wer kennt sich mit Pferden aus ? wir haben ein Problemfall...

Archiv des urbia-Forums Mein Tier & ich.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Mein Tier & ich

Welches Haustier passt zu unserer Familie? Wie oft muss ein Hund geimpft werden? Woher bekommen wir Rennmäuse? Tierliebhaber finden in diesem Forum Antworten auf alle Fragen rund um die Tierhaltung. Achtung: Über unser Forum dürfen keine Tiere weitergegeben werden.

Beitrag von sarahconnor 02.09.08 - 20:50 Uhr

Hallo,

wir haben einen 13j. alten Wallach, und eine 8 j. Stute, die ein 5 mon. altes Stutfohlen hat.

die Stute hat den totalen Futterneid, der Wallach wird mehrmals am Tag traktiert und vermöbelt. der arme tut mir richtig leid. sobald er in ihre Nähe kommt, dreht sie ihm den Hintern zu und schlägt übelst aus. heute ist es wieder so eskaliert, dass er richtig heftik Nasenbluten hat und seine Nase ist jetzt heut abend richtig geschwollen. sie war am fressen (heu lag am Boden) und er wollte nur an der Futterrampe schauen, was los ist und schon drehte sie ihm wieder den hintern zu und er ging richtig zu boden.

wir wissen nicht was wir tun sollen.

wir schätzen, dass die Stute "ruhiger" wird, wenn das Fohlen nicht mehr saugt, wegen den Hormonen etc. kennt man ja auch von Frauen :-)

ich hab nun richtig schiss vor ihr.

hat jemand auch solche Erfahrungen gemacht ? hat jemand einen Rat ?

lg
sc

Beitrag von jeanny0409 02.09.08 - 21:05 Uhr

Getrennt fressen lassen.
Und eventuell durch einen mobilen Zaun ect. grundsätzllich trennen bis das Fohlen größer ist.

Beitrag von melliwelli 02.09.08 - 21:16 Uhr

huhu
das klingt ja schrecklich , aber ich würd es auch versuchen mit getrennt fressen lassen und wenn ihr heu aufs paddock oder die weide macht würd ich mindestens 1haufen mahr machen als pferde da sind , damit die nich am selben knabbern müssen...
erzähl doch mal wie ihr es gelöst habt
lg

Beitrag von germany 02.09.08 - 21:14 Uhr

Kann meiner Vorschreiberin nur zustimmen.Hatten auch mal eine Stute mit Fohlen und die war zu der Zeit auch mega biestig!

Beitrag von julinka 02.09.08 - 21:22 Uhr

Hallo,

meine erste frage wäre mal ob die beiden denn vorher schon zusammen waren und ob sie da schon so zu ihm war. Wenn nicht würd ich sie trennen. Auf alle fälle. Und später noch mal versuchen zusammen zu lassen wobei wenns dann auch nicht klappt überhaupt trennen oder einen hergeben. Ach ja beim Futter sowieso immer nen haufen mehr als Pferde da sind und kraftfutter immer weit auseinander verteilen.

Liebe grüße

PS: Kannst die frage auch noch mal im Club Pferde Kinder und Reiten unter einem Hut stellen.

Tanja;-)

Beitrag von phoe-nix 02.09.08 - 21:40 Uhr

Die Pferde zu trennen, wäre die allerletzte Lösung und dürfte gar nicht nötig sein. Leider macht die TE ja keine Angaben zur Art derr Haltung, sodass man die Situation schwer beurteilen kann.

Das Verhalten der Stute ist völlig normal und bei ausreichendem Platzangebot und genug Futterstellen bzw. Weidegang kann der Rangniedere ja ausweichen.

Wenn nur zugefüttert wird, würde einfaches Anbinden beim Fressen schon Abhilfe schaffen.

LG

Beitrag von phoe-nix 02.09.08 - 21:37 Uhr

Die Stute verhält sich völlig normal, mich wundert nur, dss der Wallach ihr immer wieder zu nah kommt.

Wie haltet Ihr die 3 denn zur Zeit? Hat er genug Platz, auszuweichen oder warum zieht er sich Verletzungen zu?
Wie füttert Ihr?

Wenn die 3 hauptsächlich von der Wiese leben und nur zugefüttert werden, würde ich sie beim Kraftfutter fressen separieren (kleine Paddocks mit E-Draht abstecken) oder anbinden.

