Bin am Ende - nach 2 Tagen Eingewöhnung

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von steffimausi 02.09.08 - 21:57 Uhr

Hallo,
ich könnte nur noch heulen. Nachdem wir schon an einer Tagesmutter "gescheitert" sind, hatten wir uns dazu entschieden, Marie (2 Jahre) in den Kiga zu geben (haben das seltene Glück gehabt). Dort sind u.a.ältere Kinder und nicht nur Babys we bei der TM.
Kurz und schmerzlos: Gestern war der erste Tag und alles lief prima. Marie fands gut, hat gespielt, sich gefreut und wir sind sogar bis zum Mittag geblieben. Ich bin sogar für eine viertel Stunde raus und sie hat nicht einmal gefragt. Gestern abend hat sie dann total lange zum Einschlafen gebraucht und immer gesagt "morgen nicht Kindergarten". Trotzdem ist sie heute morgen freiwillig losgegangen.
Der vormittag heute verlief dann schon superschlecht. Sie hat nur gejammert "nach Hause", "ins Auto" usw. und saß nur auf meinem Schoß. Im Laufe des vormittags wurde es dann trotz extremer Müdigkeit besser und sie spielte mit, lachte, und - man glaubt es kaum- wollte zum Schluss kaum nach Hause.
Zuhause war sie dann völlig überdreht, hat nur eine Std. geschlafen. Heute abend konnte sie wieder nicht einschlafen und fing aus heiterem Himmel fürchterlich an zu weinen (das kennenwir eigentlich gar nicht!) :"Nicht in den Kindergarten!" Zuhause bleiben!!!". Sie hat sooo bitterlich geweint und ist darüber eingeschlafen. Ich habe nur noch mitgeheult (heimlich).:-(
Was ist das los? Sie hat regelrechte Panik. Generell ist sie superanhänglich und eher ängstlich. Aber ich bin doch noch gar nicht richtig weg gegangen? Mir zerreist es das Herz. Was soll ich tun? Morgen wieder hin? Wir haben vier Wochen eingeplant für die Eingewöhnung. Hat jemand ähnliches erlebt? Danke für eure Antworten.

Beitrag von gemeinhardt 02.09.08 - 22:02 Uhr

Hallo,

Du darfst mal nicht aus den Augen verlieren, was für ein unglaublich großer Schritt, das für einen kleinen Menschen ist.
Sie WEISS was über kurz oder lang kommt.
Nämlich dass sie dort bleibt und Du gehst.
Jetzt muss sie erstmal lernen und erfahren, dass Du immer und immer und immer wiederkommst.
Sie muss von DIR spüren, dass sie gerne dort sein darf und Deine Zweifel und Ängste müsstest Du gut abstellen.

Das wird schon.
Für viele Kinder ist das einfach schwer, sie muss sich lösen. Dort jemanden finden, dem sie vertrauen kann.
Das passiert nicht in 2 Tagen.

Lg Cora

Beitrag von yadvashem 02.09.08 - 22:29 Uhr

Hallo!!!

Ich weiß, so eine Eingewöhnung kann für Eltern (und Kinder) echt der Horror sein.
Spreche da aus Erfahrung, bin nämlich von Beruf Erzieherin.

So ein Kindergartentag bedeutet unglaublichen Streß für die Kinder: viele Kinder, fremde Erwachsene, Spielzeug, Räume - und vorallem eine ungeheure Lautstärke.
Das mag zuerst natürlich die Neugier wecken, und viele Kinder stecken das Ganze auch so weg, andere aber eben nicht.
Gerade, wenn deine Tochter schon eine eher negative Erfahrung mit der Tagesmutter geamacht hat, wird es vermutlich ein längerer Weg, bis sie den erzieherinnen so sehr vertraut, dass sie gerne in den Kiga geht.
4 Wochen Eingewöhnung ist durchaus üblich in dem Alter - und auch notwendig!!

