Rechtschreibung

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von eisflocke 05.09.08 - 12:18 Uhr

Mein Sohn geht nun in die 5. Klasse und hat tierische Probleme mit der Rechtschreibung... die Schuld schieb ich der Lernmethode in der Grundschule in die Schuhe... wenn ich das darf... da die Kids dort so schreiben durften, wie sie die Wörter gehört haben, also wirklich ohne jegliche Regeln, die kamen erst 2 Jahre später und die Kinder taten sich dementsprechend schwer und ich habe nun den Salat und bekomm es nicht mehr raus bei meinem Sohn... Hat jemand eine gute Idee, wie ich mit ihm lernen kann, evtl. kann mir jemand ein gutes Lernbuch empfehlen??

LG

#sonne

Beitrag von marion2 05.09.08 - 12:26 Uhr

Hallo,

ich schlage die Wörter mit meinem Sohn im Duden nach (Mama hat ja keine Ahnung #augen) und dann schreibt er sie ab. Richtig gut wäre es, wenn er sie öfter schreibt. Das ist aber schwierig durchzusetzen.

Wir mussten früher falsch geschriebene Wörter drei bis fünf Mal richtig schreiben (je nach Lehrer). Ich halte dies für die beste Methode. So prägt sich die richtige Schreibung gut ein.

LG Marion

Beitrag von barbarelle 05.09.08 - 13:28 Uhr

Hallo Eisflocke,

richtig helfen kann ich dir nicht aber dein Posting hat mir echt die Augen geöffnet.
Meine Tochter schreibt auch schon den ein oder anderen Brief.
Natürlich so wie sie spricht. Bisher hab ich den Rat der Erzieherinnen befolgt, NICHT zu korrigieren.

Künftig werde ich es aber tun.

Gruß
Barbarelle

Beitrag von eisflocke 05.09.08 - 13:33 Uhr

Ja, das sagen sie einem... bloß nicht korrigieren, das hat man dann davon und es bleibt so falsch haften bei den Kids... bin schwer sauer. Nun ist es fast zu spät, das wieder rauszubekommen alles....

Beitrag von sandra7.12.75 05.09.08 - 21:44 Uhr

Hallo

Und deshalb besucht meine Tochter jetzt die Deutsch AG in der 5.Klasse :-[.
Bei unserer anderen Tochter mache ich das jetzt auch mit dem Duden.
1.sie lernen das Wort richtig
2. Da steht auch drin wie man richtig trennt,das hat Laura erst in der vierten Klasse gelernt #klatsch.

Und er hat schuld bei Schreibproblemen?????????















Die Mutter #cool#huepf#cool#huepf

Wir haben ja vier Kinder und deshalb keine Zeit zu lernen #freu.
Egal wie man es macht man macht es eh falsch.

lg

Beitrag von marion2 06.09.08 - 12:02 Uhr

Oh - noch ne Schuldige #huepf da fühl ich mich nicht mehr so einsam ;-) bei uns sinds die Zwillinge "da hat Mama ja gar keine Zeit..." #augen

Beitrag von ismena 05.09.08 - 13:46 Uhr

Du bestätigst meine Befürchtungen!

Mein Sohn wurde dieses Jahr eingeschult, so dass wir natürlich noch nicht von Orthographie sprechen müssen. Aber ich fand es schon immer merkwürdig, wenn andere Mütter berichteten, dass man die Rechtschreibfehler der Kinder nicht korrigieren soll. Erst gestern hatte ich ein Gespräch mit einer Bekannten, deren Sohn in die 4. Klasse gekommen ist. Diese Kinder müssen z.B. den Unterschied zwischen "das" und "dass" nicht kennen, beim Diktat wird das also nicht als Fehler angesehen. Ich war wirklich entsetzt! Das ist so, als ob die Kinder zunächst "ihre eigene" Rechstschreibung lernen, und irgendwann später auf "die richtige" umsatteln müssten. Was meiner Meinung nach mit viel mehr Aufwand und Schwierigkeiten verbunden ist.

Nun ja, ich habe leider keine nützlichen Tips für dich, außer vielleicht, dass dein Sohn soviel wie möglich lesen soll und ihr zu Hause viel mit ihm arbeitet.

Ich danke dir jedenfalls für deinen Beitrag, denn er bestätigt mich in meinem Vorhaben, meinem Sohn von Anfang an die richtige Rechtschreibung beibringen zu wollen.

LG
ismena

Beitrag von eisflocke 05.09.08 - 13:52 Uhr

Ja mach es auch so... ich hab nun den Ärger damit, ich bin so wütend über so eine Lernmethode! Wir mussten früher doch auch direkt richtig schreiben lernen! Was soll also sowas nun? Man wundert sich nicht mehr über PISA. Kommt nicht von ungefähr....

Beitrag von magda6 05.09.08 - 13:50 Uhr

Hallo,

schlag es ihm im Duden auf!
Als ich meinen Sohn (obwohl ich es eigentlich nicht "durfte") berichtigte meinte er zu mir: "Mama, woher willst Du das wissen. Du warst so lange nicht mehr in der Schule!" Das Aufschlagen hilft ihm, es zu akzeptieren ;-) Und ich finde es garnicht schlecht, ihn in der Rechtschreibung zu berichtigen. Im Gegensatz zu seinen Klassenkammeraden hatte er eine 1 für Rechtschreibung auf seinem Zeugnis.

