Familienpflegerin?

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von alexa1972 03.09.08 - 20:18 Uhr

Hallo,
ich möchte hier mal einige Fragen stellen die mich persönlich interessieren...#huepf

Kennt ihr den Beruf der Familienpflegerin? ;-)
In welchem Fall würdet ihr diese dann anfordern? #kratz
Und wo würdet ihr euch erkundigen???#kratz
Ich habe gerade meine Ausbildung als Familienpflegerin angefangen und merke gerade das eigentlich niemand dieses Berufsbild kennt. Was mich natürlich total irritiert, denn ursprünglich will ich ja nur Helfen, aber macht es überhaupt Sinn, wenn doch niemand weiß was ich genau mache und somit ja auch niemand diese Hilfe in Anspruch nimmt???????
Bitte um jede Antwort.....
#sonne
Lieben Danke
alexa

Beitrag von shalyda 03.09.08 - 20:24 Uhr

Hi Alexa,

schau mal hier:

http://www.kinderschreie.de/23_familienhilfe/wasistfam.htm

Ganz einfach über google gefunden.

LG, Shaly

Beitrag von alexa1972 03.09.08 - 20:34 Uhr

Hallo, j
a gegooglet hab ich auch...
aber ich möchte wissen, ob hier jemand diesen Beruf kennt.....
lg
alexa

Beitrag von sonne108 03.09.08 - 20:41 Uhr

Hallo Alexa

also ich hab den Beruf, ehrlich gesagt, noch nicht gehört.

In meiner Vorstellung wäre das eine Frau, die z. B. kommt und hilft wenn sich eine Mami krankheitsbedingt nicht gut um Haushalt und Kind(er) kümmern kann?! Oder?

lg Sabine

Beitrag von kja1985 03.09.08 - 21:49 Uhr

Hallo,

soweit ich weiss, werden Familienpfleger in Familien, die Unterstützung benötigen eingesetzt. Wenn die Eltern überfordert sind, krank, schwanger, was weiss ich. Richtig oder falsch?

Ich brauch keine Familienpflegerin aber sollte das im Falle von Krankheit oder einer Risikoschwangerschaft nötig sein würde ich mich bei Frauenarzt oder Jugendamt erkundigen. Wenn ich da keinen Erfolg hätte AWO, Caritas und anderen sozialen Einrichtungen.

Beitrag von alexa1972 03.09.08 - 21:56 Uhr

Na die zwei Antworten sind ja schon mal richtig.... und ich hoffe das da noch einige andere Antworten kommen, um mich in meiner Entscheidung zu bestärken, wirlich diese Ausbildung auch abzuschließen...
ld
alexa

Beitrag von bambolina 04.09.08 - 01:07 Uhr

Hallo Alexa,

zugegeben, bis vor wenigen Minuten wußte ich nicht, dass es Familienpflegerinnnen gibt und was die machen ;-) Aber das liegt vielleicht auch daran, dass Familien mit "normalen" Problemen deine Hilfe eben nie brauchen werden und problembelastete Familien meist wissen, an wen sie sich wenden können.

>>>aber macht es überhaupt Sinn, wenn doch niemand weiß was ich genau mache und somit ja auch niemand diese Hilfe in Anspruch nimmt<<<

Ich denke, wenn du dich selbstständig machen willst, wird es schon schwierig sein, deinen "Kundenstamm" zu finden. Wenn du für eine Sozialstation oder ähnliches arbeitest, werden die dich wohl schon "einsetzen" können. Es gibt sicher genug Familien, die deine Hilfe brauchen.

lg bambolina

Beitrag von renate61 04.09.08 - 08:48 Uhr

Na klar kenne ich den Beruf:-)
Einsatzgebiete gibt es viele.Sei es das du eine kranke oder schwangere mutter unterstützt.Ihr wege abnimmst,bei der Hausarbeit hilfst.
Oder wie im Falle meiner Freundin die Zwillinge bekam die zu früh zur Welt kamen,noch ein kleinkind und ein schulkind hatte.sie bekam Unterstützung.Die Familienpflegerin fuhr mit ihr zu den therapien der Zwillis,brachte die kleine in die kita...

Du kannst auch Familien mit Jugendlichen unterstützen wo Probleme auftauchen.Strukturen aufzeigen.
Je nachdem welche Zusatzausbildung du anstrebst.
Ich finde es eine tolle Sache,Den Familien ist geholfen.Dein Beruf:-) ist abwechslungsreich da du immer neue Leute kennenlernst.

Beitrag von liki 04.09.08 - 09:30 Uhr

Hallo Alexa,

ich finde es toll, dass es Familienpflegerinnen gibt. Ich selber habe zwar glücklicherweise nie eine anfordern müssen, war aber froh, im HInterkopf zu wissen, dass es die Möglichkeit gibt. ich war 7 Jahre lang alleinerziehend und hatte immer die Sorge, mal ins Krankenhaus zu müssen....genau in solch einem Fall hätte ich dann versucht, eine Familienpflegerin zu bekommen.

WIe gesagt, zum Glück bin ich in diesen 7 Jahren nicht ernstlich krank geworden.

Meine Freundin hatte mal eine Familienpflegerin, als sie schwanger mit Zwillingen war und liegen musste (sie hatte noch ein 3-jähriges Kind).. wenn ich das bei meiner 2. Schwangerschaft bereits gewusst hätte (da musste ich auch liegen und hatte ein 1-jähriges Kind), dann hätte ich mir wohl auch gerne Hilfe geholt.

Vielleicht sollte man den Leuten mehr bewusst machen, dass es das gibt.

ich wünsch Dir ein erfülltes berufsleben !

