Unüberlegte Äußerungen...

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von thea21 03.09.08 - 12:27 Uhr

Hallo,

ich würde gerne einmal eure Meinung zu "einem" bestimmten Sachverhalt wissen, bzw auch wissen ob ich nicht vielleicht zu sensibel bin, was sonst eigentlich nicht meine Art ist.

Mal schauen ob ich das alles ein wenig geordnet bekomme.

1. An sich bin ich mit dem Kindergarten in den meine Tochter geht zufrieden.

Aber vorweg ein paar Kleinigkeiten.

Vor einiger Zeit war die Stimmung der 2 Läufergruppen (2-3 Jährige) mächtig am dampfen.

Das lag unter anderem an einer Erzieherin, die ihre privaten Probleme so ziemlich mit "in die Arbeit" genommen hat. Das heißt sie konnte nicht mehr entspannt arbeiten, da sie wohl den Kopf voll hatte und halt insgesamt sehr schnell an ihre Grenzen gelangt war.

Die Leitung VOR den Sommerferien kümmerte sich zwar um die Belange der Eltern, bzw hörte sich alles an, passiert ist aber nie etwas.

Es gab insgesamt Probleme bei:

- Tür und Angelgesprächen (Eltern wurden beim bringen der Kinder kurze Äußerungen entgegengebracht, für die einfach nicht der richtige Zeitpunkt gewesen ist, da natürlich offene Fragen blieben die DANN aber nicht sofort und eben kurz geklärt werden konnten)

- Vorfälle (kleinere Unfälle ect) wurden nicht ordnungsgemäß an die Eltern weitergetragen

- Der Ton den Eltern gegenüber war oft mehr als unangemessen (2 Gruppen, 3 Erzieherinnen), was unter anderem an dem schlechten Klima untereinander lag und jeder was anderes tat als der eine sagte.

Alles in allem wie ihr also seht recht angespannt.

Nun war vor den Sommerferien der letzte Elternabend.

Ich bin einer der Elternvertreter und auch sehr engagiert. Bis zu diesem Elternabend ist nie etwas an mich herangebracht worden. (obwohl jeder weiß dass, dies möglich ist und ich auch in bestimmten Situationen darauf hinwies)

Am Elternabend platzte dann die Bombe und der ganze Unmut der Eltern brach heraus.

Ich konnte die meisten verstehen, gab aber auch zu verstehen das die eine bestimmte Erzieherin nicht anwesend ist und ich es definitiv für den richtigen Weg gehalten hätte sie im Vorfeld auf Dinge die man selbst als störend empfindet anzusprechen.

DIES geschah nie, bzw machten dies nur die wenigsten Eltern. (irgendwie ist das hintenrum bei vielen sehr beliebt)

Ich hatte in der Vergangenheit auch 1-2 kleinere Problemchen, die ich aber sofort ansprach und dann war auch alles wieder gut...

Weiter:

JETZT nach den Sommerferien ist eine neue Leitung da, sie versucht sehr viel zu ändern, man merkt auch schon jetzt das alles viel entspannter läuft.

Alle Kinder bis auf meine Tochter und ihr bester "Freund" blieben aber noch in den Läufergruppen, da sie die jüngsten waren (alle anderen waren bereits 3 Jahre und älter), die Babys rückten nach und auch neue Kinder, sodass beide Gruppen nun wieder gefüllt sind.

Zeitgleich lernten wir bei´m letzten Elternabend vor den Ferien eine neue Erzieherin kennen.

Sie ist 25 Jahre alt, Mutter einer 4 Jährigen Tochter, abgeschlossene Ausbildung, schon gearbeitet.
Mir persönlich kommt sie freundlich rüber, bemüht und mit den Kindern kommt sie, nach erstem Eindruck, auch klar.

Allerdings wirkt sie sehr dominant und das vor allem den alteingesessenen Erzieherinnen gegenüber.

Und nun komme ich zum Punkt.

Ich habe derzeit Urlaub, bringe also auch meine Tochter später zum Kindergarten.

Heute morgen war sie trödelig, ich wies sie immer wieder darauf hin, dass wenn sie trödelt sie den Morgenkreis verpassen könnte und dann kann sie nicht mitsingen und muss warten.

Das passierte dann auch. Sie war traurig, sagte mir aber auch sofort dass wir uns morgen beeeilen müssen.

Besagte Erzieherin kam irgendwann 20 Minuten später raus, bekam die Situation mit und "lobte" das ich nicht wie viele Mütter entgegen der Vorschriften noch in den Morgenkreis reinplatzte.

