Konsequenz oder Strafe?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von kaltesherz0907 02.09.08 - 20:00 Uhr

ist das verkehrt wenn ich sage " du bekommst das und das nicht, wenn du das und da snicht machst?

Beispiel:

wenn du nicht aufhörst zu schreien, gibts gleich keine Gummibärchen? (blödes Beispiel)

oder : "es gibt gleich kein Ei, wenn du dein Brot nicht isst?"

ist das verkehrt?

Beitrag von bine3002 02.09.08 - 20:06 Uhr

Also ich würde immer schauen, dass die Konsequenz mit dem "Vergehen" in Verbindung steht. Brot und Ei hätten eine Verbindung, Schreien und Gummibärchen nicht.

Und von verkehrt würde ich in dem Zusammenhang nicht sprechen. Verkehrt wären Schläge oder derbes Anbrüllen. Schreien und Gummibrächen sind vielleicht allenfalls etwas unglücklich und für das Kind unverständlich.

Beitrag von miau2 02.09.08 - 20:11 Uhr

Hi,
eine Konsequenz kann auch Strafe sein, ich bin jetzt kein solcher Theoretiker, dass ich da irgendwie immer pauschal unterscheiden würde ;-).

Das erste Beispiel kann man auch anders sehen - die Süßigkeiten werden als Belohnung für eigentlich total normales Verhalten (es sei denn, es wird wegen einem wirklichen Aua geweint o.ä.) angeboten. Ob das wirklich der richtige Weg ist wage ich zu bezweifeln, denn wenn ich Kind wäre würde ich nur noch schreien - nur, damit mir meine Eltern Gummibärchen fürs Aufhören anbieten...

Zweites Beispiel: bei uns gibt es regelmäßig am Tisch Geschrei, weil es keinen Belag ohne Brot gibt. Meinetwegen kann Max das einzeln essen, aber nur, wenn auch Brot gegessen wird gibt es Wurst, Käse... - mit Strafe hat das für mich nichts zu tun. Das normale Verhalten (bzw. das, was wir wollen) wäre ja das Brot mit Belag zu essen und nicht nur die sprichwörtlichen Rosinen rauszupicken. Er wird also nicht zusätzlich belohnt, sondern die Konsequenz ist das, was total normal ist. Und es gibt nichts extra, bloß, weil er Wurst UND Brot ist - das wäre dann wieder dein erstes Beispiel. Oder es gibt nicht nur die Wurst, damit er aufhört zu schreien ;-).

Das ist jetzt doch zu theoretisch...keine Ahnung, ob ich jetzt irgendwie beschreiben konnte, was ich meine...gerade eben hatte ich eine Antwort geschrieben dazu, ob man z.B. ein Spielzeug, das nicht aufgeräumt wird als "Konsequenz" (nach Androhung) einfach mal wegnimmt. DAS finde ich wirklich konsequent, und das ist auch was, was die Kleinen nachvollziehen können. Und zumindest das klappt bei uns auch gut.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von yellowbutterfly 02.09.08 - 20:22 Uhr

konsequenzen an sich finde ich gut. der zusammenhang zwischen der tat und der konsequenz sollte aber erkennbar sein.
aber ich würde nie irgendwas mit essen drohen, also essen als belohnung oder strafe einsetzen. und ich würde meinen sohn auch nie zwingen erst was anderes zu essen, bevor er das, was er eigentlich will, bekommt.

Beitrag von sandra_123 02.09.08 - 20:22 Uhr

irgendwann hatte hier mal ne mutti den tip gegeben, es einfach positiv und nicht als eine art der "erpressung" zu formulieren. das fand ich toll und versuch es auch oft zu benutzen.

also eher so: "wenn du mit dem schreien aufhörst, darfst du noch ein gummibärchen." oder "wenn du das brot aufgegessen hast, kannst du noch ein ei haben".

klappt natürlich nicht immer. habe heute auch meiner tochter "gedroht" (und auch durchgesetzt), dass ich die puppe zurück lege (ins regel, wir waren einkaufen im laden) wenn sie nicht an meiner hand läuft. manche dinge lassen sich nicht positiv verpacken. :-p