Mittwoch wird der kleine Marvin beerdigt

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muss jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von sternenhimmel2680 01.09.08 - 14:55 Uhr

Der kleine Junge aus Duisburg, der vergangene Woche von mehreren Tonnen Erde überschüttet wurde wird am Mittwoch beigesetzt.
Meine Tante arbeitet im gleichen Krankenhaus wie die Mutter des kleinen.
Es wurde viel Geld im Kollegium gesammelt und zwei Professoren der Klinik übernehmen sogar die Bestattungskosten.
So viel Anteilnahme finde ich wirklich sehr vorbildlich und rührend.

Ich wünsche der Mutter alles erdenklich Gute.....
Hoffentlich kann sie irgendwann wieder normal weiterleben und ihrem anderen kleinen Sohn wieder ein lächeln schenken.

Eine #kerze für den kleinen Marvin...:-(

Beitrag von mona98 01.09.08 - 17:40 Uhr

Hallo!!
Es ist einfach nur schrecklich.....:-(
Es ist wirklich tröstlich wieviele Menschen Anteil nehmen ,aber weißt Du ,in einer solchen Situation wird einem bewust,wie unbedeutend Geld ist!!!!!All das Geld bringt nicht eine SEkunde mit dem Menschen zurück,den man so vermißt!!!!!Aber trotzdem müssen später auch die Rechnungen bezahlt werden und das sind nicht wenige!!!!
Ich wünsche der mutter auch viel Kraft!!!!!!

Mona

Beitrag von sternenhimmel2680 01.09.08 - 19:09 Uhr

Hallo,

ja der Schmerz um den Verlust seines eigenes Kindes muss sehr grausam sein.
Vor ca. 9 Jahren ist ein Cousin von mir mit dem Auto tödlich verunglückt. Meine Tante trägt heute noch schwarz und braucht auch immer noch psychologische Unterstützung. Es war auch noch ihr einzigstes Kind.

Ich habe im Internet schon sehr viele Schicksale gelesen. Alles Eltern, die ihr Kind oder teilweise auch mehrere Kinder durch Unfälle. Krankheit und Mord verloren haben.
Und bei vielen gab es keine Unterstützung.

Es gab sogar Eltern, die sich verschulden mussten, um ihren Kind eine würdevolle Beerdigung ermöglichen zu können.

Ich habe sowas mal bei einer ehemaligen Konfirmantenfreundin erlebt.
Sie hat ihr Mädchen in der 40. SSW still geboren.
Als sie beim Sozialamt bezüglich einer finanziellen Unterstützung nachfragte, haben diese gleich abgeblockt.
Ihr Mann würde zu viel verdienen. Das sie noch Schulden hatten und jeden Monat knapp dran waren, hat die garnicht interessiert.
Die Kirchengemeinde ( unser ehemalige Pfarrer, der uns konfimiert hat), hat dann für sie gesammelt.
Und er hat dann auch alles für sie organisiert und die Beerdigung gemacht.

Ich finde sowas menschenunwürdig, wenn man als Eltern auf einmal mittellos stehengelassen wird.
ich meine, wer rechnet denn mit sowas ?
Als Eltern hat man Lebensversicherungen usw. Man schließt auch Unfallversicherungen ab für die Kinder. Aber wenn ein Kind an Krankheit stirbt oder ermordet wird, bringt die Unfallversicherung nichts.

Ich finde, es sollte so eine Art Sterbegeld für Kinder geben.
Für den Fall, dass ein Kind verstirbt, sollten die Eltern vom Staat Geld für die Bestattung bekommen.
Für jeden Scheiß wird Geld ausgegeben, aber bei sowas scheckliches sollen die Eltern selber klar kommen. Als wenn die nicht schon genug Probleme hätten.

Bei dem Fall von Marvin, finde ich das wirklich sehr lieb von den Professoren, dass sie alles übernehmen.
Aber welcher Chef macht das schon. Wohl eher die wenigsten.

Nun ja. Die Mama von Marvin wird sicher sehr dankbar sein. Auch wenn es ihren kleinen Schatz nicht wiederbringt. Dennoch ist ihr zumindest das erspart geblieben, was andere Eltern leider noch zusätzllich belastet.

Beitrag von mona98 01.09.08 - 20:41 Uhr

Ja ,jeder der das erlebt hat ,weiß wie wichtig eine würdevolle Beerdigung ist!! Ich hatte Marijke am Anfang ihrer Lehre genötigt(!) einen Sparvertrag abzuschließen,eventuell für Möbel oder ähnliches.Von diesem Geld haben wir einen Grabstein gekauft#heul....Einen Engel als Stein und mit dem Spruch "Gott hat wohl einen Engel gebraucht".ohne Marijkes ERspartes hätten wir uns den nicht leisten können! So kann es gehen.....:-( Mona#liebdrueck

Beitrag von krischi26 01.09.08 - 21:10 Uhr

Hey,

erstmal eine Kerze für den kleinen Marvin. Ich möchte mir nicht einmal vorstellen, wie schlimm es sein muss, sein eigenes Kind zu Grabe zu tragen... :-(

Und auch wenn es nicht wirklich in das Forum passt und wirklich lediglich der Aufklärung dienen soll: Hinsichtlich einer Versicherung für die Kinder. Es gibt sogeannte Kapitalversicherung auf den Todes- und Erlebensfall, die man abschließen kann und die im Falle des Todes für das Begräbnis eintreten. Ich habe eine solche für meinen Sohn abgeschlossen. Das gute ist, dass diese nicht verfällt und das eingezahlte Geld einfach so weg ist, sondern im "Erlebensfall" bekommt er die Versicherung mit 18 ausgezahlt und kann davon mal locker den Führerschein machen oder hat ein bissl Geld fürs Studium oder was auch immer er damit machen möchte. Hoffe, das ganze klingt jetzt nicht abgebrüht oder so, bin bei diesen Themen etwas unbeholfen...

Traurige Grüße

Krischi26 mit Thorben Finn

Beitrag von leipzigerin83 02.09.08 - 00:18 Uhr

Netter Tipp danke .

Beitrag von frechdachs1 01.09.08 - 18:46 Uhr

Das ist lieb das die Mutter nicht mit den Kosten allein gelaßen wird. Beerdigungen sind echt teuer:-(
Für Marvin#kerze und für die Familie viel Kraft
Frechi

Beitrag von jannic27 02.09.08 - 11:31 Uhr

#kerze

Beitrag von ela168 04.09.08 - 14:01 Uhr

Meine mittlere Tochter ist mit Marvin in den Kindergarten gegangen! Es ist einfach nur schrecklich!
Am Sonntag um 14.00h hält der evangelische Pfarrer einen Gedenkgottesdienst direkt an der Unglücksstelle!
Viele #kerze #kerze#kerze#kerze#kerze#kerze#kerze
für Marvin und seine Familie!

Beitrag von mause85 25.09.08 - 19:53 Uhr

#kerze