ET ist 4 Wochen nach Probezeitende - noch jemand?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von tonks1980 03.09.08 - 13:07 Uhr

Hallo,

ich habe schon eine 15 Monate alte Tochter und wollte im Oktober einen neuen Job (unbefristet) annehmen. Jetzt bin ich wieder schwanger geworden (ungeplant, nicht ungewollt!) und habe mir mal überlegt, was wohl wäre, wenn mein Kind zu früh kommen sollte oder dem Krümel noch was zustößt?. Könnten die mich dann in der Probezeit kündigen? Bin ich verpflichtet, meinem AG mitzuteilen ob meine SS ok ist?


Ganz liebe Grüße

Tonks mit Finja und Zwecke 6+0

Beitrag von tonks1980 03.09.08 - 13:09 Uhr

...achso der Arbeitsplatz ist bei einem Großunternehmen, falls es wichtig sein sollte.

Beitrag von dagmar71 03.09.08 - 13:16 Uhr

Hallo Tonks,

erstmal herzlichen Glückwunsch zur #schwanger.

Ich denke mal dass Du in einem Großunternehmen mehr "Sicherheiten" hast.

Deinem AG musst Du nicht sagen, wie gut oder schlecht Deine SS ist. Zur eigenen Absicherung solltest Du es aber sagen. In der SS bist Du unkündbar. Und falls etwas passieren sollte und Du Dich in Deinem neuen Job nicht ganz blöd anstellst, ist doch alles bestens....

lg Dagmar

Beitrag von almala 03.09.08 - 13:16 Uhr

Hallo Tonks,

ich arbeite im Personalwesen und möchte Dir auf Dein Posting antworten.

Egal ob Probezeit oder nicht: sobald Du schwanger bist, bist Du unkündbar. Es sei denn Du übst ein so schweres "Verbrechen" aus, dass es untragbar für die Firma wäre Dich zu behalten. Das müsste Dein AG aber erstmal beweisen. Du bist nicht verpflichtet Deinem AG mitzuteilen ob Deine SS ok ist, musst die SS aber durch ein Attest vom FA beweisen bzw. bestätigen lassen.

Wenn ich aber genau lese, hast Du den Job noch gar nicht angenommen und fängst erst im Oktober dort an - richtig? Dann ist es natürlich dreist gleich am Anfang zu sagen dass Du schwanger bist. Dein Arbeitgeber wird 1 + 1 zusammen zählen und somit raus bekommen dass Du schon schwanger warst ehe Du dort angefangen hast. Wenn Du viel Pech hast kann er die Gültigkeit des Arbeitsvertrages anfechten und Dir so unterstellen Du hättest dort unterschrieben obwohl Dir bewusst war dass Du schon schwanger warst....

Nicht ganz leicht zu beantworten Deine Frage und ich würde mich an Deiner Stelle von einem Anwalt für Arbeitsrecht beraten lassen.

LG Sabine

Beitrag von trkatrin 03.09.08 - 13:19 Uhr

Da gäbe es nichts anzufechten. Auch eine schwangere Person hat das Recht, einen Job anzunehmen. Vor der Einstellung fragen, ob die Person schwanger ist, ist verboten und wird doch gefragt, darf man lügen!!!!!!!!!!!

Beitrag von almala 03.09.08 - 13:23 Uhr

Stimmt nicht ganz...

Wir hatten erst den Fall dass wir jemand eingestellt haben und sie uns dann gesagt hat dass sie im 4. Monat schwanger ist! Der Vertrag wurde unsererseits gekündigt, die Mitarbeiterin hat eine Abfindung bekommen.

Beitrag von lysistrata67 03.09.08 - 13:31 Uhr

warum habt ihr denn ne Abfindung gezahlt, wenn die kündigung rechtens war?

also ich denke, man darf die schwangerschaft bei der vertragsunterzeichnung verschweigen. das das nicht gerade für ein gutes arbeitsverhältnis sorgt, ist auch klar. einen arbeitsrechtler zu befragen ist bestimmt die beste lösung.

Beitrag von trkatrin 03.09.08 - 13:33 Uhr

Ganz genau, wenn ihr im Recht gewesen wärt, hättet ihr auch keine Abfindung gezahlt!!!!

