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Archiv des urbia-Forums Leben mit Handicaps.

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von pinky29 05.09.08 - 00:21 Uhr

Hallo ihr Lieben!

Mein Sohn 4 Jahre und 9 Monate ist entwicklungsverzögert. Er versteht viele Dinge noch nicht, und tut sich sehr schwer mit der Sprache - kann keine ganzen Sätze sprechen

Er stottert auch momentan sehr stark, das macht das ganze noch schlimmer

Laut der Behandlung hat er auch Wahrnehmungsstörungen, kann sich nicht konzentrieren.
Es wurde nun eine integrative Kraft in Kiga beantragt, 1 mal die Woche geht er zur Logopädin.

Ich suche Gleichgesinnte, mit denen man sich austauschen kann.
Denke sogar manchmal, das mein Sohn der einzige ist der so stark stottert und entwicklungsverzögert ist.

LG

Beitrag von twokid83 05.09.08 - 07:08 Uhr

Huhu,

mein großer Sohn (im Februar 2004 geboren) ist auch Entwicklungs und Sprachverzögert. Er hat ne gestörte Wahrnehmung und ein hypertonen Muskeltonus.

Er geht seit letztes Jahr August in einen Integrationen Kindergarten auf einen I-Platz und bekommt 1x die Woche Logopädie, 1x die Woche Physiotherapie und eine Ergotherapeutin kümmert sich ab und zu auch um ihn.

Kannst dich ja gern über VK bei mir melden, seine Geschichte steht bei uns auf der HP


Lg Jule

Beitrag von minkabilly 05.09.08 - 07:53 Uhr

Hi!

#liebdrueck...du bist NICHT allein.

Erstmal eine Frage: Gibts denn einen genauen Grund für seine Defizite???

Mein 2. Sohn ist 4 J. +2 Tage #huepf und auch er ist noch entwicklungsverzögert und hat Wahrnehmungsprobleme.
Bei ihm kommt es durch seine frühe Geburt (30.SSW).
Anfangs bekam er Krankengymnastik und Frühförderung.
Nun besucht er seit 1 Jahr einen heilpädagogischen Kindergarten und bekommt seit knapp 4 Monaten Logopädie.
Mit spezieller Wahrnehmungsförderung soll nun auch im Kiga begonnen werden.
Kannst mich gerne anschreiben :-D.

LG

Beitrag von sandra7.12.75 05.09.08 - 09:16 Uhr

Hallo

Meine Tochter hatte das auch,der Grund ist eine Epilepsie die sehr spät erkannt wurde.
Mittlerweile besucht sie die zweite Klasse einer Grundschule.
Zeugnis vom ersten Schuljahr war auch in Ordnung.
Das einzige an was wir jetzt noch arbeiten ist das Selbsbewusstsein was sehr gelitten hat weil andere ja immer besser waren/sind.
Bekommt er sonst noch Therapien??


lg

Beitrag von visilo 05.09.08 - 22:46 Uhr

Hallo,

uns geht es ähnlich, Lukas ist wohl knapp ein Jahr jünger wie deiner und spricht auch kaum. Er hat auch eine auditive Wahrnehmungsstöhrung und Konzentration ist gleich null. Wir gehen seid 3 Monaten wöchentlich zweimal zur Logo ( was sich auch bemerkbar macht) seid letztem Montag ist er nun in einer I-Gruppe Ende des Monats soll er dann auch endlich dort Theraphie bekommen ( Ergo und Heilpädagogik kommen dann noch zur Ergo dazu) wenn sich Sozialamt und kasse endlich einigen können wer die Kosten übernimmt#aerger.

LG visilo+Lukas (16.11.04)

Beitrag von schnufi74 15.09.08 - 20:41 Uhr

Hallo,
FAbian ist auch entwicklungsverzögert. Das kommt daher, dass Fabian in der 30.SSW mit 1440g und 42cm zur Welt kam. Er hatte die schlimmste Hirnblutung was man haben kann und hat einen Shunt (Ableitung vom Kopf in den Bauch, dass das Hirnwasser abfliessen kann). Er hat eine Rumpfschwäche und eine Bewegungsstörung. Wir machen eimal die Woche Krankengymnastik, Logopädie, Frühförderung und therapeutisches Reiten. Dann zum Osteopathen und und und. Fabian geht jetzt zur Kleinkinderbetreuung 2 mal die Woche und hat super Spass dabei. Er ist jetzt fast 20 Monate alt und läuft noch nicht, isst nur alles püriert und spricht ganz ganz wenig.