Wie ist das mit den Erzieherinnen, hat deine Tochter da eine feste Bezugsperson? Das wäre für sie bestimmt sehr wichtig.


Ich drücke euch die Daumen, dass sich die Situation bald bessert, und wünsche dir ganz viel Kraft! Nicht aufgeben!!
Falls du Fragen hast oder Text und Buchempfehlungen zum Thema Eingewöhnung brauchst, schreib mir über VK. (Habe da viele Fortbildungen zum Thema gemacht)

LG, Simone

Beitrag von ally720 02.09.08 - 22:42 Uhr

Hallo!

Bist Du denn darauf angewiesen, daß sie in den Kindergarten geht (wg. Arbeit)?

Vielleicht ist sie einfach auch noch nicht reif genug für den Kindergarten?

Rudolf Steiner z. B. ist der Auffassung, daß ein Kind in den ersten 3 Jahren nach Möglichkeit noch bei der Mutter bleiben soll und daß die eigentliche "Kindergartenreife" erst mit 3,7 Jahren besteht.

Also könnte es auch einfach noch zu früh für sie sein.

Nur so ein Denkanstoß...

Gruß
Ally

Beitrag von mannu 02.09.08 - 23:39 Uhr

Komisch das mein Sohn das mit 1 Jahr locker weggesteckt hat und seid einem Jahr begeistert zu seinen Tageseltern geht...

Das Problem ist eher, dass die Kinder um den 2. Geburtstag herum in einer Phase stecken, wo sie mehr mitbekommen aber noch nicht verstehen.

Sehe das an unserem kleinen der seit einem Jahr begeistert Karusell fährt und nun auf einmal Angst davor hat und zwar weil es sich bewegt und laut ist und Lichter und Musik an ist.
Er bekommt das bewusster mit und kriegt Angst.

In dem Alter kann es für ängstliche Kinder etwas schwieriger sein, sich von Mama und Papa zu trennen.

Aber das muss es nicht und es ist auch eine Frage wie die Eltern damit umgehen...

Beitrag von terrortoertchen 02.09.08 - 23:20 Uhr

hallo du arme!

die frage wäre ja mal generell, wie die 2 jahre seit ihrer geburt denn so waren???
denn wenn sie nur bei der gescheiterten tm war und sonst nur bei dir, mußt du, glaub ich, einfach noch viel geduld mitbringen...

mein sohn ist das genaue gegenteil, er ist seit er 5 monate alt ist bei der TM und ist nicht so irre auf mich fixiert, da er das eben schon alles kennt. und wenn er bald in den KIGA geht, wird es nicht sooo irre anders sein als sein tagesablauf zuvor, verstehst du???!!!

also gib dir und ihr zeit....

lg
tt

Beitrag von mannu 02.09.08 - 23:34 Uhr

Ich denke nicht das ein Kindergarten für ein Kind besser geeignet ist, welches vorher schon Angst bei einer TM hatte die in der Regel viel weniger Kinder hat.

Wie lange hattet ihr es denn bei der TM probiert??

Ich kann dir aus Erfahrung meiner TM und was ich selber in unserer Eingewöhnungszeit so mitbekommen habe nur sagen, dass es eben Kinder gibt die sich schwer tun.
Da war mal ein Kind das hat über 2 Monate nur nach Mama und Papa geweint, weil auch die Eltern nicht richtig loslassen konnten..

Als sie dem Kind dann aber gesagt haben, dass die Mama nicht zu Hause ist (was sie in der Eingewöhnungphase ja nun noch war und das wusste das Kind) und es nicht nach Hause kann, hat er sich damit abgefunden und nach kurzer Zeit so gut eingelebt und sich wirklich um 180Grad gedreht..

Ihr müsst auf jeden Fall dran bleiben und auch dahinter stehen.
Kinder merken, wenn die Eltern zweifeln und das macht sie auch unsicher.
Zieht das einfach durch, auch wenn sie weint und nicht möchte.....
Sie wird sich dran gewöhnen und merken, dass es ihr Spaß macht.

LG Mannu