Zukunft? bei Hotelfachfrau bleiben ? usw....

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von sheena87 03.09.08 - 13:44 Uhr

Hab mal 1,2,3,4,5 Fragen oder so:-D

also kurzer Stand der Dinge mit 15 Lehre zur Hotelfachfrau angefangen. Fertig und gut ausgelernt in einem 4 Sternehotel (Familienbetrieb). 1 Jahr in einer anderen Stadt gearbeitet im gleichen Beruf. Auf Bitte meines Chefs des Lehrbetriebes wieder zurück in den Lehrbetrieb und da seit nun fast einem Jahr schon wieder.

Hotelfachfrau beinhaltet im Hotel quasi alles von Bedienung, Zimmermädchen, Küchenhilfe, Spülerin bis zu Putzfrau. also DVD- Depp vom Dienst.....

Allerdings läuft das nicht unter guten Bedingungen, da sich so gut wie gar nicht an den Arbeitsvertrag gehalten wird und an mündliche Vereinbarungen.

Da dies für mich keine tragbare Sache mehr ist und ich auch ein etwas geregelteres Leben möchte - hab ich mich jetzt sogar schon mal krank schreiben lassen (in fünf Arbeitsjahren NIE gefehlt) und schreibe Bewerbungen....

Mit den Leuten wo ich darüber rede haben alle eine andere Meinung.... von du musst dich im Hotelfach hocharbeiten bis hin gehe in eine andere Branche, bleibe in dem selben Betrieb.... alles schon gehört...

Mein freund der hat noch ein jahr lehre in dem selben Betrieb also koch vor sich und dann ist er fertig...

hat jemand ähnlich erfahren, tipps wie es er gemacht hat usw.......

vielen, vielen dank

Beitrag von frf 03.09.08 - 15:34 Uhr

Hallo!

Ich habe auch Hofa gelernt, bin nach Ausbildungsende noch ein halbes Jahr im Betrieb geblieben und habe dann gewechselt... Und mit jedem Wechsel habe ich mich hochgearbeitet, irgendwann war ich dann Direktionsassistentin...

In einem Familienbetrieb war ich auch mal, allerdings nur ein halbes Jahr... Oh, Graus!! NIE wieder!!

Danach habe ich die Branche gewechselt (Computerfirma für Hotelsoftware) - geheiratet - Kind bekommen - und jetzt arbeite ich halbtags im Einzelhandel!

Halbtagsjob im Hotelfach kannst Du echt vergessen, ich habs probiert - no way...

Ich fang an, meine Ausbildung zu bereuen! Mit einer anderen Ausbildung hätte ich bestimmt mehr Chancen auf Halbtags gehabt!

Als Single ist das Hotelfach in Ordnung, mit Familie... #aerger

Aber im Enddefekt musst Du wissen, was Du willst... Kannst Du keinen Job im Büro bekommen? Also Buchhaltung, Bankett, etc. Da wird ja auch nur in der Woche gearbeitet!

Gruß, F.

Beitrag von sheena87 03.09.08 - 15:52 Uhr

Ja ich hab nächste Woche ein Vorstellunggespräch bei einem Lebensmittellieferant als Sachbearbeiterin mit Kundenkontakt und so... da schau ich mir das mal an...

ich möchte auch bald "Famiele" und wenn mein Freund und ich in der Gastro sind sehen wir uns ja auch nicht mehr....

Beitrag von frf 03.09.08 - 16:05 Uhr

Viel Glück!! #klee

Beitrag von steinchen80 03.09.08 - 16:59 Uhr

Hallo :-)

Ich habe Abitur gemacht und dann Hotelfachfrau in einem 4* Schlosshotel gelernt.
Habe mich zu diesem Beruf enschlossen, weil es mich faziniert hat und ich nicht bis zu Kindern und familie gedacht haben.

