Privtavorsorge für die Kleinen

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von sweet110 02.09.08 - 20:09 Uhr

Hallo Ihr Lieben,
ich hoffe das Ihr mir ein wenig helfen könnt, ich hatte letzte Woche ein termin mit meinem Versicherungsmann, er hat mir eine Privatvorsorge für meinen Kleinen "angedreht" halte ich ja auch für gut, nun wollt ich mal wissen ob und was ihr so abgeschlossen habt.

Meine Fakten:
-ARAG
-Privataltersvorsorge
-25 Euro/mtl.
-kann nach den ersten 3Jahren ans Geld ran (sollte man natürlich nicht), 500 müssen bis zum 18. Geb des Kindes immer drauf bleiben
-zwischen 6-9% Zinsen
-bekommt das Geld sonst mit beginn des Rentenalter


Ist das gut, oder habt ihr vielleicht was besseres? Eine Freundin hat so etwas ähnliches, eine Unfallversicherung, wenn nichts passieren sollte, dann bekommt das Kind zum 18. das Geld wieder ausgezahlt.

Bin da echt überfragt


Danke im Vorraus;-)

Beitrag von kirschtorte28 02.09.08 - 20:32 Uhr

Hallo!


Also ich habe für meine Kinder auch diese Unfallversicherung abgeschlossen.
Das ist wie ein Sparbrief, Ein kleiner Teil des Geldes geht in die Versicherung, der andere Betrag wird gespart und man bekommt in mit 18 ausbezahlt.
Ich habe das über die Bayern Versicherung gemacht, weiß aber nicht ob es das wo anders bessere Angebote gibt. Ich zahle auch so um die 25-26 Euro pro Monat.
Un die Kinder bekommen so, um die 6000,- Euro mit 18 raus. Mußte aber erst nachsehen um genauere Zahlen nenne zu können. Ich fand es halt gut, da sie das Geld dann für den Führerschein und ein Auto nutzen können.
ICh würde mir an Deiner Stelle noch von anderen Versicherungen was einholen, Falls Du noch Deine Versicherung noch widerrufen kannst.

Alles Gute, wünsche ich Euch.

Beitrag von wemauchimmer 03.09.08 - 08:00 Uhr

Hi sweet,
ich weiß nicht ob ich das richtig verstanden habe: Du zahlst für eine *Altersvorsorge* Deines Kindes? Hört sich für mich schwer nach einem provisionshungrigen Finanzmenschen an.
Ich sehe das so: Meine Kinder sollen für *ihre* Altersvorsorge selber aufkommen und meine Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, daß sie das möglichst gut können. Also investiere ich doch in so Sachen wie Erziehung, Bildung, Wohnumfeld, Geschwister... aber gewiß nicht in ihre Rente...

Beitrag von jamey 03.09.08 - 09:20 Uhr

das ist bissl kurz gedacht von dir. vernünftige anlageoptionen erlauben, an das ersparte nach ein paar jahren ranzugehen... sollte also das kind mal studieren oder den führerschein machen wollen oder ein was weiß ich benötigen.....dann kann man dieses ersparte durchaus nutzen (zumindest einen teil davon)...was weiß ich denn wie lange ich meine arbeit habe und ob ich meinem kind in 20 jahren mühelos die ausbildung oder das studium (teil)finanzieren kann...da ists doch nett, wenn man erspartes hat. ferner ist es gewollt, dass die kinder mit vollendung des 18 LJ oder mit abschluss der ausbildung die vorsorge selbst übernehmen und einzahlen, dank eines frühes starts der ansparzeit (nämlich kleinkindalter) kann mit relativ geringen beträgen eine gute summe im alter erreicht werden. wenn das kind dies nicht weiterführen will, dann kann es die sache kündigen und sich mit dem rückkaufswert begnügen..... was ist bitte daran verkehrt?

Beitrag von jamey 03.09.08 - 09:24 Uhr

lass es so, die sache scheint okay. im rahmen einer unfallversicherung spart man nicht, die verzinsung ist mäßig. außerdem sind die beiträge enorm höher als bei einer reinen unfallrisikoversicherung und die leistung in der regel schlechter.

man kommt besser wenn man schutz und sparen trennt....

ich habe für meinen sohn was ähnliches wie du...nen fondssparplan mit 50€ monatlich, wir können auch nach ner zeit an das geld ran, können sondereinzahlungen tätigen und er kann das ganze nach beendigung der ausbildung übernehmen. tut er dies.... ist er im alter fein raus :-)

Beitrag von miau2 03.09.08 - 13:25 Uhr

Hi,
"Altersvorsorge" klingt merkwürdig, aber inhaltlich klingt es erheblich besser.

Wenn es möglich ist, dass das ganze auch (natürlich ohne weitere Kosten) mit Volljährigkeit des Kindes beendet wird.

