Reichen 132 Euro im Monat zum Leben aus?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von dekabrista 04.09.08 - 10:25 Uhr

Eine Studie von Chemnitzer Wirtschaftswissenschaftlern hat jetzt ergeben, daß 68 EUR im Monat für Nahrungsmittel für eine Person ausreichen. Insgesamt braucht man 132 EUR (Miete etc. ist ausgeklammert wg. Wohngeld etc.) ...

http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=1928540

Für Interessierte hier die Studie mit vielen Tabellen:

http://www.tu-chemnitz.de/wirtschaft/bwl4/interessantes/Soziale_Mindestsicherung_2008_komplett.pdf


Hartz IV ist demnach bereits viel zu hoch bemessen.

Beitrag von jamey 04.09.08 - 10:30 Uhr

jaja...mein lieber hier thießen.... dass der nen knack weg hat habe ich schon immer geahnt und mich deswegen von finanzwissenschaften im hauptfach ferngehalten :-)

ich habe es heute früh im radio gehört und dachte ich habe mich im monat geirrt...für nen aprilscherz isses ja doch bissl spät.....

werd mir deine links gleich mal bissl durchschauen...

nene... soviel kann ich den kopf gar nicht schütteln

Beitrag von dekabrista 04.09.08 - 10:49 Uhr

Ach schön, Du kennst ihn. Womit beschäftigt er sich denn ansonsten? Optimierung?

Beitrag von jamey 04.09.08 - 10:55 Uhr

wie gesagt, ich habe nur die pflichtveranstaltungen mitgenommen und mich relativ schnell gegen alles was finanzen angeht entschieden. die forschungsinhalte müsste ich mal auf der lehrstuhlseite nachlesen...wenn ich sie finde kann ich sie ja verlinken ....

http://www.tu-chemnitz.de/wirtschaft/bwl4/thiessen.php *gähn*

Beitrag von dekabrista 04.09.08 - 11:00 Uhr

Naja *g* ... sein Fachgebiet weist ihn ja als profunden Kenner der Materie aus.

Beitrag von nightwitch 04.09.08 - 10:37 Uhr

Ist wieder echt lustig....

da wollen irgendwelche gut situierten Leute den ärmsten in Deutschland weiss machen, dass man mit 68 Euro im Monat mit Nahrungsmittel auskommt.

Wahrscheinlich würden die noch nicht mal mit 68 Euro am TAG auskommen.

Man sollte echt mal von denen verlangen, dass sie einen Monat am Existenzminimum (inkl. der üblichen Behausungen) leben.
Mal sehen ob sie dann immer noch der Meinung sind, HartzIV ist zu hoch bemessen.

Sicher: schlecht geht es den HartzIV-Empfängern nicht, aber Lebensqualität hat man dadurch noch lange nicht!

LG
Sandra, die auch mit wenig Geld auskommen muss, obwohl der Freund nen Knochenjob für wenig Geld macht und sich maßlos über solche Behauptungen ärgert.

Beitrag von anonym5 04.09.08 - 10:51 Uhr

Hallo

Das ist ja wieder mal sowas von klar.#augen
Die mit ihren Millionen in der Tasche kommen mit irgendwelchen Tabellen und Rechnungen daher nur leider vergessen sie das wichtigste und zwar der Blick für die Realität.

Da sollen die mal selber ein paar Monate versuchen so mit die paar Euros zu leben ich glaube die schaffen nicht mal eine Woche und das Geld wäre weg.
Schon allein das Geld für die Freizeitakktivitäten so niedrig anzusetzen finde ich nicht Frechheit.
Ach in allegemeinen ist es nee Frechheit.Die haben keine Ahnung von nichts und erst recht nicht vom Leben.

Liebe grüsse
Bibi

Beitrag von ruhrpottjunge 04.09.08 - 12:40 Uhr

Bist du wirklich der Meinung, dass die arbeitende Bevölkerung der nicht arbeitenden Bevölkerung Geld für FREIZEITAKTIVITÄTEN zu Verfügung stellen muss?

Ich bin mit dem Prinzip "Erst die Arbeit, dann das Vergnügen" - und dementsprechend mit der Einstellung "Ohne Arbeit gar kein Vergnügen" groß geworden.

Und ich denke auch heute noch, dass man sich Geld für Freizeitaktivitäten verdienen muss.

Beitrag von micnic0705 04.09.08 - 13:34 Uhr

Hallo,

ach wie schön! Einfach mal wieder pauschalisieren!

Was ist dann mit den Kindern dieses "nicht arbeitenden" Bevölkerungsteils? Sollen die gleich mit gestraft werden? Weil ihre Eltern verschuldeter oder unverschuldeter Weise von staatlichen Geldern leben?
Ich denke mal, dass die wohl am wenigsten dafür können.

