Er will einfach nicht aufs Töpfchen oder Toilette!

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von lemifradelutyl 02.09.08 - 10:15 Uhr

Guten Morgen,

ich verzweifle so langsam an unseren großen. Er wird nun im Oktober 3 und weigert sich so stark aufs Töpfchen oder aufs Klo zu gehen.#schmoll

Hatten zwiwschenzeitlich schon mal ein paar Tage wo er freiwillig mit dem Töpfchen kam, ich ihm die Windel abnehmen mußte und er wirklich etwas gemacht hat. #huepfDies war aber bisher echt selten.
Sobald ich ihn aufs Töpfchen oder Toilette setzen möchte macht er Terror. :-[Er tritt um sich, fängt an zu schreien und wirft sich auf den Boden. Mit Windel ist er das liebste Kind der Welt.

Das selbe Spiel, wenn ich morgens versuche einfach mal die Windel abzulassen.
Er darf auch schon, seit er mobil ist, mit zu uns auf die Toilette und uns zusehen. Er sagt auch schon immer "Mama, AA auf Klo, nicht Pambers machen!" Also versteht er ja eigentlich was da so vor sich geht. #gruebelIch sage ihm auch immer das er ja schon ein großer Junge ist und auf die Toilette gehen kann, und lobe ihn immer sehr wenn er auf dem Töpfchen oder Toilette war. Jedoch wehrt er sich strikt dagegen.

Er wird doch bald 3, da muß er doch langsam mal sauber werden, oder???#kratz

Wie war das bei euch??? Habt ihr vielleicht Tipps für mich???

LG lemifradelutyl mit 2 kleinen Rackern ganz fest an der Hand und #stern im #herzlich

Beitrag von otterkringer 02.09.08 - 10:33 Uhr

Hi,

also lass ihn doch..dann ist er noch nicht soweit.

meine ist seit einem Monat drei und macht auch keinerlei Anstalten...

na und...dann ist sie halt nicht trocken, lass andere Leute reden...

wenn dein Kind soweit ist, geht es schon von ganz alleine aufs WC oder Töpfchen. Ich mache mir keine Gedanken, und ganz ehrlich, ich möchte lieber das es von alleine klappt und ich sie direkt Nachts mit trocken habe, als das sie trocken ist und ich Nachts noch rumhampeln muss....

ist es so schlimm? Lass deinem Kleinen doch noch Zeit..und man sagt Jungs sind eh später als Mädchen trocken. Mit Zwang erreichst du gar nichts

LG Sylvi

Beitrag von lemifradelutyl 02.09.08 - 10:36 Uhr

Danke für deine ehrliche Antwort...

Also MIR ist das auch egal, bekomme nur den Druck von außen.

Immer diese Fragerei:"Och, er trägt immer noch die Windel? Mußt aber jetzt langsam mal anfangen, ist schon spät usw!"

Deshalb dachte ich, dass es vielleicht nicht normal wäre.

Mich stört es nicht!!!

Dann bin ich ja beruhigt!!!

LG L

Beitrag von otterkringer 02.09.08 - 10:46 Uhr

Hi

weißt du den Druck bekomme ich auch leider von einer Freundin oder von Oma...na und mitlerweile steh ich darüber...

im Kindergarten ist es durchaus normal das sie noch nicht trocken ist und die lassen ihr auch Zeit zum Glück, ich denke irgendeinen Tag wird sie aufstehen und sagen das sie die nicht mehr will und gut ist...

genauso wie sie ihren Schlafsack nicht abgeben will, da kann ich auch von allen Seite hören, kauf doch nee große Bettdecke oder ein großes Bett bla bla bla...wenn sie nicht will, warum denn?

Also nicht soviel auf andere Leute hören und einfach drüber stehen...

LG Sylvi

Beitrag von buzzelmaus 02.09.08 - 11:53 Uhr

Hallo lemifradelutyl,

ich kann mich Sylvi nur anschließen!

So wie Du die Situation beschreibst, hab ihr schon 'Krieg' zu Hause!

Dadurch kann es sein, dass es noch länger dauert, bis Dein kleiner Mann trocken wird, weil er sich jetzt erst recht stur stellt.

Das Gerede anderer Leute sollte Dich wirklich nicht interessieren! Und wenn Du Dir unsicher bist, ob das Verhalten Deines Sohnes normal ist oder nicht, dann frag den Kinderarzt oder einfach uns!

Klar, es ist nicht einfach, diesem Gerede - gerade aus der eigenen Familie stand zu halten. Aber Du bist die Mutter. Ich frag mich immer, weshalb da das Kinderwohl nicht im Vordergrund steht. Wie schlimm muss das für ein Kind sein, wenn es selbst merkt, ich möchte zwar gerne auf Toilette (weil verstanden haben die keinen schnell, wofür die ist), aber es klappt einfach nicht. Das Kind merkt dann, dass Mama das aber unbedingt will und es muss Mama immer wieder enttäuschen!

Ausserdem grenzt es für mich schon fast an Körperverletzung, wenn man den kleinen einfach die Windel weg läßt - gerade nachts - und sie sich absichtlich einnässen läßt. So nach dem Motto: Lernen durch 'Schmerzen' bzw. die nasse Hose!

Das ist so ein Quatsch!

