40 Stundenwoche und Kleinkind...

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von shelly2007 04.09.08 - 09:51 Uhr

Hallo,

irgendwie bin ich mit den Nerven fertig. Mein Arbeitsvertrag endete im Mutterschutz und nun bin ich auf der Suche nach einen neuen Job. So wie aussieht wird mir nichts anderes übrig bleiben als bei einer Zeitarbeitsfirma anzufangen. D. h. ich habe dann weniger Urlaubstage, weniger Geld (weniger als mein Arbeitslosengeld!) und auch noch eine über 40 Stunden Woche. Die Maus würde über 10 Stunden in der Kita pro Tag sein. Und dieser Gedanke macht mich momentan ziemlich fertig. Mein Mann findet das noch nicht mal schlimm, da es früher so üblich war, dass die Kinder nach 6 Wochen ganztags in die Krippe gegeben wurden. Wenn ich wenigstens schon wüßte, ob ich schon um 6 Uhr anfangen könnte zu arbeiten, dann könnte ich sie früher abholen.

Liebe Grüße,
Andrea und Michelle 13 Mon.

Beitrag von knitschie 04.09.08 - 09:53 Uhr

wieso musst du bei einer zeitarbeifirma 40 std arbeiten? du kannst och dort auch teilzeit angeben?

lg
nadin

Beitrag von shelly2007 04.09.08 - 10:06 Uhr

Wenn es nach mir geht, hätte ich auch nur Teilzeit angeben, aber meine Familie und mein Mann sehen es lieber, wenn ich erst mal überhaupt Arbeit habe und denen ist es egal, ob nun 40 Stunden oder länger. Ein Teilzeitjob ist schwer zu finden in meinen Bereich, ich beobachte den Stellenmarkt schon seit über einen halben Jahr und bis jetzt war nur eine Stelle als Teilzeit dabei. LG, Andrea

Beitrag von buzzelmaus 04.09.08 - 09:57 Uhr

Hallo Andrea,

ich würde mich dann erstmal Arbeitslos melden! Ganz ehrlich! Und in Ruhe einen neuen Job suchen!

Ich hab auch nicht so schnell etwas gefunden und bin über eine Zeitarbeitsfirma zu meiner jetzigen Firma gekommen (bin nun fest angestellt).

Ich hab aber auch direkt wieder Vollzeit gesucht und bekam sogar einen Zuschuss zu den Kinderbetreuungskosten. Hab alles in allem nicht schlecht verdient.

Du kannst Dich über eine Zeitarbeitsfirma auch in Teilzeit vermitteln lassen, dass muss nicht immer direkt mit 40 oder 45 Stunden sein.

Hör Dich erstmal um und frag bei verschiedenen Zeitarbeitsfirmen an. Und lass den Kopf nicht hängen. Die Krippe tut Deiner kleinen auch gut, auch wenn es Mama schwer fällt.

Alles Gute

Susanne + Emily Fiona *05.08.05, die seit sie 14 Monate alt ist ganztags betreut wird

Beitrag von shelly2007 04.09.08 - 10:16 Uhr

Arbeiten möchte ich auf jeden Fall, aber halt nicht 40 Stunden die Woche, mit 38 Stunden oder weniger wäre ich auch sehr zufrieden. Ich bin schon seit über einen halben Jahr auf der Suche, aber bis jetzt gab es immer nur Absagen. An meiner Ausbildung oder Noten liegt es nicht, in den Bewerbungsgesprächen dreht sich immer alles ums Kind, es werden so merkwürdige Fragen gestellt wie: „Was würden sie denn machen, wenn ihr Kind schreit und sie zur Arbeit müssen..“ Denke daran liegt es. Da wo ich anfangen könnte, besteht auch die Chance übernommen zu werden. LG, Andrea

Beitrag von buzzelmaus 04.09.08 - 10:34 Uhr

Hallo Andrea,

tja, dann ist es wirklich so, dass Du entweder weiter suchst oder die Chance nutzt.

Ich persönlich würde letzteres tun. Aber das ist eine persönliche Entscheidung.

Du bist och jung und es ist schwer, den Wiedereinstig zu schaffen. Du musst auch an die Zeit nach Kind denken (Deine Rente). Und die Frage ist auch, ob Du nochmal so eine Chance bekommst?!

Es ist sicherlich nicht einfach, aber zu schaffen.

