BV - Kriegt AG sein Geld zurück?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von sofie77 02.09.08 - 10:01 Uhr

Hallo!

Ich bin seit Anfang der SS krank geschrieben. Jetzt bin ich soweit stabil, darf aber nicht arbeiten, wahrscheinlich bis zum ET. Mein Frauenarzt würde mir ein BV geben, was mir ja auch lieber wäre als ein Krankschreibung.

Bisher dachte ich, mein Arbeigeber bekommt das Geld dann von der Krankenkasse wieder. Jetzt habe ich gelesen, dass das nur bis zu einer gewissen Anzahl von Mitarbeitern gilt. Weiß jemand was genaues?

Mein Problem ist, dass ich schwaner aus dem Mutterschutz kam, kanpp 4 Wochen alten Urlaub hatte, dann zwei Tage arbeiten war und seither krank bin. Er hat also rund 2,5 Monate Gehalt bezahlt für nix. Ich habe da ein schlechtes Gewissen und möchte ihn durch ein BV wirklich nicht weiter belasten. Dann lieber Krankschreibung und bißchen weniger Geld.

Bitte antwortet mir, denn ich möchte meinem AG echt nicht noch mehr Umstände machen oder Kosten verursachen!

Liebe Grüße

Sofie77 (22.SSW)

Beitrag von tinalein83 02.09.08 - 10:05 Uhr

Huhu!


Also bei ner Krankmeldung biste nur für die Zeit der Erkrankung abgemeldet vom Dienst. Richtig Scheiße für den AG, denn du bist für ne bestimmte Zeit krank, für die er dich weiterbezahlen muss. Aaaaber nach 6Wochen durchgehend krank geschrieben sein, bekommst du ne Entgeldfortzahlung. Heisst, dein Gehalt bekommst du von der Krankenkasse, was sehr gekürzt wird!!!! Das machen die für Langzeitkranke, damit der AG nicht so lang aus eigener Tasche zahlen muss für ne nur kranke Kraft.
Lass dir ein BV geben! Dann bekommst du normal Gehalt von der Krankenkasse und AG freut sich, dass er ne Neue einstellen kann.


LG Christina 33.SSW
die ein BV seit ca Monaten hat

Beitrag von malkin 02.09.08 - 10:06 Uhr

Das hängt davon ab, ob der AG an der Umlageversicherung teilhat. Am einfachsten wäre es wohl, ihn zu fragen.

Allerdings ist es normalerweise nicht wahlfrei, ob man krank ist oder ein BV hat - ein BV bekommst du, wenn deine SS normal verläuft, du aber deinen Job trotzdem nicht ausüben kannst, und eine Krankschreibung dann, wenn deine Schwangerschaft nicht normal verläuft und du deshalb nicht arbeiten darfst. Für gewöhnlich ist es auch wichtig, dass sich alle daran halten, denn das Geld, das du bekommst, zahlen andere Leute, und die haben natürlich keine Lust, für Dinge zu bezahlen, für die sich rechtlich gesehen nicht aufkommen müssen.

Wer ansonsten Auskunft geben können müsste, ist deine Krankenkasse.

LG;
M.

Beitrag von sofie77 02.09.08 - 10:17 Uhr

Danke für die Antwort.

Es ist so, dass ich die ersten Wochen in der Klinik lag - also krank und damit krankgeschrieben war. Da es länger als 6 Wochen war, bekomme ich ab Mitte August Krankengeld. Jetzt bin ich allerdings aus der Klinik raus, muss aber weiterhin liegen, um das Baby nicht zu gefähren, das heißt, es ist nicht klar, ob ich "krank" bin, oder einfach die Arbeit an sich (Büro) die SS gefährdet, was dann ja BV wäre.

Wie gesagt, ich möchte meinem AG nicht noch mehr Kosten verursachen. Er meinte auch schon, dass es ihm recht wäre, wenn ich in der SS nicht mehr käme - was ich sehr sehr gut verstehen kann. Wenn ich ein paar Tage komme, und dann wieder krank werde, muss er wieder 6 Wochen für nix bezahlen.

