War bei der Kinderärztin wegen der Trinkmenge von Lennard

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von babyll1 03.09.08 - 15:13 Uhr

Hallo

ich hab gestern schonmal gefragt was ihr von der Trinkmenge meines Sohnes haltet.

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=36&tid=1649544



Heute morgen war ich beim Kinderarzt und habe mal nachgefragt. Es war leider eine Vertretungsärztin.

Also, sie meinte mein Sohn könne soviel Pre trinken wie er möchte und ich soll nicht auf 1er umstellen, weil meine Brust sich ja auch nicht umstellt.

Ausserdem meinte sie, dass ich mit Beikost anfangen soll, da die kleinen wohl mit 5 Monaten schon ein ganzes Gläschen essen sollen. Aha hab ich mir nur gedacht.


Ausserdem sagte sie wortwörtlich, daß ich aufhören soll mit dem Stillen, da er ja schon genug trinkt und ich auch so mit ihm kuscheln könnte #schock.

So, jetzt sagt ihr mal was ich davon halten soll?
Soll ich ihm einfach noch pre weitergeben? So wie sie es gesagt und zufüttern? Oder lieber 1er und nicht zufüttern?
Mensch ich bin echt verunsichert durch die aussage der Ärztin.

Auf hören mit dem stillen wollte ich eigentlich noch nicht.

LG Sindy mit Lennard( 21.04.08)

Beitrag von jenny133 03.09.08 - 15:25 Uhr

Hallo Sindy

eine gemeingültige Antwort gibt es wohl nicht :-( Ich denke da hat hier jede Mutti auch eine andere Antwort für dich parat!

Was willst du denn?? Hör doch mal auf dein Gefühl! Ich könnte mir vorstellen dein Gefühl sagt dir: Weiterstillen und Pre geben nach bedarf? So würde ich es auch halten!!

Ich kann mir gut vorstellen, dass es einfach jetzt ein Wachstumsschub ist oder so und sich bald wieder einpendelt!! Das es für die Nieren zuviel werden könnte hab ich noch nie gehört. Genug Mütter stillen 6 Monate voll nach Bedarf (ich habs 5 1/2 Monate gemacht) und die wissen auch nicht, wieviel die Baby´s am Tag wegschlürfen!!!

LG
Melanie

Beitrag von schnuffchen 03.09.08 - 16:11 Uhr

Hallo Sindy,

ich habe nicht alle deine Beiträge verfolgt. Bist Du berufstätig oder warum stillst Du nur einmal am Tag?

LG
Andrea

Beitrag von babyll1 03.09.08 - 21:49 Uhr

Hallo andrea,

also ich stille nur noch einmal bzw. zwischendurch auch 2-3 pro -tag, weil sich das mit dem Stillen bei uns nie so recht eingependelt hat.

Ich hatte eine komplizierte Geburt, die ich noch nicht so ganz verarbeitet habe. Ich habe mich am Anfang gegen das stillen entschieden und dann aber diese Entscheidung bereut.

Ich hab erst mit 2 Wochen angefangen Lenni zu stillen.
Mit 3 Wochen lag er dann eine Woche im Krankenhaus wegen gewichtsabnahme und heftigen Durchfällen.
Da war das schon garnicht mehr so einfach, da die Milch ja noch nicht richtig eingependelt war.

Trotz hilfe meiner Hebamme habe ich es leider nie geschafft die Milchmenge zu steigern. Ich habe noch 2 Kinder und nach 2 Monaten habe ich für jede Stillmahlzeit immer noch über eine Stunde gebraucht.
Das hab ich nicht mehr geschafft und dann doch wieder mehr zugefüttert.

Das war der Anfang vom abstillen und jetzt bin ich halt bei morgens (möchte ich sehr gerne noch weiterführen) und schonmal zwischendurch wenn er quengelig ist und meine Nähe braucht.

Naja, ich wede jetzt erstmal die nächsten Tage schauen wie die Milchmenge ist und werde dann doch hoffentlich noch knapp 2 Monate nur Pre ohne zufüttern geben.


LG Sindy

Beitrag von stefanie83tobias 04.09.08 - 00:02 Uhr

Hallo
Du stillst ja nur einmal Morgens und so mal zwischen durch wenn der kleine deine nähe braucht. Das find ich schon mal ganz gut. Hast du mal versucht deine Milchmenge ganz langsamm zu seigern also z.B. vor jeder Milchmalzeit einfach 10min Stillen und dann pre geben. Es gibt auch so ein Zwischending wo man sein kind an der Brust saugen läst es aber Pre bekommt. Diese Methode macht man auch ganz gern wenn man Relaktation. Der Vorteil davon ist das dein Kind trotzdem Pre bekommt aber deine deine Brust stimmuliert wird Milch zu bilden. Und der 2 Vorteil ist das es nicht aufwändiger ist als ne Flasche zuzubereiten. Ach ja das Brusternährungs-Set gibt es von Madela: http://www.medela.ch/CH/de/breastfeeding/products/nursing.php

Beitrag von muehlie 03.09.08 - 16:59 Uhr

Also ich kann dir sagen, was ICH davon halte:

Ich denke, du hast da eine Ärztin erwischt, die von Säuglingsernährung so viel versteht wie der Blinde von der Farbe.