Liki

Beitrag von joulins 04.09.08 - 10:26 Uhr

Hallo Alexa!

Das ist ein toller Beruf, und sehr wichtig. Ich war nach beiden Geburten sehr krank, und beim zweiten Kind habe ich mich mit dem Gedanken über Wasser gehalten, daß ich ja zur Not auch eine Mütterpflegerin anfordern könnte, die rechnen in Berlin auch über die Krankenkasse ab.

Erkundige dich doch mal bei den Krankenkassen vor Ort, wie und ob du mit ihnen abrechnen kannst - dann könntest du bei Frauenärzten und Hebammenpraxen deine Visitenkarte auslegen. Ich denke, es würden einige Frauen darauf zurückkommen.

Ich trage die VK des unten angegebenen Links noch heute mit mir herum - falls ich urplötzlich umfalle und einer meine Kinder abholen/versorgen etc. muß. :-)

http://www.muetterpflegerinnen-berlin.de/

Alles Gute!
Joulins

Beitrag von kleinjano 04.09.08 - 17:13 Uhr

Hallo Alexa,
ich glaub da brauchst du dir keine Soregn machen, dass diesen Beruf keiner kennt. Ich kannte ihn auch nicht, bis ich eine Familienhilfe brauchte. Während meiner 3. Schwangerschaft gab's Probleme und ich hatte noch 2 kleine Kinder zu Hause. Da hab ich das Berufsbild schnell kennengelernt.
Insbesondere Hebammen (aber auch (Frauen)Ärzte) weisen auf die Möglichkeit solcher Hilfe in der Regel hin.
Lg und noch eine schöne Ausbildung - es ist bestimmt spannend viele verschiedene Familien kennen zu lernen! kleinjano

Beitrag von anastasia01 04.09.08 - 21:35 Uhr

Hallo

Ich kenne diesen Beruf schon sehr lange. Vor 7 Jahren wollte ich von Altenpflegerin umschulen auf Familienpflegerin. Doch da kam meine Tochter dazwischen.
Auch wenn Du meinst das viele den Beruf nicht kennen liegt das daran weil Sie sich mit diesem Thema nicht beschäftigen und auch bislang nicht brauchten.

Was macht eine Familienpflegerin?
Die Familienpflegerin vertritt die Hausfrau und Mutter in Familien, wenn diese durch Krankheit, Unfall oder ähnliche Notfälle nicht mehr in der Lage ist, ihre Familie zu versorgen und anfallende Aufgaben zu erfüllen. Die Familienpflegerin kommt zur jeweiligen Familie ins Haus. Der Arbeitstag gestaltet sich daher von Einsatz zu Einsatz sehr unterschiedlich. Die täglich anfallende Hausarbeit muss ebenso erledigt werden, wie gegebenenfalls die Mitversorgung pflegebedürftiger Familienmitglieder. Die Betreuung der Kinder steht bei allen Tätigkeiten im Vordergrund.
Überall, wo Hilfe nötig ist, wo Mütter (oder Väter) Entlastung brauchen, kann eine Familienpflegerin zur Unterstützung gerufen werden. Sie kommt in Familien jeder Staatsangehörigkeit und Konfession. Die Kosten übernimmt in der Regel die Krankenkasse, wenn der Einsatz von einem Arzt verschrieben wurde und Kinder unter 12 Jahren in der Familie leben.


Familienpfleger können ihren
Arbeitsplatz in folgenden Einrichtungen
finden:
-Alten- und Pflegeheimen
-Tageskliniken
-Sozialstationen
-ambulanten Pflegediensten
-Einrichtungen der Jugend- und
Behindertenhilfe
-Kinderheimen
-Kindertagesstätten
-Kur- und Rehabilitationskliniken



Ich finde es gut das Du diesen Weg gehn möchtest. Denn wer weiß vielleicht werde ich auch irgendwann mal eine brauchen weil ich selber zwei gesitig Behinderte Kinder habe. Lass Dich nicht verunsichern weil viele diesen Beruf nicht kennen. Du machst deinen Weg und wirst auch auf jeden Fall nach der Ausbildung arbeiten können und nicht wie jetzt dein Gedanke wieso soll ich es machen wenn niemand den Beruf kennt.

Lg

Beitrag von antonie24 20.09.08 - 14:35 Uhr

Schade, daß du nicht bei mir in der Nähe wohnst. Ich bin nämlich so jemand, der deine Hilfe in Anspruch nehmen würde...momentan habe ich noch eine bezahlte Haushaltshilfe. Ich habe 4 Kinder, die Älteste ist 4 Jahre alt, mein Sohn ist fast 2 Jahre und dann noch Zwillinge mit 7 Wochen.

Also ich finds super, daß es Leute wie dich gibt, die gerne in Familien gehen wollen, um dort zu helfen. Denn nicht nur assoziale Familien brauchen Hilfe von anderen...

lg
Antonie + Kathrin 4 J. + Simon 23 Monate + Lena und Samuel 7 Wochen

Beitrag von alexa1972 20.09.08 - 14:43 Uhr

Hallo,
genau das ist es, manchmal braucht man einfach nur Unterstützung und Hilfe.... vielleicht gibt es bei euch in der Nähe eine Familienpflegerin... die kann Dir noch mehr unter die Arme greifen und dir helfen....
aber tauschen möchte ich nicht mit Dir.... das ist schon ne Menge Arbeit... aber wünsche Dir trotzdem mal ne ruhige Min in der Du zur Ruhe kommen kannst... solche Momente sind sicherlich ziemlich selten.....
also... alles liebe und gute für euch...
lg
alex