Bilinguale Grundschule..für und wider

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Forum: Kids & Schule

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Beitrag von deinleben 03.09.08 - 14:51 Uhr

Hallo,
unsere Tochter wird nächstes Jahr eingeschult.Nun bekamen wir ein Schreiben,in dem stand das unsere Grundschule evtl. eine bilinguale Klasse(englisch deutsch) ab dem nächsten Jahr anbieten möchte.
Das beinhaltet 5 zusätzliche Englischstunden die Woche und 2 mal die Woche ein Nebenfach in Englisch(z.b. Sport,Musik).
Hat jemand von Euch Erfahrung mit Kindern auf einer bilingualen Grundschule??
LG deinleben

Beitrag von kikou 03.09.08 - 15:22 Uhr

Hallo deinleben,

Ich habe noch keine Erfahrung mit einer bilingualen Grundschule, denn mein Sohn ist erst gestern in einer eingeschult worden. Wir leben in Frankreich und bin sehr froh darüber, dass er gleichzeitig deutsch und französisch lernt.

Ich bin davon überzeugt, dass es Kindern nur gut tun kann, so früh wie möglich an eine Zweitsprache herangeführt zu werden. Wenn das auch noch im schulischen Umfeld geschieht, wo man davon ausgehen kann, dass das pädagogische Konzept stimmt - umso besser!

Die Frage, die ich mir stellen würde, ist, ob dann dieses Prinzip in der weiterführenden Schule auch beibehalten wird, es wäre schade, wenn Deine Tochter alles was in der Grundschule gelernt hat, dann wieder "vergessen" müsste, weil es keine bilinguale Klasse mehr gibt.

Für die Kinder ist es aber sicher eine Bereicherung, schon ab der Grundschule eine weitere Sprache zu erwerben.

Liebe Grüsse,
Kikou

Beitrag von seeli1981 03.09.08 - 18:26 Uhr

Huhu...
ALSO...billingual ist unsere Schule nicht...aber in der 2. Klasse kommt regulär Englsich hinzu...
Ab der 4. Klasse können sie in eine Chinesisch Ag gehen...ich finde es klasse...
Und schaden kann es auch nicht....also meine Meinung ;-)

Lg
Stephi

Beitrag von dore1977 03.09.08 - 20:35 Uhr

Hallo,

unsre Tochter wird nächstes Jahr eingeschult und wird eine Klasse besuchen in der alle Fächer ausser Deutsch auf englisch unterrichtet werden.
Seit Montag besucht sie die Vorschulklasse dieser Schule und sie haben jetzt Abschnitte im Tagesablauf wo mit den Kindern nur englisch gesprochen wird.

Von mir also ein #pro

liebe Grüße dore

Beitrag von deinleben 04.09.08 - 09:21 Uhr

Ich danke Euch für Eure Meinungen!
Ja,ich denke es kann nur von Vorteil sein.
Die einzigsten Ängste die ich habe sind dahingehend dass es evtl. "zu Viel" wird für die Kinder durch die 5 zusätzlichen Wochenstunden Englisch.......aber ich denke das die Kinder am Anfang erst spielerisch herangeführt werden und dann sind sie den "Schulstress" ja schon gewohnt.
Wahrscheinlich lernen sie so viel besser und einfacher da sie noch so jung sind...meine Große ist jetzt in der 4. Klasse(aber "normale Grundschule") und hat seid der 3. englisch..und es macht ihr sehr viel Spaß und es fällt ihr leicht.

Danke!
deinleben

Beitrag von arthurmama 04.09.08 - 09:23 Uhr

Hallo,
mein Sohn besucht seit fast 5 Wochen eine bilinguale Schule. Alle Fächer ausser Sport und Deutsche und teilw. Musik werden in englischer Sprache unterrichtet, alles andere in Englisch.
Er hatte zur Vorbereitung seit Feb. 08 (also ein halbes Jahr davor) 2 h / Woche Englisch mit der Immersionsmethode erlebt.
Ich bin erstaunt, dass er jetzt schon einfache Sätze selber bauen kann (also nicht auswendig gelernt und nachplappert) und in seinen Erzählungen macht er keinen Unterschied zwische deutsch- und englischsprachigen Fächern. Er erlebt das "fehlende" Englisch nicht als Handicap (was meine Befürchtung war).
Beschäftige Dich mit dem Konzept wie Englisch in den Schulalltag integriert ist und informiere Dich, z.B. über I-Net über Studien, welche Kinder, wie mitkommen bei den Konzepten. Du kennst Dein Kind und dann kannst Du entscheiden wie sie zurecht käme im System und überprüfe Deine Erwartungen an das Ergebnis.
Ich kann nur von der Immersionsmethode berichten, dass sie nicht geeignet ist für Kinder, die in der Muttersprache Probleme haben, sowie auch nicht für Kinder die unterdurchschnittlich begabt sind. Diese Kinder werden dadurch eher überfordert. Alle anderen Kinder (ab "normal" begabt und "normal" sprachlich entwickelt) kommen damit sehr gut zurecht. Haben im Verlauf der Grundschule in den ersten beiden Klassen eher mehr Schwierigkeiten als auf der einsprachigen Schule, aber kommen ab der 3. Klasse "groß" raus, sind gem. Studien den anderen Kinder leistungsmäßig durchgehend überlegen.

Letzendlich ist es vom Einzelkind und von der speziellen Situation in der Klasse abhängig.

Viel Erfolg bei der Entscheidung,
arthurmama.