Meine Tochter wird regelmässig in der Schule verletzt...

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Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von schnecke86 02.09.08 - 20:47 Uhr

Meine Tochter (4.5Jahre) geht in die Vorschule.
Dort sind momentan nur maximal 10 andere Kinder und sie haben einen abgetrennten Bereich mit Aussenspielplatz der gut zu übersehen ist.

Sie geht nun seit Februar in die Schule und hatte anfangs nie Schwierigkeiten und freute sich auf die Schule.

In ihrer Gruppe ist nun ein Junge (deutlich kleiner aber älter) der mir von Anfang an so vorkam das er weitaus mehr Aufmerksamkeit benötigt als andere (ich möchte das Wort ADS vermeiden) weil er immer den Clown spielt und ziemlich frech ist und auch zum Beispiel zur Lehrerin sagt sie ist eine Hure etc.

Seit ungefähr 2 Monaten fing das ganze nun an, Tabea bekam neue Schuhe und war damit das erste Mal in der Schule.
Als ich sie abholte traf mich der Schlag, vorne alles nicht mehr weiss sondern sie sahen aus als schon 1 Jahr alt.
Auf nachfragen wie es passiert ist sagte sie Elias (der Junge) hätte sie immer wieder mit einem Stein vorne rumgeschabt und sie auch gehauen am Arm.

Ich habe die Lehrerin gefragt die davon nichts bemerkt hat und diese meinte nur sie achtet in Zukunft mehr auf beide.

Dann ging es weiter sie sagte immer wieder Elias hat mich heute gehauen und ich erklärte ihr das sie zur Lehrerin gehen soll wenn sowas ist.

Habe mit der Lehrerin gesprochen die mir dann nur sagte Elias ist eben so und hört nicht.


Tabea weint abends bevor sie ins Bett geht und morgens wenn sie in die Schule soll das sie nicht will weil sie Angst vor Elias hat.

Letztendlich wurde die Hose von ihr zerschnitten mit einer Schere im Unterricht!
Ich dachte gut vielleicht war sie nicht so unschuldig wie sie tut und ist eben passiert.
Habe der Lehrerin nochmals gesagt das dies unter Ihrer Verantwortung passiert ist (nur 10 Schüler, da hat man doch den Überblick!) und ich nicht möchte das sowas nochmal passiert weil die Schere auch ins Auge hätte gehen können.

Gestern kam ich zum abholen und sie sagte gleich Tabea hätte einen kleinen Unfall gehabt und nun ein Pflaster.
Dabei hatten sie einen kleinen Welpen auf dem Schoss (nicht nur die Lehrerin) und alle knutschen den Hund ab.
Ob jemand eine Tierallergie bzw das der Hund überhaupt nicht geimpft ist war wohl nicht relevant.

Ich habe nur ein Pflaster gesehen mit roter Tinktur drauf und es zuhause abgemacht.
Ui was konnte die Lehrerin froh sein das sie nicht in der Nähe war, weil schon auf dem Nachhauseweg sagte meine Tochter mir das sie etwas aufheben wollte vom Boden und Elias draufgetreten wäre mit Absicht.
Ich habe mir die Wunde angesehen und direkt am Nagel ist der halbe Finger auf bzw. auch verstaucht.

Tabea erzählte mir dann sie wäre wie immer sofort zur Lehrerin, diese hätte es aber einfach so hingenommen was Elias getan hat und es gab keine konsequenzen.

Heute morgen dann habe ich zur Lehrerin gesagt das es so nicht geht, warum sie gestern nicht erwähnt hat das Elias die Schuld trägt und das man ein kind was so verletzt ist zum Arzt schickt bzw die Eltern benachrichtigt schliesslich hat sie 4 Nummern von uns.
Ich habe ihr auch deutlich gesagt das wenn so was noch einmal vorkommt mit Elias das meine Tochter immer wieder verletzt aus der Schule kommt ich sie abmelden werde.
Sie meinte mal wieder Elias ist eben so wie er ist und er würde auch nicht hören sie würde mit seiner Mutter sprechen.

Hallo, die Mutter ist doch gar nicht dabei im Unterricht und sie hat in der Zeit die Verantwortung!

Ich weiss einfach nicht was ich tun soll, es sind nur 10 kinder in der klasse da ist es doch nicht zuviel verlangt sie zu beaufsichtigen?

Ich möchte auch nicht das meine Tochter immer wieder verletzt heim kommt bzw richtige Schulangst hat sie sind doch erst in der Vorschule!

Hat eine von euch einen Tip?

Achja wir wohnen nicht in Deutschland.







