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Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von freyjasmami 04.09.08 - 21:43 Uhr

Hallo,

ich bin seit dem 09.08.08 stolze Mami eines Sohnes.#huepf
Er kam in der 36+1 mit 50cm, 3470g und 37cm KU zur Welt.(Entlassungsgewicht 3180g)

Ich stille ihn voll und bislang hat er eigentlich einen zufriedenen Eindruck gemacht.(hatte auch IMMER naße Windeln, anfangs auch mehrmals täglich Stuhl)

Leider hatte ich besonders in der letzten und dieser Woche viel Streß (Einschulung vorbereiten, Tochter jetzt morgens zur Schule bringen usw.).
Außerdem hatte ich Samstag und Sonntag einen Magen-Darm-Infekt (sonntag auch Fieber).
Habe Sonntagmorgen ca. 60ml NACH dem stillen abgepumpt.(damit mein Mann die nächste Mahlzeit übernehmen kann, weil ich durch den Infekt so fertig war)
Er hatte auch nur vorletzten Samstag und letzten Freitag Stuhlgang.

Gestern waren wir beim KiA und dort kam der Schock:

Mein Zwerg wog nur 3290g, ist jetzt 51cm groß und hat noch immer einen KU von 37cm.#schock#schmoll
Ansonsten ist er zeitgerecht entwickelt, Reflexe usw. sind alles normal.

Logischerweise meint der KiA wir müssen uns mit dem Gewicht etwas einfallen lassen.
Ich soll abpumpen.

Gut, ich gepumpt:

Nur 20-30ml! Jetzt krieg ich mit Pumpe fast nichts mehr raus.

Hab mir ne Waage aus der Apo geholt und ihn dann alle 2 Std. angelegt (sonst wollte er nur alle 3-4 Std.). Gewogen und falls er noch hungrig war, Pre zugefüttert.

Heute morgen hatte ich einmal 40ml, danach wieder nur 20-30ml.

Stilltee trinke ich seit der Entlassung fast täglich bis zu einem Liter.

Was soll ich nur machen?
Ich will nicht das mein Sohn verhungert, möchte aber gerne weiter stillen (möglichst wieder voll, also ohne zufüttern).

Könnt ihr mir Tipps geben? Was kann ich noch tun?

Ab nächster Woche bin ich tagsüber voll auf mich allein gestellt, da muss mein Mann wieder arbeiten.(also sollten wir das mit der Milchmenge möglichst bis dahin einigermaßen wieder im Griff haben).

Puh, sorry das es sooo lang wurde.#hicks

LG und vielen Dank im Voraus!

Linda mit Leichtgewicht Carlchen und Schulkind Linea

Beitrag von sonne_1975 04.09.08 - 22:00 Uhr

Hm, er hat natürlich sehr sehr wenig zugenommen.

Als erstes, Stilltee max. 2 Tassen am Tag, mehr kann das Gegenteil bewirken.

Was hat denn die Waage nach dem Stillen gesagt?

Leg ihn weiterhin alle 2 Stunden an, aber OHNE Zufüttern, sonst geht deine Milch wirklich zurück.

Die Pumpe hat überhaupt keine Aussagekraft, viele Frauen kriegen nur sehr wenig mit der Pumpe, dabei trinkt das Kind danach noch sehr viel. Ein Baby saugt ganz anders als die Pumpe.

Versuche in der Zwischenzeit noch zu pumpen, damit die Milchmenge noch steigt. Aber trotzdem alle 2 Stunden anlegen.

LG Alla

Beitrag von freyjasmami 04.09.08 - 22:23 Uhr

Hallo,

die Waage hat 10-40ml gesagt :-(
Also viiiieeel zu wenig #schmoll
Beim pumpen (zusätzlich) krieg ich nichtmal den Boden der Flasche bedeckt...versteh ich nicht, am Sonntag hat's noch super funktioniert #kratz

Ich hab bislang 3 Beutel Stilltee in die Kanne getan und dann eben mit Wasser aufgegossen. Die Kanne fasst etwa nen Liter.
Also lieber so 2 Tassen kochen?

Nicht zufüttern?
Er ist nach dem stillen teilweise noch sooo unruhig und sucht (wird richtig ruppig an der Brust, weil nix mehr kommt), was soll ich dann tun?

Achso, Milchspenderreflex funktioniert bestens...die Milch sprudelt dann regelrecht raus (aus beiden Seiten gleichzeitig)...aber eben leider zu wenig.

LG und Danke!

Linda

Beitrag von muehlie 04.09.08 - 23:46 Uhr

Da die Milch permanent nachgebildet wird, kannst du deinen Sohn auch einfach immer wieder an der jeweils anderen Seite anlegen, wenn du das Gefühl hast, er bekommt an einer Seite nichts mehr raus. Vielleicht hilft es auch, ein wenig Zeit zu schinden, indem du ihm zwischendurch mal die Windel wechselst, bevor du ihn an die andere Seite lässt.