LG
magda

Beitrag von elternzeit-papa 05.09.08 - 14:12 Uhr

Hallo,

ich möchte Euch nur dringend bitten, das Kind nicht mit dem Bade auszuschütten.

In der ersten Klasse (!) finde ich das absolut in Ordnung, wenn man die Kinder schreiben lässt, wie sie wollen. Anschließend kommen immer mehr Rechtschreibregeln dazu. Wenn dies allerdings erst in der dritten Klasse so wäre, würde ich mir auch Gedanken machen.

Ein Tipp für die 5. Klasse wäre noch: Viel Lesen, das macht sogar Spaß!

Viele Grüße,

ez-p

Beitrag von eisflocke 05.09.08 - 19:06 Uhr

Hallo!
Du.. was heisst das: " Das Kind nicht mit dem Bade auszuschütten??????????"


#kratz#kratz#kratz

Beitrag von elternzeit-papa 05.09.08 - 19:32 Uhr

Hallo,

das ist eine Redensart, für eine Erklärung siehe z.B. hier:

http://www.redensarten-index.de/suche.php?suchbegriff=das+Kind+mit+dem+Bade+ausschuetten&bool=relevanz&suchspalte[]=rart_ou

Beitrag von ismena 05.09.08 - 19:21 Uhr

Hallo,

kann es sein, dass sich deine Antwort auf meine Aussage bezieht? (Das denke ich, weil ich ja von meinem Erstklässler geschrieben habe...)

Natürlich werde ich meinen Sohn nicht ab der ersten Klasse mit Diktaten und Orthographie überfordern. Ich werde aber auf jeden Fall versuchen, dafür zu sorgen, dass er nicht noch in der 4. Klasse keine Ahnung davon hat... Denn dann ist der Schock auf der weiterführenden Schule umso größer!

LG
ismena

Beitrag von elternzeit-papa 05.09.08 - 19:41 Uhr

Ja, durchaus.

Ich habe da mit dem Deutschunterricht meiner Tochter ganz gute Erfahrungen gemacht. Erst durfte sie schreiben, wie sie wollte, dann kamen schrittweise immer mehr Regeln dazu. Die Regeln gab es aber schon ab der zweiten Klasse, nicht erst ab der dritten.

Ich merke bei den Texten, die sie schreibt, dass die Rechtschreibung immer besser wird, deswegen mache ich mir da keine (oder zumindest keine negativen) Gedanken.

Man macht das ja in der ersten Klasse so, damit die Kinder nicht gleich den Spaß am Schreiben verlieren. Ist ja auch blöd, wenn man eine schöne Geschichte schreibt, und dann immer gleich alles falsch ist.

Mal ein Extrembeispiel aus dem Englischunterricht der höheren Klassen: Je nach Bildungssystem ist es oft so, dass der Fehlerquotient einen erheblichen Teil der Note ausmacht. Wenn die Schüler also einen extrem dämlichen Text mit sehr einfacher Sprache schreiben (so á la "the dog is nice. The house is green. The cat walks."), dann bekommen sie eine bessere Note, als wenn sie einen schönen, interessanten Text schreiben und dabei viele Fehler machen. So sollte es doch zumindest in der Grundschule nicht sein, wir wollen ja aus unseren Kindern keine dressierten Affen machen.

Viele Grüße,

ez-p

Beitrag von arkti 05.09.08 - 21:05 Uhr

Wieso fällt dir das denn erst in der fünften Klasse auf?#kratz
selbst wenn erst in der 3. mit Regeln begonnen wird bleiben noch 2 Jahre um es richtig zu machen.

Beitrag von eisflocke 05.09.08 - 22:03 Uhr

..wir sollten unsere Kinder ja nicht korrigieren... Diktate wurden ja auch ( gott sei dank) abgeschafft. Ich dachte mit der Zeit wird es immer besser mit der Rechtschreibung, wird schließlich später in der Schule gelernt... leider weit gefehlt *seufz*

#schock

Beitrag von elternzeit-papa 05.09.08 - 22:37 Uhr

Wie, die haben keine Diktate geschrieben???

Mittlerweile korrigieren wir unsere Tochter auch (manchmal), nur am Anfang haben wir das nicht getan, und das war auch gut so.

Aber die haben ab der 2. Klasse oft Diktate geschrieben, und ich wüsste auch nicht, wie man das sonst lernen soll. Lesen hilft natürlich, aber lange nicht so effektiv wie das eigene Schreiben und die Rückmeldung durch die Korrektur des Lehrers.

Gezielt üben muss man die Rechtschreibung aber schon, ohne Fleiß kein Preis!

Gruß,

ez-p

Beitrag von arkti 05.09.08 - 23:21 Uhr

Diktate wurden abgeschafft??
Seit wann?