Dann nahm sie mich beiseite:

Frau S. ich habe in letzter Zeit mitbekommen, dass Sophia am Tag 1-2-3 Mal weint und sehr anhänglich ist (Sophia ist 2einhalb Jahre alt), ich glaube ihr setzt das Hin und Her zwischen Vater und Mutter sehr zu, sie kommt damit nicht klar.

Ich war wirklich erstaunt, denn die Erzieherin weiß NUR das ich getrennt vom Vater bin. Mehr nicht.

Unsere Situation sieht so aus: Wir sind heute, anderthalb Jahre nach unserer Trennung die besten Freunde, gehen vollkommen überein was unsere Tochter angeht und sie ist an den Wochenenden bei ihm, wird Montags immer um 8 von ihm in den Kindergarten gebracht.

DAS ist auch die einzige Zeit wo sie die Bringsituation mitbekommt (denn sie fängt erst kurz vor acht an, Sophia wird in der Woche aber schon um 6.30 in den Kindergarten gebracht)...

Sophia weint häufiger beim abgeben (sehr anhänglich derzeit), nicht immer aber halt manchmal.

Nun meinte ich nur das zuhause alles stimmt, sie meiner Meinung nach weiß das sie bei mir UND ihrem Vater ihren Platz hat und keinen verwirrten oder traurigen Eindruck macht.

Das sieht sie nun anders. Sie meint das die eigenen Eltern das oft nicht mitbekommen, sie aber eindeutig sieht, dass Sophia wenn sie Montag gebracht wird nicht gern bei ihrem Papa war (sinngemäß) und immer nach Mama "brüllt"

Meine einzige Aussage dazu war nur, dass ich das nicht im Flur besprechen möchte, sie aber sicher schon mitbekommen haben dürfte, das ich ein sehr willensstarkes Kind habe. Und wenn sie nun am frühen Morgen bockig ist weil sie nicht in die Kita möchte und der Papa sie bringt, ich es nicht für unnormal halte das sie nach Mama "bettelt" weil ja Papa schliesslich der Böse ist der sie gebracht hat, "GEGEN" ihren Willen.

Lange Rede kurzer Sinn, seit heute morgen steckt mir das ganze als Klos im Hals und ich weiß nicht ob ich es ignorieren soll, oder ein Gespräch suchen soll.

Ich will nichts überbewerten, halte aber derart unstützbare Aussagen (vor allem zwischen Tür und Angel und mal so dahingesagt) für unangebracht. Vor allem unter dem Gesichtspunkt das Sophia bei allen als sehr ausgeglichenes, temperamentvolles, gut entwickeltes Kind bekannt ist, welches halt außer der 1-2 Weiner am Tag absolut zufrieden scheint.

Ich weiß, dass ganze ist sehr lang geworden, aber vielleicht ringt sich ja der ein oder andere durch?...

Vielen Dank!

Beitrag von mimimami123 03.09.08 - 13:34 Uhr

Wow! Ist das lang!

Was sagt denn der Papa dazu? Ich glaube, ich würde ihn mal fragen, wie er die Situation sieht.

Grundsätzlich finde ich, dass Du Dich nicht rechtfertigen musst. Jedes weitere Gespräch würde vermutlich gerade darauf hinauslaufen, deswegen würde ich persönlich es nicht ansprechen.

Allerdings würde ich für mich persönlich die Situation reflektieren und überprüfen, ob an dem Hinweis der Erzieherin vielleicht doch etwas dran seien könnte.

Vermutlich kann man sich noch so sehr anstrengen und es noch so gut meistern, aber für die Kleinen ist es trotzdem schwierig. Gerade wenn die Kinder noch so klein sind, wie Deine Maus.

Ohne irgendeinen Vorwurf möchte ich noch kurz sagen, dass 1-2 mal Weinen am Tag aus meiner Warte nicht normal sind. Meine Tochter ist ungefähr genauso alt wie Deine und weint ca. einmal in der Woche und das auch nur wenn sie mal stolpert oder sich stößt. Ich möchte nochmal betonen, dass ich das ohne jeglichen Vorwurf schreibe.

Ich wünsche Dir alles Liebe.

Susanne

Beitrag von thea21 03.09.08 - 13:47 Uhr

Hallo,

Erstmal: Jedes Kind ist anders, und unsere Tochter ist manchmal so ein Trotzkopf, dass sie 5 MAL am Tag weint und bockt und jammert.

Ihr bester Freund ist ein sehr weinerlicher Junge, weint sogar manchmal durchgängig wenn man ihn auf schlechtem Fuß erwischt.

Ich, für mich persönlich, und auch sonst niemand aus unserem Umfeld findet also ihr Verhalten "unnormal"

Desweiteren wurde das Weinen ja eigentlich auch von Ihr begründet...