Beitrag von dore1977 02.09.08 - 21:33 Uhr


Hallo,

ganz erlich mir wäre an Deiner Stelle schon lange die Hutschnurr geplatzt.
Da die Leherin offendlichtlich vollkommen unfähig ist würde ich mich an ihren Vorgesetzten wenden. Ich weis nicht wie es bei Euch mit Vorschulplätzen aussieht. Wen eine Wechselmöglichkeit da ist würde ich sie in betracht ziehen.

lg dore

Beitrag von schnecke86 02.09.08 - 21:48 Uhr

Ein Gespräch mit der Vorgesetzten haben wir erst nächste Woche erhalten :-[

In dieser Schule gibt es nur eine Lehrerin für Vorschule, diese hat 2 Gruppen einmal morgens mit meiner Tochter (10 Schüler) und mittags ab 12 Uhr was mir gar nicht passt da ich auch arbeite.

Eine Alternative wäre ein andere Schule, aber es gibt hier keine andere in erreichbarer Nähe und ich habe kein Auto bzw. öffentliche Verkehrsmittel gibt es nicht.

Ausserdem würde in Schulwechsel enorme kosten verursachen, hier gibt es Schuluniformen und eine neue Schule bedeutet komplett neue Schulunform die nicht billig ist.

Von der Schule im allgemeinen bin ich eigentlich begeistert da es zum Beispiel jetzt schon Informatikunterricht und Englisch gibt, aber von der Lehrerin nicht.
Zumal es eine Privatschule ist und ich Schulgeld zahle.

Mir geht es nicht darum wie sie Ihren Unterricht führt, mir geht es aber um die Auswirkungen die meine Tochter hat nämlich in der Vorschule schon Schulangst und das geht beim besten Willen nicht.

Ich verlange auch nicht das der Junge nun nochmal wechseln soll, ich möchte nur das er besondere Aufmerksamkeit bekommt das sowas nicht noch mal passiert.

Beitrag von blaue-rose 02.09.08 - 21:42 Uhr

Hallo Schnecke,


meine Tochter hatte ähnliche Probleme im Kindergarten, es war zwar nicht ganz so extrem. Sie würde öfter von einem Kind aus ihrer Gruppe geschlagen. Wir haben mit den Erziehern gesprochen, es änderte sich aber leider nicht viel.
Darauf hin habe ich meiner Tochter erklärt wenn sie wieder angegriffen wird von dem Kind möchte sie zurückschlagen( ich weiß es ist nicht die feine Art). Am nächsten Tag im Kindergarten habe ich es auch den Erziehern gesagt und sie aufgefordert das sie meine Tochter nicht ausschimpfen sollen wenn sie sich wert. Es war natürlich das große Entsetzen bei den Erziehern. Es hat aber seid dem keine Probleme mehr im Kindergarten gegeben. Scheinbar war es möglich, das sie ab da, das betreffen Kind besser unter Kontrolle hatten.


Freundliche Grüße blaue-rose

Beitrag von schnecke86 02.09.08 - 21:53 Uhr

Ich muss zugeben das habe ich ihr gestern auch versucht einzubläuen das sie sich wehren soll zumal sie weitaus grösser ist.

Sie sagte dann nur wenn sie es macht bekommt sie Ärger in der Schule und sie möchte nicht schlagen weil sie auch nicht geschlagen werden möchte.

Ich erstmal so #schock, aber sie hat Recht denn genau das habe ich ihr immer gesagt wenn sie mich früher gehauen hat bzw andere.

Was soll ich denn dazu noch sagen, schliesslich habe ich es ihr beigebracht das man andere nicht haut weil man selbst nicht geschlagen werden möchte....

Beitrag von blaue-rose 02.09.08 - 22:02 Uhr

Deine Kleine hat Recht.

Für mich war es auch wichtig das die Erzieherinnen von mir bescheid bekamen damit meine Tochter kein Ärger bekommt.

Es ist aber auch leider so das meistens schwächer oder Kinder die sich nicht wehren geschlagen werden. Sie soll ja auch nicht anfangen zu schlagen so lange sie nicht angegriffen wird. Es ist ja nicht schlagen sondern verteidigen. Sollte sie bereit sein sich zu verteidigen, ist es ganz wichtig das ihre Erzieherinnen von dir bescheid wissen und du hinter deiner Tochter stehst.

Beitrag von tigerente2004 02.09.08 - 22:21 Uhr

Hallo,
meine Tochter war auch in der Vorschule, aber sowas kenne ich ganz und gar nicht. Eine Lehrerin, die so ein Verhalten i.O. findet, ist ja wohl nicht nur JEtzt unverantwortlich, sondern auch für die bevorstehende Schulzeit - Prost Mahlzeit - da kann sich ja dann auch die Lehrerin in Zukunft freuen.
Wie diese Lehrerin sich JETZT auf der Nase herumspringen lässt, kann ja nicht Dein Problem sein... bitte sehr...
Aber das Verhalten gegenüber Mitschülern - dafür ist sie auch mitverantwortlich...
Sind denn noch andere betroffen ?
Denn wenn ja, zusammen beim Rektor mit der Lehrerin vorsprechen. Und da sollten dann mal Toleranz, Akzeptanz genauer besprochen werden..