Beitrag von sphinx0000000000 06.09.08 - 10:56 Uhr

hallo,

bei euch wurden diktate abgeschafft? also meine tochter hat in der 3. klasse mind. 4 benotete diktate geschrieben. und da hat die rechtschreibung sehr wohl gezählt.

auch wir haben in bayern in der 1. klasse zu hören bekommen, dass wir die fehler nicht korrigieren sollen. aber sorry, ich bin noch in der ddr aufgewachsen. und uns wurde die rechtschreibung sozusagen eingetrichtert. wir haben ja auch alle brav hochdeutsch gelernt. egal in welchem bundesland wir wohnten.

und diese eigenart ist bei mir eben immer noch da. demzufolge habe ich auch anfangs schon fehler korrigiert. gerade solche wörter, in denen doppelkonsonanten vorkommen. denn es heißt ja z.b. rennen und nicht renen. und auch die groß- und kleinschreibung habe ich schon korrigiert. es gibt ja ein ganz leichtes hilfsmittel dafür: wenn man der, die, das, ein, einer oder eine vor das wort setzen kannst, wird es groß geschrieben.

fazit bei mir ist: ich korrigiere die fehler meiner tochter. von anfang an. und es hat nicht geschadet. klar, macht sie auch rechtschreibfehler. aber das ist mehr unachtsamkeit.

und ja, auch ich habe sie schon im duden nachschlagen lassen. und auch im englischwörterbuch. denn was die lehrerin sagt, ist ja gesetz. wenn die lehrerin aber definitv eine falsche aussprache bei einigen englischen wörtern vermittelt, dann korrigiere ich das entsprechend der lautschrift im wörterbuch.

meine tochter machte einen riesenaufstand deshalb. es ging speziell um die englischen wörter für salat (lettuce) und gurke (cucumber). und soeben habe ich ihr das nochmals über www.leo.org vorgespielt. denn dort kann man die aussprache auch anhören.

fazit: nicht immer hat die lehrerin recht. sie ist auch nur ein mensch und kann fehler machen. dafür habe ich ja zuhause die möglichkeit, das auszubessern. und sollte das häufiger vorkommen, kann man die lehrerin auch getrost darauf ansprechen.

ich bin wieder schwanger und werde auch bei meinem 2. kind viel wert auf rechtschreibung legen. aber ohne strafarbeiten, weil es nun falsch geschrieben wurde. lediglich die mündliche korrektur wende ich an.

lg, silke, die diesbezüglich fest zu ihrer meinung steht.

Beitrag von seehundandi 05.09.08 - 23:07 Uhr

richtig schreiben lassen und wieder richtig schreiben lassen und das Ganze ca 300 Mal, ich hab es 2 Mal durch
Ab Klasse 2 gab es Diktate die auch benotet wurden.

Beitrag von bambolina 06.09.08 - 01:46 Uhr

Hallo,

bei uns in der Schule wird schon korrigiert, aber es wird relativ "locker" gesehen. In der Nachbarsschule wird geschrieben wie gehört und finde das gar nicht gut. Dein Posting betätigt mich in meiner Meinung.
Ich werde mein Kind auch zukünftig verbessern.
Ausgenommen "Liebesbriefe" die mein Sohn mitunter schreibt "für Mama fon Luca" (auf dem Kuvert - innen drin ein Bild mit der Beschriftung) "ich hab dich lib"

Lernbücher kann ich dir keine empfehlen, aber ich finde im allgemeinen Spiele-Lernprogramme für den PC ganz sinnvoll.Kommt auch aufs Kind an, meine mag diese, andere vielleicht weniger.

lg bambolina

Beitrag von nisivogel2604 06.09.08 - 07:28 Uhr

Hallo,

ich sehe dieses Problem momentan auch bei meinem Bruder (9 Jahre, 4. Klasse). Er ist ein schlauer Bursche und hat in fast allen Fächern eine 2. Aber wenn ich sehe, wie er manche Sachen immernoch schreibt, aus lauter Gewohnheit, obwohl er es besser kann, dann frag ich mich, wie man das nochmal aus ihm raus kriegen soll. Da wird Pflaumenbaum schon mal ohne P geschrieben, bei ohne fehlt das h und berichtigt werden durften Rechtschreibfehler bislang auch nicht.

Wir mussten auch die Wörter die wir damals falsch hatte 3 mal richtig schreiben. Ich halte das für eine gute Methode, da es sich richtig einprägt.
Vielleicht kannst du das mit ihm zu Hause ebenfalls so üben.

LG Denise

Beitrag von julyana2000 06.09.08 - 13:01 Uhr

Schau mal

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=6&tid=1638652&pid=10566145

und genau diese Befürchtung habe ich auch und habe deshalb hier gepostet.


Lg

Beitrag von jane-marple 07.09.08 - 15:07 Uhr

Hi,

kanz aifach is daz!

Na, fällt dir was auf?
Sieht komisch aus, nicht war!
Und warum? Weil du es mehrere 10.000 Mal ganz anders gesehen hast.
Wobei?
Beim Lesen!

Lesen, lesen, lesen.

Das ist das ganze Geheimniss.

Beitrag von jane-marple 07.09.08 - 15:10 Uhr

ein "s" sich zurückholt *linkerringfingerzuschwerwar*

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