KFZ-Versicherer (Haftpflicht) hat uns gekündigt! Erfahrungen?

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von duchovny 05.09.08 - 09:32 Uhr

Hallo ihr Lieben,

gestern kam ein Einschreiben, dass die Versicherung (eine Direktversicherung) uns zum Ende des Jahres kündigt! Dürfen die ja!

Nehme an, dies geschah, da wir dieses Jahr Pech hatten und zwei Schadensmeldungen angegeben haben! (Machen die jetzt wohl öfter!) Vorher hatten wir dieses und ein anderes Auto über 7 Jahre dort versichert!

Na ja, hat jemand Erfahrungen wie es dann mit einer Folgeversicherung ist? Ich habe etwas von einem Kontrahierungszwang der Versicherungen gelesen! Aber wie verhält sich dies in der Wirklichkeit? Versichern andere Versicherungen wirklich so ohne Probleme auch wenn die Versicherung gekündigt hat, oder haben die Schlupflöcher?

Hat jemand damit Erfahrung?
Könnte eine andere Versicherung jetzt so eine Art Sondertarif für uns eröffnen? So nach dem Motto großes Risiko?

LG

Susanne

Beitrag von rudi334 05.09.08 - 10:08 Uhr

Wenn Ihr 2 Schäden im laufenden Jahr hattet, dann steigt Ihr ja in der SF-Klasse ziemlich erheblich.

Es muss Euch keine Versicherung nehmen, und/oder es kann ein extra Auschlag fällig werden aufgrund der Schadenshistorie.

Beitrag von duchovny 05.09.08 - 10:21 Uhr

Danke für die Antwort!
Dies ist klar, dass die SF-Klasse gestiegen ist! Ab dem 01.01.2009 wird es wohl die 1 sein laut alter Versicherung! #hicks
Weiß natürlich, dass ich dies zahlen muss!
Aber jemand MUSS mich doch (so hoffe ich) versichern! Dies ist doch eine Pflichtversicherung!

LG

Susanne

Beitrag von rudi334 05.09.08 - 10:24 Uhr

Hol Dir einfach verschiedene Angebote.

Deiner bestehenden Versicherung war halt das Risiko zu hoch, dass kann bei anderen ganz anders sein.

Neukunden sind oft willkommener als Bestandskunden.

Ist zwar unverständlich - aber leider so.

Beitrag von ina_bunny 05.09.08 - 10:25 Uhr

Keine Bange, du wirst schon eine Versicherung finden. Die Frage ist nur zu welchen Preisen.
Du kannst dich doch jetzt schon informieren bei welcher Versicherung du wieviel zahlen müßtest.

LG Ina

Beitrag von nightingale1969 05.09.08 - 10:29 Uhr

"Dies ist doch eine Pflichtversicherung!"

Sicher. Wenn man ein Auto besitzt und damit fahren möchte.

Seit wann aber gibt es in D die Pflicht ein Auto zu besitzen und zu fahren? Ach so, es gibt keine?!

Eben. Und daher MUSS keine Autoversicherung irgendwen als Kunden akzeptieren.

Beitrag von duchovny 05.09.08 - 10:40 Uhr

Schau mal bitte hier!
Rein rechtlich ist dies geregelt bei der KFZ-Haftpflicht!

http://www.finanztip.de/recht/versicherungen/kontrahierungszwang.htm

Frage ist, ob sich die Versicherung da rauswinden kann?

Ein (dort aufgeführter) Ablehnungsgrund besteht bei keiner Versicherung, die ich bisher rausgesucht habe! Und soweit ich gelesen habe, muss nur die Versicherung die mich gekündigt hat nicht zurücknehmen!

Jedoch denke ich, dass die Versicherung evtl. versuchen könnte uns abzulehnen! Deshalb frage ich!

Kasko möchte ich keine und hatte bisher keine!

LG

Susanne

Beitrag von carola63 05.09.08 - 13:42 Uhr

Weit gefehlt!

Die KFZ-Haftpflicht ist eine Pflichtversicherung mit Kontrahierungszwang. Das heißt:

Die Versicherung hat max. zwei Wochen Zeit, einen Antrag auf Kfz-Haftpflicht zu prüfen. Die Prüfung erfolgt insofern, ob es vorher Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz gegeben hat. Nur dann kann die Versicherung ablehnen.

Anders bei der Kasko, aber die will die TE ja gar nicht haben.

