Er liebt Weggehen, ich das zu Hause sein, geht das gut auf Dauer?

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von rosenreslii 01.09.08 - 14:46 Uhr

Hallo,
meine Frage steht ja schon da: bin seit kurzem mit jemand zusammen der einen ziemlich großen Freundeskreis hat und mit diesen Freunden sehr viel unternimmt. Er war auch viele Jahre Single und hat sich natürlich zum einen diesen Freundeskreis aufgebaut, zum anderen ist er einfach das viele Weggehen gewonht. Ich hingegen war die letzten 3 Jahre in Elternzeit, zum großen Teil alleinerziehend und bin sowohl mangels Gelegenheit wie auch mangels Lust dazu nicht viel Weggegangen. Wie gesagt mir hat es eigentlich auch nicht gefehlt bzw. schon als Teenanger war ich eher der ruhige, häusliche Typ und mich stresst zuviel Weggehen, neue Eindrücke auch ungeheuer, bin psychisch nicht gerade belastbar bzw. stressresistant, besonders z. Zt. (Erschöpfungsdepression) und ich weiß wie gesagt einfach daß mir zuviel Weggehen einfach nicht guttut. Ich habe absolut nichts dagegen wenn mein Freund alleine was mit seinen Freunden macht, nur möchte er mich lieber dabei haben wenn ich am Wochenende bei ihm bin - entweder er verzichtet dann zB auf ein Konzert zu gehen auf das er eigentlich gerne gehen möchte oder ich gehe mit weil ich weiß daß er mich nicht alleinlassen will obwohl ich weiß daß mir das eigentlich zuviel wird , so wie gestern Abend als ich noch mit bin zu nem Lagerfeuer. Ich hab meinem freund auch nachher gefragt, als er mich fragte wies mir gefallen hat usw. daß es ganz schön war (mag seine Freunde und fühl mich in dem Kreis wirklich wohl nur mir fehtl einfach die Ausdauer bzw. Kraft im Moment, nach 1-2 Stunden möcht ich einfach nach Hause) aber wie am Abend zvor einfach zu lange für mich war (gestern Mitternacht, vorgestern von frühabends bis 2 Uhr weg) und daß ich das nicht gewohnt sei. Er meinte nur, daran würd ich mich schon noch gewöhnen - mocht und mag ihn dann auch nicht in solchen Situationen jedes Mal daran erinnern daß es mir halt nicht so gut geht (ich hab mit ihm schon über meine Erkrankung gesprochen, ihm auch was zu lesen darüber gegeben, er weiß dqaß ich in Therapei bin und Angst hab ihn zu sehr mit meiner Depression zu belasten , daß es mir aber wichtig ist daß er grundsätzlich davon weiß), ich schlage wie gesagt öfter vor daß er allein wohin geht bzw. betone daß es mir nichts ausmacht allein fernzuschaun, oder mich sonstwie zu beschäftigen und ja da bin wenn er dann nach Hause kommt, jetzt überlegt er auch wenigstens mal ob er nächsten Freitag wenn ich meine Tochter zu ihm mitnehme allein auf ein Konzert geht. Weil ich mit der Kleinen sowieso nicht abends auf ein Konzert gehen kann und ja nicht ganz allein wär, zieht er wohl wenigstens in Erwägung, ansonsten verzichtet er dann wiegesagt oder ich geh mit obwohl mir gar nicht danach ist.
Ja, wie gesagt, meine Frage ist ja eigentlich einfach, ob das bei jemand anders auch so ist, daß der Partner oder man selber gerne weggeht, der andere wiederum nicht, und ob ihr dann getrennt den Abend/die Zeit verbringt oder abwechselnd Kompromisse macht? Und hält eine Beziehung das aus wenn einer sehr häuslich udn der andere sehr "umtriebig" ist, kann das überhaupt gutgehen?
Danke schon mal im voraus für Eure Antworten.

Beitrag von kenne ich 01.09.08 - 14:51 Uhr

Nein, das wird nicht gutgehen.

Beitrag von jacky 01.09.08 - 15:56 Uhr

Ganz abgesehen von deinem Freund solltest du dir Hilfe suchen, um diesem Zustand zu entkommen. Für mich hört es sich krankhaft an und danach, dass du Ausreden sucht, nicht nach draußen zu müssen.

