Kann man die Patenschaft aberkennen lassen?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von medeja 01.09.08 - 14:30 Uhr

Hallo ihr lieben!

Mir liegt ein wichtiges Thema auf dem Herzen! Und zwar geht es da um die Patentante unseres Sohnes! Es ist so das sie ihren "Pflichten" als Patentante überhaupt nicht nachkommt. Für mich sollte sich eine Patentante um ihr Patenkind kümmern, das heißt regelmäßige Kontakte halten, vielleicht auch mal etwas mit ihm unternehmen, bei der religiösen Erziehung unterstützen (ich weiß, das wird heut zu Tage nicht mehr wirklich ernst genommen...) Aber zumindest könnte sie sich doch an seinem Geburtstag bemühen zu kommen, (wohnen nicht weit aus einander) und vielleicht ein kleines Geschenk mitbringen... aber keines der gleichen, sie hatte angeblich nur über meine Schwiegereltern schöne Grüße an den kleinen ausgerichtet wovon aber irgendwie niemand wusste... und mit "schönen Grüßen" kann unser kleiner (2 Jahre) auch nichts anfangen#gruebel
Ich finde es einfach zu schade und bin ernsthaft am überlegen ob ich die Patenschaft wieder aberkennen lassen soll. Ich bin mir aber nicht sicher ob das überhaupt geht... Ich bin nur der Meinung das sie dieses Amt nicht verdient hat.
Es kam jetzt zum Beispiel auch raus, dass sie nur in der Kirche ist um kirchlich zu Heiraten und um "Patentante zu sein"#augen Sie hatte sich kurz vor der Taufe von unserem Sohn taufen lassen und ich dachte sie tut dieses aus Überzeugung aber da scheint wohl eher nichts dran zu sein! Schade eigentlich

Ich finde es ist eine sehr schwierige Situation! Auf der einen Seite würde es in meiner Schwiegerfamilie einen heiden aufstand geben, sie ist nämlich die Schwester von meinem Mann und auf der anderen Seite gibt es eine Person die unserem Jonas viel näher steht und die sich wirklich sehr liebevoll mit ihm auseinander setzt.
ist das alles schwer.

Ich danke euch fürs lesen#liebdrueck und vielleicht hat ja jemand einen rat und steckte vielleicht schon in einer ähnlichen Situation.

Beitrag von almura 01.09.08 - 14:40 Uhr

Hi!

Das wird wohl einigen so gehen. daß die Erwartungen an Paten nicht oder anders erfüllt werden.
Hast Du denn schon mal ein persönliches Gespräch mit der Patin geführt?
Manche denken wohl auch, daß es erst wichtiger wird, wenn die Kinder größer werden, Probleme haben, die sie mit den Eltern nicht besprechen wollen u.ä.
Vielleicht hat sie einfach andere Vorstellungen - sollte sich aber doch unter Erwachsenen klären lassen.

Wir haben keine Paten aus der Familie genommen, weil die ja eh' schon als VErwandte zum direkten Umfeld gehören.

Wenn diese Person, die Jonas so nahe steht, sich weiter kümmert, kann sie das doch auch, ohne Patin zu sein.

Hoffe, ich konnte Dir weiterhelfen.

Almura

Beitrag von medeja 01.09.08 - 14:49 Uhr

Hey!

Erst mal danke für deine Antwort! Ja das mag sein, das jeder andere Vorstellungen von einer Patenschaft. Aber wenn sie sich jetzt schon nicht kümmert, Jonas kennt sie ja so gut wie nicht, dann wird er mit sicherheit nicht wenn er älter wird mit Fragen zu ihr gehen. Sehen sie nur wenn sie bei meinen Schwiegereltern ist und wir auch da sind.
Mit ihr reden, ja da habe ich auch schon dran gedacht, aber ich glaube da prallen dann 2 Welten aufeinander. Man sollte eigentlich meinem das wir wie 2 Erwachsene Menschen mit einander die Situation klären könnten, aber da spielen noch andere Faktoren ein Spiel. Ein kleiner Auszug... Sie hatte sie vor kurzem eine neue Einrichtung geholt und meinte dann zu meinem Mann: Na seit ihr jetzt neidisch... das sind solche Schoten die sie andauernt bringt... Aber da rein und da wieder raus...Oder: ja wir heiraten ja nicht NUR wegen dem Kind... und und und

Beitrag von schnuppi112 01.09.08 - 14:51 Uhr

Nein, eine Patenschaftkann nicht offiziell aberkannt werden, da es sichum ein Ehrenamt handelt.

Du kannst es ihr nur persönlich sagen, aber nix offizielles. Ich wünsche euch, dass sich ihr Verhalten noch ändert.

LG
Sandra

Beitrag von medeja 01.09.08 - 14:55 Uhr

Hallo!

hmm, ja ich muss mal schauen wie wir das jetzt regeln! Meinst du ich soll mal bei unserer Gemeinde angrufen? Ich weiß ja nicht wie die da drauf zu sprechen sind, wenn man so etwas anspricht. Wie sicher bist du dir den das es nicht geht?

LG

Beitrag von raena 01.09.08 - 15:23 Uhr

.... die Sache mit der "Patenschaft" wird meines erachtens sowohl überschätzt als auch unterschätzt.