Ich habe nach der Lehre in einem Hotel mit Konzernzugehörigkeit angefangen und war nach 3 Jahren Restaurantleiter. (> Service war immer voll mein Ding - liebe es auch noch heute aber bitte nur mal als Aushilfe ;-) bei hochwertigen Verantstaltungen )

Ich habe nun 2 Kinder, bin seit 3 Jahren zu Hause und sehe für meine Zukunft einfach nur RABENSCHWARZ.
Habe angefangen BWL zu studieren und bereue das ich HoFa gelernt habe und damals nicht weiter gedacht habe.

Kann mich meiner Verschreiberin nur anschließen: jung und single - super Jobmöglichkeiten. Familienleben - no Way.

Liebe Grüsse und alles Gute.

Steinchen

Beitrag von chica20tr 04.09.08 - 07:48 Uhr

Hallo,

ich habe Fachfrau für Systemgastronomie gelernt. Mein Sohn kam zwischen beiden Prüfungen zur Welt und somit bin ich nach Beendigung der Ausbildung gleich in Elternzeit gegangen.

Ich habe mich dazu entschlossen, den staatlich geprüften Betriebswirt auf der Abendschule (Fachschule) zu machen. Ging aber auch nur, weil mein Beruf kaufm. geprägt ist.

Gut.. Im Juni hab ich in einem Hotel angefangen, als Chef de Rang... Der erste Monat lief gut - der zweite auch noch. Dann kam der Unterricht dazu (2 mal die Woche abends, 1 mal die Woche Samstag morgens) und nichts ging mehr!

Auf einmal hatte ich 16-Stunden Schichten, jede Nacht nur 2-3 Stunden Schlaf, weil ich ja morgens für meinen Sohn aufstehen musste und ihn den Tag über betreuen musste... An meinen freien Tagen hatte ich dann Unterricht, somit war an Erholung auch nicht zu denken.

Und es kam, wie es kommen musste.. Eines Tages bin ich umgekippt, Krankenhaus -> Bluthochdruck! Seitdem bin ich krankgeschrieben. Das Ganze ist nun 3 Wochen her, ich bin noch 2 Wochen krankgeschrieben, dann muss ich wieder ins Krankenhaus, weil meine Nierenwerte sehr schlecht sind.

Mein Fazit => Gastronomie und Familie = so gut wie unmöglich. Ich arbeite Vollzeit, komme jede Woche auf gute 60 Stunden... und bin am Ende! Bei uns gibts keinen Schichtdienst.. Wenn du anfängst, bleibst du bis zum Ende (das ist ja üblicherweise offen...) d.h. egal ob du um 12 Uhr, um 15 Uhr, um 18 Uhr angefangen hast - du bleibst bis zum Schluss... So kam es, dass ich allein in den ersten 2 Augustwochen, bis ich einfach umgekippt bin, zusätzlich zu meiner vertraglichen Arbeitszeit 50 Überstunden hatte!

Ich rate dir, dich umzuorientieren, wenns nur irgendwie möglich ist. Ich klammere mich an meine Betriebswirt-Weiterbildung und weiß, dass ich damit zumindest in 4 Jahren branchenübergreifend arbeiten kann.... Gott sei Dank! Was ich bis dahin mache, weiß ich noch nicht. Ob ich jemals wieder in meinem Betrieb arbeiten gehen kann, weiß ich nicht. Ich hatte gedacht, sie kündigen mich, bin noch in der Probezeit - aber nix da....

Viel Erfolg!

Beitrag von nina1984 04.09.08 - 11:48 Uhr

Na du,

also ich bin gelernerte Hotelfachfrau, habe danach ein Jahr in meinem Ausbildungsbetrieb gearbeitet und bin dann ein Jahr in eine andere Stadt gegangen. Danach habe ich ein Jahr in einer Reederei gearbeitet und nun in einer Softwarefirma als Teamassistenz. Das hier kann ich nur jedem empfehlen. Es macht super viel Spaß und die Bezahlung bzw. die Arbeitszeiten sind super!!!