Ich würde das daher als Freund nicht mit machen.

Häuslichkeit hat nichts damit zu tun, dass man nie raus geht. Irgendwas stimmt bei dir nicht.Das solltest du einsehen und behandeln lassen. Sonst wirst du nie jemanden finden (außer vielleicht einen 90jährigen) der es bei dir aushält.

Sorry für die harten Worte, aber was anderes hilft da sicher nicht.

Beitrag von rosenreslii 01.09.08 - 20:26 Uhr

Hallo,
danke für Deine Antwort.
Also ich hab ja geschrieben daß ich eine Erschöpfungsdepression hab. Und auch daß ich eine Therapie mache.
Ich suche auch nicht nach Ausreden um nicht nach draußen gehen, unter Menschen gehen zu müssen, hab mir erst vor kurzem wieder einen Job gesucht und gefunden, rede mit anderen Müttern aus dem KIGA und habe auch noch weitere regelmäßige Kontakte, bin auch sosnt ziemlich kontaktfreudig und komme schnell mit allen möglichen Leuten ins Gespräch, da ich eben eine ziemliche offene Art habe.
Ich denke wirklich es ist grundsätzlich meine Veranlagung eine "Stubenhockerin" zu sein, so wie es eben andere Leute gibt die gerne weggehen, ich bin ja schon als Jugendliche lieber bis 10 oder 111 vorm fernseher gessessen und dann ins Bett gegangen und gerne früh aufgestanden, andere sind um 10 oder 11 erst losgetigert, hab ich auch alles mitgemacht weil es ja irgnedwie sdazugehört wenn man jung ist´, lustig, irgendwie gewinnbringend fand ich zb discobesuche nicht - deswegen würd ich aber weder mich noch jemand anders der vielleicht etwas häuslicher veranlagt ist als krank (wie gesagt ich bin jetzt zufällig auch krank und weggehen strengt mich einfach im moment auch sehr an wie si ziemlich alles im Moment - daß ich nicht gern weggeh ist aber einfach meine Veranlagung) bezeichnen, ich bezeichne ja auch nicht Leute die gerne weggehen oder sonstige Vorlieben haben die ich oder viele andere Menschen vielleicht nicht haben als krank. Ich finde es schon ziemlich erschreckend wie wenig Vorstellungsvermögen und Toleranz und Respekt Du anscheinend von/für die Verschiedenheit, die Eigenarten von einzelnen Menschen (deswegen nennt man sie ja auch Individuen) hast. Vieleicht denkst Du mal darüber nach.

Beitrag von jacky 01.09.08 - 15:56 Uhr

Sorry, sollte natürlich an die Ausgangsposterin gehen :-)

Beitrag von roggip 01.09.08 - 14:53 Uhr

hallo!

1. mache doch bitte ein paar absätze, es ist seht schwer, deinen text zu lesen

2. ich bin der meinung, daß es nicht gut geht! und das nicht wegen deiner krankheit. das paßt einfach nicht und einer muß demnach immer zurück stecke. auf dauer geht das nicht gut


vielleicht hilft es dir ja aber auch, deinen inneren schweinehund zu überwinden und dich wirklich daran zu gewöhen und spaß daran zu haben.

ich kenne deine krankheitsgeschichte nicht und möchte dir nicht zu nahe treten, aber häufig ruhen sich depressionskranke auch auf ihrer krankheit aus (ich bin krank, also kann ich nach zwei std nicht mehr) und sie brauchen einen kleinen schups in die richtige richtung, um nicht ganz in der krankheit "aufzugehen"


