aufarbeitung kindheit?

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muß jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von tinka85 02.09.08 - 19:21 Uhr

ich wusste wirklich nicht wo ich hin soll aber hier hab ich oft schon von ähnlichen problemen gelesen und daher versuch ich hier rat zu finden.

ich habe eine horrorkindheit hinter mir und diese fing an als ich 1,5 jahre alt war...ich kann mich an vieles erinnern von dem zeitraum an aber vieles verdrängte ich auch denn ich habe viele lücken im kopf.durch die geburt meiner tochter vor 6 wochen füllen sich einige lücken und es kommen unkontrolliert bilder hoch die alles zusammenfügen.

in meiner jugend bin ich fast zerbrochen an meiner kindheit und mit 12 hat endlich mal jemand geholfen und mich da raus holen lassen...von da an bis ca 16 steckte ich in heftigsten kriesen und habe viele hilfen bekommen aber nie konnte ich sie annehmen...ich war einfach zu labil...

sprich habe keine therapie gemacht sondern mir selbst beigebracht mit meinen problemen umzugehen.ich habe sogesehen symptome behandelt aber keine ursachen.

nun sind eingie jahre vergangen und ich komme mit den unkontrollierbarem umgehen und es ist auch alles gut. doch habe ich immer mehr den wunsch danach zu wissen was ncoh alles war. es war so schon alles mehr als heftig abe das was ich bzw mein hirn zu verdrängen versucht muss ja noch viel heftiger sein...ich rede viel mit meiner sister seit kurzem da sie oft dabei war. wenn sie mir von situationen erzählt und wie ich ausgesehen, um hilfe geschrien usw habe...aber ich kann mich nich erinnern...ich würd mich gern für 24 stunden ins kino setzen und einen film von a-z über meine ganze kindheit gucken um endlich abschliessen zu können.

mir wurde in der jugend mal eine traumatherapie empfohlen weils nich so riskant gewesen wäre (labilität) denn ich wäre geistig abwesend gewesen und hätte glaub ich nur dem therapeuten alles erzählt aber es selbst nich richtig mitbekommen. aber das will ich gerade nciht. ich möchte wissen was los war

ich würde auch gerne wissen welche verhaltensweisen ich aus der ganzen sache nachbehalten habe ( weil ich immer sag ich habs doch sehr gut weggesteckt)

hat hier vielleicht jemand nen plan ob ich jetzt noch die möglichkeiten eienr therapie habe?

hat jemand erfahrungen damit was so eine t.bringt?

wer würde denn die kosten tragen?

ich bin grad bissl durcheinander


hoffe hier gibts menschen denen es ähnlcih geht

Beitrag von sommersprossenlili 02.09.08 - 21:45 Uhr

Liebe Tinka,
kann spüren, wie sich alles in dir bewegt, weil die Worte ja nur so aus dir heraussprudeln.
Nach einer Geburt steht die Gefühlswelt ohnehin noch Kopf. Und aus den Dingen, die du andeutest, denke ich, du hast viel Schlimmes erlebt und eine Therapie kann hilfreich sein. Du solltest dir aber darüber Gedanken machen, was du von einer Therapie erwartest. Es ist dafür nie zu spät, die Kosten trägt normalerweise die Krankenkasse. Du kannst verschiedene Therapeuten für ein Erstgespräch besuchen, bevor du dich für jemanden entscheidest. Wenn du einen guten Hausarzt oder Gyn hast, sprich sie darauf an. Vielleicht können sie Empfehlungen geben. Auch dazu, ob nun gerade ein günstiger Zeitpunkt für eine Therapie ist oder ob du noch warten solltest.
Wünsche dir und deinem Baby alles Gute,
Andrea

Beitrag von scrollan01 03.09.08 - 11:27 Uhr

Hallo Du!

Eine Freundin meiner Schwester und von mir hat das selbe durch!

Ihre Kindheit und die der 2 Geschwister war von Anfang an die Hölle! Und sie erinnert sich auch an fast jedes Detail!

Hilfe bekam sie laaange nicht, fand ihren Bruder später tot in seiner Wohnung wo er seit 1 Woche lag (Drogen) und so weiter ....

Seitdem sie erwachsen ist ist sie in Therapie - hat auch 2 Kinder!

Sie lebt ein normales Leben mit Arbeit und Reiten und so ... aber ohne Theraoie dauerhaft fängt sie an zu leiden!

Sie hatte mal Therapiepause - das ging gar nicht gut!

Jetzt geht sie 1x/Woche und sie kann leben!

Dass sie überhaupt noch lebt - und nicht schon als Kind gestorben ist - das ist ein Wunder!

Wenn ich an ihre Geschichte denke, weine ich immer!

Schlimm ...

Ich wünsche Dir alles Glück der Welt!!!!

LG Scrollan

Beitrag von carmen7119 03.09.08 - 13:50 Uhr

ich habe selbst therapeutische begleitung in meinem leben und habe auch schon eine bzw mehrfache stunden traumatherapie(emdr)hinter mir.
ich kann dir nur raten,such dir einen guten therapeuten!
es wird wahrscheinlich eine weile dauern(bei mir 1jahr)bis du einen termin bekommst,aber ich kann dir nur sagen:"es ist wunderbar!"
endlich kann ich frei und offen über mich und meine gefühlsmomente sprechen!
mein leben ist wieder etwas einfacher geworden...

natürlich heilt dich kein psychologe!
das musst du ganz allein schaffen!

lg
carmen