Gruß
Tigerente2004

Beitrag von lilliana 03.09.08 - 07:30 Uhr

Ganz ehrlich: ich würd mir erstmal die Mutter von dem kleinen Terroristen vorknöpfen und wenn das nicht bringt den Jungen selbst!

Hab ich selbst mal gemacht, als mein damals 2-jähriger Sohn im Kindergarten von einem 5-Jährigen geschlagen wurde. Der Stand da gerade so rum als ich meinen Sohn abgeholt hab und da hab ich ihn mir geschnappt. Der hat nie wieder auch nur ein böses Wort zu Louis gesagt *kicher*.

Die Lehrerin hat mich Sicherheit die Aufsicht in der Zeit da hast du absolut Recht, aber ich glaube "an dem Kind selbst" können nur die Eltern was ausrichten. Erziehung ist eben Elternsache...

Nichts desto trotz solltest du auf jeden Fall ein Gespräch mit der/dem Vorgesetzten der Lehrerin suchen. Sich da so einfach aus der Affaire zu ziehen ist nicht!

Liebe Grüße
Lilli

Beitrag von shalyda 03.09.08 - 08:30 Uhr

Hallo,

ich würde auch mit den Eltern sprechen und zwar klartext - aber freundlich.

Ebenfalls mit dem Vorgesetzten der Lehrerin und wenn möglich auch noch mal mit dem Jungen.

LG, Shaly

Beitrag von amorvincitomnia 03.09.08 - 18:22 Uhr

Du hast das Akronym ADS NICHT vermieden sondern im Gegenteil in Dein Posting geschrieben. Du hast ganz offensichtlich überhaupt keine Ahnung, was AD(H)S ist - DAS jedenfalls nicht, das ist miserables Benehmen und ein Kind, das überhaupt keine Grenzen kennt. Ich finde solche platten Vorurteile absolut daneben.

Darüber hinaus wundert es mich, wie hilflos Du angesichts dieser Situation bist. Die meisten Dinge sind doch absoluter Kinderkram. Die Kinder streicheln einen Hund, und Du fragst nach Impfschutz des Welpen??? Der kann sich bei den Kindern mehr wegholen als umgekehrt. Das ist doch total hysterisch. Und wenn sie ihre Schuhe nicht strapazieren soll, ziehst Du ihr halte Schuhe an, wenn sie in den Kindergarten geht, wo ist das Problem? Und wieso heult sie, weil sie nicht hin will? Ich verstehe das nicht, sie ist doch selbst offensichtlich kein Engel?

Beitrag von nessi104 03.09.08 - 20:29 Uhr

nur zur info-
ads oder adhs bedeutet nicht,das ein kind furchtbar böse und gewalttätig ist.
es bedeutet auch nicht,das ein ads kind mehr aufmerksamkeit will als andere kinder.im gegenteil.ihre eigene aufmerksamkeit ist schwach bis katastrophal.

ich habe ein adhs kind,und es macht mich rasend,hier immer wieder lesen zu müssen,das ein rotzefreches unerzogenes kind in den augen vieler leute direkt adhs haben muss oder könnte.
das ist ein widerliches vorurteil.
mein sohn hat ziemlich ausgeprägtes adhs,und er ist weder böse noch sonstirgendwas.einfach nur schusselig und sehr quirlig.und seine konzentration ist ohne medis unter aller kanone.
soooooo.
was deiner tochter widerfährt,ist natürlich übel.da muss man doch was unternehmen können.
die lehrerin scheint mir auch nicht sehr kompetent zu sein,wenn sie sowas nichtmal mitbekommt,bei nur 10 kindern.
sie muss dafür sorgen,das deine tochter nicht verletzt wird.sie hat doch in diesem moment die aufsichtspflicht.ich glaub ich wär da schon ziemlich garstig geworden.

lg

Beitrag von manavgat 04.09.08 - 11:03 Uhr

Ich finde, dass es sehr lange dauert, bis Du mal reagierst!

Teil der Schule schriftlich mit, was passiert ist. Dass es sich um Verletzung der Aufsichtspflicht handelt und Du erwartest das die Hose (Kosten angeben) umgehend ersetzt wird. Dass Du ein Gespräch mit der Mutter/dem Vater und diesem Kind zusammen mit Deinem Kind und Dir erwartest und dass hier umgehend etwas passieren muss.

Wenn die Schule das nicht klärt: Anzeige wegen Körperverletzung.

Gruß

Manavgat