Ausserdem ist nicht jeder ALG II-Empfänger ein fauler Nichtsnutz, der einfach nur die Hand aufhält!

So mancher Bundesbürger sollte mal einen Monat als ALG-II-Empfänger leben dürfen, das Resümee dürfte sehr interessant werden!

LG Nicole

Beitrag von brautjungfer 04.09.08 - 10:59 Uhr

Vorschlag: er soll selbst dann mal im Monat von 132 € leben, mal sehen ob er dann immernoch sagt das es geht.

Beitrag von jungemama24-4 04.09.08 - 10:59 Uhr

Das lustige is ja dabei die haben dir preise von 2006 genommen... geht man nun mal durchs geschäft dann sieht man ja das alles im gegensatz von 2006 alles um ca die hälgfte teureer ist... . HInterkochschinken abgepackt 200 gramm von edeka oder was weiss ich woher vor nem halben jahr 99 cent und nun 1,29,- butter (billige ) vor nem halbn jahr 0,49,- jetzt 0,79, Öl zum braten aus flasche (billig) früher 0.99,- jetz 1,39,- nudeln weihanchten rum noch 0,29,- jetz 0,55,- und so zieht sich das durchs geschäft die ganze zeit. Klar kann die berechnung dann schon stimmen von 2006 mit den 68 euro aber wenn NUN lles teuerer ist dann muss man auch den ateil an mindestsatz anpassen.

Man kann nicht her gehen etwas von 2006 raus gruschen aus der schublade und dann jetz verlangend as man damit leben könnte wenn man gleichzeitig die preise im geschäft drastisch erhöht.

Finde ich ne bodenlose frechheit etwas was 2-3 jahre alt ist mit der jetztigen zeit zu vergleichen !!!!!!!!!!!!!!!!

Beitrag von jamey 04.09.08 - 11:03 Uhr

naja, so ne forschungsstudie zu erstellen dauert ja ne weile, das macht man nicht mal eben so von heute auf morgen. is ja logisch dass sie vor zwei jahren begonnen haben...aber daten zu erheben, auszuwerten und zu ergebnissen zu gelangen...das dauert eben.

davon abgesehen...ist die studie etwas naja.....denn laut arge, sind im regelsatz ja auch beträge enthalten, aus denen anfallende rep. und co mal bezahlt werden müssen, beträge die übers jahr gesehen für geburtstags- und weihnachtsgeschenke genutzt werden können...lässt er alles raus... habs nimmer vor augen...aber bezieht er ein, dass man doch zumindest ne hausrat und ne haftpflichtversicherung haben sollt...unfall eigentlich auch????

naja...der herr thießen eben...

Beitrag von yoleena 04.09.08 - 11:11 Uhr

Was mich an dieser Studie vor allem wundert ist: Wo sind die viel zitierten Energiekosten??? Laut der Auflistung duschen dann wohl alle ALG II Empfänger mit eiskaltem Wasser (von dieser Stelle einen Gruß an die Krankenkassen ;-) )und lesen dann abends bei Kerzenlicht Zeitschriften aus der Bibliothek.

LG Yoli

Beitrag von mel130180 04.09.08 - 12:07 Uhr

132 Euro ist verdammt wenig. Aber Fakt ist, solange sich ein Großteil(ich sage bewusst nicht ALLE) der ALG2-Empfänger noch jeden Tag ne Packung Kippen leisten kann, kriegen sie meiner Auffassung nach noch ZUVIEL Kohle.

Für Grundnahrungsmittel aus dem Billigsortiment reicht die Kohle allemal und alles andere ist Luxus (dazu zählt auch Saft, Cola, Kaffee, Joghurts, etc.) und das muss der Staat nicht finanzieren. ALG2 ist ne Hilfe für Notlagen und nichts worauf man sich ein schönes Leben machen kann. Das haben die meisten einfach noch nicht kapiert.

Gruß
Mel, die sich auch nicht ständig das Beste leisten kann und dafür sogar arbeiten muss.

Beitrag von zwiebelchen1977 04.09.08 - 12:20 Uhr

Hallo


Wer sich Kippen leisten kann, aber auf der anderen Seite jammert, er habe zu wnig, der hat noch zu viel. Gibt ja leider viele, die so denken. Auch Haustire haben sehr viele, aber stöhnen, das sie kaum Geld für Lebensmittel haben.

Bianca

Beitrag von shalina2 04.09.08 - 13:02 Uhr

Sehe ich auch so....

