wie bringe ich meinen Sohn (fast 3) dazu vom hund weg zu bleiben??

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von carrigan 03.09.08 - 11:20 Uhr

hallo..


ich habe folgendes problem..

mein sohn wird ende november 3 jahre alt.

und wir haben eine schnauzerhündin, mittelgroß.
wir haben sie schon 5 jahre.

nun lässt mein sohn einfach nicht die finger von ihr.

ich hatte sie schonmal für ein halbes jahr zu meiner mutter gebracht, weil sie durch den stress nicht mehr stubenrein war, was sich dann legte.

nun ist sie wieder bei uns, und er fängt wieder an sie zu ärgern.

er rennt ständig hinter ihr her, will sie aus ihrem körbchen zerren, oder sich auf sie drauf legen.

die geht ständig weg, und versucht irgendwo ihre ruhe zu haben, aber er kann es, auch nach ermahnung nicht lassen.

nach einer ermahnung, stecke ih ihn für 10 min. in sein zimmer und erkläre ihm immer wieder, dass die chelsea (hund) das nicht möchte, und dass sie da weint, und aua hat, aber ihn interessiert das nicht.

er meint dann immer nur : ich chesi ärgern!! und grinst.. und dann bleibt er weitere 10 min. in seinem zimmer,...

er bringt mich förmlich noch zum ausrasten.

er ist mittlererweile fast nur noch in seinem zimmer, weil er sofort wieder den hund ärgert, sobald ich ihn rauslasse

er lässt sich nicht mit spielzeug ablenken, möchte auch nichts anderes mit mir spielen, nur "chesi ärgern!"

wie bringe ich ihn denn endlich dazu es zu lassen???

ich bin in der 23.ssw und habe schon wehen und soll mich vom FA aus schonen, aber sooo wird das nie was..

ich könnt echt heulen..

habt ihr rat?

danke LG Suzy

Beitrag von amely_09 03.09.08 - 11:35 Uhr

hallo,

wir haben ja ein ähnliches problem, allerdings ist mein sohn gerade erst 1 geworden... der hund ist aber von anfang an dabei.

unsere erste maßnahme, als das anfing: ein türgitter zwischen wohnzimmer und flur. so kann man die beiden mal trennen, ohne gleich einen wegzusperren.

der kleine turnt furchtbar gerne in ihrem körbchen rum, und ärgert sie immer mit spielzeug. wir behalten das alles streng im auge, und holen ihn immer wieder weg. sie hat auch schon mal geknurrt (wurde von uns natürlich sofort sanktioniert) - die gelegenheit habe ich aber auch genutzt, um dem kleinen zu erklären, dass der hund böse werden kann und das gefährlich ist.

reagiert die hündin denn nie mal genervt? immer nur unterwürfig? er ist doch schon fast 3, man müsste ihm doch schon erklären können, dass der hund dann auch böse werden kann und ihm weh tun kann, wenn er ihn zu sehr ärgert?

ist wirklich schwierig in deiner situation, mit der schwangerschaft. ich turne hier immer rum und nehme ihm vom körbchen weg. auf dauer mühsam... und mit schwieriger schwangerschaft ja gar nicht zu machen.

oh je, ich drücke dir die daumen!

amely

Beitrag von carrigan 03.09.08 - 11:44 Uhr

halloo..


unser wohnzimmer ist auch der eingangsbereich, also ein gitter ist leider nicht möglich.

meine hündin knurrt auch irgendwann, und ich hab ihm auch schon tausend mal erklärt, dass sie ihn beißen kann und das aua machtm, und er sie in ruhe lassen soll, wenn sie in ihrem körbchen ist,

aber er lässt es nicht. er findet es lustig, und es macht ihm anscheinend spaß!! :-[
trotz meinen erklärungen und versuchen ihm es begreiflich zu machen.

er ist so ein helles köpfchen, dass ich mir aber auch nicht vorstellen kann, dass er es nicht versteht..

und meine hündin tut mir soo leid..

ist echt schwierig hier...