Freue mich über Austausch.

lg Tanja

Beitrag von varia03366 17.09.08 - 11:51 Uhr

Hallo pinky!

Ich habe auch einen Sohn (geb. 29.11.04), der stark entwicklungsverzögert ist.

Am Anfang haben wir das selbst noch gar nicht so dramatisch gesehen. Man ist ja so : der Vater redet wenig, warum soll das Kind nicht auch wenig sprechen. Das ging auch immer so ganz gut, bis er letztes Jahr zum 1. Dezember einen Kigaplatz im gleichen Kindergarten, in den auch unser Großer damals noch ging, bekommen hatte. Ca. 4 Wochen bevor er da hin sollte habe ich selbst Zweifel bekommen, weil ich merkte, dass er nicht nur wenig, sondern halt auch sehr schlecht gesprochen hat (wir haben ihn teilweise gar nicht verstanden). Ich habe zu den Erzieherinnen gesagt, dass ich da gerne nochmal den Kinderarzt drauf schauen lassen möchte. Die Antwort: "Ach, was du man hast - lass ihn mal erstmal hier her kommen, dann spricht er von ganz alleine!" hat mich und meinen Mann allerdings sehr geschockt. Wie kann man in der heutigen Zeit noch eine solche Aussage treffen?

Na jedenfalls bin ich mit ihm zum KA gefahren und der hat uns weiterverwiesen an die Frühförderstelle der Lebenshilfe. Die Frau, die ihn sich angeschaut hat, hat uns klargemacht, dass es bei ihm nicht nur an der Sprache hapert, er hat wohl auch probleme mit dem Gehör und die Motorik lässt auch zu Wünschen übrig. Kurzum: Bei unserem Sohn passte das Gesamtpaket halt nicht.

Dann waren wir beim HNO und der hat uns an die Kinderklinik auf der Bult nach Hannover geschickt. Dort bekam er Paukenröhrchen eingesetzt und die Polypen haben sie ihm entfernt. Zudem wurde unter der Narkose gleich noch ein Hörtest gemacht, der aber glücklicherweise aussagte, dass er halt normal hören kann, wenn seine Ohren nur kein Wasser hinterm Trommelfell hätten.

Gleichzeitig lief dann die Frühförderung an. Einmal in der Woche kam eine Tante zu uns nach Hause und einen anderen Tag in der Woche bekam er Gruppentherapie bei der Lebenshilfe in einer Late-Talker-Gruppe. Und er hat das super gut angenommen und hat allein in dem halben Jahr, in der die Maßnahmen stattfanden, einen großen Sprung nach vorne gemacht.

Den größten Klopfer gab es allerdings, als die Frühförderstelle eine Diagnose mit ihm gemacht hat, wo halt 12 Punkte wie Fein- und Grobmotorik, Strategiedenken etc. abgeklopft wurden. Das Ergebnis war, dass er bei den 12 Punkten gerade mal bei 10 Punkten in der Norm lag.

Wir hatten ihn zwischenzeitlich auch in einem Kiga mit I-Gruppe angemeldet, weil sich sowas ja schon abgezeichnet hat. Nach der Diagnose stand jedoch fest, dass für ihn der Heilpädagogische Kindergarten genau das Richtige wäre. Die Lebenshilfe hat uns dann beim Beantragen der Maßnahme beim Landkreis sehr unterstützt.

Jetzt geht seit dem 25.8. in den HPK und fühlt sich dort sauwohl und man merkt, dass es mit ihm voran geht.

Was ich allerdings aus der Geschichte gelernt habe, sind folgende Punkte:

-ohne Eigeninititative geht es nicht, also immer den Behörden und Institutionen auf die Füße treten

- man muss sein Schicksal annehmen

-lass die Leute reden (auch bei uns in der Verwandtschaft wurden Stimmen laut, das wäre alles gar nicht so schlimm mit unserem Kind)

In dem Sinne! Ich würde mich zwecks Erfahrungsaustausch auch über Feedbacks freuen!

LG Maike mit Maris (29.11.04) und Jarno (23.4.02)

Beitrag von varia03366 17.09.08 - 12:00 Uhr

Huch, hab grad nen Fehler entdeckt.

Es muss heissen, dass er bei 2 Punkten von 12 in der Norm lag.