Überschätzt
- weil man sich um ein Kind kümmern kann auch wenn man nicht Pate ist
- weil es keinerlei rechtliche Konsequenzen mehr hat

Unterschätzt
- weil es ein Versprechen ist für ein Kind da zu sein und nicht nur ein Lippenbekenntnis weil man sich geehrt fühlt von den Eltern gefragt zu werden


Fazit: Für dich ist der religiöse Aspekt sehr wichtig und eben das es nicht nur ein Lippenbekenntnis ist. Die von euch gewählte Patin hat da andere Vorstellungen. Nachdem das Kind jetzt schon in die Draufe gefallen ist und man mit Zwang vermutlich keine Änderungen und eine Besserung im Verhältnis erreichen kann würde ich einfach hergehen und sie proforma Patin bleiben lassen und die andere Person defacto zum Paten (zusätzlich) machen. Vielleicht könnt ihr das in einer kleinen Zeremonie machen und sprech mal mit dem Pfarrer ob der dabei auch mitmachen würde.

Wichtig ist doch zu wem dein Kind ein Vertrauensverhältnis aufbaut und nicht wer auf dem Papier steht!

Liebe Grüße

Tanja (die selbst einmal richtige Patin und einmal defacto Patin ist....)

Beitrag von vonnimama 01.09.08 - 15:23 Uhr

Nein, kann man leider nicht. Sonst hätten wir das schon längst getan beim Patenonkel unserer Tochter.

Allein wenn ich dran denke, ärgere ich mich schwarz ... Aber da müssen wir jetzt durch.

Unser Patenonkel hat sich durch eine neue Beziehung sehr zum Nachteil verändert. Er macht überhaupt nichts mit der Kleinen, schenkt auch nichts. Es geht ja auch nicht ums Schenken, aber eine kleine Aufmerksamkeit zum Geburtstag fände ich schon schön.

Naja ... jetzt kann man es auch nicht mehr ändern.

LG

Beitrag von medeja 01.09.08 - 15:30 Uhr

Ja du hast recht, ich hatte gerade ein gutes Gespräch mit unserem Pastor geführt und habe ihm die Situation erklärt! Er sagte auch das man die Patenschaft nicht aberkennen kann! Aber dafür kann man noch einen 3. Paten dazu nehmen. Ich denke das wir dieses Angebot für unseren Sohn warnehmen werden. Und der anderen Patin kann man dann ja persönlich sagen, warum es zu dieser Entscheidung kam.... Wäre das nicht auch eine Lösung für euch?

Aber erst einmal werden wir sie mal zu uns einladen, dann werde ich das Thema mal ansprechen... Bin mal gespannt ob sie überhaupt kommt...

LG

Beitrag von kaetzchen0112 01.09.08 - 16:07 Uhr

also ich hab im familienforum auch danach gefragt, und mir wurde geantwortet das man das sehr wohl kann.

eine hats sogar getan. man muss nur gute gründe dafür haben und den pastor davon überzeugen das es für das kind besser ist und dann würde das gehen obwohl die kirsche das nicht gerne machen würde.

obs stimmt weiß ich nicht, aber wir werden es demnächst mal versuchen!

Beitrag von moonspell 01.09.08 - 19:11 Uhr

Hallo,

es ist schon traurig, wenn man sich Paten fürs Kind ausucht und der Kontakt nach und nach so einschläft, dass das Patenkind überhaupt nichts mehr davon hat und die Paten evtl. gar nicht mehr erkennt. So ging es uns leider auch mit den Paten unserer Maus.

Wir hatten den Paten nach ein paar Monaten ein Fotoalbum zusammengestellt und einige Seiten frei gelassen mit den Worten, dass unsere Kleine diese Seiten gerne mit ihnen zusammen füllen und gestalten möchte. Als daraufhin auch nichts kam, haben wir uns an den Pfarrer gewandt.

In der evangelischen Kirche kann man die Patenschaft leider nicht aberkennen, dafür kann man aber neue Paten dazu benennen. Vielleicht wäre das eine Möglichkeit für euch? Sucht euch Jemanden aus, erzählt ihm/ihr was für Erwartungen und Wünsche ihr habt und startet einen neuen Versuch ;-)

LG und viel Glück

Beitrag von stefanhaudegen 01.09.08 - 22:40 Uhr

Hallo,

das geht sehr wohl.Habe es bei meiner Tochter auch machen lassen.
Bei uns war es nur so,das mein (Ex)Mann mit der Patentante unserer Tochter fremd ging.Das war Grund genug für den Pfarrer,die Patenschaft aberkennen zu lassen.
Habe dann meine Freundin als Patentante eintragen lassen.
Das Ganze habe ich allein gemacht,weder der Vater meiner Tochter noch die alte Patentante wissen das,und es sind jetzt schon ein paar Jahre her.
Der Vater und die Patentante sind übrigens immer noch zusammen.

Lieber Gruß Silke

Beitrag von gotschie 02.09.08 - 10:24 Uhr


Hallo,

wir hatten ähnliche Probleme mit unserem Patenonkel.

An der Taufe und ein halbes Jahr später war noch alles in Ordnung, aber irgendwann hat der Kontakt nachgelassen. Er hat sich sehr wenig für unsere Tochter interessiert. Unsere "dicke" Freundschaft ist daran zerbrocken, sodass wir heute gar keinen Kontakt mehr haben.

Eine Patenschaft bei der katholischen Kirche kannst Du nicht löschen lassen. Du kannst höchstens einen Paten noch zusätzlich benennen. Dies haben wir so gemacht. Das war auch vollkommen unproblematisch und es gab auch keinen großen Schreibkram. Eine E-Mail an das Pfarramt hat da vollkommen ausgereicht.

Uns war es schon wichtig, dass unsere Tochter einen "richtigen" Patenonkel hat und deshalb war es mir sehr wichtig diesen zusätzen Patenonkel zu benennen.

Falls Du noch Fragen hast, kannst Du mir noch einmal schreiben.

Ich hatte ziemlich lange an der Sache zu knappern und habe viel darüber geweint, aber es wird besser mit der Zeit und heute lache ich drüber. Deshalb kann ich Deine Sorgen schon verstehen.

Liebe Grüße
Gotschie