2,5 Jahre und muss noch gefüttert werden!

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von aeffle007 03.09.08 - 20:54 Uhr

Hallo,

jetzt muss ich mal meinen Ärger raus lassen:
Anne ist 2,5 Jahre alt und muss zu 90% gefüttert werden :-[
Das Essen interessiert sie einfach nicht! Zur Zeit läuft es bei uns so, dass Anne ein Buch anschaut und ich ihr nebenbei das Essen rein schaufle :-[ Und dabei bin ich schon froh, wenn sie ruhig sitzen bleibt. Mich nervt das enorm und ich könnte #wolke
Ich habe es auch schon probiert, dass ich das Essen halt einfach wieder weg stelle. Aber wenn sie dann Hunger bekommt, dann holt sie sich einen Apfel aus dem Obstkorb oder eine Wurst aus dem Kühlschrank #schock
Die anderen Kinder aus der Krabbelgruppe essen alle selbständig und bleiben ruhig sitzen - während Anne auf dem Spielplatz rumtobt...
Wie ist das bei euch?
Hat jemand einen guten Tipp wie ich den Zappel-Philipp etwas bändigen kann?

LG Anja mit Anne *24.03.2006 und Emely *24.05.2008

Beitrag von julia76 03.09.08 - 20:57 Uhr

Also fina isst auch selbstständig. Aber sie holt sich auch was aus dem kühlschrank, oder sagt wenn sie hungrig ist. wir essen abend gemeinsam, aber meist steht sie nach nen paar bissen auf und ist fertig.

Beitrag von schmusetuch78 03.09.08 - 21:08 Uhr

Hmm, ich würde es so versuchen:
1.) Buch weg!
2.) Am Tisch gemeinsam essen, nach Beendigung der Mahlzeit abräumen.
3.) Keine selbsständigen Zwischenmahlzeiten!!! Sie bekommt nur was Du ihr anbietest. Dazu würde ich relativ feste Zeiten einführen. Wenn sie zu diesen Zeiten nichts annimmt: aushalten bis zur nächsten MAhlzeit.
4.) Ich würde sie nicht zwingen am Tisch sitzen zu bleiben, aber die Konsequenz wäre dass sie halt hunrig bleibt, wenn sie nicht an den Mahlzeiten teilnimmt.
LG Silke

Beitrag von aeffle007 03.09.08 - 21:26 Uhr

OK, das probiere ich mal.
Wir haben schon feste Essenszeiten und essen auch immer gemeinsam. Ich muss da halt einfach konsequenter sein... #schwitz

LG Anja

Beitrag von schmusetuch78 03.09.08 - 21:31 Uhr

Also ich könnte mir schon gut vorstellen, dass Konsequenz Euch helfen wird, auch wenn es erstmal vielleicht unangenehm ist (bin auch nicht so eine "Harte" #liebdrueck). Ich wünsche Dir viel Erfolg!
LG SIlke

Beitrag von schmusetuch78 03.09.08 - 21:34 Uhr

Ach ja noch etwas, was ich wichtig finde: ich würde NUR konsequent sein und nicht ständig schimpfen, wenn sie nicht ißt: also einfach ruhige und klare Ansagen, an die Ihr Euch dann auch haltet. Sonst artet es warscheinlich auf andere Art und Weise in Streß aus.
Alles Liebe SIlke

Beitrag von wattewolke 03.09.08 - 21:12 Uhr

Hallo,
das freut mich, dass es nicht nur uns so geht...
Erst heute Abend hat meine Tochter (auch 2,5) nach einigen Nudeln, die sie mit der Hand gegessen hat, nach einem Buch verlangt. Und dann sollte ich sie füttern und ihr dabei vorlesen. Sie bleibt auch nur so lange sitzen, bis der größte Hunger gestillt ist, und dann hat sie schon wieder was anderes vor.
Ich sage mir, dass sie halt was erleben will, statt dazusitzen und immer dasselbe zu tun (zu essen). Ich wundere mich auch, dass sie vom Essen offenbar so wenig angetan ist, weil sie fast mmer eine zusätzliche "Unterhaltung" braucht.
Aber das war schon immer so. Auch beim Trinken aus der Flasche hatte sie gern ein Spielzeug. Und eine gute Esserin war sie noch nie.
Ich nehme sie also so, wie sie ist und freue mich darauf, wenn diese Phase vorbei ist und sie immer öfter selbstständig isst. Was ihr oft gefällt, ist das Essen mit Messer und Gabel und auch, wenn sie sich selbst aus dem Topf oder der Schüssel bedienen kann.
Ich bin mir sicher: Das wird schon noch bei unseren Mäuschen!
Viele Grüße von Claudia mit Klara

Beitrag von nickilouis 03.09.08 - 21:50 Uhr

Hallo Anja,

es wird bestimmt irgendwann besser. Ich finde es gut, dass du sie fütterst, denn sonst würde sie wahrscheinlich zu wenig essen und wichtige Nährstoffe, Energie und Kalorien nicht zu sich nehmen. Gerade weil sie so aktiv ist, braucht sie Nachschub, sonst wird sie noch zappeliger.
Es gibt Kinder, die sich in dem Alter nicht so sehr fürs essen interessieren aber trotzdem ist es wichtig, dass sie wenigstens ihre Hauptmahlzeiten zu sich nehmen. Es ist nicht schlimm, dass du ihr etwas vorliest oder ein Buch anschaust. (Es gibt sogar Eltern, die ihren Kindern mit dem Essen hinterherrennen und sich nichts dabei denken, hauptsache es hat was im Magen- das würde ich allerdings nicht machen)

Aber versuche, Deinen Ärger und Hektik zu verbergen.Sie wird es spüren und noch weniger Spaß am Essen haben. So sehr es Dich nervt aber versuche immer wieder Freude und Spaß während des essens zu verbreiten, dann wird sie vielleicht bald nicht "fliehen", weil auch essen Spaß macht. Gehe regelmäßig mit ihr einkaufen, lass sie mitkochen, rede darüber was Du kochst, lasse sie den Tisch decken usw.
Mache beim essen beruhigende Musik an und lasse sie an einem schön gedeckten Tisch essen.
Übrigens: einen (oder wenige Stücke) Apfel ca. 1 Stunde vor dem essen, regt die Magensäfte an und "öffnet" den Magen, macht also Hunger!

Viel Glück!
Nicki


Beitrag von fallnangel 04.09.08 - 07:44 Uhr

Meine Tochter ist jetzt 26 Monate alt und ich finde in dem Alter geht das schon eher Richtung Bequemlichkeit. Sie nutzt das aus und laesst sich verwoehnen. Sie kann sehr wohl bereits alleine essen und das 100%, aber mit Buch etc. ist das natuerlich viel spannender.
Ehrlich gesagt wuerde ich das nicht durchgehen lassen. Wenn meine Tochter vom Essen aufsteht und was spielt, dann bekommt sie 2 Warnungen und beim dritten mal gibts nix mehr. Wenn sie brav isst und meiner Meinung nach ausreichend, gibts noch einen Keks oder eine andere Leckerei als Belohnung.
Es ist in dem Alter natuerlich wieder etwas kompliziert die Kleinen konsequent zu erziehen, da man nicht genau weiss, was sie schon begreifen und was nicht, aber ich denke das Essensthema wird sie schnell verstehen und logisch folgern. Wenn sie dann ein paar mal hungrig ins Bett geht, praegt sich das sehr wohl ein. Ein kurzer Zeitraum von ca 1 Woche verursacht noch keinen Naehrstoffmangel und bis dahin hat sie es hoechstwahrscheinlich auch verstanden.