Meine Tochter SCHEINT gelangweilt, gereizt weil etwas nicht läuft wie sie es gerne haben würde, etwas nicht gelingt, sie müde ist, weil sie oft keinen Mittagschlaf halten will.

Sie weint also nicht "einfach so".

Seit unserer Trennung damals reflektiere ich, manchmal sogar "unbewusst" JEDEN einzelnen Tag, jede Woche.

Und nach meinem Eindruck, dem Eindruck des Vaters, der Familie und Bekannten/Freunden, sogar dem der anderen Erzieher ist sie aufgeweckt, freundlich und macht keinen bedrückten Eindruck.

Natürlich ist nicht immer alles einfach, allerdings haben wir feste Abläufe, die sich nie ändern und sie weiß ganz genau was in der Woche und an den Wochenenden "passiert". Es ist kein Hin und Her...für sie seit anderthalb Jahren normaler Alltag (fast 2 Jahre)...

Die Sonntage waren je her Familientage. Sie ist in einem Alter wo sie genau weiß (das bekommen wir durch Gespräche und ihr Verhalten mit) das sie uns BEIDE als Eltern hat und es keine Differenzen gibt.

Ich würde sogar fast behaupten, dass sie die Situation wie sie sie jetzt seit langem kennt, als einzige wirklich kennt, denn als wir uns trennten war sie noch klein, bekam vieles nicht so bewusst mit wie jetzt.

Lange Rede kurzer Sinn, mir geht es nur darum das eine Aussage gestützt auf 5 Minuten in denen sie mein Kind in der Bringsituation erlebt nicht haltbar ist.

Beitrag von mimimami123 03.09.08 - 20:31 Uhr

Hallo!

Ich denke anhand Deiner Schilderungen, dass Du Dir dieses 5 Minuten-Gepräch gar nicht so zu Herzen nehmen solltest.

Wenn Du für Dich zufrieden bist und Deine Kleine glücklich ist, dann sch.... doch auf die Meinung der Erzieherin. Mach Dich einfach frei davon, Dich erklären zu müssen.

Mich lassen solche Kommentare völlig kalt, weil ich für mich persönlich weiß, dass ich nach meinen Begriffen alles richtig mache.

Lg
Susanne

Beitrag von thea21 03.09.08 - 20:36 Uhr

Das Problem besteht in den geschriebenen Worten.

Ich nehme mir nicht zu Herzen WAS sie gesagt hat, weil ich für mich weiß das alles gut ist.

Allerdings gab und gibt es immer wieder Probleme in dem Kindergarten was das "Zusammenspiel" Kinder und Erzieher und Erzieher/Erzieher betrifft.

Wenn dort nun mein Kind, betreut von dieser Erzieherin als armes Trennungskind, was anscheinend schwer mit der Trennung zu tun hat hingestellt, gesehen wird, ist das nicht gut für sie!

Es ist nicht gut für ein entspanntes Erzieher/Kindverhältniss, ebenso in Bezug auf die Eltern.

Die Aussage an sich lässt mich ja kalt...

Ist schwer zu erklären das ganze.

Beitrag von nana141080 03.09.08 - 15:01 Uhr

hi,
also ich finde so ein thema im "tür-und angelgespräch" anzusprechen echt unmöglich!sowas würde mir nie einfallen!
wie lange kennt sie deine tochter?wieviel kannte sie eure situation?so wie ich las,gar nicht.
ich würde nochmal mit ihr reden.denn so wie man ein bild von einem menschen hat,so behnadelt man ihn auch.wenn die erzieherin also denkt dein kind leidet,und bockt nicht,dann wird sie es auch bemitleiden.und das ist nicht gut.zumal du ja sagst es läuft alles super so!ich kenne einige kinder die gut so aufwachsen wie sie es kennen mit getrennten sich gut verstehenden eltern!ist doch auch nicht schlimm,solange das kind weiß was es hat!
ne wirklich,ich würde dringend das persönliche gespräch(ohne kind)suchen!am besten mit dem papa!

lg miriam

Beitrag von thea21 03.09.08 - 15:07 Uhr

Hallo,

Kurz vorweg. In der Kita haben alle (die mit uns zu tun haben) Erzieherinnen eher so nebenbei mitbekommen das Papa und ich nicht mehr zusammen sind und waren erstaunt über unser Verhältniss.

So muss auch die neue Erzieherin mitbekommen haben das wir kein Paar mehr sind, sondern halt "nur noch" Eltern.

Von MIR kam nie ein Wort, sie bekommt lediglich die Bringsituation des Papas am Montag mit. Ansonsten sehe ich sie weder morgens, noch nachmittags (sie arbeitet dort auf 20 Stunden).

Sie kennt Sophia seit 2 Monaten (in die Kita geht sie seit einem Jahr).