Es geht bergauf :-) Mutmachposting für Neu-Mamis

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Beitrag von rennschnecke 04.09.08 - 20:02 Uhr

Liebe Mitmamis,

nach den schwierigen ersten Tagen/Wochen meines neuen Lebens mit Baby (hatte etwas Babyblues und vermisste mein "altes Leben" sehr) geht es jetzt deutlich bergauf!

Meine Kleine ist jetzt knapp 6 Wochen alt und mittlerweile bin ich viiiiiel lässiger geworden. Stillen klappt super, und bis auf gelegentliche Bauchwehstunden ist Linda ganz lieb. Ich bin viel unterwegs mit ihr, jeden Tag. Ihr scheint es zu gefallen, denn sie schläft die meiste Zeit, wenn wir on the road sind.

Inzwischen ist es sogar so, dass ich mich nicht mehr immer nach Lindas "Rhythmus" (der keiner ist) richte. Heute z.B. habe ich das Haus mit ihr verlassen, obwohl ich wusste, dass sie gleich Hunger kriegen würde - aber sonst wäre ich ne Dreiviertelstunde zu spät gekommen. Sie hat ein bisschen gequengelt, aber letztendlich klappte doch noch alles super.

Man kann wirklich (besonders, wenn es draußen noch nicht kalt ist wie jetzt im Spätsommer) fast überall stillen. Und ein Baby kann fast überall schlafen - im Tragetuch, im Kinderwagen, in der Autoschale oder bei Freunden auf einem Kissen auf dem Boden oder auf deren Bett.

Ich wollte das nur mal berichten, um den Neu-Mamis Mut zu machen, die auch Startschwierigkeiten haben wie ich. Es geht echt ganz schnell bergauf.

Noch ein konkreter Tipp: Unbedingt unter Leute gehen. Entweder mit anderen Müttern treffen oder, wenn man keine kennt, arbeitende Freunde zum Mittagessen treffen. Das ist so wichtig und tut so gut und man wird gezwungen, mit dem Baby das Haus zu verlassen.

Ganz liebe Grüße und danke an alle, die mir geholfen und geschrieben haben, als ich verzweifelt war!

Barbara

Beitrag von miss.c 04.09.08 - 20:20 Uhr

Das ist doch mal n schönes Posting, weiterhin viel Freude #blume

Beitrag von brina2681 04.09.08 - 21:09 Uhr

Juhu,

dein Posting spricht mir von der Seele. Mir ging es am Anfang ähnlich und ich war froh wenn Felix bei meinen eltern oder sonst wo war. Hauptsache ich musste mir nicht sein ständiges geschreie aufgrund von Blähungen anhören oder ich konnte Dinge machen die ich vor Felix gern gemacht hatte aber jetzt nicht mehr gingen.

Und heute, mit 12 Wochen möchte ich meinen Felix am liebsten nicht mehr eine Sekunde weg geben und bin total hibbelig wenn er "Die Omazeit" in Anspruch nimmt. Ganz traurig gucke ich dann immer seine Spieledecke an und kann gar nicht verstehen, warum ich am Anfang ihn am liebsten abgegeben habe.

An alle die das lesen. Ein Kind bringt den ganzen Tagesablauf durch einander, und es ist nicht immer leicht das zu akzeptieren aber wenn die Kleinen einen angrinsen sind die wenigen Stunden schlaf, das Geschreie im Ohr und die wenigere Freizeit all das wert.

LG

Sabrina + Felix

Beitrag von nilofant 04.09.08 - 21:30 Uhr

Hallo Barbara,
auch mir sprichst du aus der Seele! Meine Motte ist bald neun Wochen alt und mitlerweile ist auch alles recht unverkrampft und lässig geworden!

Ich hatte auch mit dem Baby Blues zu kämpfen! Als sie drei Wochen alt war saß ich am Abend auf meinem Sofa und habe meinem Freund Tränenüberströmt berichtet das ich jetzt eine Hausfrau sei! Der Gedanke war in dem Moment schrecklich weil ich doch immer gearbeitet habe und mich bisher nur um mich kümmern mußte! Heute muß ich schmunzeln wenn ich an das anfängliche Gefühlscaos denke!

Ich war nicht vom ersten Tag an überglücklich mit der gesamten Situation aber dafür jetzt umso mehr!

LG
Sabine

Beitrag von rennschnecke 04.09.08 - 22:28 Uhr

Liebe Sabine,

genau das hatte ich auch! Linda war knapp drei Wochen alt und wir waren abends mit ihr bei einem kleinen Open-Air-Konzert im Park. Alles lief super, sie schlief im Kinderwagen, dann stillte ich sie, sie war lieb ... Und auf dem Heimweg fing ich auf einmal an zu heulen. Es war alles zu viel für mich. Die Umstellung von "Karrierefrau mit Genussorientierung" auf "Mutter und Hausfrau". Meine verlustig gegangene Freiheit, oh ja, meine kostbare Freiheit! Die Verantwortung für das Baby, rund um die Uhr, immerzu, auch nachts, ohne jegliche Pause! Ich fand alles ganz schrecklich und hätte am liebsten die Zeit zurückgedreht ... :-(

Aber jetzt merke ich, dass ich eine andere Art der Freiheit habe. Ich muss momentan nicht ins Büro, ich kann mir meine Tage frei einteilen und mir auch mal was gönnen - ne Stunde in einem Café sitzen, die BUNTE lesen, Latte Macchiato trinken und die Sonne genießen, ohne gleich zum nächsten Termin zu müssen. Und ich kann mein Baby einpacken und mit ihm irgendwohin fahren, wenn ich will, ich könnte sogar alleine Urlaub mit ihm machen!

Tja, ich hoffe mal, dass die Zufriedenheit und das Glück nun ein bisschen bleiben ... ;-)

GLG
Barbara

Beitrag von kitty0280 04.09.08 - 23:50 Uhr

Ja, auch ich hatte, bzw. habe sowas erlebt. Leider bin ich da noch nicht ganz raus (hab aber auch richtige depressionen bekommen). Nur inzwischen, Felix ist jetzt knapp 7 Wochen, habe auch ich erkannt wie schön das leben mit einem Kind ist. Heute bin ich nicht mehr ganz so fahrig, kann ihn auch mal meinen Mann überlassen ohne sorge. Kann mir das gebrüll anhören ohne wütend zu werden. Ich wollte ihn am anfang nie in meinem bett haben, konnte ihn auch nicht lange auf dem Arm "ertragen", aber inzwischen trage ich ihn viel durch die gegend und hole ihn morgens noch für 1 oder 2 Stündchen mit in Ehebett.
Ich sehe heute viele dinge leichter, nicht mehr so verbissen. Ich bin auch nicht mehr so unendlich eitel. Ich habe viele Freunde verloren, weil diese meine jetztige situation nicht akzeptieren, aber damit kann ich gut leben. Was soll ich auch mit solchen Leuten?! Da treff ich lieber andere Muttis.
Ja, es wird leichter, auch wenn es schwer ist. Ja, ich bin öft müde, aber trotzdem glücklich! Und das ist alles was zählt!

Lg
Nadine mit #stern#baby Felix

Beitrag von tiffy75 05.09.08 - 00:29 Uhr

Siehste #freu und gern geschehen!

LG