Ich liebe meinen Hoteljob noch immer und würde es jederzeit wieder machen, wenn es sich mit meinem Privatleben bzw. den Gehaltvorstellungen decken würde, aber das geht nunmal nicht. Daher ist das hier für mich die beste Alternative. Ich bereue meine Ausbildung gar nicht, da sie eine kaufmännische ist, standen mir nach meiner Gastro-Karriere alle Türen offen. Viele AG suchen speziell Leute aus der Gastro wegen dem ganialen Serviceverhalten. Hierzu gibt es sogar spezielle Jobportale.

LG Nina

Beitrag von steinchen80 04.09.08 - 13:07 Uhr

Hallo Nina,

Ganz ehrlich: ich denke, du hattest einfahch nur Glück.
Ich selbst habe in den 3 Jahren nach der Lehre mehrfach versucht mich zu verändern und habe nichts gefunden.
Ich habe Abitur mit 2,3, spreche fließend Englisch und ein wenig Französisch und habe auch den Facharbeiter mit 2 gemacht.
Ich kenne noch mehre andere "Mädels" die schon lange versuchen sich zu verändern - aber vom Service ins Büro, das ist ein Wunschtraum !

Wenn man an der Rezi gearbeitet hat, oder in der Verwaltung, dann sehe ich durchaus Chance - aber vom Service wieder wegzukommen ist ein Traum - jeder sieht in einem doch "nur" den Kellner. Und ich war Restaurantlleiter in einem 5* Hotel.

Hotelfachfrau ist keine kaufmännische Ausbildung - HotelKAUFfrau aber ja.

Toll, das du so einen tollen Job hast aber das ist echt die Ausnahme.

Steinchen - die nun BWL studiert ;-)

Beitrag von nina1984 04.09.08 - 14:53 Uhr

Ja, ich hatte Glück, ich hab an der Rezi, der Reservierung und im Concierge-Bereich gearbeitet, weil ich Service immer gehasst habe#schwitz
Ich sehe das jetzt auch, wenn wir Leute suchen, kommen die, die Service gemacht haben nicht so gut weg, wie die, die Rezi gemacht haben...

Also uns würde immer gesagt, dass Hofa eine kaufmännische Ausbildung ist und wir damit die besten Chancen haben. Ich war allerdings auch in einem Ausbildungsbetrieb, indem ich fast nur Rezi und ähnliche Aufgaben gemacht habe.

Ich hoffe für dich, dass du mit deinem Studium weiterkommst!!!

LG Nina

Beitrag von steinchen80 04.09.08 - 18:34 Uhr

Hallo Nina,

Sevice war immer mein Traum - ich habe das sooooo gerne gemacht.
Wir hatten Gäste, die nur wegen und meinem supertollem Stellvertreter gekommen sind ;-)

Aber nun, wo ich Familie habe, habe ich keine Chancen mehr.
Wenn man im Service gearbeitet hat, dann wird einem einfach nicht zugetraut, das man "das andere" auch noch kann #schmoll

Ich hoffe auch sehr, das mich das Studuim weiter bringt.
Im Moment finde ich viel Stellenanzeigen, auch in Teilzeit.
Bin guter Dinge, das ich das Richtige tue - mal sehen.

Liebe Grüsse an Dich und alles Liebe und noch viel Erfolg !

Steinchen

Beitrag von sheena87 04.09.08 - 13:15 Uhr

Also mal danke für die vielen Antworten....

also FAZIT Hotelfachfrau ist nicht das wahre:-D

Ich verdien momentan nicht schlecht allerdings mich dafür komplett ausnehmen zu lassen seh ich nicht ein - wie schon geschrieben wurde 50 Überstunden und so hab ich auch alles....

Bloß es ist ja wirklich nicht leicht da raus zu kommen... meine Arbeitszeugnisse sind nur 1er Zeugnisse aber ich hab halt "nur" mittlere Reife (und die auch nur durch einen sehr guten Notendurchschnitt in der Abschlussprüfung meiner Lehre...)
Und durch das du ja wirklich nur "Tellertaxi" bist... phuuuuu.... ich liebe diesen Beruf aber nicht auf diese Kosten....!

Danke nochmal #blume