Hartz4-Betrüger oder nicht?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von ginagi 03.09.08 - 23:06 Uhr

Folgendes:
meine Schwägerin (Schwester von meinem Mann) trennte sich vor ca. zwei Jahren von ihrem Mann. Sie hat zwei kleine Kinder im Alter von 7 und 4 Jahren. Am Anfrang hatte sie echt Probleme zurechtzukommen, sowas wie bezahlbare Wohnung finden, geschweige denn eine Arbeitsstelle. Bis auf Kindergeld und den Unterhalt von den Kindern hatte sie kein Einkommen, also half ihr das Amt ein wenig mit. Binnen kurzer Zeit jedoch fand sie eine Teilzeitstelle. Sie verdiente endlich ihr eigenes Geld und war nicht mehr auf das Amt angewisen. Nun jedoch zum eigentlichen Problem. Trotz aller guten Ratschläge lernte sie in dieser kurzen Zeit (sie arbeitet gerade mal ca. 3 Monate) einen Typ kennen, der wahrscheinlich außer für´s Bett zu nichts zu gebrauchen ist. Sie ließ sich gleich wieder schwängern! Er ist unmittelbar zu ihr gezogen. Zwar arbeitet der Typ, doch von dem ganzen Geld sieht meine Schwägerin nichts. Anscheinend bezahhlt er damit irgendwelche Kredite, Schulden u.s.w. Meine Schwägerin stellte sofort erneut einen Antrag auf Harzt 4, da sie seit dem ersten Tag der Schwangerschaft nicht mehr arbeiten ging (ihr ging es ja so schlecht #kratz. und amit auch kein Gehalt mehr bezog. Bis heute bezieht sie diverse Gelder vom Amt, wie Mietbeihilfe, Kostenübernahme der Kindertagesstätte u.s.w. Nun stellte sie auch einen Antrag auf Erstlingsausstattung für das Kind, obwohl sie noch alle Sachen hat! Da fehlt es wirklich an nichts. Von der eigenen Unterhose passen zum Pyjama bis zur Windel passend zum Kinderwagen ist alles da! Eltern (Schwiegis) haben auch wieder einiges dazu beigetragen. Ihr Neuer wohnt bei ihr und auf ihre Kosten. Der beteiligt sich lediglich am Wochenendeinkauf für sich und sie. Für die anderen zwei Kleinen steht ja der Unterhalt vom Vater zur Verfügung. Den Typ hat sie nie beim Amt angegeben. Klar, da würde ja dann bei ihr nichts mehr vom Amt rüberkommen. Auf einer Seite verstehe ich sie, auf der anderen Seite nicht. Schließlich ist das Geld für wirklich Bedürftige da. :-[Es macht mich schon ein wenig traurig, wie man den Vater Staat so ausbeuten kann ohne dass es dieser merkt. #gruebel Petzen geht aber zumindest bei mir ohne Gewissensbisse auch nicht. Was meint ihr?

Beitrag von rudi334 03.09.08 - 23:18 Uhr

Vor was hast Du Angst?

Klar ist das Betrug und schadet uns allen!

Beitrag von tweety12_de 03.09.08 - 23:50 Uhr

hallo,

ich hab grad vorhin zu meiner freundin gesagt, wenn ich mitbekomme das jemand hartz4 betrüger ist, dann werde ich ihn melden..... es kann nicht sein, das wir solche schmarotzer finanzieren....

wenn jemand ehrliche probleme etc. hat, dann ist das einzusehen.. aber so was bestimmt nicht:-[


Anzeigen:-[ solche leute müssen eine auf die fresse bekommen#wolke#wolke

gruß alex

Beitrag von galeia 04.09.08 - 07:40 Uhr

Natürlich wäre das Betrug. Dennoch sind einige Ungereimtheiten in deiner Schilderung. "Nicht mehr arbeiten gehen" wegen der Schwangerschaft reicht nicht, um ALG2 zu erhalten. Hat sie den Job gekündigt? Wenn sie einfach nur krank geworden wäre, hätte sie andere Ansprüche gehabt, z. B. durch die krankenkasse.

Zitat: "Es macht mich schon ein wenig traurig, wie man den Vater Staat so ausbeuten kann ohne dass es dieser merkt." Dazu sage ich nur: Wer ausreichend kriminelle Energie besitzt und betrügen will, dem gelingt das auch, das kann der Staat auch nicht verhindern. Im wesentlichen muss schon den Angaben der Antragsteller geglaubt werden oder soll jeder unter den Generalverdacht des Betruges gestellt werden, der Leistungen beantragt? Stell dir vor, du wirst bedürftig, brauchst die Leistungen und man unterstellt dir von vorn herein, dass du in Betrugsabsicht handelst? Dann würdest du auch wieder auf den "Staat" schimpfen.

Melde dein "Wissen" dem Amt, meinetwegen auch anonym, dann werden sie zumindest hellhörig und schauen vielleicht ein wenig genauer hin.

LG H. #klee

Beitrag von ginagi 04.09.08 - 17:08 Uhr

Hallo Galeia,

hier nochmal kurz zum Verständnis: Meine Schwägerin meldete sich sofort krank. Sie bekam noch die reg.
6 Wochen vom AG, und seit da zahlt soweit ich weiss das Amt. Sie ist jetzt im 9. Monat und bezeiht seit dem 2 SSW-Monat AGL2.
Liebe Grüße noch

Ginagi

Beitrag von drachenengel 04.09.08 - 07:43 Uhr

Guten Morgen,

wenn es stimmt und beweisbar ist...

Melden, ganz einfach...

Bevor nun irgendwelche einen Anfall kriegen, ja ich hab selber im Umfeld jemanden, wo der Typ net gemeldet ist, da er ja dann für sie und die Miete aufkommen müsste, dann ja keine Rücklagen machen könnte.... sorry... aber da flipp ich dann, denn diese Gelder sollte der Staat lieber in die Kinder statt in die "Alten" stecken...

LG
Mone

Beitrag von kaltesherz0907 04.09.08 - 08:53 Uhr

also ich hab auch mal einen Fall erlebt, wo jemand um ALG 2 betrogen hat, aber ich habe es nicht gemeldet. Warum kann ich gar nicht genau sagen, vieleicht wollte ich mich einfach nicht einmischen. Habe mich aber immer gewundert, warum denn nicht einmal jemand vor der arge vor der Tür steht und das mal kontrolliert, denn es war schon extrem auffällig.

meine nachbarin hat hier die Wohnung gemietet und hat hier aber nie gewohnt, sie bezog alg 2 und wohnte bei ihrem Freund, die miete wurde vom amt übernommen. sie war über ein jahr NIE hier.

ich habe das an den stapelnden Briefen von arge etc gemerkt...

Wenn ich so einen FALL nochmal erleben würd, ich weiß nicht, ob ich es melden würde.

Diesen Fall finde ich schwierig. Wovon soll denn die Frau mit den 3 Kindern leben, wenn der mann rangezogen wird, aber nicht zahlen KANN (kredite etc) der müsste dann ja wiederum Insolvenz anmelden? oder sehe ich das falsch? die arge berücksichtigt ja keien Kredite und schulden? Es wäre zumindests chade, wenn die Kinder darunter leiden im endeffekt.

Beitrag von perlexx 04.09.08 - 08:55 Uhr

hi

erstausstattung bekommt sie erst vom Amt wieder, wenn das letzte Kind das 2 Lebensjahr erreicht hat.
sonst gibts nix.
alles andere musst du selbst wissen, bist alt genug.

lg

Beitrag von kaltesherz0907 04.09.08 - 09:01 Uhr

die kinder sind 7 + 4