Beitrag von maryalex 03.09.08 - 11:48 Uhr

Hallo!
Wollte dir nur kurz sagen, dass es falsch ist, den Hund für sein knurren zu bestrafen! Das ist ein Warnsignal des Hundes. Wenn du dieses unterbindest, merkt er sich, dass das nicht erwünscht ist, warnt beim nächsten Mal nicht mehr vor, sondern geht im Extremfall gleich zum beißen über!
Aber bleib unbedingt dran, das deinem Kleinen auch jetzt schon beizubringen, dass er am Körbchen nichts verloren hat etc. Hat bei uns auch etwas gedauert, aber das funktioniert mittlerweile problemlos. Der Hund wird eigentlich ignoriert(außer er kommt von selbst um sich streicheln zu lassen), das Körbchen großzügig umkrabbelt, auch wenn es leer ist! Das ist ganz wichtig, denn ich denke, das Kind kann es noch nicht unterscheiden, warum er mal hin darf und mal nicht.
Wünsche dir noch viel Geduld;-)
LG Mary

Beitrag von amely_09 03.09.08 - 13:08 Uhr

hm, danke, ja. du hast natürlich recht.

vielleicht ist bestrafen ja auch das falsche wort für das, was wir dann machen. eher ein ermahnen. seit sie welpe ist, wird sie, wenn sie zickig ist (zb auch anderen hunden gegenüber ohne aggression von deren seite) ermahnt, "lieb" zu sein.

dann zeigt sie zwar immer noch, dass sie keine lust auf den anderen hund hat (oder auf das kind in dem moment) aber sie zieht sich zurück.

das kind wird also in einem solchen fall vom körbchen entfernt, und es wird ein kollektives "lilly, constantin, lieb!" ausgesprochen ;-) und constantin kriegt noch ein bißchen mehr erklärung dazu...

ist aber alles sehr schwierig. der hund hat schon ziemlich gut seinen platz im rudel geblickt, und zeigt trotzdem noch, was er nicht toleriert. scheint also gut zu funktionieren, bislang.

hast aber natürlich recht, dass eine bestrafung in dem fall nicht richtig ist...

alles sehr schwierig....

Beitrag von maryalex 03.09.08 - 11:44 Uhr

Hallo!
Erstmal die Geschichte einer Bekannten: Deren Sohn meinte immer, ihren superkuschligen und lieben Golden Retriever ärgern zu müssen. Anfangs ist der auch immer wieder weggegangen, hat sich regelrecht versteckt vor dem Jungen. Alle Ermahnungen ans Kind halfen nichts. Bis der Hund sich gewehrt hat. Er hat den kleinen in den Arm "gebissen". Einmal so richtig gekniffen eben, dass es n paar blaue Flecken gab. Erst das war für den Sohn die Lehre, den Hund in Ruhe zu lassen. Seitdem waren die beiden ein eingespieltes Team und es wurde nur noch lieb gekuschelt und nicht mehr geärgert*g*
Ich würde es zwar nicht unbedingt so weit kommen lassen, aber vielleicht versuchst du es bei deinem Sohn mal auf die direkte Art. Nicht nach dem Motto "Hundi weint jetzt", sondern "Der Hund hat große gefährliche Zähne. Wenn dem Hund etwas weh tut, wird er die auch einsetzen und wenn du ihn nicht endlich in Ruhe lässt, würde ich es ihm nichtmal übel nehmen, wenn er dich richtig beißt." Wenn das nicht hilft, dann bleibt der gute Junge eben mal nen ganzen Tag in seinem Zimmer und muss dort alleine spielen. Türschutzgitter vor die Tür, dass er nicht raus kann und fertig. Dann kann der Hund nicht ins Kinderzimmer, das Kind kann nicht zum Hund und du hast keinen Stress, denn wenn du mit deinem Sohn spielen möchtest, gehst du eben ins Kinderzimmer, oder du setzt dich ins Kinderzimmer mit nem Buch, wenn du Angst hast, er macht alleine im Zimmer irgendnen Quatsch. Wenn er nicht spielen möchte, weil er eben nur Hund ärgern im Sinn hat, dann sitzt er eben mal nen ganzen Tag in seinem Zimmer rum und guckt vor sich hin. Ich glaube, das wird ihm ganz schnell langweilig und er wird sich überlegen, ob er den Hund nicht vielleicht doch lieber in Ruhe lässt. Er muss nur merken, dass du dir das nicht gefallen lässt. Es geht eben nicht immer alles im Guten zu lösen. Ich glaube, du bist ein bißchen zu lieb und das merkt dein Kleiner und nutzt das schamlos aus. Lass einmal richtig krachen (laut sagen "Jetz ist aber Ende im Gelände mein Freund, es reicht definitiv, Mama is stinksauer, ab in dein Zimmer!!!") , dass er sich erschreckt, vielleicht ist das ein heilsamer Schock und er findet Ermahnungen ziemlich witzlos. Tut ja in dem Sinne nicht weh, mal 10 Minuten im Zimmer zu sein.
Vielleicht hat er ja ein paar Lieblingsspielsachen, die für ihn unverzichtbar sind? Dann sagst eben das nächste Mal, dass genau diese Sachen beim nächsten Mal Hund ärgern einem anderen Kind geschenkt werden und sortierst sie für ein paar Tage aus.
Sind vielleicht aus Sicht anderer etwas radikale Methoden, aber über die Vernunftsseite scheinst ja an den Kleinen nicht ranzukommen, also müssen eben mal etwas andere Geschütze aufgefahren werden;-) Dient schließlich dem Wohl deines Kindes, dass es nicht irgendwann gebissen wird.
LG Mary