Man muss doch die Würde der Kinder auch schützen. Und wenn dies eben mit einer Windel geht, dann soll es so sein.
Gerade Großmütter kann ich nicht verstehen! Wollen die den selbst später auch in einem nassen Bett liegen, wenn sie als alter Mensch inkontinent sind und Ihnen niemand eine Windel anzieht. Muss doch nicht sein! Oder?

Versuch Dich durchzusetzten - auch für die Zukunft! Es werden sicherlich immer wieder so Situationen kommen und da muss man manchmal auch Eltern, Verwandte oder Freunde in ihre Schranken weisen!

Alles Gute und viel Durchsetzungsvermögen

Susanne + Emily Fiona *05.08.05, tagsüber trocken seit März 2008, nachts trocken seit 1 Woche

Beitrag von maryalex 02.09.08 - 13:24 Uhr

Hallo!
Also ich sehe das etwas anders als meine beiden Vorschreiberinnen. Meiner Meinung nach ist das für deinen Sohn ein Machtspielchen. Du sagst, er kann ganz genau sagen, wann er mal muss, also braucht er die Windel nicht mehr wirklich. Ich denke, er hat unterbewusst ein bißchen Angst, dass in Zukunft dieses Ritual "wickeln" wegfällt und er dadurch weniger Aufmerksamkeit von dir bekommt. Ich würde an deiner Stelle die Windel morgens kommentarlos weglassen und ihm eine Unterhose anziehen, wenn er zetert, geh gar nicht darauf ein, sondern sag einfach "du bist groß und darfst ab sofort wie Mama und Papa auch eine Unterhose tragen, das ist was ganz besonderes!". Nicht lange rumdiskutieren, warum und ob das jetzt wirklich sein muss oder er nicht doch lieber die Windel möchte... Dann tust du eben mal für 2 Tage so, als müsstest du alle Stunde aufs Klo, sagst zu ihm, komm mit, ich muss kurz zur Toilette, geh du auch schnell, das macht man so, wenn man schon so groß ist. Jedes Mal, wenn du dann zusammen mit ihm gehst, kannst ja ne kleine Geschichte erzählen während des Toilettengangs, damit er es immer wieder spannend findet, aufs Klo zu gehen. Wenn dann was ins Töpfchen geht, dann natürlich gaaaaanz doll loben und zur Belohnung zum Beispiel einen Keks geben mit der Begründung, dass so große Jungs die so toll aufs Töpfchen gehen eindeutig eine Belohnung verdient haben.
Allerdings solltest du dich darauf einstellen, dass er die nächsten Tage trotzdem mal was in der Hose hat, ganz einfach deswegen, weils ne Umstellung für ihn ist, dran zu denken, dass da ja keine Windel mehr am Po ist. Dann darfst ihn aber nicht schimpfen, sondern ziehst ihn einfach um, ohne groß Trara drum zu machen.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es auf diese Weise lange dauern wird, bis er die Toilette genauso selbstverständlich benutzt wie bisher seine Windel.
Wenn es dich interessiert, guck doch mal in die aktuelle Eltern-Zeitschrift, da ist auch ein guter Artikel diesbezüglich drin. Du sollst ihn ja nicht drillen, aufs Klo gehen zu müssen, aber du musst ihn darin bestärken und unterstützen, es ist meiner Meinung nach zu viel verlangt, einem Kind das selbst zu überlassen. Wäre genauso, wenn man seinem Kind irgendwann die Kleidung hinlegt und sagt, los zieh dich an. Das muss es ja auch nicht alleine können, sondern man zeigt dem Kind als Mama, wie es denn funktioniert, dass man seine Hose auch richtig herum anhat, genauso ist es auch mit der Toilette denke ich.
LG Mary

PS: Bevor jetzt die Steinewerfer kommen, ich solle lieber ruhig sein mit nur einem Kind, was grad mal 16 Monate jung ist und ich hätte ja keine Ahnung: Ich darf sehr wohl meine eigene Meinung haben, werde das haargenauso durchziehen, wie ich es oben beschrieben habe und das nicht erst mit 3 Jahren, trotzdem wird mein Kind später nicht zum Bettnässer mutieren, ich habe vom "Töpfchentraining" auch keinen Schaden davongetragen! Zudem konnte ich bisher sehr viele Erfahrungen mit Kindern sammeln, sowohl in der Familie, als auch in meiner Funktion als Babysitter (seit 10 Jahren!), von daher kann ich schon ganz gut abwägen, wozu Kinder mit 3 Jahren fähig sind und wozu nicht...

Beitrag von lemifradelutyl 02.09.08 - 19:57 Uhr

Hallo,

dank dir 1000000mal... Das sind ja mal gute Tipps.

Werde ich morgen gleich mal ausprobieren.

Hab zum Glück heute alle Unterhosen gewaschen. Werd mir dann in den nächsten Tagen auch noch ein paar billige kaufen, die dann nach der Trainingszeit weggeschmissen werden.

Vielleicht nehme ich ja sein Lieblingsbuch oder sein Magnadoodle mit.

Das mit dem Keks finde ich auch toll. Hätte mich das gar nicht getraut zu schreiben, in der Angst das wieder irgendwelche dummen Kommentare kommen.

LG L