Emily wird auch seit 1,5 Jahren ganztags betreut. Wobei das bei uns 8 Stunden bedeuten, weil der Papa sie hinbringen kann - jetzt in der KiTa um 09:00 Uhr - und ich sie abhole (jetzt um 17:00 Uhr). Davor war Emily bei einer Tagesmutter von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr.

Du eröffnest Deinem Kind auch viel dadurch und kannst dann die arbeitsfreie Zeit umso intensiver mit Deinem kind verbringen.

Aber es ist - wie schon geschrieben - eine persönliche Entscheidung.

Alles Gute

Susanne

Beitrag von shelly2007 04.09.08 - 11:18 Uhr

Danke, es ist schön zu hören, dass ich nicht die Einzige bin, das macht es leichter. Wir sind gerade bei der Eingewöhnung, die Maus fühlt sich in ihrer Kita sehr wohl. Jetzt muss es nur noch mit den Job klappen, eine mündliche Zusage habe ich schon bekommen. Danke noch mal. LG, Andrea

Beitrag von tascha3577 04.09.08 - 10:52 Uhr

Hallo,
mir geht es genauso. Meine "liebe" Firma bekam jetzt von mir die Kündigung zum Ender der Mutterzeit. Habe vorher mit dem Arbeitsamt abgeklärt und die teilten mir mit das ich keine Angst vor einer Sperre zu haben brauche ( was in dem Fall ja egal gewesen wäre denn dann hätten wir halt 3 Mon. länger so weiterleben müssen ) denn mein Sohn hat einen Teilzeit KiGa Platz und ich suche jetzt nach einer Teilzeitstelle was nicht sehr einfach ist :-( !! Das Arbeitsamt zahlt mir "fiktives Arbeitslosengeld" so kann ich in Ruhe nach einem Job suchen denn ich möchte auch auf jeden Fall wieder arbeiten aber eben nur Teilzeit. Frag doch mal beim Arbeitsamt nach sind bei mir knapp 500 Euro die ich bekommen würde wenn ich bis Feb. keine Arbeit finden würde. Hab jetzt im Sept. ein Vorstellungsgespräch im Ort und hoffe das es klappt.

Ich drück dir die Daumen das Du auch noch einen Job findest der dich zufriedenstellt.

lg.tascha und Nico

Beitrag von jaara 04.09.08 - 12:21 Uhr

Ja sowas ist doch zum kotzen oder?!?!?!??
Da reg ich mich ja schon wieder auf! Niemand würde einen mann solche Fragen zu seinem Kind stellen weil da gleich alle davon ausgehen dass sich die Mutter drum kümmert! Und es ist ja auch meistens so...
Ich wollt nur sagen dass wir neulich ein Training zu Bewerbungsgesprächen hatten udn die mir da einige Tips zu dem Thema gegeben haben:
Du musst auf jeden Fall immer souverän wirken. Dein Kleiner geht gern zur Krippe und fühlt sich da wohl. Selbst wenn er eines Tages mal morgens nicht da bleiben wollte bist du dir 100%ig sicher dass die lieben Kindergärtnerinnen sich ganz lieb um ihn kümmern.
Falls er mal krank wird ist auch überhaupt kein Problem weil du nen guten Freundes- und Verwndtenkreis hast die du um Hilfe bitten könntest, und dein Mann ist ja schliesslich auch noch da und kümmert sich gern.
(Ob es dann auch so ist ist beim Bewerbungsgespräch erstmal egal).
Ausserdem hast du ja seit der GEburt deines Kindes schon sehr viel gelernt in Sachen Flexibilität und Organisation also wird das überhaupt kein Problem sein den Job und Kind unter einen Hut zu kriegen.
Basta.
Aber eines würd mich noch interessieren: warum zum Teufel ist dein Mann so wild drauf dass du Vollzeit arbeitest!??!? Hat er sich dann mal überlegt dass er dann auch zurückstecken muss?? Ich mein es kommen schon mit Sicherheit auch Tage an denen der Kleine nicht in die Kita kann wg. Krankheit oder so. Dann muss auch er sich bereiterklären da auszuhelfen.
Ich selbst habe ein halbes Jahr Vollzeit arbeiten müssen als mein mann ausser Landes war. Es war sehr hart. Erst musste ich lernen damit klarzukommen dass ich meine Tochter so selten sehe und dann auch damit dass sie so lange in die Kita muss.
Das ist halt ein Prozess da muss man durch. Wenn man weiss dass es dem Kind in der Kita gefällt und es ihm dort gut geht dann klappt das schon mit der Zeit!
Viel Glück!! Babsi