Wenn Ihr aber im Auslauf Heu füttert, muß ausreichend Platz für alle 3 sein und mehrere Futter- und Wasserstellen vorhanden sein, sonst hat das Rangniedrige Tier nicht viel zu lachen.

LG

Beitrag von sarahconnor 02.09.08 - 21:48 Uhr

@ phoe-nix:

also im Stall hat jeder seine Box, das Fohlen ist klar, bei der Mama. morgens bekommt jeder Kraftfutter/Weizenkleie/Hafer in seiner box in seinem eigenen Behälter.
dann können alle zusammen auf die Weide hinters haus, wo erst ein gepflasterter Bereich kommt mit Offenstall, (der dann übergeht in die Weide) und 3 riesige Haufen Heu - klar mit Abstand von 2-3m (da auf der Weide nicht mehr soooo viel Gras ist) wo dann alle noch fressen und dann tagsüber auf der Weide sind, sie kommen immer mal wieder zum trinken hinters haus und dampfen wieder ab auf die weide. abends holen wir sie wieder in Stall, jeder in seine Box und jeder wieder seinen eigenen Bereich mit eigenem (Kraft-)Futter.

der Wallach ist echt lebensmüde weil er immer wieder zu ihr geht. der ist ein ganz ein gutmütiger Kerl. und kriegt immer wieder auf die Fresse.

letztens hat sie auch unseren Bekannten, der auch 4 Pferde bei uns im Stall stehen hat und "nur" an ihr vorbeigelaufen ist, geschnappt. kam wie ein geschoss mit dem kopf auf ihn zu, aber zum glück ist nichts passiert.

hab nun einen heiden respekt vor der Stute. wenn ich sicher wüsste, dass es "nur" am stillen/saugen liegt, und sich das wieder einrenkt, dann hätt ich ja noch hoffnung aber so ein biestiges Vieh im Stall da hab ich auf lebzeiten echt Angst :-/

lg
sc

Beitrag von risala 03.09.08 - 09:14 Uhr

Hallo!

Ist das das erste Fohlen der Stute? Wie war sie denn vor der Geburt?

Meine Stute hat - je nach Pferd - die anderen auch auf Abstand gehalten (drohen, beißen, treten) als Gandhi noch klein war. Es gab aber auch Pferde, denen sie Gandhi als "Onkel" od. "Tante" überlassen hat.

Standen die Stute und der Wallach schon vor der Geburt zusammen? Od kam er erst jetzt dazu?

Außerdem finde ich die Abstände zw. den Heuhaufen viel zu klein. Der Wallach hat keine chance ans Heu zu gehen, ohne eine gefegt zu bekommen. Erhöhe die Abstände auch mind. 5m, ab besten sogar an 3 ganz verschiedenen Stellen. Und schaff eine 2 Wasserstelle.

Hast Du schon viel Erfahrung mit Pferden? Mir würde dieses Verhalten keine Angst machen - die Stute schützt, wenn dieses Verhalten erstnach der Geburt aufkam - nur ihr Fohlen. Einige werden dabei eben garstig, andere nicht. Sollte das auch vorher schon so gewesen sein, dann ist es entweder ein Erziehungsfehler od. schlechte Erfahrungen.

LG
Kim

Beitrag von phoe-nix 03.09.08 - 11:32 Uhr

So wie ich das verstehe, kam die Stute mitsamt Fohlen in den neuen Stall und zum Wallach.
In der Konstellation ist ihr Verhalten noch wesentlich verständlicher. Ganz anders ist es ja, wenn Fohlen im bestehenden und funktionierenden Herdenverband geboren werden.

LG

Beitrag von sarahconnor 02.09.08 - 21:41 Uhr


ne wir haben den Wallach seit 1,5 J. und hatten dazu 2 Hengstfohlen. die haben wir aber verkauft weil mein Mann die "Wartezeit" nicht ausgedulden konnte und haben nun die Stute + Fohlen dazu gekauft und die dann zu dem wallach gelassen. die ersten Tage verliefen eigentlich ganz gut, ja klar, gezicke, aber im Rahmen. das Fohlen rennt dem Wallach auf Schritt und Tritt hinterher, sind ganz Dicke.

auch im Stall musste mein Mann die Beiden anliegenden Boxen bis unter die Decke hoch mit Eisengittern "sicher" machen, die Stute ging ab wie Lumpi´s Spitz sobald der Wallach in seinem Stall nur rumgedreht hat. da hatte sie schon schiss, er könnte ihr ein Grashalm wegfressen.

