weiss nicht mehr weiter, vorsicht lag

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Forum: Kids & Schule

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Beitrag von kaktus74 03.09.08 - 17:48 Uhr

Hallo

ich bin zur zeit in einer sehr schwierigen situation und hoffe ihr könnt mir den einen oder anderen tip geben.


am besten ich erzähle mal die ganze geschichte.

unser sohn wurde ganz normal auf einer grundschule eingeschult. nach ca. 2 monaten war seine lehrerin der meinung er würde nicht mehr mitkommen und wir sollen ihn doch auf sonderpädagogischen förderbedarf testen lassen. da wir aber dadurch jedes mitspracherecht über die schulische laufbahn verloren hätten haben wir dies nicht getan. statt dessen suchen wir uns privat einen kinderpsychologen der unseren sohn teste.

dabei kam heraus das er wohl gewisse defizite habe. daraufhin haben wir beschlossen ihn auf eine montessori schule zu geben um ihn die förder schule zu ersparen.

also wechselte er nach dem ersten halbjahr der 1. klasse auf die montessori schule. dort lief auch alles super. er kam prima mit und wir hatten keine probleme. allerdings wurde er im mathe und deutsch nach den lehrplänen für förderschüler unterrichtet, dachten wir.nun geht die schule aber leider nur bis zur 4. klasse.das hieß für uns das wieder eine entscheidung fällig war.

nach vielen gesprächen mit den lehrern und dem kinderpsychologen kamen wir zu der entscheidung das eine " normale " schule nicht für ihn zu schaffen sei.mit schweren herzen entschieden wir uns unseren sohn nun doch auf eine förderschule zu geben.

nun sind die ersten 14 tage an dieser schule um und wir sind total verzweifelt. er ist dort total unterfordert.die matheaufgaben sind einfach viel zu einfach, die hat er schon vor 2 jahren gerechnet. deutsch ist es das gleiche.
nun ist es morgens schon so, das er nicht zur schule will. seine worte: was soll ich denn da ich kann ja eh schon alles.

nun hat er die lehrerin gefragt ob er nicht ein paar aufgaben bekommen kann die etwas schwerer sind. aber nein dies ist nicht möglich.

nun wissen wir echt nicht mehr weiter was würdet ihr uns raten? haben wir noch irgendwelche möglichkeiten?

sorry das es so lang gewurden ist, aber wir wissen echt nicht mehr weiter.

vielen dank schon mal fürs lesen und für hoffentliche viele tips

lg kaktus 74

Beitrag von nessi104 03.09.08 - 20:34 Uhr

oh man das tut mir leid für euren sohn.
mir scheint,er gehört nicht auf eine förderschule.
ich habe das gefühl,das kinder ,die heutzutage ein bisschen langsamer sind,direkt auf eine förderschule abgeschoben werden.selbst wenn sie das völlig unterfordert sind.

wäre es nicht möglich gewesen,ihn auf der normalen schule zu lassen,und nachhilfeunterricht zu nehmen?

lg

Beitrag von pimpf1 03.09.08 - 21:46 Uhr

Hallo,

das ist sicherlich eine sehr schwierige Situation. Ihr habt euch ja die Wahl mit der Förderschule offensichtlich nicht leicht gemacht und entsprechende Beratung gesucht. Ich denke mal, 14 Tage sind ein noch zu kurzer Zeitraum um diese Entscheidung wieder rückgängig machen zu wollen. Aber ich würde an Deiner Stelle umgehend einen Gesprächstermin mit den Lehrkräften suchen.

Dein Sohn hat selbst die Lehrerin gefragt, ob er ein paar schwierigere Aufgaben bekommen könnte und sie hat abgelehnt. Es wäre sehr wichtig von der Lehrerin direkt zu erfahren, warum sie dies abgelehnt hat (nicht über Deinen Sohn, Du solltest unbedingt selbst danach fragen). Vielleicht hat sie dafür ja eine sinnvolle Erklärung, die solltest Du unbedingt kennen.

Ansonsten ist es ja geradezu Ziel einer Förderschule, den speziellen Bedürfnissen der Schüler - weit mehr und sehr viel individueller als in jeder Regelschule - entgegenzukommen, um sie in ihrer Entwicklung zu fördern. Das darf nicht nur den defizitären Bereich betreffen, auch leistungsstärkere Bereiche müssen hier Berücksichtigung finden.