Beitrag von carrigan 03.09.08 - 11:50 Uhr

hi,


dass mit den lieblingsspielsachen hab ich schon durch..

die sind alle schon weg seit wochen!!

und die letzten eineinhalb wochen war er schon in seinem zimmer, fast den ganzen tag..

ich hab ihm sogar das töpfchen rein gegeben, weil ich ihn den ganzen nachmittag nich mehr raus gelassen hab..


und dass der hund beißen kann und dass das aua macht hatten wir leider auch schon.. darauf hin stekcte er dann seine hand in ihr maul und meinte "beiß chesi"..

ich bin bald geplatzt und darauf hin kam dann der nachmittag mit dem töpfchen im zimmer..

ich hab schon angst, dass ich "zu" streng bin, nach dem motto: wie kann die nur das arme kind den ganzen tag ins zimmer sperren!! und komme mir echt als versagerin vor!!

LG Suzy

Beitrag von brausepulver 03.09.08 - 12:36 Uhr

Hallo

ist dein Sohn nur zuhause oder auch in der Kita? Macht er das nur zuhause oder auch unterwegs?

Mit 3 sollte er in der Lage sein zu verstehen, dass es der Hund nicht mag so belagert zu werden. Vielleicht macht ihr täglich lange Spaziergänge mit dem Hund oder andere Aktivitäten mit dem Hund.
Vielleicht kommt man bei ihm weiter, wenn er Verantwortung zeigen soll.

Ich hoffe das sich das bald gibt bei euch :-)

Alles Gute auch für dich :-)

LG

Beitrag von carrigan 03.09.08 - 13:02 Uhr

hallo,

da unser sohn am 30.8 noch nicht 3 jahre alt war, (er hat am 25.11 geb) haben wir dieses jahr keinen kiga-platz bekommen.

erst nächstes jahr am 1.9. :-(

er macht es auch wenn wir gassi gehen.. ich nehme ihn ja immer mit, da mein mann den ganzen tag arbeiten ist.

ich habe auch angefangen, dass er sie füttert, das macht er auch gut, hat aber keine veränderung gezeigt..

bin am überlegen, dass zu beenden, und er darf GAR nicht mehr zum hund.. dass der hund tabu ist..

was meint ihr?

Beitrag von brausepulver 03.09.08 - 13:09 Uhr

verbotene Dinge sind am interessantesten ;-) Ich denke das klappt nicht. #kratz