FA will KS nicht bewilligen!!!

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von matota 04.09.08 - 08:53 Uhr

Hallo.

Nachdem meine 1. Bilderbuchschwangerschaft in einer Horrorgeburt für mich (siehe VK) endete, möchte ich nun mein 2. Kind gerne per KS/WKS zur Welt bringen.

Ich habe mein Vorhaben gestern meinem FA geschildert und der meinte, ich solle mich nicht verrückt machen und es erst mal auf natürlichem Wege versuchen. Einen Not-KS könnte man dann immer noch machen lassen, sollte das Kind auch wieder "steckenbleiben".

Ich möchte aber dieses Erlebnis nicht noch einmal mitmachen und ein Not-KS unter Vollnarkose kommt für mich auch nicht in Frage. Ich möchte gerne die Geburt, auch wenn es ein KS ist, wach miterleben und den ersten Schrei hören, etc.

Was kann ich nun tun?! Brauche ich unbedingt die Einwilligung meines FA, um einen KS zu bekommen?! Ich möchte nicht unbedingt meinen FA wechseln. Ich gehe dort schon fast 25 Jahre lang hin und war bisher auch immer zufrieden.

Wer weiß Rat?! Bin über jeden Tipp/Hinweis dankbar.

Gruß

Tanja + Annika (*28.01.05) + Alissa (24. SSW)

Beitrag von lilliana 04.09.08 - 08:57 Uhr

Guten Morgen Tanja,

ich bin in einer ähnlichen Situation, nur hatte ich noch nicht den Mut meinen FA darauf anzusprechen. Vielleicht das nächste mal ;-)

Ich weiss nicht ob du eine Überweisung brauchst, aber ich würde an deiner Stelle einfach mal beim KKH anrufen und da nachfragen. Du musst bei einem WKS sowieso immer noch ein recht ausgiebiges Gespräch mit dem Arzt haben. Fragen kostet nix ;-)

Lilliana (20. SSW)

Beitrag von lampe123 04.09.08 - 08:59 Uhr

Hallo!

Ich würde einen Termin in deinem Wunschkrankenhaus vereinbaren und die ganze Situation und deine Ängste mit den dort behandelten FA besprechen. Ob du die Einwilligung deines FA brauchst, weiß ich nicht, ich denke aber nicht. Letztlich muss doch der Klinikarzt sein go geben, er operiert ja schließlich.

LG

Beitrag von vroni511 04.09.08 - 10:56 Uhr

hallo, ich denke nicht, dass in dieser Situation dein FA das letzte Wort hat. Was bringt es, wenn du vor lauter Angst so verkrampft bist, das die Geburt überhaupt nicht vorangehen würde.

Ich denke, das ein WKS kein Problem darstellt, sprich mit dem leitenden Gyn deiner Geburtsklinik darüber.
Die meisten Kliniken stehen einem WKS eher positiv gegenüber.

Viel Glück

Vroni

Beitrag von kati543 04.09.08 - 12:34 Uhr

Das Problem bei dir ist, dass es einen WKS offiziell gar nicht gibt in Deutschland. Das ist nicht erlaubt - von der Versicherung. Wenn dein FA jetzt also dagegen ist und du trotzdem eine Klinik findest, die das macht, könnte es Probleme geben - also solltest du das in der Klinik auch sagen, dass die Begründung der Kasse gegenüber entsprechend ausfällt. Ansonsten sind psychische Probleme sehr wohl ein KS-Grund.

Beitrag von caidori 04.09.08 - 13:19 Uhr

Hallo,

ich hatte bevor ich meinen FA gewechselt hatte eine ähnliche Situation.
O-Ton von meinem alten FA: Das passt schon, irgendwie kommen die alle raus, mit einem KS hab ich nix am Hut und dafür kriegen sie von mir auch keine Überweisung.

Ich hab in meiner Not dann erstmal mit meiner Krankenkasse telefoniert, weil mir garnichts gescheites mehr einfiel.
Ende vom Lied war, das ich nach einem langen ausführlichen Gespräch von meiner KK ein Schreiben bekam, in dem ganz klar steht das sie die Kosten für einen KS zu meinem ET in meinem Wunschkrankenhaus übernehmen.

Habe zwar mittlerweile einen anderen FA und brauchte das Schreiben garnicht mehr, aber die Oberärztin im KH sagte auch das, hätte ich keine Überweisung gehabt, dieses Schreiben von der KK völlig ausgereicht hätte.

Vielleicht ist das ja auch eine Möglichkeit bei dir.

Drück dir die Daumen.

LG Caidori

Beitrag von gica 04.09.08 - 18:45 Uhr

Hallo Tanja,

also bei meiner ersten SS war das ähnlich, mein damaliger FA wollte mir keine Überweisung für meinen WKS ausstellen.
Ich habe das dann einfach mit dem KH in dem ich entbunden habe ausgemacht, ich brauchte auch keine Überweisung ( nur für die Geburtsplanung nicht für den WKS!!).
Allerdings habe ich dann meinen FA gleich gewechselt, weil ich fand das das Vertrauensverhältniss erheblich gestört ist. Ich lasse mir nur ungern vorschreiben wie ich mein Kind zu entbinden habe.

Alles Gute
Steffi, Sarah-Marie, Lena-Sophie und Esther-Rachel#ei 28 SSW

Beitrag von hebamme29 05.09.08 - 17:29 Uhr

Hallo Tanja,

dein FA versucht dich damit zu schützen...denn ein KS birgt ja deutlich mehr Risiken für euch beide.

Die zweite Geburt ist meistens sehr schnell und problemlos, weshalb da sehr ungern prim. Sectiones gemacht werden. Dein FA kann die Situation doch sicher auch gut einschätzen, ich würde dem Vertrauen. Wenn du Angst hast, dass dein Kind nicht ins Becken passt, schlage dem FA doch einen Deal vor...er gibt dir die Möglichkeit zum MRT, dabei kann man genau sehen, ob das Kind passt...damit wäre euch beiden geholfen!

Überdenke deine Entscheidung doch nochmal, sprich mit deiner Hebamme!
Ich kann deine Angst nach einer doofen ersten Geburt irgendwo verstehen, doch gib dir eine Chance...vielleicht wirst du ganz wunderbar entschädigt, das kommt sooo oft vor (kannst du mir glauben, hab ja schon viele hundert Babies geboren ;-)).

LG Hebamme Nina