Wir haben einen Fondssparplan, klingt ähnlich wie deins (ist aber ASPECTA). Pro Jahr 600 Euro (Jahresbeitrag ist i.d.R. billiger), ab dem 3. oder 4. LJ kann bis auf einen kleinen Beitrag beliebig viel entnommen werden, Einmalzahlungen sind problemlos möglich usw. usw. Das ganze hätte noch kombiniert werden können mit einer Unfallversicherung (ohne Beitragsrückzahlung, dabei zahlt man i.d.R. drauf), da war aber unsere normale günstiger.

Und wir (oder unser Sohn) haben die Wahl, ob das ganze am 18. Geburtstag endet oder am 21. oder er es dann als seinen eigenen Fondsparplan weiterlaufen lassen will (muss ja nicht gleich Altersvorsorge sein, unsere Fonds waren Ansparpläne für z.B. das neue Auto, das wir gekauft haben).

Unfallversicherungen mit Beitragsrückzahlung sind (wie so ziemlich alle Risiko-Absicherungen mit Rückzahlung) i.d.R. teurer und bringen weniger Rendite, als wenn man das Risiko getrennt vom Sparen versichert.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von pete1323 03.09.08 - 18:14 Uhr

Hallo Miau2!

Ich möchte mich gar nicht in die Diskussion der "besten" Anlage einmischen, habe einen kurzen Hinweis/eine kurze Frage zu Deinem Posting.

"Wir haben einen Fondssparplan, klingt ähnlich wie deins (ist aber ASPECTA)"

-> Für mich steht ASPECTA für Versicherung; entsprechend würde ich hier eine fondsgebundene Versicherung vermuten.

"Pro Jahr 600 Euro (Jahresbeitrag ist i.d.R. billiger)"

-> Bei Fondsanlagen kann das aber auch in die Hose gehen, weil Du den Cost-Average-Effect nicht nutzt und somit vielleicht sehr ungünstig (oder eben auch günstig) einkaufst.


gruß pete

Beitrag von miau2 04.09.08 - 11:13 Uhr

Hi,
klar können Fonds auch in die Hose gehen, es ist keine komplett risikofreie Geldanlage (wenn man mal Riester-Fondssparpläne außen vor lässt, für die gelten andere Regeln). War es aber auch noch nie, und der "Anlageberater", der was anderes behauptet hat entweder den Beruf verfehlt oder handelt mehr als fahrlässig. Gut, wenn man das dann für den Fall der Fälle (wie ja überall empfohlen, aber oft vom Verbraucher nicht beachtet) dokumentiert hat ;-).

Aber über einen (vermutlichen) langen Zeitraum von 16 oder noch mehr Jahren ist es nach Erfahrungswerten so, dass Fonds gute Möglichkeiten bieten. Und in die Zukunft gucken und genau sagen, dass am Tag X das Ereignis Y eintreffen wird kann niemand.

Mag sein, dass es bei Fonds auch in die Hose gehen kann mit dem Jahreseinkauf, dieses Jahr wird es bei uns wohl fast der günstigste Einkauf überhaupt sein. Kann also auch umgekehrt einen sehr positiven Effekt haben, und im Durchschnitt über die lange Laufzeit dürfte es sich ausgleichen (auch wieder so ein Erfahrungswert aus der Vergangenheit...). Billiger sind aber auf jeden Fall die Gebühren. Heißt, von dem Beitrag, den wir einzahlen landet schlicht und einfach mehr in der Anlage.

Versicherung ist nicht komplett falsch, dieser Fondsparplan (an sich keine fondsgebundene Versicherung) bietet die Möglichkeit der Koppelung an verschiedene Versicherungen. Wie beschrieben war das Angebot der Unfallversicherung vergleichsweise teuer, aber da man ja nicht zwangsweise abschließen mussten haben wir das halt nicht gemacht. Wir haben es gekoppelt mit einer Todesfallabsicherung für den Versorger, die Gebühren dafür waren vergleichsweise niedrig, und so ist das halt ein Baustein bei uns im Bereich "Risikoabsicherung". Eine getrennt laufende entsprechende Erhöhung der BU und Risiko-LV für den Versorger wäre auch nicht billiger geworden, das war unser Vergleich.

Es gibt halt einfach nicht die pauschal richtige Anlageform für alle. Wer lieber was komplett risikofreies will, der ist mit was anderem besser beraten.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von urbaner 04.09.08 - 00:25 Uhr

Zwischen 6 und 9 Prozent hat Dir der gute Mann garantiert? Damit setzt er sich aber arg in die Nesseln. Wenn Du gut drauf bist, die Verzinsung nicht erreicht wird und Du ein Beratungsprotokoll hast, in welchem er die Rendite erwähnt, kannst Du ihn sogar dafür haftbar machen.
Altersvorsorge für die eigenen Kinder sollte meiner Meinung nach aufgrund der langen Laufzeit zum Großteil über ein gutes Fondsportfolio realisiert werden, nicht über Versicherungsprodukte.