viele grüße #herzlich

Beitrag von rosenreslii 01.09.08 - 15:05 Uhr

Hallo,
nein, wenn ich mir nur ausruhen würde auf meiner Krankheit dann wärs ja einfach, dann wüßte ich was ich tun müsste - eben den inneren Schweinhungd überwinden. Wär mir im Moment bestimmt lieber aslö zugeben zu müssen daß es mir im Moment echt schlecht geht und ich mich eigentlich permanent überfordere (dadurch ist es wohl überhaupt so weit gekommen, tue mich schwer "Nein" zu sagen, auf meine bedürfniss zu achten, wirke immer stark und belastbar) und es mir dadurch eher immer schlechter geht (dadurch daß wir uns fast nur am WE sehen kiregt mein Freund vieles nicht mit und ich verhalte mich eigentlich sehr normal, also ich jammer nicht rum oder so, sondern mache mit beim Putzen, Einkaufen, Wäsche aufhängen, auch weggehen wie gesagt meistens, und versuche dabei auch miestnes zu lächeln und guter Dinge zu sein oder zumindest so zu scheinen schon weil ich nicht möcht daß mein freund was merkt und sich Sorgen macht und weil ich ja mitmachen will bei seinem Leben, weil ich ja mit ihm zusammensein will.
Danke jedenfalls für Deine ehrliche Meinung.

Grüße zurück.

Beitrag von janamausi 01.09.08 - 21:07 Uhr

Hallo!

Ich glaube das was Du machst, kann nicht lange gut gehen. Du verstellst dich! Du tust so, als ob es dir gut geht und gibst vor ein anderer Mensch zu sein.

Sei Du selbst, sage ihm, wenn es dir zu viel wird, sage ihm wie Du dich fühlst. Entweder er versteht es, unterstützt dich und hält zu dir oder er kann damit nicht umgehen und ihr müßt euch trennen. Aber wenn Du so weiter machst und dich verstellst, wird es irgendwann einen "Schlag geben und Du wirst komplett am Boden liegen".

Und zwischen rumjammern und normal mit ihm reden ist ein großer Unterschied.

LG janamausi

Beitrag von rosenreslii 01.09.08 - 22:07 Uhr

Hallo,
ja, da hast Du recht. Ich versuche ja es zu sagen, zB gestern daß es mir zu lange war, aber er ist dann zu glücklich und zufrieden mit mir, mit dem Abend, daß er eben nur sagt: " Du gewöhnst dich schon dran." Er ist ein großer Optimist und wenn ich diekt von meienr Depression rede sagt er dan einfach: "Du brauchst doch gar nicht depressiv zu sein." So quasi weil ich ihn ja hab und alles gut wird - er mag manchmal einfach keine Problem sehen sowie ich manchmal vielleicht zu viel Probleme seh.
Er sagt ja ich soll mich nicht verbiegen, ich habe schon in unserer Kennelern-Phase des öfteren gesagt, daß er mit mir doch eigentlich nichts anfangen kann, ich wär ja nun gar kein Weggeher, und zu unflexibel, nicht nur wegen Kind und der guten halbe Stunde Autofahrt zwischen uns. Wir werden sehen wie sich die Dinge entwickeln, vielleicht schrieb ich ihm mal wieder einen Brief, ich schreibe ihm öfter, hab auch schon einen geschrieben wo ich ihm genau das sage was ich eigentlich brauche, was mir schadet, was mit guttut und daß ich im Augeblick ziemlich viel Dinge tue, mich anders verhalte als es eigentlich gut für mich wäre und ich merke daß es mir immer schlechter dabei geht.
Ich hatte das alles schon mal so ähnlich, weiß wo das enden kann, ich verdräng im Moment den Gedanken daß es mir wieder so schlecht gehen könnt, möchte halt auch einfach mal daß bei mir was einfach funktioniert.

Na ja, besagten Brief hat er natürlich nicht bekommen, obwohl er sosnt schon durchaus manchen Brief auch wirklich bekommt, wenn es sich eben nicht ergibt daß wir uns so darüber unterhalten konnten.

Gruß,
resli

Beitrag von agostea 01.09.08 - 15:08 Uhr

Absätze in deinem Text liessen mich alte Frau selbigen wesentlich einfacher lesen.

So aber strengt das meine Augen dermaßen an, das ich Mühe habe, sie in den Höhlen zu halten.

Von daher kann ich dir leider nicht mit meiner fundierten Lebensberatung zur Seite stehen.

Gruss
agostea

Beitrag von knoepfchen77 01.09.08 - 15:41 Uhr

Nein!

Das geht meiner Meinung nach nicht gut!

Wenn ich einen Partner habe, möchte ich mit diesem zusammen was erleben, gemeinsam weggehen (natürlich nicht nur). Später mal lachend zusammen sitzen und sagen: weißt Du noch, vor zwei Jahren, als wir auf dem Lotto-Konzert waren und ... passiert ist? Das war ja wohl der Hammer!