1.) Die Aussage, dass sich die Muttermilch nicht umstellen würde, stimmt schon mal gar nicht. Die Zusammensetzung ändert sich im Laufe der Zeit durchaus. Kannst ja mal versuchen, ein 5 Monate altes Baby mit Muttermilch, die seine Mutter vor 4 Monaten eingefroren hat, zu füttern. Davon wird das Kind absolut nicht satt.

2.) Da die allgemeine Empfehlung lautet, ein Kind 6 Monate vollzustillen, ist die Behauptung, ein Kind müsse mit 5 Monaten bereits ein ganzes Gläschen essen, ebenfalls Schwachsinn.

Ich würde lieber auf die 1er umsteigen und noch nicht zufüttern.
Wie sieht es ansonsten aus mit Abpumpen für den Tag?

LG
Claudia

Beitrag von smily1309 03.09.08 - 17:11 Uhr

Hallo,

ich würde an deiner Stelle auf 1er umstellen. Dein Sohn trinkt über längere Zeit mehr als 1000ml. Das ist ein Indiz, das die Pre ihm nicht mehr reicht. Es gibt nun mal Kinder, die die Pre kein Jahr lange trinken können. Und die 1er ist auch eine Anfangsmilch und keine Folgemilch.

Ich persönlich gebe Ruby aber auch schon Karotte mittags.... Aber das ist jedem selbst überlassen.

Nur wenn er soviel trinkt, schadet es den Nieren und demzufolge seiner Gesundheit.

LG Smily

Beitrag von angel_28 03.09.08 - 17:28 Uhr

Also mein Kia sagt genau das Gegenteil, nämlich das es ein Märchen ist das man die pre nach Bedarf füttern darf
Es gibt bei jedem Kind eine Höchstmenge die sich nach dem Körpergewicht berechnet und die sollte nicht überschritten werden
Außerdem sagt mein Kia würde beim stillen halt auch nicht immer so viel rauskommen. Sprich selbst wenn ein Kind jede Std angelegt wird muss es dabei nicht so viel trinken wie ein stündlich kommendes Flaschenkind

Meine Tochter wollte ab der 5 oder 6 Woche schon alle 2,5 Std 170 ml trinken von der Pre. Das ging gar nicht, sie bekam Krämpfe, spuckte und nahm viel zu krass zu
Ich musste dann auch auf die 1er gehen

Beitrag von alext 03.09.08 - 17:35 Uhr

Was ist denn das für eine Ärztin????

Mein KiA sagt, Kinder trinken am Tag ca 1/5 ihres Körpergewichts!

Also kannst Du es Dir ja ausrechnen, dass Dein Zwerg ja genau in der Norm liegt!

Und was das zufüttern angeht: ich dachte immer, langsam beginnen mit zufüttern! Was für mich bedeutet, wenn die Kids mit 5 Monaten ein ganzes Gläschen essen sollen, muss ich ja schon 2 Monate voher (also quasi jetzt) anfangen! Und da kann ich nur den Kopf schütteln!

Beitrag von kathrincat 03.09.08 - 19:29 Uhr

gute kinderärztin.

Beitrag von babyll1 03.09.08 - 21:54 Uhr

Hallo ihr lieben,

vielen Dank für eure zahlreichen Antworten!

Ich habe noch mal über die Ärztin nachgedacht und bin zu dem Fazit gekommen es im Moment noch so zulassen wie es ist.

Ich werde die genauen Milchmengen am besten die nächsten Tage aufschreiben und dann mal überlegen auf die 1er Nahrung zu wechseln.

Beikost werde ich definitiv nicht geben, da mein Sohn absolut noch nicht reif dafür ist.

LG Sindy

Beitrag von schnuffchen 04.09.08 - 09:10 Uhr

Würde ich auch nicht tun, Sindy! Das ist viel zu früh. Vor allem wenn Du selber meinst, er ist noch nicht so weit.

Diese Kinderärztin würde ich auch künftig meiden, denn sowas zu propagieren ist unverantwortlich. So züchtet man sich dann die Allergien ran... #klatsch

Versuch doch einfach mal, Deinen Kleinen vor der Abendmahlzeit ein paar Minuten an die Brust zu nehmen. Wenn Du das regelmäßig machst, dann kannst Du die Milchbildung soweit anregen, dass Ihr diese Mahlzeit wieder als Stillmahlzeit gestalten könnt. Denn so wie ich das verstehe, möchtest Du ja gerne stillen.

Dann könntest Du mit 6 Monaten Mittags anfangen ein bißchen Gemüse zuzufüttern bis Du die Mittagsmahlzeit bis zum 7. Monat ersetzt hast.

Vielleicht wartest Du aber auch einfach bis die Kinderärztin Deines Vertrauens wieder da ist und sprichst mit der mal darüber? Oder hast Du eine fähige Hebamme oder Stillberaterin an der Hand, die Du fragen könntest?

Jede Mutter sollte das so gestalten wie es ihr, dem Kind und der Beziehung am Besten tut. Und wenn Du es bedauerst, dass Du nicht voll stillst, solltest Du Dir Hilfe holen. Dann wird es Euch sicher bald besser gehen!

Schau mal hier: http://www.lalecheliga.de/

Ich wünsche Euch eine schöne Zeit!

Beitrag von schnuffchen 05.09.08 - 10:39 Uhr

Wenn Du wirklich darüber nachdenkst, häufiger zu stillen, habe ich hier http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=36&tid=1653101&pid=10659063 noch ein paar Tipps...