Beitrag von trkatrin 03.09.08 - 13:33 Uhr

Selbst schuld wenn die Frau das mit sich machen lässt und Glück für euch...

Beitrag von tonks1980 03.09.08 - 13:22 Uhr

Hallo,

danke für die ausführliche Antwort. Ich hatte mich dort schon im Dezember letzten Jahres beworben und war vor etwa 3 Monaten zum Betriebsarzt bestellt wurden und im Anschluss daran wurde der Vertrag unterzeichnet. Darüber hinaus habe ich in meinem Vertrag stehen, dass das Arbeitsverhältnis nicht vor Vertragsbeginn (von keiner Partei) gekündigt werden darf.

Meinst Du, das könnte trotzdem schief gehen?

Liebe Grüße

Tonks

Beitrag von almala 03.09.08 - 13:27 Uhr

Hallo nochmal,

nein ich denke nicht dass was schief gehen könnte, kenne aber natürlich die Firma nicht in der Du anfängst. Das Leben schreibt seine eigenen Geschichten und wenn die mit Dir seit letztem Dez. in Kontakt stehen müssen die auch verstehen, dass sich an gewissen Situationen eben auch mal was ändern kann....

Drück Dir die Daumen dass alles gut geht und man darf ja auch nicht immer gleich vom schlimmsten aus gehen.
Will Dich jetzt auch nicht verunsichern - also genieß die Zeit und im Oktober sagst Du halt einfach dass Du schwanger bist.

Liebe Grüße
Sabine

Beitrag von tonks1980 03.09.08 - 13:31 Uhr

... das ist die Firma mit den zwei Buchstaben, die in Wolfsburg Autos bauen...



vielen Dank für die Antworten

Beitrag von trkatrin 03.09.08 - 13:40 Uhr

Es kann nichts schief gehen!!!! Aufgrund der SS dürfen die dich weder feuern noch den Vertrag vorher auflösen!

Wenn du den Job anfängst, bist du ja ungefähr in der 10. SSW, stimmt´s? Ich würd in den ersten 3 Monaten gar nichts sagen. Das ist ja eh die unsichere Zeit und wenn die dann überstanden ist, kannst du denen das mitteilen und dann kann dir keiner was tun!

Klar, kann es dem Klima schaden aber mehr auch nicht!

Beitrag von fusselchenxx 03.09.08 - 13:18 Uhr

Hallo. Tonks...

Verpflichtet bist du erst mal garnicht.. Solltest du aber einen Arbeitsplatz haben, wo du viel Stehst oder nur sitzt etc, solltest du ihn schon informieren, den nur dann kann er dafür sorgen, das du eben mehr Pausen machen kannst etc...

Ansonsten brauchst du erst mal garnichts sagen.. Aber ab dem Moment wo der AG weis, das du schwanger bist, bist du im Kündigungsschutz...
Und stell dir mal vor, du sagst es dem AG erst sehr spät.. Ich als AG würde mir vera... vorkommen... Und es gibt bestimmt AG wo du dann nach dem Muschu schneller gekündigt bist, wie dir lieb ist...

Also ich würde sagen, spiel mit offenen Karten...

LG Fusselchen + Joshua *21.10.05 + 11. SSW

Beitrag von trkatrin 03.09.08 - 13:31 Uhr

Über den Verlauf der SS musst du deinen AG nicht informieren. Wenn dir wirklich was passieren sollte, ist es so:

Es wird unterscheiden zwischen Fehlgeburt und Totgeburt. Eine Fehlgeburt ist keine Entbindung im rechtliche Sinne des Mutterschutzgesetzes, das gilt für Geburten bis 500 g. Ab da hast du also auch keinen Kündigungsschutz mehr.

Eine Totgeburt ist es wenn das Kind über 500 g wiegt und eben tot geboren wird, dann hast du ab Geburt 8 Wochen Mutterschutzfrist, in denen du natürlich unkündbar bist, egal ob Probezeit oder nicht.
Bei einer Frühgeburt, auch wenn das Kind nach der Geburt verstirbt, gibt´s 12 Wochen Mutterschutz.

Aber das sind ja Sachen über die man da schreiben muss... Mach dir nicht so viele Gedanken. Nimm den Job an und fertig. Genieß die SS!

Alles Gute,

LG, Katrin mit Alper (2) und Baby ET-7