Grüße
Uwe

Beitrag von bezzi 05.09.08 - 10:42 Uhr

Hallo Susanne,

wenn die Versicherung bisher auf Deinen Mann lief, das versuche es doch mal unter Deinem Namen.

Schadensfreihitsklassetechnisch dürftet ihr nach 2 SChäden in einem Jahr sowieso wieder fast auf dem Stand eines Fahranfängers sein.

Waren das höhere Schäden ?

Wenn nicht, könntet ihr einen/beide Schäden nachträglich noch selber bezahlen. Dann wäre Euer Rabatt gerettet.

Beitrag von duchovny 05.09.08 - 11:00 Uhr

Da ich relativ jung bin, fange ich in der Versicherung auch ziemlich weit oben an.
Und die Schäden waren schon etwas höher 1 über 500 € und einer über 1000!
Wir sind jetzt auch nicht sauer, dass wir so hoch gestiegen sind (haben es ja verdient #hicks), es geht nur darum dass wir überhaupt versichert sind! Da wir auf das Auto angewiesen sind! (Arbeit, KiGa und wir wohnen auf einem Dorf wo nicht viel mehr Busse fahren als Schulbusse und mein Mann je nach Schicht muss um 6 Uhr morgens an der Arbeit sein, bzw. hat 22 Uhr Feierabend und da gibts keine Anbindungen!)
Zur Zeit ist die SF 1/2 und ab dem 01.01.2009 dann SF 1!

LG

Susanne

Beitrag von bezzi 05.09.08 - 12:15 Uhr

Also ich persönlich finde die 2 Schäden nicht so hoch. Wenn Ihr für eine einmalige Zahlung von EUR 1.500,- Eure alten Rabatt wieder erreichen könntet, hättet ihr das wahrscheinlich nach 2 - 3 Jahren durch die niedrigeren Prämien wieder reingeholt.

Müsstet Ihr Euch halt mal genau ausrechnen (lassen).

Beitrag von demy 05.09.08 - 14:46 Uhr

Hallo,
sorry das ich das so sage, aber die Schäden sind von der Summe so "winzig" dass man da genau rechnen muss, ob man die Versicherung dafür in Anspruch nimmt.

Dass steigen der Prozente und der damit zukünftige Versicherungsbeitrag, ist in der Regel, bei den kleinen Schadenssummen, wesentlich höher.

Seid ihr denn schon aus der Frist raus die Schäden "zurückzukaufen"?
Dann gilt man nämlich als Schadenfrei und bekommt seine Prozente zurück und kann dann ruhigen Gewissens zu einer anderen Gesellschaft wechseln.

Gruß
Demy

Beitrag von pete1323 05.09.08 - 17:53 Uhr

Hallo Susanne,

"carola63" hatte es bereits richtig gesagt. Da es sich um eine Pflichtversicherung mit Annahmezwang handelt, gibt es - außer den auf der Seite beschriebenen - keinen Ablehnungsgrund.

Das eine Gesellschaft einen solchen Kunden nicht gerne haben möchte, ist verständlich aber für Dich nicht hinnehmbar; das Recht ist auf Deiner Seite.

Die Möglichkeit des Rückkaufes - wie von einigen Vorschreibern erwähnt - würde ich auch einmal prüfen. In Euren Unterlagen der (noch) bestehenden Versicherung gibt es Tabellen, anhand derer Ihr es auch selbst errechnen könnt.


gruß pete

Beitrag von duchovny 05.09.08 - 19:54 Uhr

Vielen Dank! D.h. also wirklich, dass mich die Versicherung nehmen muss?
Da bin ich aber erleichtert! Hoffe nur die füjren für mich keine neuen Tarif ein!#schock

LG

Susanne

PS: Weißt du denn, ob die mich auch zu ihren normalen Bedingungen nehmen müssen?
Wenn da steht dass die SF 1 für mein Auto sagen wir mal 700 € kostet, müssen die mir den Vertrag auch dafür geben! Oder können die sagen, bei ihnen machen wir z.B. 1000 €?
Weißt du dies zufällig?

Beitrag von pete1323 05.09.08 - 20:01 Uhr

Hallo Susanne,

einen neuen Tarif werden die sicherlich nicht einführen.

Wenn Du weißt, dass Dein Fahrzeug bei SF1 700,- € kostet, dann nehmen die Dich auch für 700,- €.


gruß pete

Beitrag von duchovny 05.09.08 - 22:09 Uhr

Super, auf die Antwort habe ich gehofft!

Vielen lieben Dank!

LG

Susanne