auf der Weide sind sie nun jeden Tag seit ca. Mitte Juni zusammen.

wir haben aber das Gefühl, dass es immer schlimmer wird mit dem Traktieren.

liegt das echt am "stillen" - saugen ????

meint ihr, die Hormone legen sich wieder ???

wir haben immer 3 Riesige Haufen Heu hinterm Haus (die können praktisch Hinterm Haus (gepflasterter Hof mit Offenstall) dann direkt auf die riesige Weide.

jeder frisst auch von seinem Haufen, aber dann will die Stute guggen, was der dumme Wallach frisst, wenn sie dann angestampft kommt, dann ist schon so eine dicke Luft, dass er selbst dann schon freiwillig abhaut. geht das ihr aber nicht schnell genug, dann umdrehen und Arsch hinheben und ausschlagen :-(

man, so ein Theater.

aber schon mal danke für eure Antworten.

lg
sc

Beitrag von jumper 03.09.08 - 08:32 Uhr

Sollte es erst sein, seit das Fhlen da ist müsst ihr eben trennen. Geht das nicht zumnidest 2-3 Futterplätze für Heu anbieten und getrennt unter Aufsicht fütern. manche Stuten wollen einfach keinen in der Nähe haben

Beitrag von phoe-nix 03.09.08 - 11:35 Uhr

Das wäre aber ganz große Scheiße (sorry) für die Sozialisierung des Fohlens.
Für mich wäre es die letzte Möglichkeit, vorher würde ich Auslauf und Offenstall sperren, wenn möglich und die 3 in der Box natürlich separieren, tagsüber aber auf der hoffentlich ausreichend großen Weide zusammen laufen.

Mit kompletter Trennung schafft man beim Fohlen möglicherweise gleich ähnliche Probleme im Sozialverhalten.

Mensch, was hatten unsere Fohlen es gut, die in der intakten kleinen Herde geboren wurden ohne Stress und Theater. Die hatten ihre Mutter als Milchquelle und für Notfälle zum Petzen und haben ansonsten die anderen genervt und sich an die jungen Stuten gehängt .

LG

Beitrag von jumper 03.09.08 - 12:51 Uhr

Ja, da hast du Recht. Aber wenn es selbst mit getrennten Futterplätzen nicht klappt wurde ich eine Trennung vorziehen als weitere Verletzungen. Ich weiß nicht wie schlimm es ist, andererseits denke ich wird das beigestellte pferd "normalerweise" schnell merken, dass er sie eben in Ruhe zu lassen hat.

Ich kenne bisher nur 1 Fall in dem die Trennung der einzige Weg war. Die Stute hatte ihr erstes Fohlen bekommen und beim Kampf einer anderen Stute das Auge ausgeschlagen und ein Loch in den kopf geschlagen. Da blieb nur die Trennung.


Aber im normalfall geht es auch ohne denke ich.

Beitrag von phoe-nix 03.09.08 - 13:47 Uhr

Ist auf die Ferne schwierig zu beurteilen - wir haben seit Ewigkeiten Pferde und sind entsprechend hart im Nehmen....

Bei nem ausgeschlagenen Auge wäre ich dann aber wohl auch empfindlich.

Ich denke aber, es liegt mit an der Umgebung.
Solche Konstellationen von Pferdebestand funktionieren auf großer weitläufiger Wiese mit ausreichend Futter besser als im Auslauf, in dem 2 x täglich gefüttert wird....

Unsere Pferde stehen (max. 6 Stück bis jetzt) auf 4 Hektar natürlich strukturierter Weide, die sie bis zum Herbst nicht leer gefressen gekommen. Da gibt es natürlich keinen Anlaß zum Futterneid und genug Ausweichmöglichkeiten.

Ne fohlenführende Stute mit zweifelhafter Vergangenheit im Auslauf an einen neuen Stallpartner zu gewöhnen, ist natürlich deutlich riskanter.

LG

Beitrag von jumper 03.09.08 - 15:38 Uhr

Das stimmt, wir wissen die genaueren Umstände nicht. Aber ich kenne meist nur Offenstallhaltungen, daher war das dann wenn meist kein problem, da die pferde sich seit Jahren kannten.

Liebe Grüße