Viele Grüße

Sofie77

Beitrag von malkin 02.09.08 - 10:26 Uhr

Ja, ich kann das wirklich gut verstehen und finde es auch gut, dass du AG-seitig "mitdenkst". Wenn sowohl AU als auch BV möglich sind, ist das natürlich schön! Dann frag doch wirklich einfach mal deinen AG, ob er bei einem BV das Geld für dich wiederkriegt.

LG;
M.

Beitrag von sofie77 02.09.08 - 10:48 Uhr

Ich meine, für mich macht es ja einen geringeren Unterschied, ob ich 70 oder 100 Prozent bekomme (noch dazu bei Teilzeit in LStklasse V). Für meinen AG wäre es aber schon der Hammer, wenn er mein Gehalt weiterzahlen müsste und nix wieder bekäme. Das will ich nicht - aber ich traue mich auch nicht, ihn danach zu fragen. Denn dann hat er wieder "Arbeit" mit mir....

Danek nochmals und liebe Grüße

Sofie77

Beitrag von malkin 02.09.08 - 11:23 Uhr

Das Gesetz dazu heißt wohl
Aufwendungsausgleichsgesetz, es hat 2006 Änderungen gegeben, so dass die Zahl der Angestellten jetzt entweder keine Rolle mehr spielt oder verändert wurde, und das Verfahren, über das der AG Geld bekommt, ist das U2-Umlageverfahren oder so ähnlich (alles ohne Gewähr). Ganz ohne Verwaltungsaufwand wird es für ihn nicht sein, aber ich denke, du solltest dich an ihn wenden ... du kannst sonst noch deine Krankenkasse anrufen und befragen, die müssten dir auch Auskunft geben können, allerdings geht's ja nicht um das Geld für dich, sondern um das Geld für den AG.

LG;
M.

Beitrag von temari1 02.09.08 - 10:08 Uhr

Hallo!

Also ich habe auch ein BV! Seit dem ich das erste mal beim FA war darf ich nicht mehr arbeiten . Ist aber nicht Gesundheitklich bedingt, sondern hat damit zu tun, dass ich Schreinerin bin und die Arbeit zu schwer und gefährlich ist. Mein Chef bekommt das ganze Gehalt von der KK zurück. Soweit ich weiß, bekommt der Arbeitgeber das Geld wieder, wenn er nicht mehr als 10 Angestellte hat! Ganz genau weiss ich das aber auch nicht.

Ich hoffe, ich konnte dir helfen!

LG Yvonne + Ü-#ei (21.SSW)

Beitrag von hurricane81 02.09.08 - 10:11 Uhr

Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube wenn du krank geschrieben bist und kein BV hast, dann wird eventuell für die Berechnung des Elterngeldes auch nur dieses gekürzte Geld zur Berechnungsgrundlage genommen - ich bin mir da nicht ganz sicher, aber mir ist als hätte ich sowas mal gelesen...

Beitrag von sofie77 02.09.08 - 10:20 Uhr

Hallo!

Ja, das ist ja schon das nächste "Problem" ;-) Ich will mich eben von vorneherein absichern, da wir das Geld auch nicht zum "Verschenken" haben...

Ich glaube allerdings mal gelesen zu haben, dass Monate mit Kürzungen, die durch die SS verursacht wurden, nicht berücksichtigt werden.... Hoffe ich zumindest....

Danke und viele Grüße

Sofie77

Beitrag von malkin 02.09.08 - 10:29 Uhr

Wenn du schwangerschaftsbedingt krank bist, werden für das Elterngeld weiter zurück liegende Monate berücksichtigt. Das ist schlecht, falls du damals noch nicht gearbeitet hast. Sonst ist es gut. Du musst dann eine Bescheinigung vom FA ausstellen lassen, dass es sich um eine schwangerschaftsbedingte Erkrankung handelte (das machst du dann abschließend, frühestens beim Eintritt in den Mutterschutz).
Bei einem BV bekommst du ja weiter das volle Geld, da wird dann das berücksichtigt (soweit ich weiß).

LG;
M.