LG Shalina

Beitrag von jomii 04.09.08 - 20:33 Uhr

Hi,

ich arbeite derzeit (noch) als Ermittlerin beim Jobcenter. Bevor ich diesen Job vor drei Jahren angetreten bin, hatte ich eine relativ soziale Einstellung. Leider komme ich mir manchmal vor wie in Grimm´s Märchenstunde. Soviel Lug und Betrug habe ich mein gesamtes Leben noch nicht erlebt. Und man wundert sich inzwischen auch über gar nichts mehr. Ich muss mich Eurer Meinung anschließen. Armut sieht tatsächlich anders aus und mein Mitleid hält sich bei den meisten Hilfeempfängern in Grenzen. Solange die Leute, die fürn Hungerlohn arbeiten gehen, mit dem hart verdienten Geld kaum über die Runden kommen und andere, die noch nie in ihrem Leben einen Finger krumm gemacht haben sich von unseren Steuergeldern einen Lenz machen können, passt irgendwas nicht. #aerger

Beitrag von nightingale1969 04.09.08 - 21:42 Uhr

Ach so.

Und weil es Betrüger unter den Kunden gibt, sollte man dieser Studie hier folgen und die Regelleistung für alle auf 132,- € herunter fahren?

Beitrag von jomii 06.09.08 - 20:21 Uhr

Das habe ich damit nicht sagen wollen. Ich bin nur der Meinung, dass die Politik seit Jahren den falschen Weg einschlägt. Solche Dine gibts in keinem anderen Land und es ist nun mal Tatsache, dass es vielen mit den 351 Euro plus Miete+ Heizkosten plus evtl Mhrbedarfen und einmaligen Beihilfen besser geht als manch anderem der regelmäßig 40h die Woche arbeiten geht

Beitrag von 3023 04.09.08 - 13:14 Uhr

Hallo,

ich habe mir die Tabelle mal genau angeschaut - das ist ja wirklich sehr "großzügig" bemessen: alle Möbel soll man sich kostenlos von der Tafel (bzw. dem Möbellager dazu) holen, ein Teller und ein Besteck reichen aus und Anzug braucht man ja auch nicht.....
Insgesamt zeigt die Rechnung klar wie man unter optimalen Bedingungen mit so wenig Geld auskommen kann wenn man sehr genau kalkuliert und nur wirklich lebensnotwendige Sachen kauft. Das funktioniert sicherlich in der Theorie. In der Praxis wird es teilweise schon schwieriger (da ja z.B. kaum Raum für Einkaufsfehler ist (z.B. mal zu viel gekauft, d.h. Essen wird schlecht...) und auch kein Raum für andere Fehler/Reparaturen etc.
Daher denke ich nicht, dass es praktikabel ist mit so wenig Geld im Monat auszukommen!
Zudem wäre der Lebensstandart dann wirklich sehr niedrig - das finde ich persönlich in Deutschland auch nicht für Langzeitarbeitslose angebracht!

Liebe Grüße,
Sonja



Beitrag von karin3 04.09.08 - 14:22 Uhr

Hallo,

in was für Verhältnissen leben die Studienersteller eigentlich?

Ob die schon mal was vom GG § 1gehört haben? #gruebel Können sie ja eigentlich nicht, so wie sie die Studie aufgestellt haben. Wir sind ein ach so reiches Land, da kann es ist doch kein Luxus sein, seinen Gästen auch mal was anzubieten (und ich rede jetzt nur von der #tasse Kaffe), oder seine Schuhe zu wechseln oder auch nur ein zweites Handtuch zu haben. Ach und wenn Jemand nur 4 Hosen hat, kann er ja eigentlich nur 3 benutzen oder? #kratz Die vierte muß ja für eventuelle Vorstellungsgespräche ordentlich bleiben.

Und zu den aufgelisteten Preisen sag ich jetzt mal nichts. #augen

*kopfschüttelne* Grüße
Karin

Beitrag von svecoly 04.09.08 - 21:43 Uhr

hahaha, selbst mit Fahrrad und Lampe kaum zu schaffen.,--als Ötzi vielleicht---( ja gut, unsere kurze nimmt die Kerze zum Lesen ... wir verfeuern den Dreck von anderen Leuten.. (Ofen-Allesfresser) .. und gönnen
uns jeden Monat ein MAC Doof ESSEN.., wenn wir gleichzeitig noch Beeren im Sommer auf eingezäunten Wegen kaufen und desweiteren Äpfel und Birnen kaufen.. (und und und) hätten wir ausgeorgt. ----Aber
selbst das ist mit Spritpreisen verbunden und zu Fuß nicht erreichbar..und somit ....
...JA, Ja die schöne alte Welt ... #mampf#torte#tasse