Herzfehler! Wie den Eltern halfen?

Archiv des urbia-Forums Trauer & Trost.

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muß jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von beggla 04.09.08 - 14:19 Uhr

Mein Patenkind musste nach der Geburt am Herzen operiert werden. Mit 4 Wochen starb sie an den Folgen. Die Eltern verschließen sich. Reden nur darüber wenn man sie darauf anspricht. Die ganze Familie schweigt sich aus. Wir wohnen alle im selben Viertel und sämtliche Geschwister haben auch um den selben Termin entbunden. Es sind also ständig Babys um die Zei herum. Ich glaube sie drehen bald durch. Bei manchen Kommentaren über unsere Babys sieht man richtig die Trähnen in deren Augen. Kennt jemand diese Situation. Wie sollen wir uns Verhalten?

Beitrag von wolkiga 04.09.08 - 18:55 Uhr

Hi beggla,


das schlimmste finde ich, ist schweigen. Die Eltern haben alle Rechte. Sie können sich verschließen, schreien, weinen, wütend sein.

Man muss immer dran bleiben und sich nicht abschütteln lassen.


Wenn du nicht sicher bist, schreibe einen Brief und bieten ihnen dauerhaft Gesprächsbereitschaft an. Egal um welche Uhrzeit. Sie sollen das Tempo bestimmen. Die Trauer wird sich noch lange hinziehen. Wenn man ihnen hilft, wird es leichter.

Grüße

Beitrag von lotte20567 04.09.08 - 22:54 Uhr

Hör nicht auf, sie anzusprechen und zu fragen - so schwer wie es fällt. Aber ich bin davon überzeugt, dass es hilft, die zu reden oder vielleicht sogar, wie ich es getan habe, die ganze Geschichte aufzuschreiben um sie zu verarbeiten. Vielleicht magst Du ja mal reingucken ( www.unsere-kleine-zicke.de.vu ), vielleicht hilft es Dir ja, die Oldies besser zu verstehen, obwohl ich glaube, dass eben jeder anders mit dem Schmerz umgeht.

Halt zu ihnen und halt durch, auch wenn es schwer ist. Sie brauchen Dich.

Lotte