Adoption durch Ehemann

Archiv des urbia-Forums Allein erziehend.

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von schnuffieundschmusie 01.09.08 - 15:26 Uhr

Hallo, ich möchte meinen Lebenspartenr heiraten und wir überlegen, ob er meine Tochter (6) adoptiert.
Wir leben seit 3 Jahren zusammen und er ist der Papa für mein Kind. Zum leiblichen Vater haben wir keinen Kontakt. Ich weiß noch nicht einmal, wo er lebt. Unterhalt zahlt er natürlich auch nicht.
Ich weiß, daß im Falle einer Adoption der leibliche Vater einstimmen muß, aber wie ist es, wenn ich ihn nicht erreichen kann?
An wenn wende ich mich?
#danke
LG
Karola

Beitrag von zwiebelchen1977 01.09.08 - 19:33 Uhr

Hallo

Oh, das wird schwer. Denke nicht, das es geht. Auch, wenn er nicht auffindbar ist.
Wende dich mal ans JA.

Bianca

Beitrag von ue3 01.09.08 - 21:57 Uhr

hi
nimm dir einen anwalt, die stadt in der er mal wohnte, die dir zuletzt bekannt war oder ein arbeitgeber und ein anwalt kann beim einwohnermeldeamt nachfragen, kannst du auch, fang in der stadt an , die dir bekannt ist zuletzt von ihm.
einfacher wenn du verwandte von ihm kennst und fragst, aber es geht auch so.
l.g.

Beitrag von schnuffieundschmusie 02.09.08 - 06:54 Uhr

Hallo, danke für Deine Antwort.
Der Vater lebt evtl. in England. Er ist Engländer. Dort gibt es kein Meldegesetz. Die Unterhaltsvorschußkasse sucht ihn ja auch und kann nichts machen. Ich denke, dass das Bezirksamt (ich komme aus Berlin) mehr Möglichkeiten hat, als ich. Zumal die ja Geld von ihm wollen.
Verwandtschaft kenne ich leider auch nicht.
Er war zwar kein ONS, hat sich aber nach 1 Jahr abgesetzt.
LG
Karola

Beitrag von darkmoon66 02.09.08 - 08:05 Uhr

Das Gericht kann die einwilligung vom leibl Vater ersetzen .
Und das machen sie dann wenn es dem Kindswohl dient,was es hier ja offensichtlich tut.

Lg darkmoon66

Beitrag von parzifal 02.09.08 - 12:07 Uhr

Für eine Ersetzung der Zustimmung reicht ein "wenn es dem Wohl des Kindes dient " nicht aus. Die Anforderungen sind höher.

Für eine Ersetzung kommt es auf die konkreten Umstände an, insbesondere dem Verhalten des Vaters.

Im vorliegenden Fall sehe ich aber auch keine Hinderungsgründe die Zustimmung nicht zu ersetzen (eventuell ist der Zeitraum von drei Jahren etwas kurz, dies kann ich aber nicht beurteilen).

Beitrag von fionakind 03.09.08 - 15:25 Uhr

...den wirst du wohl auf eigene Faust suchen müssen.
Aber warum sollte er so etwas unterschreiben?
Nur weil er keinen Unterhalt zahlt? Er ist und bleibt der Vater.

Beitrag von schnuffieundschmusie 03.09.08 - 19:52 Uhr

Tut mir leid, er ist nicht der Vater, sondern nur der Erzeuger. Ein Vater kümmert sich um das Kind, so weit es möglich ist. Es gibt für mich keine Entschuldigung. Und wenn es nur ein Anruf in der Woche ist. Aber wenn nichts kommt, dann darf er sich auch nicht Vater nennen.