,hatten wir nicht mal mehr den UV und wir haben es trotzdem geschafft,bzw. kommen klar.
Das kam uns auch manchmal nicht gerecht vor,
aber deswegen gleich alle verfluchen bringt auch nichts.

Gleiches Recht für alle...

Wie schon gesagt,wir kennen die ganze Hintergrundgeschichte in diesem Falle nicht
und sollten deshalb nicht gleich wieder auf die Schiene,wer denn nun mehr zu bemitleiden ist,verfallen.
Es bringt einfach nichts.