Beitrag von ricy_77 04.09.08 - 10:24 Uhr

Hallo,

also ich arbeite wieder Vollzeit, also 40h Woche, seit Niklas 12 Monate alt ist. Niklas geht 9h am Tag zur Tagesmutter, wenn er drei ist dann in den Kindergarten.
Wir teilen uns rein. Mein Freund fängt 6:00Uhr an zu arbeiten, ich erst gegen acht. Ich habe "Kind-früh-Dienst", bringe ihn also jeden Morgen weg. Der Papa holt ihn dann ab, er hat immer gegen 15:00Uhr Feierabend. So reduziert sich die Zeit in der er dort ist.
Ansonsten arbeite ich einen Tag in der Woche "lang", bis ca. 19:00Uhr. Dafür habe ich einen Tag in der Woche "kurz", wo ich Niklas abhole und wir einen Nachmittag miteinander verbringen, wo wir dann auch bewusst nur schöne gemeinsame Dinge tun.

Und ich finde das alles überhaupt nicht schlimm. Ganz im Gegenteil. Ich liebe meinen Beruf und meine Arbeit und ich liebe mein Kind und alle Zeit, die ich mit ihm habe, verbringe ich ganz bewusst mit ihm.
Alle anderen Dinge bleiben eben liegen - Bügelwäsche rennt ja nicht weg, leider. ;-)

Und Niklas liebt seine Tagesmutter und versteht sich super mit den 4 anderen Kindern dort. Er hat in dem Jahr, das er jetzt dort ist so viele Dinge gelernt, einfach in dem er es sich von den anderen Kindern abgeschaut hat. Und viele Dinge lernen Kinder auch besser in der Gemeinschaft, gemeinsam spielen, teilen, untereinander Konflikte bewältigen - das kann man Kindern zu Hause so nicht beibringen.

Ihr findet eine Lösung, da bin ich mir sicher.
Wichtig ist halt, dass alle mit der Situation zufrieden sind.

Ricy

Beitrag von shelly2007 04.09.08 - 11:07 Uhr

Danke, das macht mir Mut. Vielleicht könnten wir es auch so machen. Ich habe gerade mit meinen Mann telefoniert und er könnte um 6 Uhr anfangen zu arbeiten :-D Hast du noch merh Tipps, um mehr Zeit mit der Maus zu gewinnen? LG, Andrea

Beitrag von jumper 04.09.08 - 11:13 Uhr

10 Stunden am Tag!!! In dem Alter. Niemals würde ich das tun!

Beitrag von momo538 04.09.08 - 11:24 Uhr


Liebe Andrea,

10 Stunden am Tag sind echt viel - was hast Du denn da noch von Deiner Kleinen?!!

Lieber nage ich am Hungertuch und spare mir einen ab, als dass ich meinen Zwuckel solange weggebe und nix von ihm hab.

Meine Meinung!!

LG
Momo

Beitrag von katrin1708 04.09.08 - 11:31 Uhr

Hallo Andrea,

ich habe ich ein Vollzeitstelle (38 Std) seit meine Maus 11 Monate ist. Sie besucht 8 Stunden am Tag eine Kindereinrichtung. Am Anfang war das für mich auch sehr schwer und es bedarf schon eine gewisse Organisaion des Ablaufes. Aber mittlerweile hat sich alles eingespielt. Ich genieße so sehr die Zeit die ich mit ihr zusammen bin und da zählt auch nur sie - alles andere kann warten. Allerdings bin ich auch froh, dass ich einen guten Job habe der mich fordert - denn nur Mutter will ich nicht sein. Meine Kleine ist sehr gern im Kindergarten und lernt so viele Dinge, die ich ihr allein nicht beigebracht hätte (teilen, sich durchsetzen, sich unterordnen usw.)
Versuche es einfach und nimm die Stelle an. Viel Glück dabei!!

LG
Katrin & Luna-Jolie

Beitrag von liona 04.09.08 - 15:40 Uhr

huhu,

ich arbeite auch 42 stunden die woche, irgendwer muss ja nunmal geld verdienen, dafür holt der papa (wir leben getrennt, arbeitet morgens von 06-14.30 uhr)unseren lütten von der kita ab. unser kind ist jeden tag von 8.30-15.00 da, danach beim papa bis 18.30 .. dann komme ich von der arbei,wir essen zusamne und ich spiele noch etwas mit meinem sohn, so um 20.30 uhr geht er dann schlafen.

was macht denn dein mann? wie arbeitet er und könnte er evtl. mehr zeit für euer kind einplanen?

lg liona