Selbstständige: Wie seid ihr krankenversichert?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von lebelauter 03.09.08 - 13:04 Uhr

brauch mal ein paar Erfahrungen...

PKV oder GKV ?

Zusatzversicherungen?

zufrieden? unzufrieden?

was steht nicht in den Hochglanzbroschüren?

LG

LL

Beitrag von rudi334 03.09.08 - 13:09 Uhr

Ich bin freiwillig gesetzlich versichert.

Es ist zwar pure Abzocke, da die Beiträge nicht wirklich einkommensabhängig sind.

Aber die PKV's sind noch größere Abzocker. Was Du jetzt sparst, das holen Sie sich nach den 1. wehwechen und/oder wenn man älter wird.

Beitrag von pete1323 03.09.08 - 18:17 Uhr

Hallo rudi334!

Zur eigentlichen Frage möchte ich mich nicht (noch mal) äußern. Aber ich glaube Folgendes schon mal bei Dir gelesen zu haben und frage deshalb genauer nach:

"Was Du jetzt sparst, das holen Sie sich nach den 1. wehwechen..."

-> Wie ist das gemeint? Es gibt keine Klausel in der PKV, die eine Beitragsanpassung aufgrund von individuellen Risikoverläufen vorsieht. Jedenfalls nicht in der PKV als substitutive Krankenversicherung.


gruß pete

Beitrag von schnuffikatze 03.09.08 - 20:21 Uhr

Hallo Pete,

mich hast du zwar nicht angesprochen, ich möchte aber trotzdem mal meinen Senf dazu geben.

Stress gibts mit den Versicherungsgesellschaften bei Erkrankungen, die schon mal diagnostiziert wurden, vor Vertragsabschluss und dann verschwiegen wurden, oder einfach - wie so oft - vergessen wurden. Da kann es zum Leistungsausschluss oder zur Kündigung kommen.

Da ich selbst aufgrund meiner Erkrankung für die Versicherung ein harter Brocken bin, kann ich dir aber sagen, dass ich überhaupt keine Beitragsanpassung oder Leistungsausschluss hinnehmen musste. Mein Fall wurde geprüft und die Erkrankung wurde definitiv erst nach Abschluss des Vertrages festgestellt, daher hatte ich keine Probleme.

Liebe Grüße
Annett

Beitrag von pete1323 04.09.08 - 10:54 Uhr

Hallo Annett,

"Stress gibts mit den Versicherungsgesellschaften bei Erkrankungen, die schon mal diagnostiziert wurden, vor Vertragsabschluss und dann verschwiegen wurden, oder einfach - wie so oft - vergessen wurden. Da kann es zum Leistungsausschluss oder zur Kündigung kommen."

-> Das war und ist schon immer ein Instrument der PKV und dem habe ich auch nicht widersprochen.

"Da ich selbst aufgrund meiner Erkrankung für die Versicherung ein harter Brocken bin, kann ich dir aber sagen, dass ich überhaupt keine Beitragsanpassung oder Leistungsausschluss hinnehmen musste. Mein Fall wurde geprüft und die Erkrankung wurde definitiv erst nach Abschluss des Vertrages festgestellt, daher hatte ich keine Probleme."

-> Und auch diese Ausführung stellt meine Meinung/mein Wissen dar.

Gut, dass wir uns einig sind.


gruß pete

Beitrag von drachenengel 03.09.08 - 14:46 Uhr

Es kommt drauf an...
PKV ist evtl reizvoll, da im Vergleich günstiger, aber im Alter wird es teuerer bzw wenn viele Behandlungskosten dann kann Rausschmiss drohen, die Beiträge werden hoch etc...

Mein Mann ist in der PKV und wechselt zum nächsten Jahr, da zum gleichen Tarif bessere Leistungen.

Die Kids sind bis zu ihrer Ausbildung auch in der PKV.

Ich selber bin in der GKV, da mich keine PKV nimmt, mit meiner Gesundheitsvergangenheit :-)

Vorteile GKV: ist man dort freiwillig versichert, kann man die gesamte Familie in die Familienversicherung nehmen, insofern der Partner nicht über Beitragsbemessungsgrenze ist.

Nachteil GKV: bei vielen Ärzten Patient zweiter oder dritter Klasse, da die Weisskittel bei Privatpatienten mehr verdienen.

LG
Mone

Beitrag von pete1323 03.09.08 - 18:19 Uhr

Hallo Mone!

Auch bei Dir die Nachfrage:

"... bzw wenn viele Behandlungskosten dann kann Rausschmiss drohen, die Beiträge werden hoch etc..."

-> Auch hier verstehe ich das nicht. Kein Kündigungsrecht und keine Beitragsanpassung aufgrund individueller Risikoverläufe.
Wo kommt diese Meinung/dieses Wissen her?


gruß pete

Beitrag von drachenengel 03.09.08 - 18:31 Uhr

Hallo Pete,

von einem der höheren Herren einer Versicherungsgesellschaft, als wir mal "debattierten"...

Da kam seitens dieses Familienmitglieds die Aussage, dass immer Möglichkeiten gefunden werden..

Parallel erfuhr ich dieses, als ich mal in die Finanzdienstleisterwelt rein"schnupperte", da ich einiges wissen wollte..

LG
Mone

Beitrag von pete1323 04.09.08 - 10:56 Uhr

Hallo Mone,

dann hast Du leider falsche Informationen erhalten.

Der "höhere Herr" einer VersGesellschaft sollte sich einen neuen Beruf suchen und über die Finanzdienstleisterwelt im Zusammenhang mit der PKV brauche ich nicht viel zu sagen/schreiben. Die Aussage ist definitiv falsch.


gruß pete

Beitrag von schnuffikatze 03.09.08 - 17:30 Uhr

Hallo,

das ist ein sehr schwieriges Thema, welches jeder nur für sich selbst entscheiden kann.
Ich möchte hier auch keine Werbung machen, das vorweg.

ICh bin Selbständig und in der PKV.
Ich hatte mir während meiner früheren Angestelltentätigkeit und einem damals guten Gesundheitszustand die Anwartschaft erworben.
Damals war ich damit nicht so recht glücklich, glaubte immer noch an die Gerechtigkeit der GKV usw.#bla
Ich bin dann wieder in die GKV gewechselt, hab aber auf Anraten eines Maklers die PKV als Zusatzversicherung weiter laufen lassen.
Soweit alles bestens war nie krank, die GKV war deutlich teurer als die PKV.

Dann wurde ich jedoch krank. Es kam der Hammer - wenn du wirklich ein Problem hast merkst du als GKV-Versicherter schon einen Unterschied! :-[

Durch den Wechsel in die PKV kann ich jetzt ohne Probleme einen schnellen Termin auch zu
Spezialisten bekommen, die Wartezeiten sind deutlich geringer. Das sind jedoch für mich persönlich große Vorteile - gerade wenn man selbständig ist.

Das ich ggf. im Alter ordentlich zahlen muss, ist mir klar und dafür bilde ich Rücklagen. Das empfinde ich aber auch gerecht, im Alter kostet man nun mal mehr.

Liebe grüße
Annett

Beitrag von urbaner 04.09.08 - 00:15 Uhr

Bin privat versichert und sehr zufrieden damit (kaum Wartezeiten beim Arzt, schnelle Termine und günstiger als die GKV ist es auch noch)