Wahnvorstellungen - Todesangst

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Beitrag von jacquibabe 02.09.08 - 19:40 Uhr

Hallo zusammen,

seit einem Monat habe ich Todesängste bzw Wahnvorstellungen!

Um es an einigen Beispielen zu erklären:

1) Ich bin Kellnerin und bilde mir seit einigen Wochen immer häufiger ein ich stolpere und schneide mir mit den zerbrochenen Gläsern beim Sturz die Halsschlagadern auf. Diese Situation habe ich auch sehr oft im Traum.

2) Ich steige aus der U-Bahn und gehe zu den Treppen. Dabei kommen Bilder in meinen Kopf, wie mich jemand schubst und ich zwischen U-Bahn und Wand falle und dabei ums Leben komme.

3) Ich sitze auf einer kleinen Mauer, hinter mir eine gut befahrene Straße, und auch da kommen wieder die Bilder, wie mich jemand schubst, ich von der Mauer auf die Straße falle und von einem Auto überfahren werde.

Das sind nur einige Beispiele von den Bildern, die sich den letzten Monat in meinem Kopf abgespielt haben!

Was ist das, und was kann ich tun? Ich habe keine Angehörigen oder Freunde verloren oder bin sonst in irgendeiner Form mit dem Tod in Verbindung gekommen. Ich bin 20 Jahre alt! Das ist doch nicht normal!

Freue mich auf Antworten!

Beitrag von sheltie 02.09.08 - 19:44 Uhr

Du musst dringend zum Psychiater, normal ist das nicht.

Beitrag von fradec 03.09.08 - 08:35 Uhr

Hallo...

...also zum Psychiater mußt Du vielleicht nicht gleich, aber Du solltest mit Deinem HA darüber sprechen und Dich zu einem Psychologen überweisen lassen.

Alles Gute...ist nicht schlimm...aber lass Dir helfen, es wird nicht von allein besser!

LG

Beitrag von aliciakommt 03.09.08 - 09:03 Uhr

Das sind keine Wahnvorstellungen. Wahnvorstellungen wären, wenn du zB denkst, ein bestimmter Gast würde dich umbringen wollen. Aber du sicher wärest, dass er das will. Und du gar nicht erkennst, dass du dir das alles nur einbildest.
Todesangst finde ich geht auch anders. Wenn du nicht mehr Bahn fahren kannst und nicht mehr Kellnern gehen kanst, dann ist es schlimm.
Du hast komische Gedanken. Die haben die meisten Menschen.
Das erste was du tun solltest, ist das zu akzeptieren. und dann eine Therapie bei einem guten (!!) Psychologen machen.
Tut dir sicher gut, aber ich glaube, das wäre für die meisten Menschen gut :0)
Dir alles Gute, Nina und Lizzy inside

Beitrag von moonlight83 03.09.08 - 11:00 Uhr

Hallo,
das sind eindeutig Zwangsgedanken.
Sich aufdrängende Gedanken, die man unterdrücken möchte, weil sie unangenehm sind. Wenn es Dich sehr belastet, würde ich Kontakt zu einem Neurologen aufnehmen.

Beitrag von bobb 03.09.08 - 14:25 Uhr

und was soll der neurologe machen?ein eeg und sagen,daß etwas nicht stimmt?
das wird er da wohl nicht sehen.

Beitrag von moonlight83 04.09.08 - 10:58 Uhr

Er kann Medikamente verschreiben!

Beitrag von bobb 04.09.08 - 13:38 Uhr

das kann ein anderer arzt auch.dann kann sie auch zum gyn...
ne,im ernst.man sollte wohl erstmal die ursache rausfinden und nicht gleich medis verschreiben.wär auch fürn psychologen.

Beitrag von moonlight83 06.09.08 - 13:07 Uhr

Sicher kann das ein anderer Arzt auch.
Aber der Neurologe hat wohl mehr Erfahrung auf dem Gebiet.
Oder lässt Du Dir vom Orhopäden die "Pille" verschreiben.

Beitrag von joulins 03.09.08 - 11:49 Uhr

Hallo Jaqui,

das sind Zwangsgedanken (auch, wenn sie nur auch dich bezogen sind), und die können gut therapiert werden - mit einer Gesprächstherapie oder auch einem leichten Neuroleptikum/Antidepressivum.

Wenn es mittlerweile so weit ist, daß es deine Lebensqualität einschränkt, dann gehe zum Arzt (Psychiater/Neurologe).

Alles Gute!
Joulins

Beitrag von jacquibabe 03.09.08 - 12:06 Uhr

Ich frag mich nur, wieso das ganze auf einmal Auftritt!? Ich habe eigentlich keine Angst zu sterben. Ich bin ja noch so jung! Gibt es da bestimmte Ursachen für?

So weit, dass ich nicht mehr arbeiten kann oder nicht mehr Bahn fahren kann ist es nicht. Aber ich hatte es heute zB schon wieder undzwar als ich ne Rolltreppe in nem Laden runtergefahren bin und als ich über die Straße gegangen bin.

Mittlerweile sind diese Gedanken/Erscheinungen schon fast täglich oder sogar mehrmals am Tag da.

Beitrag von moonlight83 03.09.08 - 12:26 Uhr

Manchmal passieren Dinge unterbewusst, und Du weisst gar nicht, warum Du so reagierst. In diesem Fall wäre eine Gesprächstherapie das beste.
Auf jeden Fall brauchst Du keine Angst haben, dass Du verrückt wirst.

Beitrag von joulins 03.09.08 - 13:32 Uhr

Ich schließe mich Moonlight an - manchmal tritt so etwas unterbewußt ein, man bemerkt es kaum und es verschlimmert sich. Oder aber es liegt eine Störung im Gehirnstoffwechsel vor, ausgelöst durch z.B. ein hormonelle Umstellung, oder eine Störung der Schilddrüse.

Vielleicht würde auch ein Gang zum Endokrinologen was bringen?

Da du schreibst, daß es mehrmals täglich auftritt, würde ich eigentlich zum sofortigen Arztbesuch raten, weil Wartelisten für Therapien bei Personen, bei denen keine akute Selbst- oder Fremdgefährdung vorliegt, mitunter sehr lang sind (abhängig vom Ort). Sei offen und ehrlich zur Sprechstundenhilfe - sie ist diejenige, die dir einen früheren oder späteren Termin beim Arzt geben wird.

Hab keine Angst, daß du nun verrückt wirst. Leichte Störungen des Gehirnstoffwechsels können gut auf Medikamente eingestellt werden. Je schneller du zum Arzt gehst, desto schnell geht es dir besser!

Alles Gute! #klee#liebdrueck
Joulins