Unterhaltsfragen und Bestandschaft?

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von kirschtorte28 02.09.08 - 21:23 Uhr

Hallo Ihr!


Ich bin mit den Vater von meine Kind das vor 11 tagen geboren worden ist, nicht mehr zusammen. Habe auch nur noch über SMS oder mal ein Anruf Kontakt,
wo er mir immer wieder sagte das er die Vaterschaft anerkennt, das hat er aber bis heute nicht getan. Jetzt hat mich das Jugendamt angeschrieben, wegen einer Beistandschaft. Wie käuft das ganze dann ab? Bekomme ich dann das den Unterhaltsvorschuß dann immer vom Jugendamt bezahlt und die holen sich das Geld dann von Ihm wieder? Erzählt mir mal wie das genau abläuft und wieviel Unterhalt ich dann bekomme?
Wie sieht es auch mit Unterhalt für mich aus?

Bedanke mich im vorraus für Euere Antworten!


Gruß Torte28

Beitrag von jules1971 02.09.08 - 22:17 Uhr

Hallo,

es ist durchaus nützlich eine Beistandschaft einzurichten, da sich diese dann um die Vaterschaftsanerkennung und den Kindsunterhalt kümmert.
Bis geklärt ist, wie viel Unterhalt der KV zahlen muss, kannst Du Unterhaltsvorschuß beantragen ... und ja, das Jugendamt holt sich diesen dann gegebenenfalls vom KV zurück.
Du kannst im Rahmen einer Beistandschaft auch eventuelle Unterhaltszahlungen über das Jugendamt laufen lassen, d.h. der KV zahlt zunächst ans Jugendamt und die überweisen das Geld an Dich weiter.
Das ist zum einem praktisch, weil viele Väter doch einen gewissen Druck haben, wenn sie ans Jugendamt zahlen müssen und zum anderen wenn was wegen Unterhaltsvorschuß verrechnet werden muss.
Der Unterhaltsvorschuß beläuft sich auf 125 Euro.
Alles über die Beistandschaft, die Du im Übrigen jederzeit aufheben und wieder einrichten kannst, kannst Du hier nachlesen:
http://www.bmfsfj.de/Publikationen/beistandschaft/root.html

Um Deinen Betreuungsunterhalt kümmert sich das Jugendamt nicht.
Wenn Du Alg II beziehst, geht Dein Unterhaltsanspruch automatisch auf die ARGE über und die holen sich die Leistungen vom KV zurück.
Beziehst Du kein Alg II, musst Du Deinen eigenen Unterhaltsanspruch selbst per Anwalt durchsetzen.

Gruß,
Julia

Beitrag von sopi601 02.09.08 - 22:24 Uhr

UHV sind pro Kind 125 Euronen. Ich hab kürzlich auch ne Beistandschaft beantragt.
Dann schreiben die den Kindsvater an, dass er den Mindestsatz von glaube 202 Euro pro Kind bezahlen soll bzw seine Einkünfte offen legen soll, erstmal decken die damit ihre evtl vorhandenen Rückstände und wenn was über bleibt wird es an das Kind weitergeleitet.
Was Unterhalt für dich angeht, weiß ich nicht. Das Jugendamt vertritt die Interessen des Kindes.
Ich finds ne ganz angenehme Sache. Ich weiß, dass ich nie großartig was an Unterhalt für die Mädels zu erwarten habe von meinem Exmann, mich aber auch nicht von ihm mit ein paar warmen Worten vertrösten lassen will, können sich die Herrschaften vom JA mit ihm und seiner Unzuverlässigkeit rumschlagen. Ich bezweifel sowieso, dass sein Beschäftigungsverhältnis nach dem Bescheid vom JA lange fortbestehen wird.
Mach einfach mal nen Termin dort, die werden dir Weiteres erläutern. Ich weiß allerdings auch nicht wie das ist, wenn er die Vaterschaft noch nicht anerkannt hat?!?
LG und alles Gute für dich und das Baby
sopi

Beitrag von jules1971 02.09.08 - 22:30 Uhr

Nachtrag:

Das Jugendamt fordert den KV auf, die Vaterschaft anzuerkennen und bietet ihn gegebenenfalls noch die Möglichkeit eines Vaterschaftstestes auf SEINE Kosten an ... geht er darauf nicht ein, reicht die Beistandschaft Vaterschaftsfeststellungsklage ein und dann wird es für den KV richtig teuer.