Oder auf'm Oktoberfest? Wo Du Dir die Maß Bier auf die Büchs geschüttet hast? Oder als wir zelten waren? Man, war das ein Sauwetter, was?

Das sind Dinge, die zu einer Partnerschaft dazu gehören! Man muss durchaus auch mal getrennt Dinge erleben, um sich was zu erzählen zu haben. Aber NUR getrennt - geht gar nicht!

Gruß, Knopf

Beitrag von berry26 01.09.08 - 17:32 Uhr

Hallo,

also ob das gut geht hängt sehr viel von euch ab. Bei uns ist es gutgegangen. Mein jetziger Mann ist auch sehr viel weggegangen als wir uns kennengelernt haben und ich hatte auch nie viel Lust dazu. Sprich dich einfach mit ihm aus und sucht Kompromisse. Vielleicht macht es ihm ja gar nicht soviel aus wenn er öfter mit dir daheim bleibt oder ihr macht einfach feste "Heimgehzeiten" aus wenn ihr weggeht.
Mit Offenheit könnt ihr schnell feststellen wie groß eure Differenzen sind.

LG

Judith

Beitrag von nick71 01.09.08 - 18:29 Uhr

Es geht selten auf Dauer gut, wenn ein "Partygänger" und ein "Stubenhocker" als Paar zusammenfinden.

Denke auch, dass es nicht vorwiegend an deiner depressiven Erkrankung liegt, sondern du schon von deiner Grundeinstellung bzw deinem Charakter eher der häusliche Typ bist...zumindest liest sich das so.

Und wenn dein Freund dich gerne dabeihaben möchte, du aber im Grunde genommen so gut wie nie Lust hast oder der Abend für dich nach maximal 2 Stunden gelaufen ist, finde ich das in dieser Konstellation nicht gerade förderlich für eure Beziehung.

Die Kristallkugel hat niemand im Keller...aber mit einem Mann, der ähnlich ungern weggeht wie du, wärst du wahrscheinlich besser bedient.

Beitrag von aeon 01.09.08 - 20:49 Uhr

Bei mir und meiner Frau geht es gut.

Seit vielen Jahren.

Sie ist sehr oft abends unterwegs, nicht nur zum Vergnügen, auch Termine wg. Vereinsarbeit oder Elternbeiratssitzungen z.B.

Ich gehe selten weg, schon mal gar nicht gern ohne sie.

Ich bin eher zu Hause glücklich, mit Büchern, Filmen oder dem PC.

Sicher würden wir beide gern mal etwas häufiger zusammen weggehen, was wg. unserem Kleinen nicht geht.
Aber deswegen sagen, es geht nicht gut?
Nein.
Es war auch vor dem Kind schon so, nur das wir zusätzlich mal zusammen weggehen konnten.
Aber häufiger war es schon immer so: sie weg, ich Zuhause.
Vielleicht ist ein wahrer Kern in dem Spruch "Gegensätze ziehen sich an"?

Aber für jeden kann das nicht gelten, du musst für dich allein herausfinden, ob DU damit umgehen kannst, egal wieviel andere hier es nicht können oder können.

Lass dich nicht davon beeinflussen.
Du musst nicht denken, es kann nicht klappen weil es bei den meisten nicht geklappt hat. Oder rumgedreht.

Kannst DU damit umgehen?

Viel Glück dabei, es heraus zu finden.
#klee

Beitrag von ally720 01.09.08 - 23:04 Uhr

Das kann man so pauschal nicht sagen.

Bei meinem Exmann und mir ist es nicht gut gegangen.

Es kommt darauf an, wie zufrieden ihr mit der Situation seid, ob ihr es schafft, Kompromisse einzugehen, und nicht zuletzt auch auf die Gefühle füreinander.

Daß Du derzeit bereits Zweifel hast, ist für mich ein Indiz, daß eine gewisse Unzufriedenheit bereits entstanden ist - auf beiden Seiten. Es kommt nun darauf an, was ihr daraus macht!

Beitrag von snoopy777777 02.09.08 - 08:33 Uhr

nein, er wird früher oder später andere frauen kennen lernen auf konzerte und dich verlassen