Abpumpen hat bei mir übrigens auch nie wirklich funktioniert, obwohl ich immer mehr als genug Milch hatte. Ich hatte dabei noch nicht einmal einen Milchspendereflex.

Beitrag von chari 05.09.08 - 08:24 Uhr

Hallöchen Linda!

Also ich möchte dir gerne mal berichten, was die Hebammen im Krankenhaus bei meiner Entlassung gesagt haben. Da hieß es: Wundern sie sich nicht, wenn nach ca. einem Monat kurzzeitig etwas weniger Milch kommt. Das ist ganz normal. Viele Frauen stillen dann ab, weil sie meinen sie hätten keine Milch mehr, aber genau das ist falsch. Das Kind sollte dann weiterhin angelegt werden und wie schon geschrieben, dann halt alle 2 Stunden anlegen, um die Milchproduktion anzuregen.

Ich mußte mir da keine Gedanken zu machen, weil bei mir immer Milch kam und immer noch so gut kommt, dass ich ein 2. Kind mit stillen könnte. Ich würde sagen du gibst dir und deinem Zwerg noch etwas Zeit, um das geregelt zu bekommen. Wie du ja selbst schon schreibst hattest du in der letzten Woche viel Stress. Setz dich selbst nur nicht unter Druck. Immer schön ruhig bleiben. Solange er auch weiterhin nasse Windeln hat, kommt oben genügend rein, was unten auch wieder raus kommen kann.

LG Chari + Maurice

Beitrag von schnuffchen 05.09.08 - 10:21 Uhr

Ich hätte jetzt spontan gesagt: Viel Wasser trinken und alle 1-2 Stunden anlegen. Beim Stillen bestimmt halt die Nachfrage das Angebot. Je häufiger Du anlegst, desto besser klappt das mit dem Milchfluss. Zusatztipp: Schau mal ob sich jemand für 1-2 Tage um Deine Tochter und den Haushalt kümmern kann. Leg Dich mit Deinem Knirps ins Bett. So tankst Du auf, der Streß fällt ab und das Stillen ist unkomplizierter.

Ich schau aber auch gleich nochmal im Stillbuch nach, ja?

Beitrag von schnuffchen 05.09.08 - 10:38 Uhr

Das steht in etwa auch im Stillbuch. Zusammengefasst:

- Häufig anlegen (notfalls auch mal eine Weile alle 2-3 Stunden, auch wenn Du ihn dann aufwecken musst).

- Entspannen (Atem-/Entspannungsübungen, warme Dusche, Fußbad, Hilfe imHaushalt, Gespräch mit Stillberatung oder anderer Stillmutter)

- Brust berühren und gesammelt nach innen spüren

- Ausdrücken mit der Hand (ich hab genug Milch, mit der Pumpe brauche ich auch ewig bis der Boden bedeckt ist, selbst wenn die Brust fast platzt - per Hand ist die Flasche ruckzuck voll)

- nach dem wechselseitigen Stillen das Baby nochmals an der ersten Seite anlegen

- Nicht zufüttern (auch keinen Tee oder Wasser)

- mind. 2 Liter Flüssigkeit, viel Calcium, Eiweiß, B-Vitamine

- Weleda Brustöl Lactagogum (kann lt. Stillbuch verschrieben werden)

Ausdrücklich steht da immer wieder: "Vor allen Dingen vertraue darauf, dass Du Deine Milchproduktion nach Belieben erhöhen kannst!"

Es gibt übrigens auch Phasen in denen die Knirpse durch Wachstumsschübe einfach mehr brauchen. Unserer war in solchen Phasen auch immer ziemlich müde. Bei ihm fiel das aber nicht ins Gewicht, weil er ein schwerer Brocken ist und bei der Stillmahlzeit das Versäumte nachholte. Vielleicht musst Du wirklich nur mal eine Weile öfter anlegen.

Meine Große war damals nach der Geburt einige Wochen in der Kinderklinik. Die haben mir erstmal untersagt zu stillen, anschließend hatte ich wenig Unterstützung und Verständnis. Sie ist dort eine ganze Weile zugefüttert worden, beim Abpumpen kam einfach nicht genug. Ich habe nie den Glauben daran aufgegeben, dass Stillen das Natürlichste auf der Welt ist. Und dass wenn ich das will und die Maus, dass das schon klappen wird. Kaum waren wir zu Hause, brauchte sie keine Flaschennahrung mehr. Ich habe bei ihr im Bett gelegen und sie sofort angelegt wenn sie nur "Piep" gemacht hat und es hat super funktioniert.

Also nur Mut! Ihr schafft das schon!