Wie gesagt: Ich würde dringend ganz schnell ein Gespräch mit den Lehrkräften suchen. Lass Dir von Ihnen die ersten Eindrücke von den Stärken und Schwächen Deines Sohnes schildern. Frage sie, wie ihre Arbeit aussieht, welche Möglichkeiten sie für Dich selbst sehen, Deinen Sohn zu unterstützen. Und schildere ihnen den momentanen Motivationsabfall, den Dein Sohn zeigt, frage nach Lösungsmöglichkeiten.

Die Lehrer dort sollten auch relativ schnell dazu in der Lage sein zu beurteilen, ob Dein Sohn tatsächlich an der Förderschule gut aufgehoben ist.

LG, pimpf

Beitrag von rhcp 03.09.08 - 22:57 Uhr

Hallo Kaktus,
habe mal eine Frage:
Warum hättet Ihr das Mitspracherecht über die schulische Laufbahn Eures Sohnes verloren, wenn ihr den sonderpädagogischen Förderbedarf von der Schule (oder einer anderen Einrichtung?) hättet testen lassen?
Dachte immer, Eltern hätten grundsätzlich Mitspracherecht, sie sind ja schliesslich die Erziehungsberechtigten.
Gibt man mit dieser Entscheidung wirklich alles aus der Hand? Tut zwar jetzt nix zur Sache, würde mich aber interessieren.
Danke für eine Antwort,
rhcp

Beitrag von kaktus74 04.09.08 - 07:56 Uhr

hallo

also es ist so : wenn die kinder über die schule getestet werden und es kommt heraus, das sonderpädagogischer förderbedarf besteht, dann müssen die kinder auf die förderschule. man kann dann nicht mehr sagen ok, gut zu wissen aber wir versuchen es weiter auf der normalen schule. er muss dann einfach weg dort. so ist es zumindest in sachsen anhalt

lg kaktus74

Beitrag von b.kissi 04.09.08 - 10:33 Uhr

Hallo,

wir haben über die Schule sonderpädagogischen Förderbedarf für unseren Sohn beantragt.
Der sonderpädagogische Förderbedarf besteht und unser Sohn geht zur Regelschule mit drei Stunden Sonderpädagogik in der Woche.

Wenn wir ihn direkt auf der Sonderschule angemeldet hätten wäre nicht getestet worden.

Gruß Barbara

Beitrag von cinda762 04.09.08 - 09:08 Uhr

Hallo Kaktus,
Oh je, genau das wo vor ich so Angst habe ist bei euch passiert. Meine Tochter ist ein Trennungskind, hat schon einiges erlebt durch das Verhalten ihres Vaters, ist dementsprechend etwas vorbelastet und nicht mehr ganz so unbeschwert wie so manch anderes Kind. Sie nimmt in der Schule etwas mehr Aufmerksamkeit in Anspruch als sie sollte, die Lehrerin hat schon mit mir gesprochen. Sie ist oft unaufmerksam, frägt zu oft nochmal nach und verdirbt sich somit selbst einiges. Die Lehrerin sieht es nicht dramatisch, sagt sie ist jetzt einfach strenger und nimmt die Leine etwas kürzer um das Ganze um zulenken. Mir macht das Ganze dermaßen Sorgen, weil ich weiß wie sie ist, sie hat ein Problem mit der Aufmerksamkeit, das sich jetzt durch den Schulunterricht noch klarer äußert. Mir graut davor, dass sie nicht mehr mitkommt und irgendwann auf eine Förderschule muss, denn ich laufe öfter an dieser Förderschule hier in der Stadt vorbei und die Schüler sind oft total aufgedreht und aggressiv, wirken so abgestumpft - wie ist das auf der Förderschule eures Kindes?
Ich würde an eurer Stelle auch jede Möglichkeit nutzen, mit jedem reden, um eine bessere Lösung zu finden, denn dieser Unterricht wird euer Kind, denke ich, auf Dauer unglücklich machen und eben nicht fördern. Ich finde es auch schade, dass Kinder, die für bestimmte Dinge mehr Zeit brauchen oft sogar als nicht intelligent genug und störend empfunden oder abgestempelt werden.
LG, Cinda.

Beitrag von kaktus74 04.09.08 - 21:27 Uhr

hallo

vielen dank erst mal für eure antworten.

habe nächste woche einen termin mit der lehrerin mal sehen was dabei raus kommt

lg kaktus74